Vermachter.
* Wo nt Laufb urschen » nut Silberkönig. In N e ii »o rT starb Angst Dav.t b M o ffat, der unter beut' Namen, de? „Silberwnigs" bekannte Multimillionär, tut Alter von 72 Jahren. Sein Lebensgang entrollt das typische Bild der echt amerikanischen Laufbahn, die den Laufburschen von ehedem in
bringuUg der Frankfurter Station die Equipagen des Kleesen vor anderen allda befindlichen Posten gebrauchen sollen".
In Oberhessen erhielten Butzbach und Friedberg gegen Mitte des 18. Jahrhunderts eine neue Verbindung nach Wetzlar und nach Frankfurt durch eine von Texas neu eingerichtete, in der Woche dreimal zwischen Frankfurt und Wetzlar verkehrende Post. Ferner erweiterten Büdingen und Michelstadt ihre bereits seit Mitte des 17. Jahrhunderts bestehenden Botenposten nach Franffurt durch die Einrichtung von Landkutscheu. Der Michelstadter Wagen kam Freitags in Frankfurt an und nahm Pakete mit nach Babenhausen, Fürstenau und Erbach. *
,4. Weitere Entwicklung des Postwesens.
Die von Mae Adam gegen Ende des 18. Jahrhunderts eingeführte Straßenbauweise, die die Anlegung von Kimststrayeu bedeutend erleichterte und verbilligte, veranlaßte auch den Landgrafen Ludwig IX. (1768—1790) in seinem Laude die ersten Kunststraßen anznlegen. Diese Verbesserung, die gleichzeitig erfolgte Vermehrung der Verkehrswege führte bald zu einer Steigerung des VerkehrsbÄ>ürfnisses und des Verkehrs felbst. Ludwig IX. konnte daher mit Rücksicht hierauf bereits durch Verord- irnug vom 10. Juli 1775 (Anlage XII) die vom Postmeister Thom bisher gezahlt« jährliche Abgabe von 750 fl. vom 1. Juli |1775 ab auf 1100 fl. erhöhen, wofür er dem Thom die fernere! -„Administration der sämtlichen Landes-Brief-Posten ad dies vitae" übertrug.
Durch eilte weitere Verordnung vom 10. Juli 1775 (Ansage XIII) wurden zur Beseitigung von Uitlerschleifen und Mißbräuchen die das Portofreitum betreffenden Bestimmungen für die Landesposten (Punkt 11 und 12 des Post-Reglements vom 12. März 1731) für die kaiserlichen Posten (Punkt 4 der Ueber- letnkunft vom 28. April 1744) und die Hessen-Casselsche Post (Uebereinkunst vom 22. März 1727) zur genauesten Beachtung En Eritmerung gebracht. Auch das Verbot „des loieber ein» S" "ich en en Briefsammelns, Führ- und Tragens, von denen
er, Hauderer, Butter-Führer, Leinwands-, Hühner- und andere Vietualien-Träger, Hocken und Gäugler" würbe „erneuert Mnb geschärft". Ohne landgräfliche Genehmigung „durfte keiner ehteit bedeckten Karch von Darmstadt auf-Frankfurt führen, noch Bche. oder andere ordinaire ständige Kutsche oder Wagen im rstlichen Laiche errichten und fahren". Die Strafe für die Unbefugte Beförderung von Briefen und Paketen unter 20 Pfund betrug 1 Reichstaler für jeden Brief und jedes Paket, die außerdem „eonfisziert und annulliert" wurden. Dem „Kriegs-Kassen- Diener Ernst Brück, der beim „monatlichen Contributions-Trans- Port" wiederholt Briefe unbefugter Weise befördert hatte, wurde im Wiederholungsfälle „ohnnachsichtliche Cassation", und „dem Johann Georg Rummels von Grimberg, der sich sogar eines alle Woche zweimaligen, ordentlichen Botten-Ganges nach Gießen ermächtigt hatte, Jnearceration im Gieser Stvckhanß" angedroht. „Die Wachten, auch Thor-Schreiber in Darmstadt und Gießen und die Zollberenter auf denen Straßen" wurden „zu öfteren) genauen Visitationen" ermächtigt. Schließlich erhielten noch alle landesfürstlicheu Beamten, den Befehl, auf die Beachtung der zum Schutz gegen den Briesschmuggel erlassenen Bestimmungen zu sehen, da, falls sie sich „einiger Nachlässigkeit oder Convenienzj Mn Schulden kommen ließen", sie selbst als llebertreter dieser) .Bestimmungen angesehen und bestraft werden sollten.
Zur weiteren Förderung -des Postwesens übertrugen im Jahre 1777 die Fürstl. Hessen-Darmstädtische und Flirstl. Sachsen- Eiseuachsche Regierung den bereits 1715 eingerichteten „Sammt- wagenkurs" Franffurt (Main)—Eisenach dem Posthalter Krumm in Eisenach als Lehn. Der Krummsche Postivageu ging Montags und Freitags früh nm 7 Uhr in Franffurt ab, kam in Eisenach Mittwochs und Sonntags um 5 Uhr nachmittags an, ging Diens- tags und Freitags Wieder zurück und traf Donnerstags und Montags abends in Franffurt ein. Der Fahrplan ist in Anlage XIV abgedruckt.
Die im Jahre 1777 veröffentlichte „Herzoglich Sachsen- Eisenach und Fürstlich Hessen-Darmstädtische Samt Postwagen Taxe von Franffurt ans Eisenach und retour" enthielt Tarife für Reine „Paquets nick Kaufmäuus-Waaren, für Ceutiier-Guth, sowie für Akten und Briefe". Die Gebühren richteten sich nach dem Gewicht und der Entfernung. Ein Brief im Gewicht von 1 bis V/s Loth kostete in der 1. Zone (1 bis 3 Meilen) 6 gute Pfennige oder 2 Kreuzer, in der 2. Zone (4 bis 6 Meilen) 9 Pfennige oder 3 Kreuzer, in der 3. Zone (7 bis 9 Meilen) 12 Pfennige ober 4 Kreuzer und so fort alle 3 Meilen 1 Kreuzer weiter.
Die für die Personenbeförderung festgesetzten Gebühren sowie die weiteren bei Benutzung dieser Post zu beachtenden Bestimmungen sind ans Anlage XIV ersichtlich.
raschem Aufstieg zu der die Finanzwelt beherrschelchen Höhe 8ß| Großindustriellen hinanfführte. Gab es doch eine Zeit, in bet Moffatt nicht weniger als 100 ©Übermittelt sein Eigen nannte. Um ein Haar wäre er eines Tages dem Attentat eines anarchististhen Minenarbeiters zum Opfer gefallen, und einige Jahre später! War seine Bank in Denver der Schauplatz eines Ueberfalles, bei dem beit Bankräubern eine Beute von einer Million in die Hände siel. Und nicht geringeres Aufsehen wie dieser Millionenraich erregte vor Jahren die Idee des Sonderlings, sich in Begleitung des Pförtners und eines Zimmermädchens eines Neuyorker HotM auf die Reise durch Europa zu begeben, die den vielbeneibstzest Gästen des freigebigen Millionärs nicht einen Pfennig kostete. Mosfatt, der im Jahre 1839 in der Nähe von Neuyork das Licht) der Welt erblickt hatte, begann, Wie gesagt, seine Laufbahn alsj Messengerboy und fand später im Staate Iowa eine kleine Stellung in einem Bankgeschäft. Hier machte er die Bekanntschaft eines reichen Herrn aus Nebraska, der an dem 17jährigen Jüngling Gefallen fand und ihn zu seinem Kassierer machte. Nach dem Tode seines Wohltäters ging der 20jährige mit einem Gefährten und sechs Mauleseln nach deut goldenen Westen! Die beiden Pioniere versuchten sich hier zunächst als Kolportagebuchhändleh und breiteten ihren Handel später auch auf Lebensmittel ans. Die Sanierung einer dem Zusammenbruch nahen kalifornisches Bank, zu bereit Leitung man Moffatt berief, würbe dann ich Jahre 1867 der Ausgangspunkt der Entwicklung zur finanziellen Großmachtstellung. Er baute Bahnen, betätigte sich in der Geländespekulation und galt mit 40 Jahren bereits als 20facherl Millionär. Dann wandte er sich der Ausbeutung von Silber-« minen mit einem Erfolge zu, der ihm bald den bis zum Tod« behaupteten Titel des amerikanischen „Silberkönigs" eintrug. Als bedeutendste seiner vielen großzügigen Unternehmungen bezeichnet^ Moffatt selbst die Bahnlinie, die Denver mit Salt Lake City verbindet. Auf den Einwand, der mit der Trassierung beauftragten Feldmesser, daß die gewünschte gradlinige Verbindung angesichts der Schwierigkeit des Geländes undurchführbar sei, erwiderte Moffatt kurz und bündig: „Führen Sie sie gerade über die Berge weg!" Dis Bahn kreuzt demzufolge den „Great Dividi" in einer Höhe von 12 000 Fuß über dem Meeresspiegel, führt über diq Höhenlinie des einigen Schnees hinweg, erreicht eine 1000 Fuß höhere Stelle als irgendeine andere Bahn des Festlandes und spart infolge der Whnen Linienführung zehn Stunden an bet! Fahrzeit. Moffatt widmete sich ausschließlich dem Geschäft und' hatte besonders für die Politik nicht viel übri.g. Als man ihm einmal 'die Würde des Senators antrug, lehnte er höflich, aber entschieden mit beit Worten ab, daß er sich mit Dingen zu beschäftigen habe, die viel wichtiger seien als die Politik. Der Silberkönig hinterläßt, wie das B. T. B. mitteilt, ein Vermöge«, das auf eine Viertelmilliarde Mark geschätzt wirb, und das feinest Witwe und seiner in Paris verheirateten Tochter zufällt.
* S e in Wunsch. Haudiverksbursche (mit leeren Taschen und mit leerem Magen die Straßen der Stadt durchwandernd/ bleibt vor dem Schaufenster einer Wurstfabrik stehen): „Ach, wer da einheiraten könnt'!"
* Im Eifer. Freundin: „Wie! die Zeit vergeht; jetzt! werde ich schon zweiundzwanzig!" — „Und ich neunzehn!" — „Ach, renommiere doch nicht! Fünfundzwanzig wirst du; Hst bist ein Jahr jünger wie ich!"
Arithmogriph.
1 8 9 2 4 ein Kleidungsstück.
2 3 6 1 2 ein Baum.
3 9 6 1 12 Badeort in Oesterreich.
4 2 11 2 12 wird den Schiffen oft gefährlich,
5 2 3 1 2 5 ein Vogel.
3 12 12 3 4 8 3 9 nordamerikanischer Freistaat.
6 3 6 2 5 8 römischer Redner.
1 2 3 4 2 deutscher Dichter.
723 12 6124 eine Blume. -
8 5 12 2 10 niederländischer Maler.
4 2 3 9 9 2 Stadt in Schlesien.
9 2 5 11 3 2 4 ein Land.
10 2 8 7 3 12 Stadt in England.
11 2 3 12 eilt Werkzeug.
2 12 11 2 ein Fluß.
12 2 5 8 türkische Insel.
Die AnsaitgSbuchstaben der gefundenen Wörter ergeben bett Namen eines Geschichtsforschers.
Auflösung in nächster Nummer-
Auflösung deS magischen Quadrats in voriger Nummer:
E'
B
B
E
B
I
E
R
B
E
R
N
E
R
N
A
Redaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universität«-Buch- und Steindruckereh R. Lange, Gieße»


