Ausgabe 
13.3.1911
 
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Humor/ gab Carlyke za,und sonderbar,daß keiner der alten indischen Schriftsteller Humor hatte; die ivaren alle ernst, zu ernst. Wo hat wohl Heine seinen Humor her? Er muß doch deutsches Blut in sich gehabt haben; die Deutschen haben Humor; Richter hatte sehr viel davon und vom feinsten."

Sie müssen viele berühmte Männer Ihrer Zeit kennen gelernt haben," begann Harris wiederum, nm der Konversation eine andere Richtung zu geben.Wer war der Größte darunter ?"Emerson." fagt'e Carlyle schort,Emerson weitaus der Edelste."Größer als Darwin?" fragte Harris,aber vielleicht haben Sie Darwin nicht gekannt?"Ich kannte beide Brüder sehr gut," sagte Carlyle.Ich hielt anfangs nicht sehr viel von Charles; aber wir Menschen sind ja blind Als er von der Beagle-Forschungsreise zurückkam, traf ich ihn in Gesellschaft bei der Lady ivo er alle Damen um sich hatte mehr als ihm gut ivar und ließ mir von ihm seine Theorie erklären."Das muß wunderbar geivesen sein," warf Harris ein,Darwin den Darwinismus erklären zu hören."Er erklärte ganz gut," fuhr Carlyle fort,ich sah, ich hatte den Mann unterschätzt. Allerdings, seine Theorie war alt, alt ivie die Erde nichts darin, nichts, führt nirgends hin Schall und Lärm, die nichts bedeuten." Daun lächelte der Alte vor sich hin.Als Darwin einige Zeit gesprochen hatte, war ein Sroßer Kreis von Leuten um uns, die mit offenem Munde zuhörten.

jch ließ ihn ausreden und sagte dann: Das ist alles sehr in­teressant, Darwin, wie wir Menschen uns aus Affen entwickelt haben und so weiter, und vielleicht ist es wahr und dabei sah ich mich im Kreise um nein, ich sehe keinen Grund, das zu be­zweifeln. Aber was ich wissen möchte: wie sollen wir die gegen­wärtige Generation verhindern, sich zu Affen zu entwickeln? Das scheint mir die wichtige Frage." Und Carlyle lachte in Erinnerung an die Szene, bis ihn ein Hustenkrampf unterbrach.

Diese Spaziergänge, während deren auch die intimsten An­gelegenheiten aus Carlyles Leben zur Sprache kamen, fanden un­gefähr in den Jahren 1878/79 statt.

brüllende Brandung an der Küste ihr einziges OrientierilnM mittel über den Stand ihres Schiffes.

Nur zu wenig ist es bekannt, unter welchen schwierigen Untii ständen und mit welcher Aufopferung an Kraft und Mut die schönen Seefische auf unserem Tische dem Meere abgewonnen werden. Wenn dann der Dampfer von seiner gefahrvollen Steife heimkehrt und eine reiche Beute mitbringt, so ist es leider häufig der Fall, daß der Erlös die

anfgewandte Mühe und den ausgestandenen Gefahren

nicht entspricht. Die besten Fische, wie sie an unseren großen Fischmärkten in Altona, Bremerhaven, Cuxhaven, Hamburg, Nordenham und Geestemünde täglich von den Fischdampfern in Mengen zum Verkauf gebracht werden, finden sehr ost nicht die Anerkennung, die sie als Nahrungsmittel des Volkes verdienen.. Wissenschaftliche Untersuchungen haben längst etnwandsfrei dar- getan, daß der Eiweißgehalt der Fische im Verhältnis zum Fleisch der Warmblüter und in Anbetracht der gezahlten Preise ein sehr hoher ist. Für eine Mark bekommt man beim Fischfleisch nach den Untersuchungen von Professor Dr. Lehmann, Göttingen, un­gefähr das Dreifache an Eiweis als beim Rindfleisch. Bei der jetzigen Fleischteuerung ist das Verhältnis natürlich noch wesent­lich günstiger für das Fischfleisch. Hier steht ein Nahrungsmittel zur Verfügung, das infolge seiner vorzüglichen Eigenschaft An­spruch hat, sehr viel höher bewertet zu werden, als es zurzeit in Deutschland der Fall ist. Alle Gefahren und Schwierigkeiten^ die seine Gewinnung bedingt, der harte Beruf des Seefischers, sie können ihren Ausgleich finden in dem Interesse, das die deutsche Hausfrau den Seefischen zum wohl verstandenen eigenen Nutzen entgegenbringen muß. Hier ist eine nationale Frauen^ arbeit zu leisten, wie sie edler und schöner nicht gedacht werden kann. Möchten unsere deutschen Hausfrauen alle den Versuch machen, und bei der Behandlung und Verwertung des See- fisches daran denken, wie schwer der Seefischer bei seiner Ge­winnung gearbeitet hat, und demgemäß auch die Sorgfalt ver­wenden, die den Fisch zu der ihm gebührenden Geltung bringt«

(Ein schwerer Beruf.

Von Fischerei-Inspektor Duge<

Unter den verschiedenen Berufsarten ist die Seefahrt jeden­falls eine der schwersten. Nicht nur, daß sie an Körper und Geist die schwersten Anforderungen stellt und die härtesten und selbstbewußtesten Männer erfordert, sondern sie hat daneben manche in das Leben des Menschen tief eingreifende und ihn formende Eigenschaften. Die dauernde Abwesenheit von der Fa­milie, das Leben mit denselben Menschen auf engem Raum, die Entbehrung aller geisttgeu und leiblichen Genüsse, die der Landbewohner zu feinen Lebensbedürfnissen rechnet, alle diese UmMnde tragen dazu bei, dem Seemann feilt Aeußeres und seinen Charakter zu geben. Wir begegnen unter unfern See­leuten vielfach ernsten, festen und auch verschlossenen Charakteren, die jedoch einer inneren Abklärung und eines klaren Blickes für alles Praktische nicht entbehren. Die schwerste Art aller Schiffahrtsbetriebe ist von altersher die Hochseefischerei gewesen. Früher verstand man unter Hochseefischerei den Walfang. Jahre­lang waren die auf den Walfangschiffen tätigen Leute von allem Verkehr mit der Außenwelt abgeschlossen. Im Kampfe mit den Elementen im eisigen Norden erwarben sie auf der Jagd nach dem gewaltigen Säugetter des Meeres große Werte für die Zivilisierte Welt. Die moderne Hochseefischerei, nachdem sie sich die Dampfkrast zunutze gemacht hat, weicht in ihrer Art von dem Walfang bedeutend ab, besonders was die Dauer der Reisen betrifft. Der moderne Fischdampfer kehrt zwar in kurzen Zwischen­räumen in den Hafen zurück, aber die Kostspieligkeit des Be­triebes bedingt es auch, daß er mit der größten Beschleunigung wieder in See hinaus muß und seine Besatzung ost nicht die Zeit findet, ihre Familie zu sehen, jedenfalls im günstigsten Falle ihr nur einige Sttrnden widmen kann, wenn sie im Anlaufhafen wohnt. Auf See gestaltet sich der Beruf des Hochseefischers ebenso schwierig als der des stüheren Walfischsängers. Das schwere Retz muß unter allen Umständen bei Tag und Nacht, bei Sturm und Univetter ausgesetzt und eingeholt werden. Die Bearbeitung der gefangenen Fische ist unter jeder Bedingung sofort nach dem Fange vorzuuehmen, denn es handelt sich darum, den Fisch zu schlachten, abbluten zu lassen, zu entweiden, zu waschen und in sauberem Eis sorgfältig zu verpacken, damit er den Konsumenten in der besten Verfassung zugeführt werden kann. Immer weiter ist man hinaus- gegangen, um gute und lohnende Fanggründe aufzufinden und heute spielt sich ein wesentlicher Teil nuferer deutschen Hochsee­fischerei während des Winters in den unwirtlichen Gewässern ton Island herum ab. Hier, wo nur für Stunden am Tage und zwar in der Mittagszeit die «Sonne ein fahles Dämmerlicht zu verbreiten vermag und im übrigen dauernde Nacht herrscht, arbeiten unsere Hochseefischer Mit Anstrengung aller Körper- und Getsteskrast, um ihren Fang zu erlangen. Schwere Stürme, Schurr Und Ers hindern sie ost tage» und wochenlang, irgend etwas anderes als die gnaue wilde See zu sehen und vielfach ist die

humoristisches.

* B r o w n:Wie kommen Sie dazu, mich in dieser Weise zu betrügen? Sie sagten, daß die Kette, die ich hier kaufte, bis an mein Lebensende halten würde, und hier ist die ganze Ver­silberung in einem Monat abgescheuert!" Isaacs:Mein Freund, ich sagte, die Kette würde halten bis an Ihr Lebens­ende, weil Sie, als Sip sie kauften, so elend aussahen, daß ich dachte. Sie würden nicht leben bis ans Ende der Woche."

* Berühmter Maler (wütend):Ich höre, daß Sie bannt prahlen, Sie hätten unter mir Ihre Stttdien betrieben. Junger Maler (gelassen):Und so war es, denn ich hatte fast einen Monat lang ein Atelier unter dem Ihrigen inne."

* Ein Rechtsanwalt, der zu einem Diner geladen worden war, wobei der Gastgeber allerlei juristischen Rat aus ihm herans- gefragt hatte, sandte für seine Bemühungen eine Rechnung. Sein Gastgeber antwortete hierauf mit einer Rechnung für das von dem Rechtsanwalt verzehrte Muer. Aber der letztere war der Situation gewachsen und drohte prompt mit einer Klage wegen Verkaufs von Wein ohne Konzession, wodurch er seinen Gegner znm Schweigen brachte.

Rösselsprung.

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Aullöiung in nächsterJtummeei

Auflösung des magischen Quadrats in voriger Nummer.'

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Redaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühk'schen Universität«-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, Vieh«»