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häMg kein Name gefunden. Dann hestatkei-, man Ven Leichnam nach Christenpslich-t auf dem Friedhof der Heimatlosen Mr letzten

Heimatlos! Wie weh das klingt Namenlos ins Grab gesenkt,, Das kein Mutterarm umschlingt/ Dem kein Bruder Blumen schenk^ !AH, im Wind, der diesen Mein, Diesen Hügelsand umweht, Wird manch banges Klagen sein, Das Euch weinend suchen geht. Aber reiht sich himmlisch schön Nächtens oben Licht an Licht, Taut's wie Trost aus jenen Höh'wt Heimatlose seid Ihr nicht.

Gustav Falke, Spruch tfuf dem Friedhof der Heimatlosen zu Neuwerk,

Dermi$d)te$.

*80 Millionen Mark jährlich iür Ans ichts- Postkarten, das ist das erstaunliche Ergebnis, zu dem Franz Eisenbach in seinen Berechnungen über den Verbrauch an illu­strierten Postkarten, die er in einem Aufsatz derUmschau" an­stellt, gelangt. Die Zahl der Ansichtskarten, die im Deutschen Reiche zur Post gegeben werden, ivird aus etiva 1600 Millionen Stück geschätzt: zu ihrer Herstellung siitd etwa 600 Eisenbahn­waggons Karten nötig. Deu'schland versorgt aber auch in hervor­ragendem Maße das Ausland mit Ansichtskarten. Im ersten Halb­jahr 1907 bezog das Ausland »00 Millionen Ansichtskarten von Deutschland; im ersten Halbjahr 1908 ist allerdings ein starker Rückgang aus 350 Millionen zu verzeichnen. Amerika ist der stärkste Abnehmer sür unsere Ansichtspostkarten; im ersten Halbjahr 1908 bezog es rund 125 Millionen. Daraus folgen England und Oester­reich-Ungarn; selbst bis nach Australien ist die deutsche Ansichts­karte vorgedrungen.

'Wie man in d e r Flii g ni as ch i >i e steigt und fällt. Einen neuen Höhenrekord mit der Flugmaschine hat, wie berichtet, in den letzten Tageii L o r i d a n aui einem Farman-Zweidecker ausgestellt, der aus dem Feld von Chälons sich bis zu 3220 m er­hoben hat. Es gewährt ein hohes Interesse, diesen kühnen Flug an der Hand der Daten, die int Journal mitgeteilt werden, genauer zu betrachten. An deut Diagramm des Fluges, wie es von dem Barometer ausgezeichnet wurde, fällt zunächst der außerordentliche Unterschied zwischen dem Atlistieg und deut Abstieg auf. Während die Linie des ersteren in einem sanften Bogen in die Höhe geht, fällt die Linie des Abstieges fast senkrecht ab. Loridan hat den Aufstieg in 93 Minuten vollzogen, während er in 11 Minuten wieder zur Erde hinab kam. Die Schnelligkeit des Abstieges ist ganz erstaunlich. Man stelle sich vor: daß er nur 660 Sekunden gedauert hat und daß in diesem Zeitraum eine Strecke von 3200 Metern zurückgelegt wurde. Man erhält so eine senkrechte Geschwindigkeit von fünf Metern in der Sekunde: sie würde genügen, vom Eiffel- inrm in einer Minute und von einem stinistöckigen Wohnhaus in vier Sekunden zur Erde zu gelangen! Das ist in Wahrheit ein Sturz und es ist ein Apparat von außerordentlicher Zuverlässig­keit erforderlich, nm eine derartige Leistung zu ermöglichen. Dabei steigt der Flieger doch nicht senkrecht ab, sondern er beschreibt Kurven, so daß die Schnelligkeit der Bewegung bei der noch längeren Strecke in der Tat noch viel größer ist. Das Diagrauim des Atlfstieges läßt zunächst erlernten, daß er sich mit ungleicher Geschwindigkeit vollzog. Bis zu tausend Metern hebt sich der Flieger fast ebenso schnell, als er nachher absteigt. Die Höhe von tauseitd Metern hat er in etwa zehn Minuten erreicht. Mit der­selben Geschwindigkeit würde er in drei Minuten zur Spitze des Eiffelturntes gelangt sein, was merklich schneller ist, als mit dem Fahrstuhl. Äon tausend bis zweitausend Bieler Höhe vermindert sich die Schnelligkeit des Aufstieges fast um die Hütste. Er braucht nahezu 20 Minuten, um diese zweite Strecke von tausend Metern zt! steigen. Bon zweitausend bis dreitausend Bieler wird die Kurve noch weniger steil, der Flieger braucht fast eine ganze Stunde, um diesen letzten Teil des Aufstieges zu überwinden. Es sind zivei (tirünbe, die diese Abnahme der Schnelligkeit int Aufstieg bewirken. Die geringere Dichtigkeit der Luit nimmt der Flugmaschine, deren Tragflächen immer dieselben bleiben, einen Teil ihrer Tragfähig­keit. Außerdem verntiitdert aber auch die Luit, die weniger reich ist an Sauerstoff bei gleichen Molunten, die Kraft des "Motors. Es ist sogar fraglich, ob es nicht nötig sein würde, wenn man die höchsten Höhen erreichen wollte, besondere Vorkehrungen zumAus- gleich dieses Mangels an Sauerstoff zu treffen.

kf. Was Fürstlichkeiten geschenkt b e t o nt m e n. Königin Maria von England bekam zu der jüngst erfolgten Krönung von den Eimvohnern der Vogelstadt Norivich einen Kanarienvogel geschenkt. Dieser Vogel, den eine Abordnung der Norwicher Bürger im Buckingham-Palast ablieferte, war als der schönste und sangesreichste unter vielen tausenden ausgewählt worden. Mit Geschenken solcher Art, die sich so hohen Persönlichkeiten gegenüber wegen ihrer Unbedeutendheit oft seltsam oder gar komisch au 3

nehmen, ist besonders der verdorbene König Eduard überhäuft worden. So gelangte an ihn eines Tages ein Paket, das die Auf­schrift trug:Sr. Majestät dem Könige von England, Parlaments- Haus, London". Es kam wirklich in die Hände des Königs und dessen Vergnügen wuchs, je kleiner beim Entfernen der zahllosen Hüllen, die den eingepacften Gegenstand umgaben, das Paket wurde und sich schließlich als Inhalt eine Rieseukartoffel entpuppte, die etwa 5 Pfund wog. Echt englischem Spleen sehr nahe war offen­bar jene mehr als hundert Jahre alte Same, die dem Könige em Paar von ihr selbst gestrickte Socken zusandte. Der König nahm bei seiner bekannten Höflichkeit das Geschenk an und die alte Dame wird es wohl als ben Höhepunkt ihres langen Lebens betrachtet haben, als sie König Eduards Tankbries in ihren eifrigen Händen hielt. Vielleicht das seltsamste Geschenk, das König Eduard erhalten hat, liegt aui dem Schreibtisch in Sandringham. Es ist die mumi­fizierte Hand einer ägyptischen Prinzessin, die vor etiva 3000 Jahren verstorben ist. Der König erhielt sie von einem berühmten Aegypto- logen und er benutzte sie als Briefbeschwerer., Als Königin Alexandra, seine Gemahlin, ihren 65. Geburtstag feierte, fand sich unter den zahlreichen Geschenken, die ihr zu teil wurden, eine Büchse Aldeburgher Sprotten. Tie Büchse war mit dem könig­lichen Wappen geschmückt nnb trug eine Inschrift, auf der die Aldeburgher Fischer die Königin baten, dies Zeichen ihrer Ergeben­heit huldvollst anzunehmen. Ein englischer Adliger, Lord Aling« ton, vermachte in seinem Testament derselben Königin unb ber Herzogin von Connaugt je 2000 Mark und dies unter der Be­dingung, daß ber König von ihm ein halbes Dutzend sehr schöner und kostbarer Westenknöpfe annehme. Tiefes Vermächtnis ivird aber noch von dem einer alten schottischen Dame übertroffen, der Königin Viktoria oftmals Gunst erzeigt hatte. Sie vermachte ihrer hohen Göinrerin ein Grabgewölbe auf einem Kirchhof bet Balmoral. , ,

* Das Ende berkußlosen E h e". Mrs. Ethel Gamber, bie in Amerika eine rasche Berühmtheit als dieuugekußle Frau" erlangt hat, ist mit ihrer Klage auf einen Unterhalt von 1000 Mk. im Monat gegen ihren Gatten abgewiesen worben. Das Gericht hat sich auf bie Seite bes Mannes gestellt unb ba mit zit- gleich ein strenges Verbikt gegen die Frivolität unb den Leichtsinn ausgesprochen, mit denen Frauen derguten Gesellschaft" bisweilen Ehen schließen. Gamber, ein reicher Bankier und Junggesellein den besten Jahren" er war 47 hatte um die schölte Ethel, ein Mädchen aus den ©übftaaten mit braunem Haar unb blauen Augen, geworben unb zuerst von ihr einen Korb erhalten. Dann aber besann sich bie Dame eines anderen und gab ihm schließlich ihr Jawort, inbem sie ihm mit einem Blaustift bie Worte auf bie Hemdenbrust schrieb:Ich liebe dich." Daraufhin ward das Bündnis mit einemeisigen unb ergebenen Kuß" besiegelt, unb int April 1910 fanb bie Hochzeit in Newyork statt. Vor deut Altar bekam bie Braut einen hysterischen Anfall, stieß ben jungen Ehe­mann von sich unb schrie ben Brautjungfern zu, sie könnte seine Berührung nicht ertragen. Schließlich würbe sie weinend in den Wagen geschleppt. Unb wie bie Ehe begonnen, so ging sie weiter. Vor Gericht suchte bie Dame es so zu brehen, als ob es ihr Mann habe an Liebe fehlen lasse», aber es mürbe erwiesen, baß sie sich höchstens zu den jetzt sprichwörtlich geroorbenenErgebenheitsküssen" herabließ unb sich hartnäckig weigerte, mit ihm wirklich als seine grau zu leben, inbem sie immer wieder erklärte, sie liebe ibn nicht unb habe ihn nie geliebt. Schließlich habe sie ihn sogarein altes Weib" genannt. Das Gericht stellte sich auf ben Standpunkt, daß eine grau, bie in so frivoler Weise unb mit ber Absicht, nur eme Scheinehe zu führen, um einer eleganten Wohnung unb eines luxuriösen Lebens willen einen Mann heiratet, in Wahrheit gar nicht verheiratet ist. ~

* DerSchlag schatte n".Unser armer Freund Kmlle hat richtig geahnt; seine Alte ist; noch wach ich sehe ihren Schlagschatten!"

Skat-Ausgabe.

Es wird Bierskat gespielt. Hinterhand, welche folgende Karten

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paßt, desgleichen Mittelhand, woraus Vorhand Ramsch anfagt- Vorhand hat 27 Augen in ihren Karten mehr als Mittelhand. Hinterhand fängt den Ramsch mit einer Jungfer. Wie saßen bie übrigen Karten unb wie wurde gespielt?

Auslösung in nächster Nummer.

Auflösung des Silbenrätsels in voriger Nummer» Zeeland OSman Bienji Natal Moab Ararat Ohristchurcb;

Zorn macht blind.

Nebaktion: K. Neurath. RotalionZdruck unb Verlag ber Brühl'schen Universitäts-Buch- unb Steinbruckerei, R. Lange, Gießern