636

Redaktion: R. Neurath.

Zahlenauadrats in voriger Nummert

Auflösung des

. i n

n«. ..b n.-i

ErgänzungsrStsel.

P.ob.. g..t e. .ro.t, b. S..H d.. A!.. n b.. a. r B.. d.. .r.ei. r..h. B

- Rotatiotisdruck und Verlag der Brühl'ichen Universitäts-Buch- und Tteindrriekerei. R. Lang«, Gieß-«,

Aber die Regierung war grau,an,. . Und zugleich mit der Dame wurde der hoattfcbe Graf Tianowitsch an die G"n,;e ab- aeichoben. Der Graf war ein Genie der Gaunerei, Alsei m Brüssel einzoa hatte er den Ropi voller Rosinen und sLI>lI<onem Er erzählte von allem den Hotelportiers und Kellnern. Er hatte sich nicht zu beklagen Teim all diese fleißigen teilte steckten thni ein Teil ihres Verdienstes zu. Sie glaubten, daß er ur sie!lckweres Geld zusammenspekulieren würde, und als dann der Graf ich aL> ein Phantast, als em gescheiterter Lump erwies, der sich n» t>e° sSngnis ausruhen mußte, da war viel Fluchen gegen den Grasen

neckten ihn ei» und er kam erst nach zwei Jahren wieder zum Vorschein, als die Geschädigten längst nicht mehr ni^ riissel wolm" ten. Ta legte sich der Grat auis Fremdensuhren. Er steckte die Beine in mächtige, blanke Stulpenstie'el und setzte sich eine goldene Kokardenmütze aust Daran stand in leuchtenden Lettern: Tol-- mctscher in sieben Sprachen". Ter Gras log wirklich nicht. Er beherrschte alles Kauderwelsch der Welt. Er kam so stark aui den Hund daß er wegen eines armen, erborgten ,ziemten ril^ sieben Sprachen bettelte, das; er iür einen ihm dargeeoleneii schnaps in sieben Sprachen Tank sagte. Tie Stulpeiistieiel» tlasften auf­einander. Tie ti! Ütze wurde sehr schmutzig. Ter Gral zeigte so o t keinen Adelsbrie' vor gar nicht ebenbürtigen, neugierigen Reisen­den, daß der Brie« grau, klebrig und zerrissen wurde. EtMtmals war der Mann ein Schisfskapitä» gewesen, doch er batte alle schwimmenden Planken und das Gut, das ckm anverkraut wurde, vertrunken. Er glitt sehr schnell durch Alkohol und Abenleurerlust ins Elend. Von der Konunandobrücke ins Kasemattenzuchthaus, vom Spital aiis die Strasse. Er wurde den Fremde» ni Brüssel überlästig. Er ivurde sehr billig, indem er schon kur einen Korn zu den bösesten Orten geleitete. Da schickten sie ihm die Aus­weisung. Ta schoben sie ihn aus dein Lande. Wer weis;, wo er jetzt seine schäbigen Küirste erprobt. . . r . ...

Fwei von den traurigsten Originalen der Hauptstadt sind m die Welt hinausgeworsen. Tie Polizei ist stolz, und allen den Männern und Frailen, die vom unehrlichen Pfennig leben, die das Gesetzbuch nicht lieben, ist der tüchtige Schrecken über so vtel oift- ,feile Unbarmherzigkeit in die Glieder gefahren.

Verm?schtes.

Die Geschichte der Dia in an ten wird ausführlich tn einen. Buche behandelt, das eben aus den, englischen Büchermarkt erschienen ist und eine ganze Reihe interessanter Angaben enthalt. So wurden seit der Entdeckung von Tlamanten m L-udasrika bis zum Kahre 1908 90 Millionen Karat gesetzlich aus Sudatrika ausgemhrt. t ix Fahl berühmter Diamanten itt Legion. Der Diamant des Königs von Portugal, .Braganza", soll 1,680 Karat wiegen. Er stammt aus Brasilien. Ter beeütimtefie brasilianische Tiama t mar der .Stern des Südens'. Er wurde m, Jahre 1853 von einer Siegerin gekunden. Ihr Herr und Gebieter schenkte ihr zur Belohnung die Freiheit und setzte ihr außerdem eme^Pension aus Lebenszeit ans. Ten Dianranten verkaufte er für 60 000 Alk. <ei gliickliche Käufer deponierte den Stem tn der Bank von Rio de Faue.ro und erhielt eine» Vorschuß auf den Diamanten un Be­trage von 6001,00 tiff. Schließlich wurde der Stein an ei» Lyndi- kat verkauft und einem Amsterdamer Institut übergeben, das emen ovalen Brillanten aus ihm schnitt. Die Kotten für, etien und .

bergt, beliefen sich auf 10000 Mk. Em indischer Fürst bo durch einen Vermittler 2 200 000 Mk. für den Brillanten. Sern Angebo ivurde aber z>,rückgewiesen. Schließlich kam er doch m dei Aettg eines indische» Fürsten, desGäkivar" von Baroda. Ter berühmte Porter Rhodes" ist einer der schönsten grotren T,ai,,aute t. Jm Fabre 1880 wurde er in einer Tlaiuanlengrube der Kapkolouie aestuideu. Er ivurde mit 4 Millionen Mk. bewertet. Der ver­storbene Rizam von Hyderabad bezahlte 8 Millionen sim emm Diamanten der in Südafrika gesunden ivorden war und un Jahre 1884 nach Europa gelangte. , ... , m m.,nnrp

kf Das Ende des Ozean bettlers. Nach tn Neuyort eingetrosseuen Nachrichten erscheint es zweifellos, bau tn den Stürmen der letzten Tage eines der seltsamsten scknsse. das m der Gegenwart das Meer befuhr, untergegangeu ist. Es lamel »ch um die SchoneryachtCorot,et", d,e der amerikanische ©ehe iei fiolu Gboslers' gehörte. Tie genannte Veremlgnug ist Jahr mr Jahr auf der Suche »ach dem heiligen Lande. Nachdem sie unter [ Führung ihres Geistlichen Frank Saud'ord, der sich

nannte, die östlichen Küsten Afrikas abgesncbt und bas Klima dort für zu heiß befunden hatte, war sie entichlosie», nunmehr dlc Kutteit Grönlands aulzusuchen. Tas eigenartige be, den ««mhr en dieser

Hol» GhosterS" ist, daß sie staiidig ohne leglickren Proviant auf ihre Reite gehen und sich allein auf die Mildtätigkeit der begegnen­de» Schiffe verlasien. Auch dieses Mal sind sie innerhalb weniger Monde von einigen 20 Dampfer» reichlich mit Proviant versehe» worden Das letzte Schiff, das ihnen begegnet war, das der Sied Ctar-Lmie gehörige .Lapplands das kurz nach der Trennung vo. der .Eoronet" m einen he'tiae» Orkan geriet, dem be der schwache

I ber Sea-lnacht diese zweifellos ziun Dp-ev «em len ist.

CV ®f ©her lock Holmes, der A l l w U I end e. Ter eben I gestorbene Tr. Josef Bell, das Urbild des Sherlock Holmes, der I ?eöe»i auS den Kriminalromanen Tooles Mannt »st besag tat» ächlich die erstaunliche Beobachtung^. und Ko»ch'natw,,.gaM I durch die der Afeisterdetektiv immer zum Eriolge gelangt. Wenn I Dr. Joies Bell einen fremden Menschen sah, war er augenblicklich I imstande bestimmte Angaben über ihn zu machen, ohne dav die I Anwesenden erkenne» konnten, woher er seine Keniltnrsse halte. I Jhuei, mutzte er deswegen beinahe allwissend erscheinen. Em Bei I spiel für viele, das jüngst eurer seiner Landsleute erzählt hat. ES I lvnv i Tr Bells Sprechzrmn'er, und Dr. Bell stellte tu Gegenwart einer größeren Anzahl seiner Hörer Diagnosen Em Patient trat herein" Dr. Bell sieht ihit mit einem prüfenden Blicke an und sagt-Sie sind Soldat, Unleroifizier, und haben auf! den Bermudainseln gedient." Der Patient ist bv Island rg verblLjft und bestätigt, daß Tr. Bell Recht hat und, die Studenten sind Infg verblüffter Alles fragt Dr. Bell, tote er daraus taine.

Nichts! acker als das/' erwidert Dr. Bell,dieser Herd kommt in das Zimmer, ohne den Hut abzmichmen 'me ^r eS von der Kaserne her gewohnt tst also tst cr SolMt. tocu ue sichtswusdruck zeigt, das; er -rns Deschleu geivolmt 'st, u>ch lvenn i k;t-ieit Umftanb Mit seinem Alter, da» stch leicht ab! cyatztu MM»

I r^sanimenstelle folgt daraus, daß er nur Unteroffizier fern kann. I Ein Blick auf 'seine Stirn zeigt, das; er guf den Bermudainselitl geivesen sein muß, denn er hat einen Hautausschlag, der nur dort I vorkomnit.' " '

58.. m G..i.ß.. r..h..r Auslösung in nächster Nummer.

sestgeftettt- Tatsache «ufS neue zu erhärten, daß so wenige Maschen I mtT historischen Tatsachen zu lernen vermögen. Als ob das alles l ^cht gAen wäre! Und in Wahrheit ist es doch immer toller jxisfelbe, kommt alles immer wieder, rote es schon gekommen war. I

(Schluß folgt.)

Das aröMe Vagabundenpaar.

Brüssel ist die Stadt des International,sums. Dort wird die internationale Friedeusgesellschaft diplomatisch geleitet. Tor hat die internationale Schlalwagengesellscha't ihre Bureaus. Dort versammeln sich auch jahraus, jahrein die Lpitzbuben, Garnier und Sinrfififluler linieret ganzen großen Erde. Alänner und Frauen, die mtt Dietrick, und falschen Wechseln m,d ^ogar mit Mordwerkzeugen viel geschickter umgehen ais nut der Tugend. Deshalb hat d e Brüsseler Kriminalpolizei stets horte Beschäftigung. 91 ub ni

Teiitickland ein mächtiges Gaunerstück fleletitet, acbtzigmal von bimdeit verstech sic" der Spitzbube in Brüssel. D e tüchtigsten Zuckubäusler Frankreichs und Englands versammeln Itch am thten Fluchtlahrte» in kleinen schmierigen Kneipe» rings um ]

Fontenas. Die Weltausstellung uoi» Jahre 19)0 bat tn Btujjel ein seht beträchtliches internationales Linnpenprolelartat zuruct- qelassen: Glücksritter jeder Art. musizierende Neger, diemauckieÄ CaiS ungemütlich gemackt dasw», und onttige Bruder und Schwestern bte qeiu bcv Polizei aus beiu Ä-e^e (lebeii.

Sianae Zeit gehörte zur Ertzme dieser Gesellschaft em stolzes Eraienpaar ^Sie hatten sich nicht etwa die klmgeuden Titel bei- gelegt wider das Gesetz. Sie trugen ihren Adelsbrtef, der mit vielen Wappen, Adlern und Kronen geschmückt war, zu Recht: tn der Tasckie. Und waren doch am Ende so verwahrtost, so verlasten und verloren, datz sie eben den Retiebrtes erhalten haben, der in der Jnsttzsprache etwas imsansl Ausweisungsbefehl getauit tst. Sie war'ein Sproß von uralter deutscher Fanälie. Ihr Ahn besitzt in Deutschland viele Denkmäler, da er die Welt die Buchen itcker- kuust gelehrt hat. Deswegen wurden Seine Nachkommen hock» geadelt Dte Gräsi» nun siedelte sich eines Tages ut d-r belgischer Hauptstadt an. Sie war schon an die iuMztg Jahre, doch fte tnelt sich stattlich und sie flößte Vertrauen ei», wenn sie tu den Warte- säten des Bahnhofs auf Opfer ihrer Betrugersehnsucht wartete. Sie bot sich in mehreren Sprachen an, an jungen, unerfahrenen Mädchen Wkutterstelle zu vertreten, und sie erbat sich die Börse ber allem» reisenden Fräuleins. Und ost verschwand sie damit und heckte andere Bauernfängereien aus. Und sie tat noch maiicheilei, wcw der Staatsanwalt nicht verteidigeii darf. Uttd un'<«'5 bet bunbinnen von Forest, das nach neuester Hygiene nut Lu thetzung, Siomanbibliothek und amerikanischen Eisetibettett aiisgettattet ist, war die Gräfin ein ost gesehener Gast, ete benabni ttrt) un ^ptn t- »,nna ftpfa .nie eine Edeldame. Sie nahm alle Ehren Hut, die ihr Ns S Ls? »siö ärsit gezollt wurden. Und wen» die belgische Regierung ^nach der Absicht der Gräfm gehandelt hatte, dann würde fie9 die Tante nut bet ueunzackigeu Krone nicht ausgewtejeii

u

134

338

24p

245

338

134

15

134

15

245

338

338

245

15

134