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auch näher, um sich den gefährlichen Feind anzuiehen, besten Bitz unfehlbar in kurzer Zeit zum Tode führt. Aber die Schlange war schnell vergessen: einige der Steine waren bei dem „Reuenjer« sprangen, und der metallifche Klang t>errte£ den beiden Goldsuchern, welches Glück ihnen widerfahren ivar. Sechs Monate spater verkauften sie ihren Besitz für 1600000 Frs. „ ,s «
Nicht weniger romantisch ist die Geichichte von der ®*^beäimg der reichen Goldader von L a k e - V a l l e y m Nenmexiko. Im August 1873 galoppierte der Cowboy George Lufkm Kuller einem entflohenen Pferde her, als fein Tier mit einem Fuß m den Bau eines Präriehundes einbrach, stiirzte und den Reiter cuw de Sattel ivars. Ein Sturz aus dem Sattel ist für den Cowboy eine schlimme Demütigung. Lufkins schlechte Laiine wurde naht gebest ei t bürd) die Feststellung, daß der Sattelgurt völlig zerfetzt war. er würde, den Sattel auf dem Rücken, zu Fuß nack) Hause waiidern niüssen, ein Spott für die Genossen und Rivalen. 3n per Oka he ertönte in diesem Augenblick das heisere Bellen em es Prarlehimdes. wütend packte Lufkiu einen Stein, und machte Miene, dies ~uuri= geschoß gegen das Tier zu fchleiidern, das ihn in seinem> -iißg^chicr auch noch zu verhöhnen schien. Aber der Cowboy behielt den Stern in der Hand: er sah, wie goldene Adern darin blitzten, und im Augenblick waren Wut und Zorn vergessen. In einem Anfall von Aerger hatte er die unermeßlich reiche Goldader von ^ate-Salley entdeckt. Der Zufall spielte auch bei der Auffindung der- großen „Placers" von Doivnie Bille seine Rolle: ein französischer Gold- siicher, der Peck gehabt hatte, vertauschte unmutig den Spaten mit dem Jagdgewehr. Eines Tages schießt er auf einen Fasan, fehlt, und die Kugel schlägt in einen Felsen. Aergerltch über den, Fehl- schuß nimmt er unwillkürlich das abgebröckelte Steinstuck in die Hand: es war von zahlreichen Goldadern durchzogen uiid bestand zu einem Drittel aus schwerem Golde.
vermischtes.
fr. Warnm g eh enivir n ich t in H emdsärm eln? ^a, warum gehen iuir eigentlich nicht in Hemdsärmeln?, Heiß dazu ist es, das weiß der Himmel, der durchaus kein Einsehen Hatz chnd in mitleidsloser Bläue erstrahlt. Die Herrenwelt hat viel mehr unter der Hitze zu leiden, als die Damen, denn die Herren stecken in ihren unvermeidlichen Röcken wnd Westen und wissen Nichts besseres zu tun, als den Damen öorzurechnen, wie gut sie es in ihren hellen, leichten Blusen haben, die int Vergleich zu Rock und Weste kaum als Kleidungsstück zu bezeichnen sind. Daß die Amerikaner sich langst über solche Etikettenfragen hinweg- gesetzt haben und im Sommer ohne weiteret auf der Straße in Hemdsärmeln gehen, ist längst bekannt, aber bei uns scheint niemand den Mut zu haben, es uachzumachen, so. angenehm das Ding auch sein müßte. Ein Mitarbeiter der ^Politiken" m Kopenhagen, ivo es gegenwärtig nicht tveniger ivarm ist, als bet uns, macht nun allen Ernstes den Vorschlag, die Herren sollen, anstatt über die Hitze zu klagen, doch das einzige tun, was sich dagegen tun läßt, in Hemdsärmeln gehen. Dabei treten verschiedene Fragen auf: erstens, ist es für einen Herrn überhaupt schicklich, in Hemdsärmeln über die Straße zu gehen, und zweitens, darf er sich in Gesellschaft einer Dame in Hemdsärmeln auf der Straße sehen lassen, ohne gegen die Regeln der guten Sitte zu verstoßen? Aus beide Fragen ist die Antwort im günstigen Sinne zu geben. Warum sollte ein Herr nicht in Hemdsärmeln auf der Straße gehen dürfen, vorausgesetzt, daß seine Hemdsärmel den Anforoe- Wngen der Sauberkeit genügen, und warum sollte er — besonders in der Zeit der Familienbäder — das nicht dürfen, wenn sir mit einer Dame zusammen ist? Es handelt sich uatüjrlich Nur darum, daß er nicht den Eindruck des „Ausgezogenseius" macht, und das ist bei der hemdsärmeligen Bekleidung nicht der Fall. Die Sache hat Nur noch einen Haken, und dieser Haken ist die Weste. Man stelle sich einen Herrn vor, der hemdsärmelig, aber mit Weste, auf der Straße auf einen zukommt. Wenn die Weste gut sitzt und der Farbe nach zu seiner übrigen Kleidung, paßt, kann der Anblick ganz gut sein, sobald er aber an einem Vorbei ist, wird die Kehrseite der Medaille sichtbar, nämlich die Rückseite der Weste, ein Futterstoff, der durch ein Riemenwerk mit Schnalle unterbrochen ist und den ästhetischen Anforderungen nicht genügt. Den Plan, in Hemdsärmeln bei heißem-Sommerwetter zu gehen, braucht man deswegen aber noch nicht fallen zu lassen: der Herr zieht einfach den Rock und die Weste aus! Ein buntes Sporthemd, ein leichter Sportgürtel und dazu eine flatternde Krawatte werden, wenn pie Gestalt zu dieser etwas sportmäßigen Kleidung nicht gar zu sehr in Widerspruch steht, einen sehr guten Eindruck machen. Warum also gehen wir eigentlich nicht in Hemdsärmeln? Weil niemandden Mut hat7 damit anzufangen?
■ft Japanische Badekostn m e. Die neueste Modewelle wird von den französischeli Seebädern her sehr bald auch an unsere Gestade das Badekostüm ans Kimonostosfen herübertragen. Das auffälligste an der neuen Tracht ist natürlich die Wahl des Stosses, der entwender mehr oder weniger geblümt oder sonstwie bunt gemustert ist. Dazu kommt aber auch eine Besonderheit im Schnitt. Diese Kimono-Badekleider gehen hinten bis hoch an den Hals hiiiauf, um Nacken und Schultern vor dem Somienbrand zu schützen,
während sie jedoch die Arme ganz frei lassen; vorne wird die eine Seite über die andere geschlagen, und zwar so, daß die Knöpfe vom Halsansfchnitt im Bogen nach der rechten Seite gehen, von wo sie unterhalb der Brust in gerader Linie noch ein Stück abwärts lausen. Einzelne dieser japanifchen Kostüme zeichnen sich durch die Verwendung des „Obi", des Gürtels, aus, der auf dem Rücken in eine große Schleife gebunden ist; doch ist auch hier und da die Schleife vorne angebracht, was natürlich einen anderen Schnitt des Kimono zur Folge hat, der dann mehr einer Tunika ähnlich sieht, als daß er noch auf den Namen Kimono Anspruch hätte. Zum Schutze der Haare wird als Ergänzung des Kimono-Badekostümes eine gefällige Mütze aus gazeartigem Gummi getragen.
* Der Indizienbeweis der Liebe. Ein schwer zu entidjeibenber Newporter Ehescheiduiigsfall, die Sache Gaylord gegen Gaylord, veranlaßte dieser Tage den die Verhandlung leitenden Richter, vor der Urteilsfällung vom Richterstuhl aus die Hauptgrundsätze, nach denen die Kennzeichen der Liebe zu ermitteln seien, darzutegen. Er begann damit, daß in dem vorliegenden Falle die nachgewiesenen Einzeltatfachen als solche zur Entscheidung schwerlich ausreichten. „Es handelt sich hier um einen Fall," sagte er, „in dem ein gewisses Fräulein Roß, wenn sie spazieren ging, manchmal von einem Pudel, häufiger aber von Herrn Gaylord begleitet war. Ich erbitte mir nun die Aufmerksamkeit des Gerichtshofes nicht so sehr für die einzelnen Symptome, die Herrn Gaylords Beziehungen zu Fräulein Roß kemizeichnen, als solche, als vielmehr für die Gesamtheit dieser Symptome, diese als eine Einheit betrachtet. Die Liebe zu einer Frau zeigt sich an der Geneigtheit des Mannes, um ihretwillen irgend welche Mühen auf sich zu nehmen, ihr kleine Dienste zu leisten, ihre Wohnung auszuschmückeii, ihr Portemonnaie zu füllen und überhaupt für sie alle jenen kleinen Dinge zu tun, die, wer nicht liebt, langweilig, lästig und ärgerlich findet. Herr Gaylord scheint mir nun nicht ein Mami zu sein, der für eine Dame Eßwaren und Spezereien nach Hause trägt, wenn sie ihm nicht lieb und teuer ist. Es war nun auch, wie der Pförtner des Hanfes bezeugt hat, die Hand des Herrn Gaylord, die den Mülleimer Nr. 8 binauSsetzte, damit ihn der Fuhrmann mit» nehmen könnte. Höchstens aber der Bediente, der Ehemann oder der Geliebte einer Dame wird für sie den Mülleimer hniaus- tragen. Nun kann ein Mann ferner mit einer Dame aus die Wohnungssuche gehen, und er braucht noch nicht ihr Geliebter zu fein. Er kann mit dem Hauswirt um die Miete feilschen, und er braucht noch nicht ihr Geliebter zu sein. Er kann von Zeit zu Zeit in ihrer Wohnung angetrosfen werden, und er braucht noch nicht ihr Geliebter zu sein. Er kann seine Möbel bei ihr aufstellen, und er braucht noch nicht ihr Geliebter zu sein. Er kann sich ihr häufig nützlich und angenehm erweisen; ja, er mag sogar für sie den Mülleimer hinaustragen, und er braucht noch nicht ihr Geliebter zu {ein. Er kann allgemein für ihren Galten gelten und braucht doch nicht ihr Geliebter zu sein. Aber wenn diese Umstände und nock) viele andere derselben Art sick) vereinigen, so müssen sie den bloßen Argwohn zur Gewißheit erheben, und der Mann muß von einem Gerichtshof, bei dem nach dem Recht und dem gesunden Verstand entschieden wird, verurteilt werden, falls er nicht unumstößliche Zeugnisse beibringt, um das enge Gewebe aller jener Umstände zu zerstören." Auf dieses rednerische Meisterstück hin wurde natürlich dem Antrag der Fran Gaylord gemäß das Urteil gesprochen.
Ick. Eine Schreibmaschine für Blinde. Nach einem Berichte der „Nature" hat ein Erfinder Namens A. CayzergueS eine Schreibmaschine für Blinde gebaut, die so eingerichtet ist, daß jeder Blinde, der die Braillesche Blindeiifchrist beherrscht, auf ihr schreiben kann. In der Art des Arbeitens unterscheidet sie sich von anderen Schreibmaschinen nicht: burd) Niederdrücken der einzelnen Tasten wird der Typenhebel gegen das Papier geschlagen, das in bekannter Weise auf der Walze des Wagens angebracht ist. Die Schreibmaschine des Herrn Cayzergues schreibt jedoch doppelt, nämlich einmal Blindenschrift, und zwar auf einer Walze, die vorne liegt, gleichzeitig aber in gewöhnlicher Schrift auf einer an der Rückseite liegenden Walze. Es sind Einrichtungen vorhanden, durch die jede der beiden Schriftarten ausgeschaltet werden kann, so daß der Blinde ein Schriftstück mit Blindenschrift, eins in gewöhnlicher Schrift oder beide gleick;zeitig schreiben kann.
Ergänzungsrätftf.
H. .fn.. g k. i. t, . i. fch. a. h. s . äl.. h. n,
A..H . u. .a.l.r F..f..w.nd;
H.. sn.. g l. u. h.. t u.. e. T. ä.. n, , t. i. W.. s. r . e. D.m..t. (Ausl, in nächster Nr.)
Auflösung des GitterWsels in voriger Nummerst RAD
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Redaktion: K. Neurath. — Rotalionsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch« und Steindruckerei, R. Lange, Gieße»


