Ausgabe 
3.8.1911
 
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Neben den M MM W« Somm'K Stift

bezogenen Tomaten stellen sich nach und nach tue Tomaten deu^ scher Gartenkunst ein. Seit vor zwanzig Jahren bte_ Tomate mehr und mehr die deutsche Küche, bis letzt vorläufig nur die em- fache Küche eroberte, haben deutsche Gärtner es angelegen sem lassen, diese Frucht auch hier zu Uehen und zur Reife zu bringen. Wem: die Tomaten so wohlfeil stich, daß V- Kgr 2P-25 Pf^ kostet, so ist die Bereitung von einigem Vorrat an TomatenmuH sehr- zu empfehlen. Denn es hilft die winterliche Küche mit auien Saucen versorgen, und dient als Würze an Reis, -nar karoni, Silppen usw. Die zerschnittenen Früchte werden möglichst ohne Wasser, nur int eigenen Saft unter stetem Rühren zur ver, kocht, der Brei wird durch ein Sieb gestrichen^ nochmals umch Rühren zu recht steifer Masse gekocht und diese m nicht M große weitbaliiae Töpfe oder Glaser gefüllt. Nach dem ttrtairen nver stillt man die Oberfläche mit zerlassener Butter oder zerlanencm sTMnherfeft läßt dies erstarren und bindet die Glaser Mil L.erga mentvapier zu Eine dünne Brühe oder Knochenbrühe. Mit diesem Mus vwkocht und durch in Wasser mit Butter und Salz ausg-- quelltem Reis vervollständigt, gibt z, B. eine treffliche Suppe,

Gurken aibt es in diesem Monat meist in größter elnswahi zu wohlfeilen Preisen. Man hat auch schon ans sogenannten Sckniellkückie" neue saure Gurken, wahrend die Zeit desZ^rn GWÄ *, ® d» Jsrtf 5* AL gurken und Kräutergurken wartet man meist bu> zum --v tember, bis der große Gurkenreichtum EzeMer Gegenden, z.B, des wendischen Spreewalds, sich über^Kand «Mt.

s den vorhandenen Gemüsen gesellt sich der^Kohl. traufer ^irnng , | «euer Rot- und Weißkohl, nach und nam sogar schon.der emge

machte Sauerkohl der zur Zeit der Rebhühner nicht fehlen darf. Wenn es nickst zu trocken ist, Pflegen reichliche Plesferlmge die Küche mit dem fast beliebtesten Pilzegericht, das es gibt, zu ver fnroen Ter August ist auch die Zeit des jungen Geflügel». -1 Weideäans hat schon auf der Stoppelweide etwas Kornenrahrnng gehabt ' Dadurch ist ihr Fleisch bedeutend herzhafter rm Gechsmach oeworden Junge Enten wid Brathühner fehlen nicht, doch sind die Preise im allgemeinen recht hoch, ebenso stir Suppenhühner.

^^gMewist'es wichtig, daß die Glaser und Büchsen von guter WLkMM-M

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UMLWWMHM «ÄgXgsÄÄ In Wasser eingetaucht und über gelindes Feuer gestellt Wr ). I kocht ihn Ä fortwährenLem^en nitt den Hollloffel lPorzellaiilöfsel sind wegen derGefahr desIbwlitternsltrei^ durch^elli^Porzella?sicki? koch? ihn nochmals mchrere Malch aus

Genau ebenso kocht mail Marmelade aus Pfirsichen, Pflaumen, | Kirschen, Brombeeren, Heidelbeeren; man muß ster solchen F cy ten, die mehr Saft hergeben, aber auch,etwas mehr Zucker n h

Neben den vorhandenen Sommerfruchten stellen M nun ersten herbstlichen Früchte ein, allen voran die ausländischen JJit' tonen, sowohl die graugrünliche Netzmelone mit dem.orangegelben Fleisch, als auch die Cantaloup-Melone, deren aromatisches Fleisch leicht an Ananas erinnert, die italienische mit dem dunkeftoten Fleisch und schwarzen Kernen. Da die Melone leicht, gleich der ihr verwandten Gurke, anderes Aroma annimmt, so Wird sie viel fach mit der Zutat von Vanille eiiigemacht.

Die nun in schönster Beschaffenheit reifenden Brombeeren sind leider noch immer astf den Markten, der, großen Städte nur tn kleinen Vorräten vorhanden; aber di^emgen Hausfrauen, denen das Selbstpflücken der köstlichen Fruchte möglich ist, können m Brombeersuppen und -flammeris schwelgen.

Zum Aeudau der Gderrealschule in Gießen.

Der Neubau der Oberrealschule in Gießen Mar in der Stadtverordnetenversammlung vom 27. ^ult der^ Gegen­stand lebhafter Beratungen. Von den beiden Mr Wahl stehenden Entwürfen hatte sich der Kunstausschuß für dm vom Ministerium bearbeiteten Entwurf entschlossen, Watz' rend die Mehrzahl der Stadtverordneten sich für den im Re- naissancestil gehaltenen Plan der Stadt Gießen entschied. Der von der Versammlung gefaßte Beschluß ist endgültig, und der Renaissancebau damit^Uiiwiderrifflich angenommen. Die Ausführungen, die Dr. Ebel im Namen des Klinst LLMM hat, und di° heute fast überall uub». strittene Geltung haben, schienen nn» aber so beachtenswert, daß wir ihn sofort nach der Sitzung um eine ausführliche schriftliche Darlegung seines Standpunktes, baten. Zu späterem Nutzen sei er hier wiedergegeben:

Der von der Majorität empfohlene Entwurf will dem nach Grundriß und Naiimausnutzung, glanzend Qeüingenen Plan eine ^assape neben, die nicht etwa eure selbständige, dem Zwecke an aevaßte Verarbeitung von Renaissancemotiven, foudern lediglich

Strt der hier ausgestellte Grundsatz richtig wäre, dann hätte? die Baumeister, die im Jahre 1586 das Zeughaus bauten, MWßMMZ | ^"^"Diesem Gffetz folgte die Baukunst aller Zeiten bis zur Mitte SAäeö.gsjSg.äss:; S-LH-WMM-T xEKNWs-ML

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wn Alt«!-» und Stmillm.

Don Fleisch oder Wildbret in fluffigem Feit, das d,mn erstwrie, | im 16 und 17. Jahrhundert den Hausfrauen schon geläufig und 1 entspricht ungerähr noch unser» heutigen Vorschriften, wenn «atm- I die Verwendung des damals nuerschwinglich teuren

Zuckers^erst nach und iiach allgemeiner wurde W e »omg inw Jucker war auch Essig als Konservierungsmittel, finhzeitig ve I Xi. bis »Isen »LÄÄÄ berühmten deutschen Sauerkraut, von Gurken und Bohnen.

Dennoch ist durch die moderne Chemie, Nahrungsmittellehre I e» äM'ääS*

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