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Vermischte»
jneit,
Siicherüsch.
,, ~,Stiebens Reiseführer, Band 62: „Nürnberg"- 14. Auflage. Verlagsbuchhandlung Albert Goldschmidt, Berin W. 35. Der sympathische Griebensührer „Nürnberg" ist soeben in 14. Auflage erschienen. Die 4 vorzüglichen Karten und Grundrisse bilden eine willkommene Ergänzung. Alles in allem ein empfehlenswerter Ratgeber.
«ebattion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen UniversttSts-'Buch. und Stein'd'rückereh R. Lange, Dietz.»
Katsei.
Fange em Tier aus dem Walde, enthaupte es, füg' ein vaar Stückchen Kreide dazii, eins vorne, dagegen das aiidre nn’S Ende -
Saftig und süß wird es schmecken, ein Labsal bei drückender Sille Kem Vegetarier könnte die „fleischige" Speise verschmähen.
-Auslösung in nächster Nummer -
Auflösung des magischen Dreiecks in voriger Nummerr M E D E A ERIS DIS E 8 A
| und dickste kleine Kind der Welt zu seinen künftigen Steuerzahler,« zu zählen. In dem Dorfe Mount.AivH residiert der kleine James Adolph Cody, der jetzt glücklich zwei Jahre und drei Monate alt ist, aber sowohl durch seinen Appetit als durch seinen Körperumfang Anspruch darauf hat, als seltene 1 Sehenswürdigkeit zu gelten. Schon bald nach Erscheinen I des kleinen James Adolph auf unserem Erdball mußten die | Eltern erfahren, daß ihr Söhnchen über einen mehr als goto», I gesegneten Appetit verfügte. Man zog zwar bald einen Arzt I zu Rate, aber je strenger die verordnete Diät war, je lauter I wurden auch die Schreie irach Essen, mehr Essen. Nun hals I der hoffnungsvolle Kleine bei seinen zwei Jahren und drei Mo- I titelt eine Größe von 99 cm erreicht, und sein Nacken hat einen Umfang von 36 cm, und in der „Taille" mißt dies Wunderkind nicht weniger als 91 cm. Die Arme zeigen oberhalb« des Ellenbogens den Umfang von 30,5 cm, die Oberschenkel ftnd gar 41 cm dick, und der Umfang der Waden mußte mit "3 em festgestellt werden. Trotz dieser Körperentwicklung schläft das Bübchen ausgezeichnet, ist vollkommen gesund und kräftig, und sein Appetit stellt den manches erwachsenen Menschen in den Schatten. Sein Frühstück besteht gewöhnlich aus drei oder vier großen Brötchen mit Schinken, Butter oder Sirup, wozu zwei Glas Buttermilch und zwei Tassen Kaffee getrunken werben,; zwischen Frühstück und Mittagessen werden noch zwei tüchtige Buttcrsemmeln verzehrt, mittags gibt es einen großen Teller Kohl oder Gemüse mit , Schinken und Brot, und wenn James Adolph das Glück hat, einen Pudding zu erwischen, so ißt er ihn flatti. allein auf. Wenn er dann am Nachmittage noch einige tüchtige Erfrischungen zu sich genommen hat, hat er zum Abendessen gerade den richtigen schönen Appetit.
* D e r Di eb s fan g m i t d em L as s o. Von einer tapferen tungen Dame, deren Name jetzt in Neuyork in aller Munde ist, weiß eine amerikanische Zeitung ein nicht alltägliches Abenteuer zu berichten. Die junge hübsche Miß Jane Litmar befand sich allein in der ihrem Bruder gehörenden kleinen Eisenhandlung. Da trat ein großer, starker, breitschultriger Geselle in den Laden, leerte einen schweren Sack voll allerlei Eisengerät aus und fragte das junge Fräulein Jane, ob sie vielleicht diese Sachen kaufest wolle. Die junge Dame erkannte einige der Gegenstände und erwiderte, trocken: „Wir verkaufen, wir kaufen nicht, vor alleist aber nicht Gegenstände, die uns gestohlen worden sind. Diese Geräte entstammen unserer Werkstatt." Der fremde Mann, der Riley hieß, wurde grob, und mit drohender Gebärde packte ev seine Sachen wieder ein. und wollte sich entfernen. Indessen aber hatte Miß Jane kurz entschlossen, ein Knäuel grober, kräftiger Schnur genommen, gemächlich eine Schlinge gemacht, und als der Fremde den Laden verlassen wollte, schwirrte dieser improvisierte Lasso durch den Raum, die Schlinge legte sich genau um Nacken und Hals des Diebes, ein Ruck, und der kräftige Manu lag röchelnd am Boden. Die junge Dame aber ging gelassen aus Zeteptyon, rief die Polizei, und als die Schutzleute kamen, war der Dieb )» hilflos, daß man ihn zunächst in ein Krankenhaus schaffen mußte.
, * Ein Mißverständnis. „Sie, Mali, heute habe ich wieder bemerkt, daß Sie sich von dem hübschen Fleischerburschest küssen lassen. Von morgen ab werde ich das Fleisch selbst vost dem kecken jungen Menschen übernehmen." — „Strapezieren ©’■ Jhna net, grat’ Frau, er hat mir feierlich versprochen, daß et! nie eine andere küssen wird."
* Am Stammtisch. „Warum machen Sie denn ein so betrübtes Gesicht, Herr Doktor?" — „Ach, mir ist soeben eist Patient gestorben!" — „Na, da trösten Sie sich nur, der wäre vielleicht auch so gestorben!"
_ * O.weh! „Sehe ich meiner Mutter wirklich so ähnlich, Herr Meier? — „Ja, Fräulein Alma, zum Verwechseln!"
Vehielt, sondern nach einiger Zeit das Wachstum wieder stuf na hm. Im Körper wäre das Organ nun, wenn es einem erwachsenen Tiere entnommen wäre, nur ganz unwesentlich weiter gewachsen oder hätte nur unbrauchbar gewordene Teile durch neue ersetzt, außerhalb des Körpers in der Flüssigkeit aber konnte das Wachstum weiter gefördert werden. Je nachdem, um was für Organe es sich handelte und wie alt die Tiere waren, denen sie entnommen waren, wuchsen die herausgeschnit- feiten Stücke verschieden schnell. Die Nährflüssigkeit bestand dabei aus Blut, dem destilliertes Wasser und einzelne Salze, hauptsächlich Chlorkalium zugesetzt waren, oder auch in einer Mischung von Salzlösungen mit der Flüssigkeit, die das Organ im Tierkörper umgibt. Alle Organe bilden bei tiefem Wachstum die ihnen eigentümlichen Zellen weiter, so daß das Organ also wirklich wächst.
Bei Drüsenorganen, die erwachsenen Hunden heraus- geschuitten waren, begann das Wachstum nach 36 bis 48 Stunden, flammten die Drüsen dagegen von ganz jungen Hunden, so fing das Wachstum schon nach 10 oder 12 Stunden an. Bei den Nieren fing das Wachstum erst nach 4 oder 5 Tagen an; Knorpelgewebe und Stücke vont Bauchfell wuchsen während der ersten drei Tage ganz langsam, dann aber nahm das Wachstum während der nächsten zehn Tage außerordentlich stark zu. Natürlich hat Dr. Carrel die Wachstumserscheinung sorgfältig mit dem M i kroskop beobachtet. Das Wachstum beginnt mit einer Körnelung der Randflächen der Organstücke; von hier aus fetzen sich die neugebildeten Zellen ganz allmählich an unb ,eiL.nf ¥ e große Stücke. Das merkwürdige dabei ist nun, daß diese künstlich erzeugten Organteile die Fähigkeit, in Nährlösungen außerhalb des Körpers weiter zu wachsen, in noch stärkeren« Grade hatten, als die Teile, die dem lebenden Tieve entnommen Und. Das hat Dr. Carrel.z. B. an einem Stück einer Halsdruse vom Hunde nachgewiesen; das neue Gewebe, das die Halsdrufe emes erwachsenen Hundes in einer Nährflüssigkeit ge- hrldet hat, wurde abgeschnitten und in eine neue Nährlösung gebracht. Hier verhielt sich das neue Gewebe genau so, wie ein entsprechendes Stück, das einem jungen Hunde, der noch im Wachstum begriffen ist, entnommen war.
, Zwischen den verschiedenen Organen, wie zwischen den einzelnen Tierarten, die Carrel zum Versuche verwendet hat, hat sich k«ln wesentlicher Unterschied ergeben. Es fragt sich nur noch, ob ftch dre Versuche wirklich in der Heilkunde anwenden lassen. Im Körper ist wdes Organ vorn Mut und von anderen Flüssigkeiten Nm spult, so daß es schwer sein dürfte für ein Organ, das der Arzt zum Wachsen bringen will, die gleichen Bedingung en her- Dft^En, wie außerhalb im Bersuchsglase; die Einspritzung von Flüssigkeiten könnte vielleicht eine geringe Wirkung ausüben, jedoch würden natürlich Salzlösungen rasch vorn Körper aufgesogen werden. Sonst wäre diese neue Art der Heilkunst, so märchenhaft sie klingt, em großer Fortschritt. Man denke sich etwa, es Seimige, 6et einem Kranken, dem das Messer des Chirurgen eine !lere hat hevausschneiden müssen, die andere künstlich zum I Wachstum zu bringen, bis sie groß genug ist, die Arbeit I zweier Nieren auszuführen. I
/ Das Gleichgewicht der Fische. Eine Reihe ses- selnoer Versuche über das Gleichgewicht der Fische haben zwei französische Gelehrte im Laboratorium von Roscoff vorgenom- wen, deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht werden. Es ist bisher noch Nicht festgestellt worden, ob die Haltung des Fisches im Wasser die Folge eines statischen oder eines dynamischen Gleichgewichtes ist, d. h. ob .der Fisch sich ellva wie ein Schiff im Wasser anftecht erhält, wobei seine Lage sich mit der eines Radfahrers vergleichen läßt, oder ob er sich nur durch eine stetige Muskelanstrengung im Wasser seine normale Sage bewahrt. Die meisten toten Fische treiben mit dem Bauch nach oben tm Wasser, aber diese Tatsache reicht keineswegs aus, um ein dynamisches Gleichgewicht zu beweisen, weil diese Lage auch aus durch den Tod hervorgebrachte innere Umwandlungen, die Entwicklung von Gasen u. dgl., zurückgeführt werden kann. Die beiden französischen Forscher Alliaud und Vles haben nun eine Ueche von Experimenten vorgenommen, bei denen sie lebende Fl che im Wasser elektrisierten. Dabei zeigte es sich, daß die Fische sofort nach Empfang des Stromes von 180 Grad sich Umdrehten und mit dem Bauch nach oben im Wasser trieben Dm und wieder, wenn die Dichtigkeit des Fisches eilt wenig großer war als die des Wassers, sank das elektrisierte Tier auch langsam in die Tiefe. Sobald der Strom unterbrochen wuroe, nimmt der Fisch sofort feine gewöhnliche Haltung wieder etn. Damit kann der Beweis als erbracht gelten, hast die Fische «tue stete Muskelanstrengung anwenden müssen, um in den Fluten »hre. gewöhnliche Lage zu erhalten. Sobald die Muskeln zu arveuen aufhören, dreht sich der Fisch um und treibt auf dem Rücken ttt dein Wasser.
. * Das größte kleine Kind der Welt. Der ameri- kanische Staat Georgia rühmt ftch voll Stolz, das größte


