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in nächster Nummer.

Redaktion: K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, Tteßen.

schwärze Pfennig

Auflösung

Auflösung des Rösselsprungs in voriger Nummer r Wenn Jemand schlecht von deinem Freunde spricht, Und scheint er noch so ehrlich: glaub' ihm nicht l Spricht alle Welt von deinem Freunde schlecht: Mißtrau' der Welt und gib dem Freunde Recht! Nur wer so standhaft seine Freunde liebt, Ist wert, daß ihm der Himmel Freunde gibt.

Kirschen Zeichnenheft Drucker- Thema Felsengrotte Steine Schottland.

versteckratsel.

Aus jedem der folgenden Wörter sind der Reihe nach zwei zusammenhängende Buchstaben zu entnehmen, so daß sich daraus eingeflügeltes Wort" vom Fürsten Bismarck ergibt.

Heinrich Schildknappe Forellen Wanderbursche Kiefer Durchmesser Nachtfalter Augenbinde Phonetik Emden Leibkutscher Kirschen Zeichnenheft Drucker­

ist ein Irrtum. Direktor Grohmann ist. .

Ein sehr geschickter Einbrecher und Hochstapler, gnädige Frau", erklärte gelassen Fräulein Schlüter, die sich als Detektivin legi­timierte.Er hat in dieser Pension gute Einnahmen gehabt und. Um Sie ganz sicher zu machen, gestern das Märchen von fei: gestohlenen Zigaretten-Etui verbreitet. Er heißt Eduard &>'

Vermischtes.

* Was Königinnen für Kleidung ausgeben. Königin Mary von England zeigt eine große Neigung zur Einfachheit in ihrer Toilette und hat bereits mehrfach sich gegen allen Kleiderluxus ausgesprochen. Trotzdem wird es auch ihr nicht möglich sein, so meint eine englische Wochenschrift, ihr Kleider­budget auf weniger als 40 000 Mk. anzufetzen, denn die Anforder­ungen, die an die Tracht einer Herrscherin gestellt werden, sind zu groß. Auch Königin Alexandra war in dieler Hinsicht recht sparsam und doch hat sie die Summe von 40 000 Mk. jähr­lich bisweilen überschritten. Die frühere Königin empfing jährlich 8 große Toiletten aus Paris und es war ihre Gewohnheit, nie­mals mehr als zwei oder drei Mal bei wichtigen Gelegenheiten in ein und derselben Toilette zu erscheinen. Die alten Roben wurden aber nicht etwa weggetan, sondern sie hatte einen ganzen Stab von geschickten Schneiderinnen, die diese nur ein paar Mal getragenen Toiletten völlig umarbeiten mußten, so daß ganz neue Schöpfungen entstanden, die auch der Blick der erfahrensten Modedame nach ihren früheren Bestandteilen nicht wieder erkannt hätte. Königin Mary hat erklärt, daß sie ihre Toilettenbedürfnisse hauptsächlich bei

lunb ich suchte ihn schon lange zu fassen. Wahrscheinlich hat er Ihnen erzählt, daß ich mir viel Muhe gab, seine Bekanntschaft! zu machen. Glücklicherweise traf ich heute früh mit Doktor Krüger Ihr Fräulein Tochter, als sie den Dichstahl bei der Polizei meldete. Ich ließ mir den Schlüssel von Fräulein Ediths Zimmer geben, den sie zufällig bei sich hatte. Denn es war ganz klar, daß wir Lobeck hier ertappen würden, und so . . . Herr Doktor, Beben Sie der gnädigen Frau ein Glas Wasser," wandte sie sich an Krüger,sie sieht sehr blaß aus."

Frau Grosse wurde aber weder ohnmächtig, noch bekam sie einen Weinkrampf. Sie ging aus Fräulein Schlüter zu Und drückte ihr warm die Hand.

Kinder," sagte sie,ich war ja dumm wie ein kleines Blödel. Du hast keine Ahnung, Edith, wie einfältig ich war, und ioas du dem Doktor und dieser Dame zu danken hast. Uebrigens bringt wich kein Mensch mehr zu einer Wagenfahrt nach der Platte. Das war absolut nicht lohnend," fügte sie noch hinM, als ob sie sich ihres Geständnisses schämte.

Edith stand neben Krüger in der Fensternische. Und wie sie ihm bittend die Hand reichte, wußte er, daß er sie heute für immer gewonnen hatte.

englischen Firmen befriedigen wird; auch Königin Alexandra ließ viel im eigenen Lande arbeiten, wenngleich sie auch immer Toiletten und Hüte aus Paris bezog. Kaum eine andere Königin gibt so viel für ihre Kleidung aus wie die Königin Wilhelmine von Holland. Ihre Schneiderrechnungen erreichen im Jahr durch­schnittlich die stattliche Summe von 80 000 Mk.; die Königin liebt besonders leuchtende Farben zu ihrer Toilette und ist eine Freundin vonSchmuck, Stickereien,Spitzen und Straußenfedern. Während sie also unter den Souveräninnen als die prunkvollste Erscheinung gelten darf, gebührt die Krone der Einfachheit jedenfalls der Zarin, bereit tägliche Kleidung in einem einfachen schwarzen Kostüm be­steht. Nur bei Hoffestlichkeiten legt sie große Toilette an und dann hat sie allerdings die Auswahl unter den herrlichsten Kunstwerken der Schneiderkunst und den größten Kostbarkeiten, die nur Luxus und Eleganz ersinnen können. Die deutsche Kaiserin soll nach unserer Quelle die Pariser Moden in ihrer Toilette streng verpönen. Sie hat ihre Lieferanten hauptsächtich unter deutschen Firmen, kauft aber auch vielfach in Wien und manchmal in Lon­don. Beträchtlich ist das Toilettenbudget der K ö n i g i n Elena von Italien, denn sie braucht jährlich gegen 60 000 Mk. Ader sie weiß sich mit dieser Summe dann auch höchst geschmackvoll anzu­ziehen und trägt stets Hüte wie Toiletten von besonderer Eleganz: kostbare Spitzen und moderne Stickereien sind die Garnierung, die sie am meisten bevorzugt. Da sie selbst in Handarbeiten aller Art sehr erfahren ist und früher als Prinzessin im armen Montenegro sich viele ihrer Sachen selbst machte, hat sie für alle diese Dinge ein großes Verständnis und kaust mit großer Sachkenntnis nur das Beste und Geschmackvollste.

'Duftende Schmetterlinge. An die wenig beachtete Tatsache, daß zahlreichen Schmetterlingen ein ganz ausgesprochener Geruch eigen ist, erinnert eine italienische naturwissenschastliche Zeitschrift. In Europa sind es vor allein drei Arten des bekannten Kohlweißlings, an denen diese Eigenschaft leicht sestgestellt werden kann. Ihr Geruch erinnert an den des Jasmins ober des Geiß­blattes. Geradezu unerträgliche Gerüche dagegen sondern viele außereuropäische Schmetterlinge ab, und zwar sind es gerade die größten und farbenprächtigsten Arten, die in dieser Beziehung am meisten auffallen. Ein derartiger übler Geruch hat mit dem Ge­schlecht offenbar nichts zu tun, denn er findet sich bei den männ­lichen wie den weiblichen Exemplaren in gleicher Weise. Es ist daher sehr wahrscheinlich, daß er einen Selbstschutz bedeutet, und zwar einen Schutz gegen die Gefräßigkeit der Vögel, die er ab« schrecken soll. Andererseits gibt es, wie beim Kohlweißling, aber auchangenehme Gerüche", die Männchen und Weibchen einander zuführen.

ki. Der kurierte Goldfisch. Ein interessantes Schlag­licht fällt auf das Leben der Fische durch einen Beitrag, den ein schottischer Gutsbesitzer einer englischen Monatsschrift geliefert hat. Ein Goldfisch, der seit etwa 12 Jahren in seinem Besitz war, litt seit einiger Zeit sehr stark an Pilzen. Die Tochter des Guts­besitzers, die dem Tierchen besonders wohlgesinnt war, wandte nun ein eigenartiges Mittel an, um es zu kurieren. Sie nahm Condysche Lösung und strich diese auf die erkrankten Körperteile des Fischchens, die alsbald ihr gewöhnliches Aussehen wieder er­langten. Nach einiger Zeit aber erkrankte der Fisch zum zweiten Male an demselben Leiden, und zwar über dem rechten Auge. Auch dieses Mal wurde er von den; jungen Mädchen behandelt. Das Verfahren, mit dem es den Fisch heilte, ging folgendermaßen vor sich, und der Gutsbesitzer sagt, daß er es nicht glauben würde, wenn er es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte: Der Fisch kam auf den Ruf des Mädchens jedesmal an die Oberfläche des Wassers, ließ sich von ihm in die linke Hand nehmen und sich so weit au3 dem Wasser herausholen, daß nur die linke Seite des Kopfes und der Mund noch im Wasser blieben, damit er imstande war, unter der Oberfläche des Wassers zu atmen; dann wurde das rechte Ange vorsichtig der Behandlung unterzogen.

* SeineFlitterwvchen.Seit der Rentier Pantoffel« meier Witwer ist, sicht man ihn den ganzen Tag in der Kneipe!" Der befindet sich jetzt in den Flitterwochen des .Witwen« standes!" ____________

feine Aufmerksamkeiten wären ihr selbst zügedaM gewesen, und sich geschmeichelt gefühlt. Warum sollte Mama ihn abweisen! Sic, die mit ihren vierzig Jahren so jung und lebenslusttg

Edith ging langsam nach ihrer Pension zurück, ließ sich das Abendessen in ihr Zimmer bringen, las dann noch lange und löschte das. Licht erst, als sie ihre Mutter nach Hause kommen hörte.

Am anderen Morgen befand sich Frau Grosse in höchster Erregung: seit der gestrigen Spazierfahrt vermißte sie ihre Brokat­tasche, die die Schlüssel zu ihren Koffern, eilten Teil des Schmuckes Und mehrere Hundert Mark enthielt. Ob -die Tasche auf irgend leine unerklärliche Weise während der Fahrt gestohlen worden war, wußte Frau Grosse nicht. Jedenfalls ging sie gleich früh selbst zu dem Droschkenhalteplatz, um den Wagen, den sie be­nutzt hatte, zu ermitteln, und schickte Edith zur Polizei; vielleicht hatte ein ehrlicher Finder die Tasche dort abgegeben. Während der Zeit bot liÄenswürdigerweise Direktor Grohmann ihnen an, als Wächter in den Grosseschen Zimmern zu bleiben, damit für den Fall, daß ein Hausdieb die gestohlenen Kofferschlüssel be­nützen wollte, jeder Einbruch verhütet würde.

Die Damen warm kaum eine halbe Stunde fort, als man in der Pension lautes Geschrei in ihren Zimmern hörte. Stühle stürzten um, Scherben klirrten. Das Personal eilte an die Tür, die nur angelehnt war. Vor dm geöffneten Koffern kniete der Direktor Grohmann und rang mit Doktor Krüger. Auf dem Fußboden lag ein Schnurrbart und eine üppige Lockenperücke.

Frau Grosse war gerade zurückgekehrt und hörte entsetzt, wie der Doktor rief:Wenn Sie sich noch rühren, so bindei ich Sie."

Leute!" schrie Grohmann,zu Hilfe! Hier ist der Ein­brecher. Ich überraschte ihn. Lassm Sie mich los, Herr, oder Sie werdens bereuen!"

In dem Moment traten zwei Beamte herein, geführt von derselbm Dame, die mehrmals in Gesellschaft von Krüger gesehen wordm war.

Lobeck, Sie sind verhaftet!" sagte der eine und legte seine Hand fest auf die Schulter des Knienden.

Aber das ist Wahnsinn!" rief Frau Grosse, als die Be- lamten den Direktor in ihre Mitte nahmen und abführten.Das