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einen Umfang von 76 Matz. Die größte Höhle der Wüt ist die Mammut-Höhle von Kentucky; sie besteht aus einer Reihe von unregelmäßigen Sälen, von denen einige von dem Echo Rwer durchströmt werden. Der höchste noch tätige Sultan ist der Po- pocatepetl in der Nähe von Peblo in Mexiko; er erhebt sich 4200 Meter hoch frei aus dem Tiefland von Morelos zu einer Gesamthöhe von 5452 Metern; sein Krater ist 2000 Fuß breit, Die größte Mauer der Erde ist die chinesische Mauer, die freilich jetzt mehr und mehr in Verfall gerät; sie soll im 3. Jahrhundert t>." Ehr. 'vollendet worden sein und erstreckt sich über Berge, durch Täler und über Flüsse hin; sie war ursprünglich gegen 2500 Kilometer lang, 20 Fuß hoch, 25 Fuß dick an der Basis und 15 art der Spitze. Die größte Pyramide ist die des Cheops; sie enthält 89 Millionen Kubiksuß Mauerwerk, ist 451 Fuß IM und das Gesamtgewicht ihrer Steine wird auf über 6 Millionen Tonnen geschützt. Der höchste Leuchtturm ist die Statue der Frühest im New Yorker Hafen, die sich 151 Fuß hoch auf .einem Piedestal von 155 Fuß erhebt, die nächst höchsten Leuchtturiue: sind ber Genua, 210 Fuß hoch, und auf Kap Hatieras, 189 Fuß. ^re größte Glocke der Welt ist die Riesenglmke zu Moskau, die niemals aufgehängt worden ist. Ihr Gewicht werd auf 217 Tonnen geschätzt, sie ist über 21 Fuß hoch, an der Spitze 23 Zoll dick und hat einen größten Umfang von 86 Fuß. .
K--K Ein Buchzeichen eigener Art wird den Buchern - ' ----- —tgegebent
Kosmos-
* Sinnig. Student A.: „Warum hast du denn das, Plakat „Willkommen" über der Tür angebracht?" — Student B.: erwarte den Geldbriefträger." , „ , ,
* Stammtischtrauer. „Schad' um den Huber. ^^>en Abend ist er um 5 Uhr schon dagesessen und hat das schale Bier weggetrunken, damit frisch angezapft werden könnt, wenn wir andere um 7 Uhr kommen sind."
Redaktion: K. N e u r a t h. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen,
Russisches Allerseelen.
Aut 2. November, dem Allerseelentage der katholischen Kirche, gedenkt die orthodoxe Kirche Rußlands ebenfalls der Toten, yfc Gedenktag ist der Samstag vor dem D>emetriustage Jmdiesem 'Fabre fällt der betreffende Samstag aus den 20. ^itover^-aiieu oder 2. November neuen Stils, trifft also mrt dem katholischen Allerseelentage zusammen. Mer mit dem nnen Gedenktage an die Toten hat sich die orthodoxe Kirche nicht begnügt s 1 noch vier andere festgesetzt. Der erste von ihnen fallt auf d Samstag vor den vierzigtagigen Grotzen yaften, deren Beginn vom beweglichen Ostersonntag abhangt, der zweite °uf den zweiten Dienstag nach dem ersten Osterfeiertage, der dritte mch den Samstag vor dem Pfingstsonntage und der vierte auf den Tag mr Lnt- bauvtung Johannes des Täufers, den 29. August alten voer 11. September neuen Stils. Es wird an diesem Tage der für das Vaterland auf dem Felde der Ehre gefallenen Kn^er und aller derer gedacht, die einen gewaltsamen Tod wie Johannes erlitten und für ih'reu Glauben geblutet haben.. Wie hoch ^^an”e| der Täufer in der russischen Kirche geschätzt wird,,geht auch daraus hervor, daß der 12. Oktober alten Stils, an dem die^Ueberfuhriing seiner Reliquien aus Malta nach Gatschina, der Privatbesitzung der Kaiserlichen Familie, stattfand, als em KMmfest gefeiert wird. Der Zug nach den Kirchhöfen ist an den Gedenktagen, b^ sonders an den in die gute Jahreszeit fallenden, außerordentlich stark. Auch die großen Zentralfriedhofe Petersburgs, dre zwölf bis zwanzig Kilometer von der Stadt entfernt siegen, sind sehr belebt, da der Verkehr durch Eisenbahnen vermittelt wird. Hoch und niedrig, reich und arm, jung und alt eilt hinaus, um Die Gräber zu schmücken und für die schlummernden Lieben zu beten. Ein eigentümlicher Brauch wird daher von vielen beobachtet sie nehmen an den Gräbern in geistiger Verbindung mit dm -^ien wie einst mit den Lebendm Speise und Trank.ern. Einfach« Keule hegen sogar den naiven Glauben, daß die Seelen der Toten ^am Mahl aktiv teilnehrnen, um sich für die im Fegfmer ausgestandenen Plagen und Qualm zu entschädigen. So wird denn bei den Gräbern fein säuberlich ein Tischtuch ausgebreitet, der Samowar darauf gestellt, Wasser zum Sieden gebracht, der Tee zubereitet und beim Trinken ein Imbiß gmofsm, meist bestehend aus Weizenbrot und Kutja, einer Mit Honig oder Zucker und Milch gekochten und mit Rosinen in Kreuzesform besteckten Reis- sveise, die auch bei Begräbnissen und Totenmesien genossen wird. Vornehme Leute, die -ein Erbbegräbnis besitzen, servieren auf einem fein gedeckten Tischchen und gestalten das Mahl erheblich opulenter. Hier geht es feierlich und still zu, dagegen beim gewöhnlichen Volk geräuschvoller, wie denn das slavsiche Blut bei materiellen Genüssen über das Trauern leicht hinwegkommt. Der Brauch des Schmausens an den Gräbern steht übrigens in Verwandtschaft zu alten Gebräuchen, die sich noch hier und da rn bau erlichest Gegenden Deutschlands und Tirols erhalten haben Sw bestehen vornehmlich darin, daß in der Nacht zwischen Allerheiligen und Allerseelen Speise und Trank auf den Tisch gestellt werden, damit die armen Seelchen, die in dieser Nacht aus dem p-egfeuer beurlaubt werden und schleunigst zur früheren Hemiat auf Erden eilen, sich daran stärken können. In Verbindung damit steht der Brauch, daß au manchen Orten zu Allerseelen Wecken von besonderer Form aus Weizenmehl gebacken werden, die Seelen, Seelchen, Seelenbrätzen, Seelenwecken, Seelenzöpfe oder Seelenstücke heißen. Daß der Brauch, für die Seelen Speise und Trank bereit zu stellen, aus vorchristlichen Vorstellungen erwachsen ist, läßt sich um so eher aniiehmeu, da ihn auch manche Naturvölker üben Beispiele solcher Art sind besonders nachweisbar unter gewissen Jndianerstäni'men Zmtralamerikas. Die christliche Färbung hat dem Gedenktage an die Toten der heilige Odilo, Wt von Cluny, gegeben. Er führte iml Jahre 998 den Allerseelentag für die Angehörigen des Benediktinerordens ein. Allmählich übernahm dann die ganze katholische Kirche den Allerseeleiitag. Hiervost find aber die Gedenktage der orthodoxen Kirche Rußlands vollkommen unabhängig.
Vermischtes.
Rekords, die noch zu brechen sind, stellt eine englische Wochenschrift zusammen: Die größten Bäume der Welt sind unzweifelhaft die Ries-en-S-equoien von Kalifornien. Einer von ihnen im Tulare-Gebiet hat an der Basis seines Stammes einen Umfang von 103 Fuß und 12 Fuß über deM Boden noch
Büchertisch.
Die Neuerscheinungen von Ree la ms Universa l - B i b l i o t h e k. Die Oktoberserie der Reclamschcn Uni- versal-Bibliothek umfaßt folgende Neuerscheinungen: Georg Busse-Palma, Reif im Frühlmg und andere Novellen, Musikerbiographien: 31. Band: Johann S t r a u ß von Fritz Qanqc C A Görner, Aschenbrödel oder der gläserne Pantoffel. Leo W. Tolstoi: Kindheit. Friedr. Hebbei:. Barpier Zitterlein. Opernbücher, 68. Band: Carl Goldmark. Die Königin von Saba. Theodor Mügge, Afraja (Roman). Die Reclamsche Universal-Bibliothek hat damit die Nummer 5470. GTTeiiClit
—'.W itt, Gri e ch. G ö t t er- u ndH eld en g e schi chten, 8 Aiiflage, Preis geb. 2 Mk. Die im Märchenton gehaltene Er- zühlung ist mit einer Kunst dem kindlichen Verständnis aiigepaßk, wie Man sie nur in langem, intimem und liebevollem Verkehr nut Kindern erwirbt. Das einzige Volksmärchen, das wir aus deui Altertiim haben, das von Apulefus erzählte Märchen von Amor und Psyche ist als Anhang hinzugefügt, seinen Darstellungen hat der Verfasser glücklich den einfachen Ton der Marcheuerzahlung getroffen. Besonders hervvrznhebeii ist noch, daß die vorliegende Wiedergabe der Sagen des griechischen Altertums die einzige ist, welche dem Alter von 8-11 Jahren, m welchem die kindliche Phantasie sich mit der Sage entnommenem Lesestoff so gerne beschäftigt, nach jeder Richtung hin in der denfliar vollkommensten Weise sich anpaßt und daß der billige Preis die Anschauung! sehr erleichtert. _______
der Kinderlesehalle zu Wiesbaden beim Ausleihen mitgegeben: In jedem 'Band, der fortgegeben wird, siegt, wie mir un Kosmos- Handweiser lesen, ein Lesezeichen nut folgenden Mahnungen. . 1 Bitte fasse mich nicht mit unreinen Händen an, damit ich nicht schmutzig werde. 2. Schreibe und male nicht mit der yeder ob-ec mit dem Bleistift auf meine Blätter, beim das sieht häßlich aus.
3. Lege mich nicht mit den Blättern nach unten auf den Tisch, und stütze den Ellenbogen nicht auf mich, das tut nnr weh, 4. Lege keinen Bleistift, keine Feder und überhaupt Nichts DEs und Hartes zwischen meine Blätter, denn sonst reißt mein Einband entzwei 5. Mache mir keine Eselsotzrem denn da- verunstaltet mich. 6. Wenn du ein Blatt Umschlägen willst, so fasse es oben rechts an, bringe aber die Finger nicht vorher ast den Mund. 7. Behandle mich überhaupt so, lieber Leser, daß du Freude an mir hast, wenn du mich wiedersieyst.
anzustellen, während ich auf einem großen, runden Käse saß und veränüat schmauste. Das ränge Bürschchen da dachte wohl etwas zu viel an seine eigenen Familienangelegenheiten und vergaß darüber ganz, in welch böse Lage er mich v-ersetzt. hatte. Sein Vater war ja immerhin nun seit 14 Jahren fot, und diesen ^ifluud konnte nichts ungeschehen machen — aber hm saß Etienne Gm^d, der kühnste Leutnant in der ganzen gründe armse und befand sich in der größten Gefahr, tut Beginne lernet glanzenden Karriere auf hinterlistige Art niedergemetzelt zu werden, ohne daß firn Tod weder Frankreich noch Europa zum Ruhme gereichte.
.(Fortsetzung folgt.)
Magisches Guadrat.
Man füge die Buchstaben a a e e h i m in n r r i b tun! jo ein, daß die 12 Außenselder einen Merkspruch, die Diagonalen von oben nach unten gelesen, je einen Nebenfluß des _________. Rheins und der Donau ergeben.
"Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer^ Wissenichait ist Macht.


