Ausgabe 
23.2.1911
 
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garn ausgeführt.

* Rossini bei Beethov en. Trotz seines stark pus- geprägten Selbstbewußtseins hegte der geniale Schöpfer desBar- büers von Sevilla" eine tiefe, ja grenzenlose Verehrung für den größten Meister deutscher Tonkunst, für Beethoven. Aber Rossini wußte, daß Beethoven schwer zugänglich war, und itirt den Titanen wenigstens einmal gesehen und gesprochen zu haben, wandte er sich an einen Freund von Beethoven, der es auch

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Krcuzrätsels in voriger Nummer:

iiiäueuivä schließlich durchsetzte, daß der italienische Meister empfangen wurdch .Ornithologischen 1 DieStampa" gibt eine fesselnde Schilderung dieser denkwürdigen!

" 1 Zusammenkunft. Als Rossini eintrat, war Beethoven mit der

Korrektur einer Partitur beschäftigt und setzte eine Zeit längs ruhig diese Arbeit fort. Dann blickte er auf und sagte M dem Gaste:Sie sind der Komponist des Barbiers? , Diesck komische Oper ist von allererstem Range, ich habe sie mit titel Freude gelesen, und so lange italienische Werke gespielt werden,: wird Ihre Oper immer gegeben werden. Aber glauben Sw mir eines: verlassen sie nie diese Art, in der Sie unubertrestlrch sind. Versuchen Sie nie, ernste Opern zu komponieren, denst Sie werden darin nichts Gutes zu Stande bringen." Hier mischt« sich der Meund, der Rossini eingesührt hatte, ins Gespräch- und bemerkte:Aber der Herr Rossini hat bereits ernste Werke geschrieben, die ich Ihnen geschickt habe, teurer Meister. Zum! BeispielOthello" undTanoredi"."O, die habe ich durchs geblättert, aber die Italiener haben nicht das, was dazu gehort- um das ernste Genre zu pflegen. Ihr Feld ist die komisch« Oper. Dazu braucht man ein lebhaftes Temperament und alle jene Eigenschaften, die Ihnen im Blute liegen. Aber nm ernste Werke zu schaffen, bedarf es einer Gewissenhaftigkeit, dw ^huest fehlt. Scheu Sie, Pergolefi! SeineServa padrona ist schlecht-, hin unübertrefflich. SeinStabat mater" wird hochgeschätzt.

Die HäNptupfache dieser VogelariNut ist, wie Er w in Ger ha r dl iNürnberai in der jüngsten Nummer derOinithologischen Monatsschrift" in einein längeren Aufsatz ^"ieder

neuzeitliche Gartenkunst. Nach Deren Regeln /""" schh 1 d Strauch nach allen Seiten frei entwickeln, mtd ims Fehlen reg lichen Schnittes verhindert ine Bildung von Quirlen, die als geeignetite Nestunterläge für die Vogel rben uikentbehrlich sind. Der Mangel an dornigen Gebüschen vertreibt Grasmücke, Würger und Zaunkönig und erleichtert das Eindringen voll Raubzeug« Man sehe sich einmal im Spätherbste nach dem Blattfall unsms km Sommer so schönen und dichten. Gebüsche an nnd Prüfe, wo sich ein wirklich sicherer Nistplatz, eme geeignete Nestunterlage finde und man wird erschreckt sein von dem Ergebnis. Ein nicht unwichtiger Grund für die Vogelarmut unserer Anlagen dürste auch deren Jnsektenarmut sein, an der wiederum bto moderne Gartenkunst die Schuld trägt. Die fremdländischen Baume Und Sträucher werden ganz übermäßig bevorzugt, so daß die .Insekten nicht die geeignete NahrnngsUlanze finden. Ueberdres fehlen unter den wenigen Einheimischen gerade die Arten, die sich, wie Pappel und Weide, durch großen JnsektenrnchlUM aus- zeichnm. Ebenso ist es mit den Blumen. Die vielen schonen heimischen Waldblumen fehlen vollständig und werden durch tro- UMZWZ-WIUZWSWWW

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teil,«., w SM »i« » IW anuftmoeJ w nicht nur rede Katze mühelos eilt, sondern sie kann sieh.sogar Großen, . , __________

auf das beste, durch die Zweige der Sträucher gedeckt, auf dem 1

lockeren, von jedem raschelnden Laub sorgfältig befreiten Boden I * 91 en eg von Serenissimus. Serenissimus kommt an.biie Vögel heranschleichen und sie überraschen. I wit Kinderniann in eine armselige Gegend seines Landes. ES

------------- I fällt ihm auf, daß die Leute alle so schlecht und unterernährt! I aussehen.Lieber Kindermann, wie sehen denn dre Seute vcrlymtGCtt aus! Äeh sagen oie mas, wovon (eben denn

.* Eine praktisch« Geschenkmode. Strümpfe schenkt I Wefe Aermsten eigentlich?"Hauptsächlich von spinnen, Euer man in Serbien bei hundert Gelegenheiten: Dein Säugling in I Durchlaucht!"Ach! Pfui! Was doch diese Leute olles der Wiege wird als erstes Angebinde von sämtlichen Freundinnen hineinessen!"

des Hauses je ein Paar zartgefärbter «Strümpfchen überreicht. * «Einfall Lehrer:Sehen Sie, Meier, Ihr Vater Bei Prsben der Feier, wo der Pope das Mädchen unter Bei- I M Morgen bis zum späten Abend, um Sw

sein der ganzen Familie und Freundschaft dem zukünftigen Gatten ^ ^Eren Sie machen solche Streiche! Was ist dem, verlobt - muß die Braut an alle männlichen Anwesenden ie VMer?" - Meier:Rentner."

.ein Paar selbstgestrickter Strümpfe verteilen. Zur Hochzeit er- I *r hallen die Trauzeugen, der Brautführer, der Bräutigam, sowie dessen Eltern und nächsten Angehörigen von der Braut außer Hemden auch ein Paar Strümpfe. Der Brautführer hat neben Kranz, Schleier, Handschuhen auch für die seidenen Strümpfe der Braut zu sorgen. Der Geistliche bekommt bei reder Kmdtaufe, die er vollzieht, außer klingender Münze ein Paar Strümpfe, ja er zetert sogar, wenn man sie ihm verweigert; treibt er doch einen einträglichen Nebenhandel damit! Zu allen Namens-- Nnd Geburtstagen, zur Slava, Otschewi und Mate ritze, bei Wetten, kurz, bei jeder Gelegenheit, wo man sich beschenkt, tauchen, wie wir in derKöln. Ztg." lesen, als praktische Gabe die Strümpfe auf. Daß vorwiegend das männliche Geschlecht mit diesen Er­zeugnissen fleißiger Frauenhände bedacht wird, ist natürlich. Wer eine große Verwandtschaft besitzt und seinen Verpflichtungen,- der alten Sitte gemäß, nachkommen will, ist das ganze Jahr über mit der Anfertigung von Strümpfen beschäftigt. So sieht man denn die Bürgerfrauen, wenn sie beim schwarzen Kaffee beieinander sitzen, neben der Zunge fleißig die Stricknadeln rühren, und je nach dem Grad der Freundschaft und verwandtschaftlicher Zuneigung werden die Fußbekleidungsstücke in zarten Farbtönen und oft sehr verzwickten Durchbrnchmustern in feinem Seiden-

Redaktion: K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch» und Steindruckerei, R. Lange, Gieß«.