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Srr von seinem Gtuhk aufoefpttmgeti, und sah vevstKrt in e roten Lichter des Osterfeuers hinein.

Wenn . . . wenn Sie es gestatten, Herr ich möchte doch mal hinaus zum Feuer. Die Leute treiben es zu arg mit ihrem Jubel bei den Flammen ....

Und noch ehe der verblüfft« glte Herr etwas sagen konnte, war Hellmut schon au§ her Wv gelaufen, und hatte seinen Hut geholt. Was war ihm denn da für ein ungeheuer- sicher Einfall gekommen? Es war ja Wahnsinn zu denken, Mss..... Ilse KSrandensels müße am Osterfeuer, stehn Und einen Mrkenzweig ins Feuer halten....

Er lief wie ein Wilder. Die Felder lagen ut roter Mut. Am Feuer selbst drängten sich die Burschen und Mädel, lachten und schrien und mitten rn dem Gewühl. In Sinern spinnen feinen, faltigen Röckchen stand eine wie ver­loren unter den andern. Mit zitternder Hand hielt sie ihr Birkenreislein in die Flamme«, dieweil das leichte Mädchen- aewandt immer näher gegen das Feuer kam.

Um Gotteswitten, Ihr Meid" . . . sagte da jemand Hinter ihr, riß sie zuriick, und gleich eine ganze Strecke seitwärts in den Wiesengruttd hinein.

Ilse war furchtbar erschrocken. Aber sie verfrühte doch Mit einem Lachen über die seltsame Situation hinweg-

zukommen. ,

Nun haben Sie mir den Mnzen Hokuspokus zerstört, und ich war sv schön im zählen . . . ."

Für wen?" fragte er gepreßt.

Me zog trotzig ihr Kleid zurück, an dem ei« großer Sengfieck war, den er fovtzureüben versuchte.

Mr wen sonst, als Herrn von Barnewitz. . . das können Sie sich doch denken," lächelte sie in sein heißes Gesicht hinein, und hob den Birkenzweig hoch, der noch ebenso frisch und knospend war, tote sie ihn in die Flammen ge­steckt hatte.'Sechsundzwanzig hatte ich schon gezählt, da kamen Sie..."

Sechsundzwanzig," sprach er lhv leise nach.Wenn Sie jetzt lügen, Fräulein 'Ilse, wenn Sie jetzt vor oem Osterfeuer und meiner Rot unwahr wären . .

In Ilses lachenden Augen standen plötzlich Tränen. Metzer Gott, ich kann Ihnen doch nicht in's Gesicht sagen, daß ich Ihretwegen diesen Quatsch mitmache . . .schluchzte sie haltlos.

Ilse!" .... rief er, und es chav ein Jauchzen, das bis zum GutshauS hinüber schallte.

Und sie weinte und lachte in einem Atem, weil sie nun Men künftigen Berwaltev zum Gutsherrn machen konnte.

Und er lacht« mit ...

hinter den «ulissen von Monte Carlo.

Der Kenner von Monte Karlo, der alljährlich mt der paradiesi­schen Riviera einige.Wochen lang Schönheit, Sonnenschein und Erholung sucht und dabei auch hin und wieder in Monte Carlo das Kasino betritt, um seine Ehrenschuld abzutragen und das üblich« Fünffranksstück zu verlieren, lächelt gewöhnlich überlegen, wenn er von de» märchenhaite» Gewinnen liest, die diesen» oder jenem Glückspilz in den Spielsälen zngekallen sein sollen.

Die Gäste von Monte Carlo erinnern sich dann auch jener Gestalten, die sie mit leidenschaitverzerrte» Züge,» am Spieltisch sitzen sahen, jener Unglücklichen, die erst Hunderte, darin Tausende und schließlich ein ganzes Berinögen verlieren. Man sah sie, wie sie zuletzt totenbleich, den Ausdruck trostloser Verzweiflung mühsam niederkümpsend, vom Spieltisch ausstanden und still davon gingen, ohne zu ahnen, daß die Geschichte ihrer Tragödie trotz aller Selbstbeherrschung deuttich in ihren Mienen zu lesen war.

Von diese« Opfern der Spielhölle erfährt die Oesfentltchkeit säst nie etwas. Woher kommt oas 1 Weil die Beamten desCercle des EtrangerS" von Monte Carlo, so antwortet eine amerikanische Zeitschrift rn einem großen Aussatz über das Spielwesen, die besten und zuverlässigste» Prctzagenten der Welt sind. Wenn immer ein Spieler vom Glück begünstigt ist und eine größere Summe ge­winnt, so macht die Kunde davon sofort die Runde durch die Presse aller Länder, wenn immer eine bekannte oder berühinte Persönlichkeit das Kasino betritt und einige hundert Franks aus dem Kampfe mit dem Spielglück davon trägt, weiß das zwei Tage später die ganze Welt, die aber nie etwas davon erfahren wird, wie viel Menschen als vermögende Leute nach Monte Carlo kamen und als arme Teufel die Riviera verließen. Als kürzlich der amerikanische Stahlkönig Charles Schwab einen Tisch der Bank strengte, gingen noch am selbe» Abend die Telegramme und Kabel­gramme nach allen Weltrichtungen ab. Sie erzielten eine sofortige Antwort: beim am nächsten Tage erhielt der Milliardär, der in Äner flüchtigen Laune einige 50 000 Frks. aufs Spiel gesetzt hatte

und das Dreifache gewann, au« seinem Heimatlanbe mehr als 60 Kabeldepeschen, in denen Bekannte und gute Freunde ihn be» chworen, seinen Ruf nicht zu gefährden; das Vertrauen der Gr» chäftswelt zu ihm könne erschüttert werden, er möge um Gottes» willen nie mehr an den Spieltisch gehen. Und in Amerika machte die Nachricht von derSpielerleidenschaft" des Stahlkönigs st grobes Aufsehen, daß die Aktionäre des Trust daran dachten, bett verlorenen Mann" abzusetzen. Schtvab, der mehr aus Laune als aus Leidenschaft hin und wieder auch ins Kasino ging und sogar gewann, verläßt sich im Spiele auf sein gutes Glück und behauptet, daß man die Bank jederzeit sprengen könne, wenn man mehr Gel» bei sich habe, als das Kapital des einzelnen Spieltisches betrage. Bekanntlich eröffnet jederCroupier* an jedem einzelnen Tische das Spiel mit einem Kapital von 100 000 Frks. und es ist der Ehrgeiz jedes Spielers, wenigstens einmal die Bank gesprengt und einen Tisch sür den Rest der Nacht außer Tätigketl gesetzt zu haben. _ t .

Der Stahlkönig hatte an dem Tage, da er m3 Kasino ging, 142 000 Frks. gewonnen, aber sein Glück verblaßt neben dem des britischen ArtilleriehauptmannS de Conrcey B o w e r, der zu den weißen Raben zählt, die in Monte Carlo reich geworden sind. Er soll nahe an 5 Millionen FrkS. gewonnen haben. Der Kapltan hatte sich mit fünf Freunde» zusammengetan, die alle am seloen Tisch Platz nahmen und auf genau dieselbe Meise spielten. Sterner setzte je mehr als 1000 Frks., aber wenn sie gewonnen hatte», ließen sie die Summe stehen, bis das Maximum erreicht war. -r te Teilnehmer nannte» das ihrSystem"; jedenfalls waren sie^vom Glück begünstigt und haben einmal an einem und demselben^age nicht weniger als sechsmal die Bank gesprengt und sechs Lpiel- tische außer Gefecht gesetzt. Kapitän Bower war mit verhaunw- mäßig bescheidenen Mitteln nach Monte Carlo gekommen, aber bald konnte er rote auch seine Gefährte» ihre Lebensweise andern und als Millionäre austreten. Natürlich wurde» auch feine Ge- tvitme sofort als willkommene Reklatne für das Kasino bekannt ge­macht und bald ivar der britische Hauplmaun der Empfänger zahl­loser Bettelbriefe. Aber solche Glücksfälle sind natürlich ganz seltene Ausnahmen und die Skeptiker, die da behaupten, dag aus ein geroonnenes Vermögen in Mont« Carlo zehn oder zwanztg- mal soviel vernichtete Leben entfallen, sind jedenfalls nicht zu widerlegen.

Vermiete#.

* Die Ohren der Geisteskranke». Es gehört nicht viel Beobachtungsgabe dazu, um zu bemerken, daß die Ohrmulchel bei beit einzelnen Menschen außerordentlich verschiede» ausgebildet ist. Und die Erfahrung lehrt, daß gewisse ungewöhnliche Formen der Ohrmuschel in Zusammenhang mit der geistigen Entwickelung ihres Besitzers stehen. Das Ohr von Menschen, die von Geburt an schwachsinnig oder gar geisteskrank sind, pflegt in einer Weise ge- ftaltet zu sein, die sich ausfällig von den gewöhnlicheren Formen unterscheidet. Ztvei französifche Physiologen, die Gebrüder M a c« Anlisfe, haben jetzt besondere Studien über die Größenverhait- nisse der Ohren bei Geisteskranken gemacht und der Pariser Aka­demie der Wissenschaften vorgelegt. Ei» Ergebnis dieser Unter­suchungen besagt, daß bei Geisteskranken die Größe der beiden Ohren voneinander weit häufiger abweicht, als bei normalen Menschen. In 44 v. tz. aller beobachteten Fälle war das recht« O h r l ä n g e r als das linke. Unter 100 zum Vergleich heran- gezogenen Soldaten dagegen war bei 42 umgekehrt das linke Ohr länger als das rechte. Auf diesen Umstand legen die Forscher nur geringes Gewicht. Wichtiger erscheint ihnen die Feststellung, daß die Ohrmuschel bei Geisteskranken beider Geschlechter besonders häufig unverhältnismäßig große Maße besitzt. Wenn man als mittlere Länge der rechten Ohrmuschel 63 Millimeter an» nimmt, so haben von gesunden Mensche» mir 21 v. H., von Geistes­kranke» aber 38 v. £>. eine größere Ohrlänge. Diese Zahle» gelten für das männliche Geschlecht. Die Obren bei den Frauen sind be­kanntlich im Durchschnitt kleiner. Die Länge einer weiblichen rechten Ohrmuschel ist im Mittel zu 56 Millimeter anzunehmen. Diese Grüße wird bei normalen Frauen nur in 43 v. H. Fällen überschritten, bei geisteskranken Frauen in 66 v. H.

Tauschrätsel.

Die Anfangsbuchstaben nachstehender Wörter sind mit andere» Buchstaben derart zu vertauschen, daß man ebeitfooiele neue Wörter erhalt, deren Ausangsbuchstabeu den Titel eines Dramas ergeben. Auster Engel Gabe Adria Elster Band Prunk Ohr Gra? Bock Nadel.

Nufbösung in nächster Nummer.

Auflösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummer: Abkürzungen: tr Treff, p = Pique, s --- Coeur, car ----- Sarnau, trB ----- Treff-Bube, pA = Pique-, cD Coeur-Dame tt. s. f.

Im Skat liegen bZ und dA, Vorhand hat a8, »7, cK, sv <* c8, c7, dZ, dD, d9, Mittelhand bi« übrigen. Spielgang:

1. V. cK M.aA S>. cZ - 26

2. M. d8 £>. dK dZ ---- - 14

3, V. cD M. aZ H. cA ---- 84

Sa. = Augen.

ötedakttom R. Nrnrath, - RoMtionSdmck und Vertag der Brühl'Ichen «niversitätS-Bich- und Steinbmckereh R. Lange, Vieb«»