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allgemeinen weit -einflußreicher ustd angesehener al» die MEbuts. Es gibt ganze Familien und sogar ganze Stamme, .tue SchMa sind; sie leiten ihre Herkunft alle von Prvpheten her, meist ^erlich ohne Berechtigung. Zu ihnen gehört neben der lehrgen Sul- tansfainilie u. tt. das berühmte Ge,chlecht^der
deren Häupter sich manchmal den Luxus emer recht sundMten Ausführung gestattet haben, und deren tetztg-er Großschettf rnsol^e übermäßigen Haschischs und OpiuMgenusses getstesgestort üt. He^ ligenadel sind ferner die Schingeti, deren jetziger Chef der natürlich ebenfalls heilige Gegensultan El-Hiba ist. Ware er das nicht/ so hätte' er kaum seine großen politischen Erfolge erzielt. Dw Schürfa werden in Familiengruften betgesetzt, tn deren Umgebung 'Bethäuser, Schulen, Wohnungen für die hunger, Pilgerherbergen entstehen, und so bilden sich dort die „Saums", oft reiche Kloster von großer geistlicher und weltlicher Macht, in denen verfolgte, m selbst Verbrecher unverletzlich und dem Arm' d er m Marokko allerdings recht zweifelhaften Gerechtigkeit unerreichbar sind. .
Von El-Hiba, der jetzt seinen Einzug tn Marrakesch ge» halten hat, werden ebenso wie von seinem berühmten Vater und Todfeinde der Franzosen Ma-el-Aimn allerlei seltsame Wunder erzählt nud geglaubt. Solche werden eben von emem Heiligen in Marokko, ivo der altheidnische Aberglaube noch tn, schönster Blüte steht, erwartet. Der Zauberer höheren und niedrigeren! Ranges gibt es im Scherifenlande in fabelhafter Menge. IS« marokkanische Zauberer beschwört, sagt wahr,.deutet aus Und suggeriert, er kennt und enthüllt die Geheimnisse d« Erde, des Himmels und der Hölle. Er gebietet sogar dem Schicksal, obgleich es doch nach Mohammeds Lehre für reden Sterblichen von Anfang an feststeht. Der Zauberer wird zum Mitschuldigen an manchen Uebeltaten, verteidigt aber auch die Menschheit gegen, die vereinigten Teufel. Er findet vergrabene Schätze, diagnostiziert und heilt die Krankheiten, ist also gleichzeitig Arzt. Um das Verträum des naiven Volkes in seiner Macht zn stärken, bAmßtgt er sich eines richigen und etwas seltsamen Benehmens. Man steht, die Welt will überall betrogen werden, nicht nur im hochztvtltsterten ^Ur^n dem Buche des in Marrakesch ermordeten französischen Arztes Manchantps über die Zauberei in Marokko wird berichtet, daß man dort eine große Zahl von Formeln und Veschworungs- tzeremonien für den Abwehr- und Angriffszauber kennt, so gegen den Bösen Blick, Zwistigkeiten zwischen Liebenden, Unglück, Aufstände; andererseits solche, mit den-m man bet seinem Feuide das Ausfallen der Haare, der Zähste, den Wahnsinn Hervorrufen, kurz sich rächen kann. Dafür ein Beispiel: Man fängt in der zweiten Hälfte eines Monats einen Fuchs und schneidet ihm den Hals durch. Dabei spricht man: „Sn, der du das lisstgste aller Tiere bist und mir deinen Fang so schwer gemacht hast, ich will, daß der und der gefangen werde, wie du, daß die Leute ihn melden, daß er seine Stellung einbüßt und von jedermann verabscheut werde. Wie der Rabe weiß zur Welt kommt (nämlich als Ei) und nachher schwarz wird, so möchte ich, daß die Zukunft dieses Menschen ebenso schwarz' werde." 'Der Beschwörende nimmt alsdann Herz, Lungen und Magen heraus' und verschafft sich ein Stück bon der Kleidmig eines Zauberers. Hierauf sammelt et die Exkremente eines ■ schwarzen Hundes, einer schwarzen Katze, einer Eule, einer Schwalbe und eines' Raben, mischt sie mit einem! Lorbeerzweig durch und bestreut mit der Mischung Herz, Lungest und Magen des Fuchses. Schließlich macht er ein Bündel daraus/ trägt es zum Bäcker und läßt es an der Außenmauer des Back- pfens, gegen die das Fener zieht, befestigen. Solange nun das! Büstdel an der Mauer hangt, wird der Feind unter dm erwähnten bösen Wünschen zu leiden habm. Will man sich aber seiner ganz entledigen, so befestigt man das Bündel.unmittelbar über dem Feuer, bis 'es verbrannt ist; dann erfolgt allmählich der Tod des
Die Magier, Zauberer, Wunderdoktoren, Propheten und Heiligen, sagt der Bekannte Marokkoforscher Marquis de Segoncac, blühen und Gedeihen in Marokko, und' der mit ihnen getriebene! Kult artet inaiichntal in wahre Menschenanbetung aus. Die beamtete Geistlichkeit ist auf dm Dienst in den Moscheen der Städte beschränkt; draußen ruht die religiöse Versorgung in dm Händen der Schürfa, Warabuts, geistlichen Brüderschaften und Saujas,
VermischLes.
kf. Eine Zugverspätung von drei Jahren „Donnerwetter! schon wieder hat der Zug füns Minuten Verspätung 1" Wein wäre dieser Ausruf nicht schon entflogen I Da muß es denn beruhigend auf seine Nerven wirken, wenn er von einer Zugverspätung von drei — sage und schreibe drei Jahren — hört. Und dabei hatte das „Zügle" nur 65 Meilen zurückzulegen. Gerade wie es damals int schönsten Galopp war, geriet es in eine Sandhose, die es zum Entgleisen brachte und Die Wagen und Passagiere verschüttete. Die Passagiere wurden ausgegraben, die Wagen blieben liegen. Den Verlust konnte die Eisenbahnverwaltung nicht überwinden: sie ging bankrott, und wo ehemals das schnaubende Dampfroß „vorübergesaust" war, da herrschte wieder ländliche Stille. Doch einigen Schlauköpfen gelang es, die Bahn wieder „gesund zu machen"; es sanden sich Leute, die ihr
Geld „hereinbutterten"; die Wagen wurden ausgegraben, wieder instand gebracht und auf die Schienen gesetzt. Und nach drei Jahren fuhr das „Zügle" unter dem Jubel der Bevölkerung aus der Station ein, die mittlerweile in einen kläglichen Zustand geraten war. Also geschehen im 20. Jahrhundert int Wunderlande Amerika, dessen Wahljpruch lautet: „Zeit ist Geld."
* Guteb R at. Dame (zum' Nervenarzt/ M bett sie schost eine Mässe Fragen -gerichtet hat):! .■ . T und stochAus, lieber Professor/ was soll ich tun, wenn mir die Füße eistschlafen? s=a Professor: >-,'Sanit machen Sie einfach die Hühneraugen zu. '
* Da hat fies! Wirtin: -„Wie findest Sie das Fletsch heute.?" ----- Stammgast: (brummend): r,Äur mit der SrtKe.1 j
An die Zither an meiner wohnungrtüre.
Von Alfred Freiherr von Berges f.
' Das Hamburger :Fremdenblatt erinnert daräst/ daß Alfred y. Berger vor Jahren für eine Wohltätigkeitsfeier im Deutsches Schauspielhaus nachstehende Verse schrieb:
Zither an der Türe du/
Geht die Türe auf und zst/
Klinge, leise klinge!
Alle Tag' in meinem Haus Geh'n viel Gäste ein und aus, Freud' und Leid' und Lieb und Haß Heute dies und morgen has/ Gut' und böse Dinge;
'Jeden grüße, ob er was
■ Hole oder bringe.
Schleicht ins Haus die Sprge sich Drückt das Herz mir nieder/ Leise klinge, leise sprich: In der Ferne irgendwo Lacht das Leben hell und froh/ Klingen lnst'ge Lieder;
Eh' ein Stündlein nur verstrich/ Singst du selber wieder.
Stürmt die Freud' mit Saus Und BrastZ Jubelnd mir in Herz und Hans/ Zither, sage leise: Ausgeklungen und verhaut Ist die laute Freude bald.
Ruhig, Herz, und weife!
Wenn mein Lieb mit leichtem' Schrift Lächelnd in die Türe tritt, Zither, hell erklinge. Als ob an dem Himmelstor Unsichtbarer Englein Chor Geigend sie empfinge;
Sage Heimlich ihr ins Ohr Tausend holde Dinge, Tragen sie mich einst hinauf Aus dem Leben, ans dem HäM Zither, an der Türe du, EH" die Tür für immer zu. Ein Ade mir bringe: Wenn ihm auch nicht viel gelang/ War es doch eist reiner Klang! So bei meinem letzten Gang Klinge und verklinge.
Anagramm.
Aus je zwei der nachfolgenden Wörter soll durch Umstellung der Zeichen ein neues Wort gebildet werden. Sind alle Bedeutungen richtig gesunden, so ergeben die Anfangsbuchstaben der neuen Wörter ein Sprichwort.
den — esche, eine Stadt, fein — dich, schlechte Eigenschaft, esel — dich, findet man am Wagen, er — die, ein Fluß, ale — gern, militärische Rangstufe, nun — arg, ein Land, tau — betit, eine Frucht, rad — iinfe, männlicher Voename, nil — sabos, eine Stadt, bilse — the, weiblicher Vroname, see — deich, ein Tier, ruhe — schmach, ein Handwerker, Hund — steige, hohes Gut, weg — unrein, berühmter Wein, an — tinte, Göttergeschlecht.
, ' s.; Auflösung in nächster AummNi
Auflösung des Acherzrätsels ist voriger WustMWt Die Schere.
Redaktion: K. Neuratb, — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R, Langt, Gießen,


