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dürfen.
I Schlinaern kann die Ladung sogar in Bewegung geraten, und be° 1 steht dann die Geiahr, daß sich das Schiff neigt, ivas unter Uin- ständen zum Untergang führen kann. _ .
Es ist daher schon lange eine grovc Sorge der Schiffsvauer und Ingenieure, das Schlingern zu verhüten oder wenigstens zu vermindern. Aui Grund genauer Beobachtungen und daraus gezogener scharfsinniger Folgerungen ist es dein Jnaeineur gelungen, eine großartige ttiib wirkungsvolle -lbhilse su schaffen und zwar durch den Einbau von „Schlingertanks . Un beiden Innenseiten des Schiffes werden genau berechnete große Behälter (Tanks) angebracht, die am.Boden untereinander durch einen Querbalken verbunden sind. Die Tanks -werden zur Halste mit Voatzer aeuuu ullu uuuu Die Uber dem Wasser m beiden
Tanks bestndliche Luit ist durch eine Rödre, in der sich ein Abiperr- veiitil befindet, verbunden. Durch Schließen des Ventils kann man die Wirkung des Schlingertanks nahezui ausheben. nachdein das Schiss nun mehr oder weniger „rollt , wird da» Ventil ent sprechend geöffnet. Die Erfahrung hat bewiesen, da,; durch d ese Tanks das schlingernde Schiss sich san gänzlich beruhigt. Aber auch in bereits fertige Schiffe läßt sich diese Ersnidung nachtraglich mit Erfolg einbauen. Die Hamburg°Ainerita°Lnne, bekannt dann, daß sie ihren Passagieren das Leben an Bord nach Möglichkeit an genehm macht, lies; aus zwei großen Dampfern Schlingertanks em- bauen. Diese mußten am Deck angebracht werden, wahv^id sie sich bei neuen Schiffen mittschiffs oder mit Boden befinden. Der Eiwlg war ein sehr günstiger. Während bei geschlossenem Ventil — also be^Unmirksainkeit der Tanks - das Schiff sehr stark schlingerte, fuhr es nach entsprechendein Oeffnen des Ventils säst ohne jede Schlingerbewegung. Durch einen besonders konstruierten Apparat wurde dies einwandssrei festgestellt., Aus das Wohlbefinden der Reisenden rvirkt das natürlich sehr günstig ein, da durch den ^ort- kall des Rollens die wesentlichste Ursache der Seekraulheit beseitigt wird Es ist kein Wunder, wenn, durch diese Eriolge veranlaßt, die äanibura-Amerika-Linie beschlossen bat, auf weiteren sieben Damviern (ferti n e i tu 11 bi 11 Bau b^sind'ichen) Schlingertanks em- LLlWAuchmidere Damp-c., -Wen haben sich be- teSSStei. Senn es ifl ein UnlnW« I« s.a 4-resfsicherheit, ob das Schiff sehr schwankt, oder ob es ruhig iäbr? .tzteriür ist eine besondere Art der Ausführung erdacht, über die selbstverständlich genaue Angaben nicht gemacht wer e
stadt versteht man also nickst etwa eine Stadt, die große Und Hone sind «100 bis 300 QuadratniAer groß, steigen aber b s Gärten und Anlagen in ihrer Mitte birgt, wie etwa die „rheinisch« auf 600 Quadratmeter Diese Große durste für Arbeiter und Gartenstadt" Düsseldorf, auch nicht eine Villenkolome mehr oder Angestellte , aber auch vollständig genügen, da Garten, die nickst Weniger bemittelter Eigenbesitzer, sondern eine planmäßig au- > ordentlich m Stand gehalten wniden können, alles andere als gelegte Siedelung aus wohlfeilem Gelände, das dauernd im Ober- I schon sind, und müssen sremde Kräfte zugezogen werden, so ist Eigentum der Gemeinde erhalten wird. Dadurch wird jeder Spe- I der Nutzen schnell dahin. Durch die kleinen Garten, tn denen Tulötion mit Grund und Boden vorgebcugt und eine Verteuerung Gemüse und Küchenkräuter und dergleichen gezogen werden, ivird der Häuser und Grundstücke unmöglich, und gerade diese Maßregel I trotz ihrer Kleinheit die Lebenslage gar nicht unbedeutend Verist von allergrößter Bedeutung. Die Ziele der Gartenstadtbewegung I Mfert « « «j
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9?nrföitfer her heute aevlanten und teilweise bereits j tragen können. Als Gegner der Gartenstadtüewegung treten be- destebenden Gartenstädte sind die Siedlungen zu betrachten, die I sonders die städtischen Hausbesitzer sowie die Hauser- und Grimd- MtzÄMMDW WWZMWW
der älteren Kolonien vermieden, und zu den Hausgartchen, die j Garten,tadtgesellschasten givuoci. allseits die Häuschen von einander trennen, treten öffentliche I 1
Gärten, Spielplätze für die Kinder und so weiter. Verhütung der Zeekrankheit.
Der Ausbau dieser Kolonien wurde besonders auch von eng- | <$. Cassmann.
lischen Fabrikanten gefördert, die sich die Typen ihrer kleiner, I aröfiere Seereise gemacht hat, kennt es, dieses
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Einzelmitglieder, sondern auch städtische Körperschaften, Stadt- | verhindern ko men Seekrankheit ist das bei hohen Wellen,
Verwaltungen, ganz speziell aber ungefähr 25 Gartenstadtvereine I ~ „ (ci6en xpurelend^ Schaukeln des Schiffes, „Rollen" angehören. Aber Teutschlandhat nicht nur Gartenstadtvereine, I » 6 « *6 ern., 'nannt Nicht nur, daß es den Passagieren
es besitzt auch bereits eme aufbluhende Gartenstadt, und' an dieser I .Manchmal auch der Mannschaft (besonders auf erster Fahrt
kann mau wohl am besteii sehen, was nlan eigentlich schaffen will I (chwerem Landurlaub) die Seekrankheit beschert, ist das
Und inwieweit dies praktisch auszufuhren ist. Es ist die Garten- I ’ $ , ,..[t bie gablinq nicht gut. Bei sehr heftigen
ftadt Hellerau bei Dresden, die '^Entstehen dem tatirastigen | ßck g ) in Bewegung geraten, und.be-
Borgeheu des Inhabers der Deutschen Werkstätten für Handwerkskunst, Herrn Karl Schinidt, verdankt. Das zit diesem Zwecke üngekaufte Gelände ist 140 Hektar groß und etwa 1V- Stunden von Dresden entfernt. Die Verwaltung und Bebauung hat die Baugesellschaft Hellerau übernommen und zurzeit dürften schon 200 Ein-, Zwei- und Vierfamilienhäuser vollendet sein. Alle Häuser sind nach den Entwürfen tüchtiger Architekten, erbaut und sucht man auch hier durch die Art der Stratzenfuhrung Und die Verschiedenheit der Bautypen alles Eintönige zu vermeiden Die kleinsten Häuser haben eine überbaute Grundslache von 34 7 Quadratmeter, sie enthalten im Erdgeschoß etnc Stube und eine Küche und im Obergeschoß zwei Schlafzimmer. Dm . ------- --b"bann 'verschlossen.
Stube int Erdgeschoß dient als besserer Wohnraum die sp sehr " b"stndttche Lust ist durch jüberflüssige „gute Stube" hat man fallen lassen, und diese Ein- I rtriHumi hat sich sehr bewährt. Die Baukosten eines solchen kleinen^Hauses betragen 4600 Mark, die Miete 250 Mark. Es werden aber auch Häuser gebaut, die einen Mietwert von 1200 bis 2000 Mark haben. Interessenten können sich derartige Plane ansehen und gewünschte 9Ienbernngen angeben. Das -Haus wird dann für sie gebaut, bleibt aber, wie auch das Gelände, Eigentum der Gesellschaft. In allen Gebäuden aber erlangen, die Ansiedler das Recht, darin zu wohnen dadurch, daß sie einen! Teil des Baugeldes der Gesellschaft als Darlehen überweisen. Dieses Darlehen wird dann zu ihren Guiisten auf ihr Grundstück hypothekarisch eingetragen. Die Hypothekenzinsen werden nicht ausgezahlt, sondern als Miete eingezogen. Die weitere Miete wird als Pachtzins eingezogen. Die Hauptsache aber ist, daß dem Bewohner und seinen Erben nicht gekündigt, werden kann. Er wohnt also so sicher wie im.eigenen Hanfe, kann über selbst wohl kündigen. Das Darlehen ist unkündbar, so lange der Mieter sein Haus bewohnt. Das nötige Bangeld wird, durch die Landesversicheriulgsanstalt des Königreiches Sachsen besthasit, welche die Grundstücke zu vier Fünftel des Änlagewertes beleiht. ^Industrielle Betriebe werden in Hellerau nur dann zngelafsen, wenn sie die Einwohner weder durch Rauch iwch Geruch oder Geräusch belästigen. Zu jeder .Wohnung gehört ein Garten, weil man dem Bewohner durch die Beschäftigung mit der Pflanzenwelt seine Naturfreude erhalten und ihn auch gesundheitlich fördern will. Ein Trennen in Vorder- und Hinter- gärten wird aus praktischen Gründen meist vermieden. Manche dieser Gärtchen sind reine Schmuckkästchen, saudere reine Nutzanlagen, alle aber scheinen ihren doppelten! Zweck voll und ganz zu erfüllen und in ganz hervorragender Meise zur Verschönerung des Lebens beizutragen. Die Gärten


