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SKALA HAKMÄAWWU "« b« W«« i« ®«m WM* Kem Westen"; hier vcreungen sich w"^end der ttlrgwen Teste mehr Äs 400 000 Pilger, die Mahrlcch aus. allen Teilen Ker Welt herbeiströmen, Aus China wre "us Posten, aus Aegypten wie aus der ganzen Türkei, aus Algier und Aus Marokko. Ueber Girien, Kairo, über Mesopötamren und Yemen streben sie^ auf dem Wasserwege, meist aber über Land den geherlrgten Statten Kes Mlam zu. Sobald die Pilger das Gebiet des Hedschas W treten, müssen sie Haar und Rumpf unbeklerdet tragen, wodurch zahllose Sonnenstiche hervorgerufen werden. 3m 1890 gähfte man mehr als 2500 Fälle allem am Tage des Gebetes L Amfat, dM Berge, auf dem sich Adam Und Eva nach der Vertreibung aus dem Paradiese gesluchtet haben sollen. Am Vor-, abend des Gebetes von Arafat finden tit Erinnerung an das Opfer Abrahams die großen Kurbänfeste statt, Opferungen, bei denen Hunderttausende von Tieren erdrosselt werden. Die re:cyen Pilger töten 8—10, ja bisweilen 20 Kamele, die armen einen Hammel oder ein Huhn. Durch das ganze Tal fließt das Blut und es bedarf der furchtbaren Hitze des Hedschasgebletes, um den Boden Ku trocknen und die Verwesung der zahllosen Kadaver zu verzögern. Am dritten Tage ziehen nach wüsten Orgien die Pilger, die das Grab Mohammeds noch nicht besucht haben, m emer zahllosen 'Karawane nach Medina, nnd erst dann kehrt alles ut die Heimat zurück. Die Zahl der Todesfälle bei diesen Menschenanhaufungen ist nie genau sestzustellen. Alix schätzt sie in gewöhnlichen Zeiten auf 20 von 100 und bei Epidemien auf 30 von 100. Jedenfalls konnte man im Jahre 1890 gegen 30 000 Todesfälle durch Cholera und rund 68 000 Sterbefälle durch andere Krankheiten beobachten. ,
Diese Zahlen geben ein lehrreiches Bild von der gewaltigen Gefahr, die die Pilgerfahrt nach Mekka für Europa in sich schließt, Und mit vollem Recht hat man Mekka auch die Hauptstation der von Bengalen nach Europa ziehenden Cholera genannt. T:e Pilger, die aus Mittelmeerbecken zurückkehren, werden zwar stets zur Isolierung dem Lazarett von El-Tor liberwieseN, aber diese Ouarantäne ist illusorisch. 1902 z. B. brach 40 Tage nach dem Abzug der Pilger aus dem Hedschasgebiete und nachdem die Tau?, senden in El-Tor desinfiziert worden waren, in einem ägyptischen Dorfe die Cholera aus, unmittelbar nachdem ein Dutzend Pilger dort eiiigetroffen waren. Und wie die Pilgerkarawanen sind auch die großen persischen und indischen Totenkarawanen eine furchte bare Gefahr. Die mohammedanischen Schiiten in Persien und Indien find durch die Vorschriften ihres Glaubens gezwungen, ihre Toten nach den heiligen Stätten des Euphrat zu schaffen: 'Kerbela Und Nedjef. Zu den Leichen, die wochenlang imter glühender Hitze auf dem Rücken der Kamele transportiert werden, gesellen sich die Körper der auf dem Wege niedersiukenden Pilger und bilden fo Uäch dem Wortes Vauvels „wahre lebende Fleischkammern". .Selbst die Häuser dienen dabei als Gräber und die Erdteile, die beifeite geworfen werden. Um den Toten Raum zu gewähren, werden von bett Pilgern als Reliquien weitergeschleppt. Unter solchen Umstündeit bilden die Krankheitsverschleppungen durch Karawanen kein Rätsel. In der heiligen Stadt der Hindus, in Hurdwar, wo sich jährlich Millionen von Gläubigen zusammenfinden, hat Mau den Ausgangspunkt der Choleraepidemien von 1783 und 1867 Nachweisen können. 1867 begann die Wallfahrt im April, am 12. fand die Badezeremonie statt, am 13. fernten acht Cholera-» fälle vor und am 15. ging die Menge auseinander nnd schleppte die Cholera mit sich fort. Ueberall auf den Wegen der heimsziehenden Pilger brachen die Cholerakranken nieder, die Leichen wurden in die Flüsse geworfen oder eittfach am Wegrande liegen gelassen. In unglaublich kürzer Zeit war ganz Hindustan von Ker Choleta überzogen.
vermischtes.
* Die Füße der Pariserin. Vor einiger Zeit kam aus dem Dollarlande eine Hiobsbotschaft: Tie Füße der Amerikanerin, so hieß es, seien, rote die Schuhmacher festgestellt haben sollten, in bett letzten 20 Jahren bedeutend größer geroorden. Daraufhin habet: sich die Jrauzoseit in ihren: eigene:: Lande ängstlich umgesehen, ob nicht ettva in Frankreich das gleiche entsetzliche Schicksal sich erfüllt habe, und eine große Pariser Tageszeitung, der „Exzelsior", der solchen wichtigen Tagesfragen immer das größte Interesse entgegenbringt, hat die Untersuchung aufs nachdrücklichste in die Hand genommen. Beim Betrachten der Damenfüße auf den vornehmen Boulevards hat der Vertreter dieses Blattes nichts bemerken tonnen, woraus er hätte schließen können, daß seine Befürchtungen berechtigt seien, und so wandte er sich an die Fachleute, d. h. an die Schuhmacher. Der erste, an den er sich wendete, hatte auch von dem Schuhmacher-Kongreß in Boston gehört und war mit bet: einschlägigen Angaben rasch bei der Hand. Tie Nachricht, daß die Amerikanerinnen jetzt im Durchschnitt größere Stiefel und Schuhe tragen als früher, so sagte er, sei durchaus richtig, aber in Frankreich und besonders in Paris wäre nichts dergleichen zu bemerken; überdies aber sei die amerikanische Nachricht ent
stellt und es seien nicht die Füße der Amerikanerinnen, sondern nur ihre Schuhe und Stiefel größer geworden. Der Grund hierfür ist, daß die Amerikanerinnen im Laufe der letzten Jahrzehnte Vernunft angenommen haben und nicht mehr so enges Schuhwerk tragen, daß ihre Füße dadurch eingepreßt werden. Die amert- tanischen Schuhmacher haben es aber trotzdem für gut befunden, die Größenbezeichnungen für Schuhwerk zu verändern, so daß eine Dame, die früher einen ihr zu engen Schuh Nr. 2 trug und jetzt einen ihr passei:den Schuh kaufen will, der früher die Nummer 3 getragen hätte, jetzt doch den Schuh Nr. 2 kaust. Die Parisermnen aber haben ihre kleinen Füße behalten und sind noch immer bet dem engen Schuhwerk geblieben. Das Ergebnis der ganzen Unter- suchung war, daß der „Exzelsior" umsonst Befürchtungen gehegt hatte. Die Gelegenheit, bei: Pariserinnen nahezulegen, den Amerr- kanerinnen im Tragen sehr bequemen Schuhwerkes nachzueifern, hat er jedoch ungenützt vorübergehen lassen.
bk. Prinzessin C l o t h i l d e als Heiratsvermittlerin. Die „Rassegua Nazionale" veröffentlicht eine Reihe mter- essanter Briefe der unlängst gestorbenen Prinzessin Clothilde, tue ut den Jahren 1864 bis 1866 an bei: General Thaon di Revel, den Adjutanten des damaligen Thronfolgers, gerichtet sind. Darm ist auch von den Prinzessinnen die Rede, die für Humbert als Gemahlin in Frage kämet: und die Prinzessit: Clothilde bespracht jeoe einzelne ausführlich, so weit sie sich Angaben hat beschaffen können. In einem Briefe von: 12. August 1865 heißt es z. B.: „Erstens. Amelie von Coburg, geistreich, gut erzogen. Sie ift groß und stark und erregt in E>:gland roegei: ihrer Stattlichkeit Aussehen. Die Persoi:, die mir über sie berichtet hat, sagt allerdings, m:t ihrer großen Nase ähnele sie zu sehr einem Vogel, als daß sie schön sein tonnte; ich füge hinzu, daß sie ziemlich häßlich sein tnutz, roent: sie in Bezug auf die Nase ihrem Oheim Ferdinand, dem König vot: Portugal gleicht. 2. Margarethe von Orlecms-Nemours, anmutig, reich, gut und fromm ... 3. Marie von Hohenzollern, entmutig, reich. Ich habe wenig über ihrei: Charakter erfahren können, die Urteile scheinet: über sie auseinander zu gehen, .obre Schwester Stephanie, die Königin von Portugal, war anscheinend ausgezeichtiet. 4. Marie An:elie von Orleans, die jüngere Tochter des Herzogs von Montpensier. Ihre ältere Schwester hat den Grafen von Paris geheiratet. Sie ist sehr schön, aber weiter weiß ich von ihr nichts. 5. Die Infantin Isabella von Spanien. Ich habe keine Einzelheit über sie und man weiß auch nicht, ob die Königin einwilligen würde . . . Dann wäre da noch die _ jüngfte bayerische Prinzessin, aber sie ist die Schwester der österreichischen Kapern:, der Königin von Neapel, der Gräfin von Trani. Tas sind, glaube ich, unmögliche Verwandte." Weiter unten enthält der Bries dann noch die vorahnende Bemerkung: „Könnte man vielleicht für Humbert an Margherita, Misere Kusine, detcken? Ihr mangelt nichts, aber sie ist noch so jung!"
viichertisch.
— Hochzeitskleider für Bräute, Brautmütter, Braute führerinneu, sowie Festkleider für Knaben und Mädchen enthält das zweite August-Heft: „Hochzeit" der „Deutschen Modena Zeitung" in einer so staunenswerten Reichhaltigkeit, daß ketnH Hausfrau und keine Schneiderin wegen der Wahl eines geschmack-> vollen Kleides in Verlegenheit kommen wird: Der reichhaltig^ Unterhaltungsteil bringt ferner eine große Anzahl von Artikeln.- Gedichten und Vorschlägen, welche es gestatten, das schöne Fest einer Hochzeit würdig vorzubereiteÄ
Silbenrätsel.
be, ei, fl, he, ie, ki, ge, lais, le, ma, mer, ne, oh, ra, ren.
Aus vorstehenden Silben und Buchstaben sollen fünf Wörter gebildet und derart untereinander gesetzt werden, daß die Anfangsbuchstaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen, einen Gruß ergeben, welchen wir unseren Lesern bei bevorstehenden Sommer-Ausflügen zurufen. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter Folgendes:
1. Lästiges Insekt.
2. Französischen Satiriker.
3. Tier aus der Drbnung der Vierhänder.
4. Weiblichen Vornamen.
6. Ein Wirtschastsgerät.
Auslösung in nächster Nummer,
Auflösung der Skai-Ausgabe in voriger Nummer;
Abkürzungen: tr — Treff, p — Pique, c — Coeur, car — Garreau trB — Treff-Bube, pA — Pique-Aß, cD Coeur-Dame u. s. j.
Vorhand hatte: aD, bD, cA, cZ, cD, c8, LA, LZ, dK, L8, Im Skat lag aA und bA; Rest für Hinterhand. Gang des SpieleSt
1. V. aD M. aK H. a9
2. M. bK H. b9 V. bD
3. M. aZ H. a8 B. LA
4. M. L7 H. L9 V. L8.
Hinterhand bekommt nun bei: ganzen Rest und hat somtt vkv- loren, während Vorhand keinen Stich erhalten hat.
Redaktion: K. Neurath. — Nstationsdruck Md Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gteßrtt.


