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Set noch »tim Schuß haß aus neue hetandringe>cke Feinde ab. Das! sicht ein preußischer Feldwebel, und ,der stuckst uud^ schlaft mit dem Säbel zweimal nach ihm. Das erne Mal "lU chm die rechte Hand mit dem Revolver m den Sand, das Mal fliegt ihni der Kopf auseinander. Da sinkt er um und ^egt ßill umd Wer ihn weg toben die Feinde und memand achtet des Helden.
Vie Schätze der Lust.
Trotzdem schon im grauen Altertum die Luft neben Feiler, Wasser und Erde als eines der vier damals angenommenen Grundelemente aller irdischen Materie galt, ist es noch gar nicht sehr lange her, daß man sich darüber stritt, ob die Luft überhaupt als Körper anzusehen sei. jedenfalls hielt man sre für eine gleichartige Masse, bis in der zweiten Halste des 18. Jahrhunderts von mehreren Forschern fast gleichzeitig festgestellt wurde, daß die Luft ein Gemenge von zwei verschiedenen gasartigen Körpern sei, welche man als Sauerstoff und Stickstoff bezeichnete, denen sich dann noch Kohlensäure als dritter Bestandteil zugesellte. Jetzt wissen wir, daß die unsere Erde emschlreßende Lrffthnlle oder Atmosphäre aus 79 Teilen Stickstoff, 20,96 Teilen Sauerstoff und 0,04 Teilen Kohlensäure besteht. Wir smd nicht allem imstande, diese einzelnen Stoffe nachzuweisen und voneinander zu trennen, sondern können sie auch in flüssige und feste Form überführen. Außerdem enthält die Luft noch eine ganze Anzahl sogenannter Edelgase, die allerdings nur in ganz geringen Mengen vorhanden sind. Die bekanntesten sind Helium, Argon, Krhpton, Neon, Yeiwn usw. Sie werden vorläufig in der Hauptsache nur zu wissenschaftlichen Experimenten und Untersuchungen benutzt, wogegen besondere praktische Verwendungszwecke, welche dre Abscheidung der Edelgase aus der Luft lohnend erscheinen lassen, noch nicht bekannt wurden. Auch die Gewinnung von Kohlensäure aüs der Atmosphäre ist nicht lohnend. '
Anders steht es dagegen mit den Hauptbestandteilen der Luft, dem Sauerstoff und Stickstoff. Abgesehen davon, daß der Sauerstoff das wichtigste und unentbehrlichste Lebenselement für alle organischen Wesen bildet, findet er auch zu industriellen und sonstigen Zwecken vielfache Verwendung. So spielt er eine wesentliche Rolle bei der Erzeugung intensiver Lichtreflexe sowie zur Erzrelung außergewöhnlich hoher Temperaturen, wie sie bei dem autogenen Schweißen und Zerschneiden von Eisen, Stahl und anderen Metallen erforderlich sind. Hierbei wird Sauerstoff mit einem vergasten Brennstoff gemischt und dadurch eine sehr heiße Stichflamme erzeugt, welche das härteste Metall fast augenblicklich zum Schmelzen bringt. Ferner wird Sauerstoff bei Rettungsarbeiten benutzt in Räumen, die mit unatmenbaren Gasen gefüllt und. Auch in der Medizin findet er Verwendung, besonders zur Wiederbelebung Erstickter. „ , , „, ,
Im Gegensatz zum Sauerstoff als aktiv tvlrkeudes belebendes Gas, das sich mit anderen Stoffen leicht verbindet, spielt der Stickstoff nur eine inaktive Rolle, indem er den Sauerstoff aus das zum Erhalt des Lebens erforderliche Maß verdünnt und sich einer Verbindung mit anderen Stoffen gegenüber zumeist ablehnend verhält. Gerade diese Eigenschaften machen den Stickstoff zu verschiedenen Zwecken verwertbar, wo es sich darum handelt, die unerwünschten Einwirkungen des Sauerstoffes aufzuhebeii, z. B. bei der Löschung von Bränden, bei der Herstellung der Glühlampen usw. In allen diesen Fällen sucht man durch Zuführung von Stickstoff, den Sauerstoff zu verdrängen oder fernzuhalten. Viel wichtiger ist allerdings der Stickstoff für die Landwirtschaft. Um den Stickstoff der Luft der Landwirtschaft dienstbar zu inachen, muß er aus dieser abgeschieden und in die richtige Form gebracht werden, was auf, verschiedenen Wegen erfolgt, wobei der Luftstick- stoff vorwiegend in Kalkstickstoff oder Stickoxyd unrgewandelt wird, welche beiden Stoffe sowohl als Düngemittel wie auch zur Herstellung von Salpetersäure verwendbar sind. Der Kalkstickstoff wird in eisernen Retorten erzeugt, wobei in diesen erhitztem Cal- ciumkarbid reiner Stickstoff zugeführt wird. Stickoxyd wird auf elektrochemischem Wege erzeugt, indem die Luft in einem elektrischen Ofen durch Flammenbogen hindurchgeführt wird, wobei ein Teil in Stickoxyd verwandelt wird.
Das Zerlegen der Luft in ihre einzelnen Bestandteile zur Gewinnung von Sauerstoff und Stickstoff geschieht neuerdings hauptsächlich durch abwechselndes Verflüssigen und Verdunsten der Luft und damit verbundenem gesondertem Äuffangen und Abführen der einzelnen Stoffe, also gewissermaßen durch eine besondere Art Destillation. Die Möglichkeit dieses Verfahrens beruht a\tf dem verschiedenen Siedepunkt von Sauerstoff und Stickstoff, der bei dem ziveiten bei —195, bei dem ersten bei —182 Grad Uecjt. Beim Verflüssigen von Luft wird nun zuerst der Sauerstoff flüssrg, während der Stickstoff noch teilweise gasförmig bleibt und entfernt werden kann. Läßt man jetzt die Luft wieder verdunsten, so verflüchtigt zuerst Stickstoff und wird für sich abgeschieden. Dieses Verfahren wird so oft wiederholt, bis zuletzt einerseits genügend reiner Sauerstoff und anderseits ebensolcher Stickstoff vorhandeit ist. Bei der fabrikatorischen Ausführung dieses Verfahrens im. großen lassen sich beide Gasarten schon mit verhältnismäßig niedrigen Kosten aus der atmosphärischen Luft gewinnen.
Die Mutprobe der Stierkämpfers.
Die blutigen Grausamkeiten, die mit einem echten spanischen Stierkampfe untrennbar verknüpft sind, haben schon manchen fremden Gast einer spanischen Arena voll Abscheu aus der Plaza de toros getrieben, und selbst unter den durchaus nicht sensationsfeindlichen Badegästen des fashionablen Kurortes San Sebastian gibt es nicht wenige Besucher, die schon nach dem ersten Gange hastig der Arena den Rücken kehren, um weiteren Nervenproben aus dem Wege zu gehen. Sie versäumen damit ein eigenartiges Schauspiel, das sich von den blutigen Zwischenfällen des regelrechten Stierkampfes durch die für ein spanisches Nationalspiel merkwürdige Tatsache unterscheidet, daß noch nie bei dieser Feuerprobe männlichen Mutes auch nur ein einziger Tropfen Blut geflossen ist. Und doch fordert diese „Probe des Don Tancredo", die in der Arena von San Sebastian gewöhnlich zwischen dem dritten und vierten Gange geleistet wird, Nerven von Stahl und einen Mut, der dem Tode gerade ins Auge sieht, ohne auch nur mit einer Wimper zu zucken.
In der Pause wird ein etwa 60—80 Zentimeter hoher weißer Sockel aus Holz in die Arena getragen und dann erscheint einer der Toreros, in ein antikes weißes Gewand gehüllt, und durchschreitet die Arena. Alles an ihm ist weiß, Sandalen, Trikots, Hals, Gesicht und Haare sind unter einer dichten Puderschicht verhüllt; in der atemlosen Stille besteigt der Manu jenen Sockel, kreuzt die Arme und bietet damit in völliger Unbeweglichkeit den täufchenden Anblick eines marmornen Standbildes. Ein Wink: und der junge wütende Stier stürmt in die Arena. Noch hat er die seltsame Gestalt in der Mitte des Feldes nicht gesehen; er verschwindet fast in einer Staubwolke, die seine zornig scharrenden Hufe und sein wild den Sand peitschender Schweif aufwirft. Dann plötzlich kommt der Augenblick furchtbarer Spannung: das Tier hat den unbeweglich dastehenden Torero erblickt, es senkt den Kopf, ein Fauchen des Zornes bringt aus den Nüstern, und in der nächsten Sekunde stürmt das wütende Tier aus das lebende Standbild zu. Schon macht sich im Publikum die bis zu höchster Aufregung emporgepeitschte Nervenspannung in wilden Schreien Luft; blitzschnell vermindert sich der Abstand zwischen dem daherstürmenden Tier und seinem scheinbar sicheren Opfer, noch zehn Meter, jetzt nur noch fünf: aber der Torero steht unbeweglich auf seinem Postament, sein Blick geht starr ins Weite und alle wissen, jetzt beißt er die Zähne aufeinander, um mit keinem Gliebe feines Körpers zu zucken. Fast hat der Stier fein Ziel erreicht, da geschieht etwas Seltsames. Die weiße Farbe, die Unbeweglichkeit der Gestalt, die steinerne Ruhe des Mannes auf dem Sockel verwirren das Stier. Kaum zwei Meter von dem Manne entfernt, stemmt sich das Tier plötzlich zurück, noch peitscht der Schweis den Boden, aber es bleibt stehen, und starrt wie erstaunt aus dieses weiße Wefen, das seinem Zorn trotzt. Ein paar Mal umschreitet das Tier mißtrauisch den regungslosen Torero, wendet sich fort» kehrt wie zweifelnd wieder zurück: aber er unternimmt keinen Angriff. Wenn der Stier schließlich auf der Suche nach einem anderen Opfer davonttabt, springt der Torero mit einem eleganten Satze von seinem Postament und verbeugt sich lächelnd vor dem in wilder Begeisterung rasenden Publikum. Das ist die Probe des Don Tancredo, die seit Jahren regelmäßcg ftattfinbet und bei der noch nie ein Unglück geschah, wenngleich nur eine einzige unwillkürliche Bewegung genügen würde, um den ©her den Betrug durchschauen zu lassen.
humoristisches.
* iA u f d e r A l m h ü t t e. „Haben's a Bier?" — „Na!" —- „Haben's a Milch?" - „Na!" - „A Butter?" - „Na!" „Na, was haben's denn eigentlich?" — „Ansichtskarten harn mer!"
* Beim Drill. Hauptmann (zu einem Rekruten, dem ein Knopf am Rock fehlt): „Mensch, Sie fangen wohl schon an, ab- zurüsten?" ____________
Silbenrätsel.
be, bers, bürg, da, dich das, e, e, et, et, en, fa, gens, ha, i, il, In ly, nta, na, re, rho, ri, se, ter, ti.
Aus vorstehenden Silben und Buchstaben sollen zehn Wörter gebildet und derart untereinander gesetzt werden, daß dieAnfangs- und Endbuchstaben, von oben nach unten gelesen, ein geflügeltes Wort ergeben. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter folgendes 1. Mythologischen Rainen.
2. Einen Romanschristslellev.
3. Türkische Jniel.
4. Erzählt ost die wunderlichsten Dinge.
5. Stadt in Bayern.
6. Einen Strom.
7. Küstenland im Adriatischen Meere.
8. Insel im Atlantischen Ozean.
9. Mädchennamen.
10. Kirchliche Strafe.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Logogriphs in voriger Nummert Esche, Asche, Ischl.
Redaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, Die-«».


