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Pfad entlang, den wir am Tage meiner Ankunft in Sittth meridge eingeschlagen hatten.
Was sie mir in dem kleinen Lusthaus mit der fein- fühligsten Schonung mitteilte, ist mit'zwei Worten gesagt: Miß Fairlie war verlobt! Auf den Wunsch ihres verstorbenen Vaters seit zwei Jahren verlobt! Und diesev Bräutigam sollte am Montag eintreffen!
Mir riet sie, das Haus zu verlassen, sobald es tunlich sei, um mir wie Miß Fairlie weiteren Schmerz zu ersparen. Ihr scharfes Auge hatte unser beider Herzensp geheimnis längst durchschaut!
Lassen Sie mich schon heute gehen, sagte ich bitterh Je eher, je besser.
Nein; nicht heute, erwiderte sie. Der einzige Grund, den Sie Mr. Fairlie für Ihre Abreise vor Ablauf Ihres! Kontraktes angeben können, muß der sein, daß eine unvorhergesehene Notwendigkeit Sie zwingt, ihn um seine Erlaubnis zu bitten, sofort nach London zurückkehren zu dürfen. Sie müssen bis morgen warten, um ihm dies! zur Zeit zu sagen, wo die Briefe ankommen. Es ist jämmerlich und widerlich, sich zur Täuschung herablassen zu müssen, aber ich kenne Mr. Fairlie, und falls Sie einmal seinen Verdacht erregen, daß Sie keinen ernstlichen Grund haben, so wird er sich weigern, Sie fortzulassen. Sprechen Sie am Freitag morgen mit ihm und beschäftigen Sie sich dann mit Ihrer Arbeit für Mr. Fairlie, um sie (um Ihres eigenen Interesses willen) in ihrem unvollendeten Zustande doch in möglichster Ordnung zurückzulassen, und' verlassen Sie diesen Ort dann am Samstag. Es wird dann für Sie und für uns alle noch Zeit genug sein, Mr. Hartright.
In diesem Augenblicke kam Miß Fairlies Kammer« mädchen aus Miß Halcombe zu. Sie wechselten leise einige Worte. Dann trat Miß Halcombe wieder auf mich, zu.
Sie sah unruhig aus.
Wir sind jetzt über alles, was notivendig war, einig, Mr. Hartright, sagte sie. Wir haben einander verstanden, wie Freunde einander verstehen sollten, und können jetzt zum Hause zurückkehren. Um Ihnen die Wahrheit zu sagen, so bin ich um Laura beunruhigt. Sie hat mir sagen lassen, daß sie mich augenblicklich zu sprechen wünscht, und ihr Kammermädchen sagt, daß sie anscheinend außerordentlich ergriffen sei von einem Briefe, den sie diesen" Morgen erhalten hat, demselben Briefe wahrscheinlich, den ich ins!Haus schickte, als wir hierher gingen.
Wir gingen eilends durch das Gebüsch zurück.
Jetzt, da Sie so gut sind, zu fügen, daß wir einander! verstanden haben. Miß Halcombe, sagte ich noch; jetzt, da Sie meiner Dankbarkeit, meiner Entsagung und meines Gehorsams gewiß sind, darf ich es wagen. Sie zu fragen, wer — wer der Herr ist, mit dem Miß Fairlie verlobt ist?
Sie antwortete hastig und zerstreut:
Ein Herr mit großem Vermögen in Hampshire.
Hampshire! Anna Cathericks Heimat! Wieder MH
Roman von W. Collins, (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
Mrs. Beseh und Miß Fairlie verließen zusammen das Zunmer. Die lieben, kummervollen blauen Augen schauten mich einen Augenblick an mit der in die Zukunft sehenden Trauer eines nahen Abschieds. Ich fühlte die schmerzvolle Antwort in meinem eigenen Herzen — es war ein Schmerz, der mir sagte, daß ich sie bald verlieren, aber selbst um des Verlustes willen, um so fester, um so unveränderlicher lieben würde.
Ich wandte mich dem Gärten zu, als sich die Tür hinter ihr schloß. Miß Halcombe stand mit ihrem Hute in der Hand und ihrem Schal über dem Arme neben den: großen Fenster, das in den Garten führte, und betrachtete mich aufmerksam.
Haben Sie etwas Zeit übrig, fragte sie, ehe Sie Ihre Arbeit beginnen?
Gewiß, Miß Halcombe. Meine Zeit steht Ihnen ganz zu Diensten.
Ich möchte ein paar Worte mit Ihnen allein sprechen, Mr. Hartright. Holen Sie Ihren Hut und kommen Sie mit mir in den Garten hinaus. Wir werden dort zu dieser Stunde des Morgens nicht leicht gestört werden.
Als mir auf den Rasenplatz hinaus traten, ging einer der Gärtnerburschen mit einem Briefe in der Hand an !uns vorbei und nach dem Hause zu.
Miß Halcombe nahm ihm den Brief ab' und besah die Adresse.
Eine fremde Hand .... an Laura, sprach sie zu sich selbst. Wer mag ihr Korrespondent nur sein? Wo hast du dies her? fragte sie, zu'm Gärtnerburschen gewendet.
Nun, Miß, sagte der Bursche/ ich- hab's eben von' tziner Fran.
Was für eine Frau?
! Eine schon ziemlich alte Frau.
! So, eine schon ziemlich alte Frau. Kennst du sie?. Ich 'müßte es lügen, wenn ich sagen sollte, daß, ich sre gekannt hätte.
In welcher Richtung ging sie fort?
Dahin, sagte der Untergärtner, nach' Süden deutend, indem er jenen ganzen Teil von England mit einer eint Ligen umfassenden Schwenkung seines.Armes bezeichnete.
Sonderbar, sagte Miß Halcombe; ein Bettelbrief vermutlich. Da, fügte sie hinzu, als sie dem Burschen den Bries zurückgab, trage ihn ins Haus und gib ihn an einen der Drener ab. Und jetzt, Mr. Hartright, falls Sie nichts dawider haben, wollen wir diesen Weg nehmen.
Sie führte mich über den Rasenplatz und denselben
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Montag den 25. September


