100 —
Vermtifbies
Vüchsrtisch.
Speisen gekocht oder sonstwie znbereitet werden.
* ® i b t e 8 o iit i 9 e Fische? Ein Mitarbeiter des „Kosmos", Handweiser für Naturfreunde < Stuttgart) schreibt hierüber in Heft 1 des neuen (8.) Jahrganges, daß diese Frage unbedingt zu bejahen ist, ganz abgesehen von den schlimmen Wirkungen verdorbenen oder schlecht konservierten Jischfleisches, in dein wuchernde Bakterien starke Gifte, Ptomaine genannt, erzeugen. In kranken Fischen ent-
ivickcln sich mitunter wieder andere Toxiite und Toxialbumme (von Bakterien erzeugte giftige Eiweistkörper), die dem Menschen ve^ hängmsvoll werden können; ferner gibt es allem Anschein nach auch bakterielle Krankheiten, die den davon befallenen Fisch nur . . c. < . .. ; l c .r. ns. 1 .___ S4zx hot
feinem Genuß dadurch erkranken. Dann sind bei inanchen Fischen aewiffe Organe stets oder nur bei beftimmte« Jahreszeiten für den
— Sternbüchlein für das Jahr 1911 von Robert Henseling ^iit 12 Sternkarten und zahlr. Abbildungen, Herans- aegeben vom Kosmos, Gesellschaft der Naturfreimde (Stuttgart, Franckh'sche Bcrlagshandlung). Das Merkchen gibt m fernem ersten Teile einen für jedermann verständlichen Ueberbuck über unser Wissen vom Weltall und int zweiten Teile an der Hand von 12 monatlichen Sternkarten eine gute Orientierung am nächtlichen Himmel. Die praktische Anlage des Büchleins und sem
* Äh so! Richter: „Waitu haben Sie das Lokal, in dem sich auch der Angeklagte befand, verlassen?" — Zeuge: „Mit dem Angeklagten." — Richter: „Aber der wurde doch hinaus-: geworfen." — Zeuge: „Ich auch."
Skat-Aufgabe.
Hinterhand spielt Tress-Solo auf folgende Karten
anderen Tieren in die Adern gespritzt, so gehen sie unter Krampten zugrunde. Beim Seeskorpion (Cöttus scörpins) gilt nur das Fleisch des Männchens für schädlich. Andere Fische, deren Fleisch gänzlich ungiftig ist, können mittels der Flossenstrahlen und der Stacheln am Kiemendeckel gefährliche Wunden erzeugen; zuweilen i t es, wie beim Peterniännchen (Trachiuas dräco), em diese Lette bedeckender giftiger Schleim, der böse Entzündungen hervorrn't, bet anderen stehen diese Waffen in Berbiudung mit einem Gttlapparat, der seine Absonderung durch eine Rinne des Strahls in die Wunde ergießt, so daß eine tätliche Blutvergiftung entstehen kann. Die Giftdrüsen sitzen bald in der Haut der Fische, bald im Munde.
WKbJ8a(b nach Mittag dürfen Sie uns erwarten. Ich habe selbst noch einige kleine Angelegenheiten zu erledigen. Wollen Sie nicht noch bleiben und etwas frühstücken?"
„Nein, ich muß gehen. Es ist mir schon leicht^ ums Herz, seit ich Ihnen anvertraut habe, was mich bedruckt. Ich will jetzt nur an unser Wiedersehen heute nachmittag ^«1. S« zog den dichten schwarzen Schleier wieder über ihr Gesicht und verließ das Zimmer.
(Fortsetzung folgt.)
Kann das Spiel verloren gehen, wenn noch 21 Augen im Skat legen und die übrigen drei Trümpfe nicht in einer Hand stehen k Auslösung in nächster Nummeri
Auflösung des Anagramms in voriger Nummer: Eber, Rebe.
I SÄÄSKÄi» hafte Sache," sagte er zuletzt- ,,yd noch tausenberlci Fragen, ^iffe Organe stets oder nur bet bestimmten Jahreszeiten für den ehe ich mich Mer den einzuschlagenden Weg i ) 1 9 ~ I gj;en;c[)en giftig, ganz besonders der Rogen der Barbe wahrend der
Und doch dürfen wir tonen Ausblick voÄtE W M | Seltener der von Karpfen, Schleie, Hecht und einigen
to0M machen, daß wir die fraglichen Zimmer ohne Witzen es Stiefvaters besichtigen könnten, wenn wir heute nach Stoke Moran
* T ü ch t i g. „Dein Schwiegersohn soll ja sehr kaufmännisch sein?" •— „Ja . . . zu kaufmännisch! Wir haben die Hochzeit aus verschiedenen Gründen nm sechs Wochen verschieben mutzen da ivill er jetzt außer der Mitgift noch fünfzehnhundert Mark Verzugszinsen!" . „. , „
* In der Sprechstunde. Arzt: „Ja, mem Lieber, ob Sie wollen oder nicht, das Pulver müssen Sie nehmen, das hilft nichts." — Patient: „Na, wenn's doch nicht hilft, wozu soll ich es da erst nehmen?" . . ,, . 1
* Poetisch. Gastgeber (zum Klavierspieler): „Und wenn! der Schweinskopf mit Zitrone serviert wird, dann, 1 bieten Sie dos schöne Lied: „Kennst du das Land, ioo die Zitronen;
* Durch zu starkes Schmüren. Bor der UMttte des übertriebenen Schnürens kann gerade jetzt, m der Tanzsaison, nicht genug gewarnt werden. Fälle, töte z. B. der, der sich dieser ^.age m Altona ereignet hat, geben wirklich zu denken. In der Nacht zum Sonntag stürzte dort in den Bluinensalen bet einem Maskenball während des Tanzens ein sechzelmiahrtgeS Mädchen bewtchl- los zu Boden. Wenige Minuten darauf trat der Tod ein. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß der Tod durch zu starke.-Schnuten verursacht sei!
* Die Tafel des Mikado. Jeder japanische Untertan hat das Recht, feinem Kaiser Speisen zu schenken, viele betrachten es sogar als moralische Pstickt, und auch dem Mtkado erscheint es als solche, sie auf seiner Tafel erscheinen zu lassen und davon zu kosten, selbst wenn sie ihm nicht zusagen. Für die Mittagsta-el des Mikado wird nach einem Bericht der „Kiautschou-Post" schon m früher Morgenstunde gerüstet. Sämtliche Speisen, dte durch einen Prüfungsrat genau auf Gift und überhaupt auf schädliche Stoffe hm untersucht werden, müssen, soweit als möglich unzerteilt, m ihrer natürlichen Gestalt aufgetragen werden, also die Fische, das Geflügel usw. alles ganz. Erst die Hofdamen lösen mit den Eßstäbchen in Ge enroart des Kaisers das Fleisch von den Knochen VU1UI1VU ÄJl. -------- --- .. . .
oder Gräten und legen es ihm vor. Sie sind wahrend der ~mter I Format ermöglichen, cs bcguem mit sich zn führen,
der Mahlzeit an der Seite des Kauers, der sich gern mit ihnen . 1 ersten Einführung in die Himmclskunde ist es daher
unterhält. Die Anzahl der aufgetragenen Speisen betragt 50-60, 0» ' «• '
es sind aber nicht Gerichte oder Gange, vielmehr Schusseln, in I •__gicht und Schatte n". Die eben erschienene Nr. 19
denen jede Art von Speisen gesondert serviert wird, wie,. B. die i , Münchener Wochenschrift bringt ein Titelblatt „Kioto
verschiedenen Gemüse. Früher wurden die Speifereste der Kaiser- j Zeichnungen von Emil Orlik, außerdem künstlerische
liehen Tafel verbrannt, doch ist dies bei den letzten teueren Zellen I t)"rt ^arf Walser, Max Frey, Hans Schwcgerle unä
zu miökonomisch; und so erhalten die Hofdamen imd sonstigen Hof- | $ Feininger sowie Dichtungen von Max Danthendey, Wil- beamten die Ueberreste. Der Kaiser genießt die Speisen bei seinen I ß 6 Scholz, Georg Bnsse-Palma, Richard Dehmel nnÄ Privateffen nach japanischer Sitte auf Kiffen hockend, die emo- Q Bertram
päische Art, auf Stühlen zu sitzen, ist ,hui zu unbeguem. Der Eß- I 'öcurnnL -----
tisch, der nur 20 Zentimeter im Geviert groß und etwa 60 Zemt- Meter hoch ist, heißt ,.Zen“ und ist einfach schwarz lackiert ohne irgend welche Muster. Die Teetaffe (chawan), , Suppentaffe (shirnwan) mid sonüige Gefäße sitid aus Porzellan, die Außeiiseite schmücken einwche Chryiantemenmuster mit Onagatori (altjapanische Phantasievögel mit langen Schwänzen, ähnlich den Paradiesvögeln, wörtlich „Grillenvöqel"». Die Taffcn der Kaiserm sind gaiiz ähnlich, nur haben die Chrysantemen getriebene Muster. Die Eßstäbchen (hashi) sind aus Weidenholz und werden nach dem Gebrauche verbrannt. Sie werden stets nur zu einer Mahlzeit benutzt. Nur die Saibahi (St helfen für die Nebenspeisen), sowie Löffel sind atis Silber. Ans Silber sind auch die Geschirre, in denen die
Laichzeit, seltener der von Karpfen, Schleie, Hecht uiiö einigen anderen Arten. Tas Aalblut enthält einen Ichthyotoxin genannten Eiweißkörper, der ähnlich wie Schlangengift wirkt, jedoch nur, führen?" ± „ I pr noch frifck in die Blutbahn oder den Darm gelangt. Beim
,”®r hat gerade zufällig erwähnt, er müsse heute m emer wtm^r.w- wird diese Substanz bereits bei 60 Grab vernichtet, sehr wichtigen Angelegenheit hierher fahren. Vnmutlich wird l durch die Magensäste, sodaß also zum Genuß Aalblut
er den ganzen Tag fort sein und dann waren ®J-e boL[ g I durchaus unschädlich ist; beim Töten und Zubereiten des Fisches gestört. Wir haben zwar gegenwärtig E Haushälterin aber I sei man vorsichtig. Auch die Neunaugen enthalten em Blut- die ist alt und einfältig undj wäre leicht etne Weile zu entfernen. “ Jnb eiu üou ibrer Haut abgesondertes Gist ivirkt auch nach
„Vortrefflich. Du hast doch Nichts gegen diesen Ausflug, I 6^ goc^en öom Magen aus. Gistig soll das Fleisch des Koffer- Watson?" | ftsches (Osträcion quadricörnis L.) sein: in noch höherem Grade
„Nicht das geringste. I giftig ist das Blut der Muräne -Mirräena helena L.); wird es
"Dann werden wir uns also beide etchfiuden. Und was 1 .»» 1,1...... ----«. «vAmnt»«
tun (sie selbst, jetzt?" r
Ich möchte gerne noch em haar Sachen besorgen, weil ich gerade hier bin. Doch will ich mit dem Zwölfuhrzug wieder nach Hause fahren, so daß Sie mich rechtzeitig dort antrefsen
Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und B..mg der Brühl'schen UniversttätS-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gieß«»


