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Ich nehm!« fte ttt Meins Arme, W spreche liebevvll zärtlich Ms sie ein; ich Lsse sie gerührt — und dazwischenvilftsle, ihr Köpfchen an Mch MM! Ausweuien legend — „Butterbrot .„Bultechrot.^ Mäma, nachdem wir beide konstatiert
haben E'es genug sei, „ich tveiß ein Mittel, das den Schniers stillt " Sie holt eine Handvoll Stahlspäne und. emen alten Handschuh; und damit spänt nun der Keine Kerl leidenschaftlich eine ZimmerecKi^iden tt6er ?aIrtmt vor, als sei letzten EndeZ alle« Schmerz ein Butterbrot, das einem vorenthalten wird.
Aber desselben Tages tröstet sich, das Kind wieder! ä'uT eilte Sßctfc
Die Mama sandte sie aus, rasch beim Krämer Eier zu holen. Aber sie müsse sofort wiederkommen; man warte in der Küche darauf. Sie rannte wie aus der Pistole geschossen davon, aber sie kam nicht wieder. Zu allen Fenstern guckte man muh ihr aus; Man schickte nach ihr. Da fand man sie bei einem Nachbarsbuben, der seinem Laubfrosch Fliegen fing. Dies Schauspiel, wie diesest Laubfrosch nach Fliegen hüpfte, die man ihm fangen und lebendig in das Glas werfen mühte — waren sie nicht lebendig, verachtete er sie —, war eine wunderbare Sache.
„Aber der Laubfrosch frißt doch nur lebendige Fliegen, deut mal, Mutti!" erwiderte sie der Manta immer wieder auf alle Auseinandersetzungen, daß es Pflicht sei, erst einen Aufträgen ^erledigen, ehe man seinem Vergnügen nachgehe; und. sie hatsts ja nachher auch noch den Laubfrosch sehen könnÄi.
„Aber den?' mal, Mutti, der Laubfrosch frißt nur lebendige
Schließlich stellte man sie ins Eck, si« solle nachdenken, warum Man sie dahin stelle.
Da 'kam sie nach einer Weile und sagtet „Weil du die MaMa bist, und ich das Kind!" „
Da mußten wir alle lachen, und sie hatte Oberwan er und lief händeklatschend umher. .
Hm, solche Fähigkeiten dürfen auch nicht unterdrückt werden. Meine Frau fügte hinzu: „Sie soll mich da das Gesetz von Ursache Und Wirkung ftihlen!"
vermischter.
* Eine Gesellschaft für Reform der ®lännet« kleidung ist soeben in Berlin gegründet worden. Sie erklärt die heutige Männerkleidung für unpraklisch, unschön und unhygienisch und hat firf) daber zum Ziele gesetzt, deren Reformbedürftigkeit in der Oeffentlichkeit zu vertreten und durch praktisches Vorgehen einer vollkommeneren Tracht die Wege zu bahnen. Die Gesellschaft nimmt zimächst davon Abstand, eine bestimmte neue Reformtracht aufzustellen, da sie mit Recht der Ansicht ist, daß die Bewegung sich erst im Stadium der Versuche befindet und Umgestaltungen der Tracht sich nur allmählich entwickeln können. Indessen erblickt sie wesentliche Ansätze zur Reform, die als Richtlinien dienen können in denjenigen Kleidungsformen, bei deren Schaffung Vernunft und Geschmack nicht von der Ueberlieferung beeinträchtigt wurde, wie bei der Sportkleidung und z, T. bei der Knabenkleidung. Sie sieht daher insbesondere im Ersatz der langen Beinkleider durch die Kniehose und in einer einfachen, blusen- oder joppen-ähnlichen Bekleidung des Oberkörpers (an Stelle des heutigen komplizierten Aufbaus von Rock und Weste mit Stärkwäsche darunter) die Grundlagen künftiger Reiormkleidung. In allen Einzelheiten soll den Anhängern der Resormbestrebungen freie Hand gelassen werden. Der neuen Bewegung haben sich bereits etwa 70 Herren aus allen Berufskreisen mgeschlossen und zwar keineswegs nur aus Deutschland, sondern auch aus den verschiedensten Gebieten des Auslands. Zur Leitung der Geschäfte ist einstweilen nun ein vorläufiger Ausschuß eingesetzt worden. Er besteht aus den Herren: Professor der Kunstgeschichte Dr. Hans Mackowski (Gr. Lichterfelde) als Vorsitzender, Schriftsteller Heinz Jahn (Berlin) als Schristiührer, Schriftsteller Reinhold Gerling (Oranienburg) als Kassenwart, Vrivatgelehrter Felix Guerlin und Dr. Walther B o r g i u s (Gr. Lichterfelde) als Beisitzer. Zuschriften sind an Herrn Jahn, Berlin W15, Württembergische Straße 27/28 zu richten.
* Ein lustiger Ausspruch Rossinis wird in der neuesten Nummer der bekannten Zeitschrift „Moderne Kunst" erzählt: Rossini lebte in Paris, nachdem er bereits mit 37 Jahren von einem Künstlerschasfen als reicher Mann ausruhen konnte, als vornehmer Herr. Mit glänzendem Witz begabt, war er stets in allen vornehmen Gesellschaften ein gern gesehener Gast. . Rossini selbst war ein Feinschmecker, der eine vorzügliche Tafel über alles liebte. Er schwelgte für lukullische Genüsse edelster Art und war in der vergnügtesten Stimmung, wenn er recht gut speisen konnte. Er selbst sagt darüber: „Was mich betrifft, so kenne ich keine köstlichere Beschäftigung, als zu essen, denn was die Liebe fürs Herz ist, das ist der Appetit für den Magen. Der Magen ist der Kapellmeister, der das gesamte Orchester dirigiert. Ein leerer Magen brummt wie das Fagott oder schreit wie eine Pikkoloflöte. Ein voller Magen ist das Triangel des Vergnügens, die Pauke der
Freude. Essen, Lieben, Singen und Verdienen sind die eigentlichen vier Akte der komischen Oper, die man Leben heißt. Wer sie, ohne sie genossen zu haben, verrinnen läßt, ist ein vollendeter Narr."
*Der Nährwert des Käses. Daß Käse als Zulost zum Butterbrot eine angenehme Sache ist und daß er als Nachspeise genossen die Verdauung anregt und fördert, weiß wohl jeder, weniger bekannt aber ist es, daß er auch als Nahrungsmittel einen überaus hohen Wert besitzt. Zwar sagt ein altes Sprichwort: „Käse ist morgens Gold, mittags Silber und abends Bleit", aber ganz zutreffend ist der Spruch nicht, denn in erster Linie kommt es auf die Menge des genossenen Käses und auf die Käjesorte an, und überdies spielt das Verdauungsorgan des betreffenden Menschen eine nicht unwesentliche Rolle dabei. Vergleicht man den Nährwert des Käses mit unserem wichtigen eiweißhaltigen Nahrmigs- mittel, dem Fleisch, so findet man, daß selbst der Magerkäse, also Harzer Käse, etwa doppelt soviel Eiweißstoffe enthält, als mageres Rindfleisch, das in einem Kilogramm 180 g Eiweißstoffe hat, wahrend Harzer Käse 410 g Eiweißstoffe zeigt. Bei den halbfetten und vollsetten Käsen verschiebt sich dieses Verhältnis etwas und tut Schweizerkäse z. B. ist ebensoviel Fett vorhanden als Eiiveiß: 1 Kilogramm enthält zirka 300 g Eiweißstoffe und 300 g Fett. Man sieht, daß die Fettkäse ganz außerordentlich nahrhaft sind. Sie enthalten ebenso wie der Magerkäse nur in noch höherem Maße weit mehr Nährstoffe, Eiweißstoffe und Fett als mageres und mittelfettes Rindfleisch. Wenn man sich die Bereitung und Zusammensetzung der Käse vergegenwärtigt, so findet man, daß der Käse die Nährungsstoffe der Milch enthalt, darunter Eiweißstoffe (Kasein), Fett und bisweilen auch etwas Milchzucker, außerdem noch Salze und Wasser. Bei der Reifung des Käses, die durch Mitwirkung von großen Mengen von Bakterien und Schimmelpilzen geschieht, werden die Geschmacks- und Geruchsstoffe des Käses entwickelt, außerdem aber werden die eigentlichen Nährstoffe, Eiweiß und Fett, chemisch verändert beziehungsweise leichter verdaulich gemacht. Zugegeben werden muß, daß Leute mit schwachem Verdäuungsorgan mit dem Genuß von Käse vorsichtig sein müssen, im allgemeinen aber verdient der Käse mehr noch als bisher als Nahrungsmittel geschätzt zu werden. Auf der Internationalen Hygiene-Ausstellung ist in der Populären Abteilung an einer reichhaltigen Zusammenstellung von Käsen aller Art gezeigt, wie groß der Nährwert der einzelnen Käsesorten ist und welche Bedeutung dem Käse in der Reihe unserer Nahrungsmittel zukommt.
Büchertisch.
— „H elios - Klassi °ker" nennt die bekannte Leipziger Verlagsbuchhandlung Philipp R e c l a m jun. ihre Klassiker-Aus- gaben, die sie in einer neuen, höchst ansprechenden Ausstattung auf den Markt bringt. Der goldgelbe, biegsame Leinen- und der geschmackvolle Ganzlederband mit echtem Goldschnitt, sowie auch die Papier- und Druckausstattung sind eine hervorragende Leistung deutscher Buchkunst, die man umsomehr anerkennen muß, wenn man die erstaunlich billigen Preise in Betracht zieht. Mit der Schaffung dieser guten billigen Ausgaben werden wieder neue große Kreise des Volkes unseren Klassikern gewonnen werden; das ist ein sehr beachtenswerter Beitrag zum Kampf gegen die Schund-, literatur. Vor kurzem erschienen als vollständige Nenausgabs Lessings Werke. Mit größter Sorgfalt und auf Grund einer umfassenden Beherrschung des Stoffes hat der Leipziger Gelehrte Dr. Rob. Riemann die Textrevision durchgeführt und alles aufgewandt, um die Ausgabe zu einer literarisch wertvollen zu gestalten. In einer ausführlich einleitenden Ab-> handlnng wird das Leben des Dichters fesselnd geschildert und sein Werk eingehend erläutert. Die Ausgabe ist für_ Studien .hervorragend geeignet und kann für den Gebrauch in der Schul« sehr empfohlen werden. Gleichzeitig erschien eine neue Eichen-, dorff-Ausgabe. Die Herausgabe lag in den Händen ®r< Max M en d heims, des verdienten Leipziger Literarhistorikers Mit feinem Takt und sicherem Gefühl für das wirtlich Lebendige in Eichendorffs Dichtung hat er alles das vereinigt, was uns den Dichter des „Taugenichts", den Sanger des deutschen Waldes lieb und teuer macht. Die anregend geschriebene biographisch- kritische Einleitung und die dem Text beigefügten Anmerkungen geben ein Zeugnis der gediegenen aber nirgends aufdringlich her), vortretenden Wissenschaftlichkeit, mit der diese Eichendorff-Aus- gäbe bearbeitet worden ist.
Rätsel.
Tust in der Jugend du, wie dir die Erste sagc, . Wohl nimmer dann im Alter dich die Sorge plagt. Tie Zweite nennt sein Eigen jeder holde Engel, Doch findest du sie auch bei einem losen Beugel. Wenn schließlich sich zur Zweiten noch ein „d" gesellt, Entsteht daraus sogleich die größte Macht der Welt. Das Ganze — ohne „d" — schmeckt prächtig, zart und fein; Empfehlenswert dazu ist „Münchner" oder Wein.
Auslösung' in nächster) Nummer.
Auflösung des Versteckrätsels in voriger Nummer: Eine närrische Zunge kann viel Böse? anrickten.
Redaktion: «.Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brüül'schen Universitäts-Buch» und Steindruckerei, 9t Lange, «Vietze*


