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2 6 7 6 lobenswerte Eigenschaft.
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ör«daktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Üniv«rsitätS-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gteh«»
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Arithmogriph. m
2 eine wohltätige, aber auch gefährliche Macht.
6 2 6 3 Truppengattung.
ein Mineral.
2 Stadt in den Rheinlanden.
In der Nacht wird es kalt, und der Regen wandelt sich m Schnee. Nun aber frisch an die Arbeit! Wir üben an den Hängen des Jmmerlinkopfes, der in Sonnenschein gehüllt tft. Hier baut sich einer einen kleinen Sprunghügel, dort üben einige Wenden tttn steilen Hang, doch die meisten üben Stemmbogen, Stemmbogen, „bis zur Bewußtlosigkeit". —
Sechs rote Fähnchen stecken in bestmimten Zwischenräumen Hn Schnee. Nun also: „Stemmbogen rechts, Ohrfeige links, Stemmbogen links, Ohrfeige rechts", so lernt mans.
kommt um fein Fähnchen herum; um sie nicht zu Verfahren, zieht er sie rechtzeitig heraus, bis er sie alle mt Arme hat. Schi-Heil dem Fähnchensammler. Dann muß er sie wieder auf» 'Pflanzen, und wenn wieder die Reihe an ilm kommt, fangt er von neuem an, Fähnchen zu sammeln. Ja! Schiläufen lernt sich nicht von heute auf morgen. — Ein etwas korpulenter jovialer Fünfziger übt steile Abfahrten, und ivenn er ohne zu fallen an» kommt, dann ivirft er sich in die Brust: „Da fielt mer sich tote
3 6 2 Nahrungsmittel.
-31 Küstenland! cha'l am Mittelmeer.
je unv», | Die Anfangsbuchstaben der gefundenen Wörter sollen den Herr T. | Namen eines beliebten Humoristen und Dialektdichters ergeben.
, I Auflösung in nächster Nummer.
6 2 Schristzeichen.
bringt den Schissen oilmals Verderben.
. 2 Organ bestimmter Säugetiere.
2 3 Kanton in der Schweiz.
Die erste Rolle.
Ein reisender Engläiider.
Ein norwegischer Musketier.!
Ein sächsischer Sänger. ..
Ein Wachsfigurenkabinett von Schiläufern.
y a m. verkündigt der Herr Zirkusdirektor, leitet alles mit erklärenden Ulkreden ein und freut sich über seinen eigenen Sprechanisnrus, der heute abend nie versagt. —
Es nimmt fast kein Ende, und doch f aut weder die Leistung Bich die Stimmung ab. Inzwischen haben Ich alle Angestellten des otels hineingeschlichen und sitzen zeitweise in stummer Andacht ynd dann wieder biegen sie sich vor Lachen, und Lachen wirkt so
„So einen herrlichen Abend habe ich am Weißen See noch Nicht erlebt," sagt mir Loisl, das Zimmermädchen. Der Koch hat eine Violine, eine Dame spielt, was sie von Walzern kann, dann wird sie durch Klavierspiel abgelöst, unb wir tanzen alle alte tote junge, in jugendlicher Freude und Sorglosigkeit. Es ist merkwürdig, wie allen Schiläufern die Tanzmusik tn die Beine
Jede gute Leistung wird von yeifa>Äm Ä H dreifachen, kommeickmatzlgen Schi -Heil begrüßt, Mer »aii iuno ; deren sind es unzählige) mit herzlichem Gelachter und wiMibeii N«-nterkunaen Gibt es sonst etwas auf der -Weir, wooei itvet iu hamilos ansgelÄ wird und sich so,harmlos auslachen laßt, wie
Sckülamen2 Diese langen Dinger haben nun enimal so aroWs an sich, ob sie nun einer httfeflehdnd gen Himme streckt oder einen hierher, den anderen dorthin steckt, ob er mit der N-cke zuerst in den Schnee fällt und sich mit fernen langen Hölzern überkugelt, oder ob er noch nach enter, anderen, ganz besonderen Methode das Fallen ausprobiert - loder Fall reizt unwiderstehlich zum Lachen, zu einem fröhlichen, herzlichen Lachen. Das Schiläufen hat nun einmal so etwas,>zung-und Frohmachendes Mi sich und dieses Fröhliche und Jung sein ist so.echt und natürlich, daß es jedem gut steht, den grauen Haaren mchtaniweuigsten. Auch gibt es wohl kaum eine andere Sache, bet welcher der Altersunterschied so verwischt toirb, wie beim MisMrt. Froh uub cung Mhlen sich alle: man sieht nur fröhliche Gesichter, so, als ob fen Leib, keine Not, keine Sorgen ans der Welt gäbe. Wie mit das tut, eine kurze Zeit so zu beuten, zu fühlen. Es nmcht so leichtherzig, unternehmungslustig, so betonßt jung, tote man ulckt einmal mit 18 Jahren ist. —> „ ., „ . „
$ Fröhlich waren wir draußen, fröhlich ließen wto uns naß- regnen, fröhlich sitzen wir beim Abendessen und nachher wirds erst recht fröhlich Muntere Reden fliegen hin und her,, dieser toetft einen Witz, der eine Anekdote: auch ein echter rheinischer Jung ist darunter, der ist nicht auf den Mund gefallen. Er smgt UNS lustige Lieder zur Laute und auch den ßotj'engrtn auf Kolsch vor.
Auch hier wird jede gute Leistung belohnt mck dreimaligem Schi-Seil — es geht jetzt tadellos — und anschließend steigt k" A^te^fee r^werben wieder lebendig: wir singen vom Madel, Madel, wink, wink, wink, vom Römer, der am finstern Grenz» toait Poften stand, und von LippS Detmold, der wunderschönen ^^Auch der Montag bringt Regen: nichts als Regen, und doch Üben wir fleißig den ganzen Dag. Wir haben so viel Schnee, daß der Regen ihm nichts anhaben Tann. . . .
Und am Abend feiern wir Fastnacht, wir alle, die ton dem Fastnachtstrubel entronnen sind mit unseren Schneeschuhen hinaus fn die Einsamkeit. Ein junger Mann wird zum „Zirkusdlrektoi ernannt, und es liegt ihNt. Es entwickelt sich ganz muhelos em großartiges Programm, -eine Aufführung wechselt die andere ab.
■’i« junger Gott."
Begehrlich sehen wir den eleganten Telemarks und Chriftiancas Unserer Schilehrer zu: „Wär ich doch auch erst so weit."
Poesie und Sttatzenschmutz.
„„„ x, Von den Zuständen auf den Straßen mittelalterlicher StaR« witzelndeii I $atm man sich heute, wo glattes Asphaltparkett zn beit Alltäglich- '' "s™ kecken gehört, kaum noch eine Vorstellung machen. Man wird es auch kaum begreifen, daß eine besondere Abordnung seinerzeit von Köln aus die weite und umständliche Reise nach Nürnberg unternahm nur um das eben dort hergestellte Pflaster in Augenschein ... nehmen. Und doch war die „Pflasterkunst", die seit den Romer- selten mie so vieles andere in Verfall und Vergessenheit geraten war, für die damalige Zeit ein Ereignis. Denn sie bedeutete em» Verbesserung der Straße sowohl verkehrstechmsch wie gesundheitlich. Es gelang jetzt vor allem, des Schmutzes auf den Straßen einiger* ,naßen Herr zu werden. Die fäulniserregenden Substanzen konnten nicht mehr in den Boden eindringen oder an der Straßenoberflache eintrocknen, um bann vom ersten besten Wirbelwinb rnieber m die Häuser getragen zu werden. Tie Straßen der mittelalterlichen Städte iuareit oft in einem Zustande, der heute nicht einmal mehr in dem ärmsten Dorfe als möglich angesehen werden kann, tote Straße galt eben damals als öffentliche Abtagenmgsstatte für ieg- lichen Schmutz, einschließlich der menschlichen Exkremente. Den Schmutz aus dem Hause entfernt zu haben, betrachtete der bamalti.e Erdenbürger schon als eine erkleckliche hygienische Leistung, toap dieser Mißstand bis in die frühesten Zeiten zuruckreicht, ist festgelegt in Verordnungen, wie sie in aller Welt, in Italien, England, n Frankreich und bei uns in Deutschland von städtischen und staatlichen Behörden erlassen wurden. Offenbar haben diese obrigkeitlichen Ermahnungen aber nicht immer gefruchtet. L!an griff daher — vielleicht aus den gleichen pädagogischen Grimden, aus denen man die lateinische Grammatik in Verse kleidete - auch zur Gedichtform. Ein solch herzhaftes Gedichtlein hat sich aus dem Jahre 1370 her eine Zeitlang in München erhalten, es geriet dann in Vergessenheit, um später in Passau wieder aufzuleben. Es lautet: Kot ober Unflat vor ber Türen
Ist binnen drei Tagen ivegzufiihren, — So ivie auch mit dem Schweinehalten Soll geschehen, so wie vor Alten, Damit niemand keinen Unflat
Vor seiner Türe oder auf der Gaffe hat, Unsauberes aus den Häusern gießen Wird man auch mit Strafe büßen. ,,
So sang der Magistrat den Bürgern damals ihre Pflicht vor. Viel scheint es allerdings nicht geholfen zu haben. Demi vier- aroßartiges Programm, eine Ausführung wecyieir oie «», hundert Jahre später mußten in der gleiche»
feer tut an seinem Teile, was er kann, alles wirb fröhlich gegeben Mahnungen erfolgen, nur etwas gestrenger »m Son abjohiitfttfcbec
antb fröhlich aufaenomMeu. I Herrschaft. Es wurde bestimmt, daß feder Hausbesitzer sich dazu
„Die Meisterschaftsringer der Welt, I zu bequemen habe, zweimal '».der Woche den Mist vor einem
Die Räuber. I Hause wegzuschaffen. Auch mußte er die ^kratze besprengen, uno
®er Tob des Präsidenten,, I zwar „mit sauberem, nicht aus der Rinne genommenen Waffe
Der Tod „OK praswenieu, Mich zweiinal. Allerdings scheint die Wirkung nicht allzu groß
I gewesen zu {ein, beim ber Befehl mußte fast fedes Jahr wiederholt
I werden, wie sich au§ den interessanten, Aktenstücken ergibt, d,e ber
| Dtiuichener Magistrat aus dem städtischen Archiv der Hlstorischen
Abteilung der Internationalen Hygiene-Alisstellung Dresden löll zur Verfügung gestellt hat. Selbstverständlich war es mit bet Hygiene ber Straße im Mittelalter m anderen dentscheii stabten nicht viel besser bestellt. ®r-
humoristischeg.
* Zu schön! „Aber Michelbauer, alle Tage sitzt Ihr im Wirtshaus und habt mir doch versprochen. Euch bas Trinken ab- zugewöhnen!" — „Ach, Herr Pfarrer, 's Abgewöhnen ,is halt zu schön !" ___________
Auflösung des Kreuzrätsels in voriger Nummer: ~ W G


