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S" et Ivvrden.Doch," fuhr er fort,es, ist heute nacht ein rcnder Schüler von Mcßkirch hierher gekommen, Iber weiß Wle Künste und hat miaifches Wunder erlebt, den Nollen wir tomnten lassen und hören, was er dazu sagt." Das gefiel dem Pfaffen und man schickte nach Peter Schneider. Der kam und Mt, als ob er von nichts wüßte, also klagte ihm der Pfaffe seinen Unfall und fragte ihn, ob er ihm helfen könne. Peter Schneider hatte das -Hilfsmittel bei der Hand und versprach dem Geflügel zu helfen; mit den Kapaunen aber, meinte er, werde es, schwerlich geraten. Auf die Bitten des Pfarrers und Auberles, der auch zuredete, unternahm Peter das Geschäft, bedingte sich aber als Lohn vier der besten Kapaunen aus, eine andere Belohnung in Geld verlangte er nicht. Der Pfaffe willigte ein. Und nachi- dcin sich die beiden entfernt hatten, machte Peter sein Gaukel­spiel, bis die Kapaunen und das andere Geflügel alles wieder zu sich kam. Sobald die Hähne munter wurden, fingen sie an zu krähen. Ta gewann der Pfaffe seine gute Hoffnung wieder, er konnte sich nicht mehr länger halten und lief zum Hühnerhaus. Und fand, daß alles Geflügel wieder lebendig geworden war, Peter Schneider aber hatte sich seines Versprechens entledigt Nnd nahm vier Kapaunen, nicht die besten, so das; der Pfaffe sehr zufrieden war. Tie Kapaunen wurden bei Auberle Stösfle verzecht und der Pfaffe samt anderen guten Gesellen dazu geladen; der war mit ihnen güten Mutes und erzählte jedermann von der großen Kunst und Erfahrung des, fahrenden Schülers von Mcßkirch.

Man erzählt auch eine Geschichte, die dem Graf Ulrich von Württemberg mit einem Edelmann von Leutersheim begegnete., Dieser von Leutersheim hatte ein überaus schönes Weib, von Hessen Schönheit viel gerühmt und geredet wurde; und wie nun einmal der von Leutersheim gen Stuttgart kam, da bat ihn der Graf, ihn seine Frau, dieweil ihre Schönheit so gerühmt wurde, einmal sehen zu lassen. Run war der Leutersheimer ein eifersüchtiger Mann, aber er konnte die Bitte dem Grafen anstandshalber doch nicht abfchlagen und nannte ihm also einen Tag, an dem er kommen solle. Zu diesem Termin erschien Graf Ulrich mit wenigen Dienern, fanden aber das, Tor undj die Brücke gesperrt, worüber sie sich sehr wunderten. Ta kam der von Leutersheim mit seiner Frau auf die Zinne und rief dem Grafen zu:Herr, das ist meine Hausfrau, seht sie Euch tot! So sieht sie von vorn aus," drehte sie herum und.sagte,: Und so von hinten! Run habt ihr sie gesehen und mögt weiter- zieh.en, ich laß Euch nicht herein!" Also mußte der gute Graf Ulrich wieder abziehen: und obwohl der von Leutersheim dem Grafen im Land saß, so ist ihm doch aus der Geschichte weiter kein Verdruß erwachsen.

Dieser Graf Ulrich von Württemberg iunr ein tugendhafter weiser Herr. Viele Jahre später hat man nach ihm Herzog Ulrich von Württemberg seinen Namen gegeben, als er gefirmt wurde; er hieß nämlich zuerst Heinrich.. Man hat den Namen deshalb geändert, weil man hoffte, er werde mit dem Namen auch des alten Herrn tugendsanies Wesen annchmeu. Ob das geschehen ist, das haben hernach seine Tateir genugsam gezeigt. Darum erzählte man auch den Schwank van ihm: als er um- gctaust wurde, soll er bei seinen jungen Freunden im Gemach hernmgesprungen sein und gesagt haben:Noch heiß ich dennoch Heinz!"

Um die Zeit als in Jgelswies die Kapelle gebaut wurde, ton rin Almosensammler, namens Herr Martin Vischer, im Auftrag der Mönche von St. Bernhard inö Schtvabculand und schließlich auch nach Metzkirch; er reifte mit einer Reliquie, Ivie das damals so gebräuchlich war. Wie er nun einmal des Abends mit seinen Freunden, einer vollen Rotte, gezecht hatte, stahlen sie ihm die Reliquie aus. dem Sack nnd steckten dafür Heu hinein. Anr andern Morgen predigte der Pfaffe und nach geschehener Ermahnung au das Volk um Almosen zog er das Heu vjUs dem Sack; nnd obwohl er nicht wenig erschreck, so faßte er sich doch gleich und sagte, es sei das Heu, das unseres Herr g o t t 's Esel a m P a l m s o n u t a g g e f r e s s en habe. Darüber entstand ein großes Gelächter in der Kirche.

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Zu unfern Zeiten und vor luenigen Jahren ist auch ein solches Gespenst gen Sachseuheim zu den Edellcuteu des Namens gekommen. Das blieb etliche Jahre bei ihnen und nannte sich Entenwick; er redete auch, aber nur mit einer Vogel stimme und sagte, er sei einer von bett verstoßenen Engeln im Himmel, habe sich aber nicht so schwer wie die andern versündigt itttb hasse daher, noch zu Gnaden zu tonnten und nicht ewiglich verloren zu sein. Er gab mancherlei Bericht davon, tvo er die Zeit über seit seiner Verstoßung gewesen, unter anderem, daß er tausend Jahre in einem kleinen Röhrlein int Moos gesessen und auf eine Gelegenheit, von dannen zu kommen, gewartet habe. Als er von den Edellcuten und besonders von Bernhard von Sachseuheim, dessen guter Freund er war, gefragt wurde, lute er nach Sachseuheim gekommen sei, antwortete er, er, Bernhard, habe einen reisigen Diener zu Köln gehabt, der neulich heim-- relfte; mit dem sei et heraufgekommen und immer hinter ihm Äiif dem Roß gesessen. Alle Dienste und >vas. im Schloß zu

tun wär, das verrichtete er ganz williglich, wenn cs ihm be­fohlen wurde. Er leuchtete den Leuten mit Lichtern, brachte Kartenspiele und andere Tinge, was matt ihn hieß. Aber keiner hat ihn je greifen können. Sobald er in ein Gemach kam, fing er au zu reden; wenn er aber auch stillschwieg, tnertol man doch, daß er da war, denn es wollte jedem, der in den Kammer war, der iAt'cm etwas kürzer werden. Alle Gebete, die man ihm vorsprach, sagte er nach, auch bett Glauben und das Vaterunser; nur bei den Wortenund führ' uns nicht in böse Versuchung, sondern erlöse uns von allem liebel" schwieg er und wollte sie nicht nachsagen.

Eines Tages lag der Bernhard von Sachseuheim auf feinem Bett und dachte seinen Geschäften nach, lind ime er bett Geist merkte, fragte er ihn, ob er btt sei. Der legte sich neben ihm aufs Bert und gab ihm Rede itttb Antwort. Nach einem langen Gespräch nun bat .ihn der Ebelmann, er möge ihn seine wahrq Gestalt scheit lassen. Das schlug ihm der Entenwick ab mit dem Vermelden, er wolle ihn mit seinem ungestalten, gräßlichen, schrecklichen Aussehen nicht bekümmern. Weil er aber auf seinem Begehren bestand, so sagte der Entenwick:Wohlan, sch will deiner schonen und doch etwas von mir sehen lassen, damit btt siehst, daß ich dir gern willfahre; ich zweifle aber gar nichts du wirst sein fürderhin nicht mehr begehren." Dantit streckte er seinen Arm aus den Kissen hervor, wie dem Edelmann schien. Der war mit langen Spitzen am Ellenbogen und überall vcrun- staltet, die Finger an der Hand ivarett auch ganz spitzig und greulich, die Farbe aber so schrecklich mit Blutfarbe und gelben Sprenkeln vermischt, daß ich von dem Edelmann selbst hörte, er habe einen gräßlicheren Anblick sein Lebtag nie gehabt. Der Geist sagte:Wohlan, ich habe dir es vorausgesagt, denn ich wußte wohl, welche Unlust btt an meiner Gestalt haben mürbe ft; darum laß mich künftig mit dergleichen Begehren zufrieden undj Unbekümmert." Der Entenwick sagte auch, so lauge er zu Sachsen- heim sei, tuerbc das Geschlecht tut Ehren und Gut nimmer zerrinnen, und die Wahrheit zu sagen, ist es dem von Sachseuheim auch immer wohl und glücklich gegangen, er hat hübsche Kinder gehabt, iinb auch an zeitlichem Gut sehr zugcnommen. Und obwohl nun der Geist schon etliche Jahre im Schloß war, so beleidigte er doch wahrend der Zeit itientanb, sondern bewies immer seine Dienstbarkeit; freilich Ivar bett Leuten nicht recht geheuer dabei, Tie Freunde des von Sachseuheim rieten ihm oft, er solle das! Gespenst vertreiben, denn cs könne ihm zuletzt der ganze Handel übel ausschlagen. Darum berief er schließlich seine Verwandtem und Freunde zusammen Nnd fragte sie um ihren Rat. Die haben einstimmig gegen bett guten Entenwick beschlossen. Der wir Sachscuhmn jolgte ihnen und ließ ihn, sehr gegen seinen Wilken/ beschwören nnd verbannen. Bei seinem Abschied aber verkündete der den Niedergang des Hauses itttb Geschlechts Sachseuheim!, Bald darauf brannte das Schloß bis auf beit Grund nieder und! dafür gab jedermann dein Entenwick die Schuld. Gott weiß den Grund. Man hat später nichts mehr gehört und weiß nicht, wo, er hingelommen ist.

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Der Doktor, der vielmals von Rottweil zu der Gräfin gen Seedorf kam, war erst vor wenigen Jahren von Heidelberg herauf-, gezogen. Seinem Weiblc gefiel das Waschen gar nicht, wie es in Rottweil Sitte war. Sondern wie sie dort in der Au waschen, auf etlichen Brettern oder Brücken int Neckar, stellte sich die Doktorin zu ihnen auf ein Brett-und sagte:Also wäscht man zu Heidelberg." Dabei lockerte sich aber das Brett und sie fiel in den Neckar zum großen Gelächter aller Zuschauer. Die Wcibcp wateten zu ihr ins Wasser itttb zogen sie samt ihrem weißen neuen Nnterpelz micber heraus. Sie wollte hernach nicht wieder waschen nach Heidelbergischer Art, denn sonst hätte sie jedesmal einen« neuen Pelz haben müssen; den hätte ihr vielleicht der Toktorj nicht gelaust.

Ungefähr ein Jahr, ehe der Fürstenkricg begann, lud Herzog Hans von Simmern, der vorher etliche Jahre Kammcrrichter! gewesen war, Graf Wilhelm Werner zu sich, und weil er ihn als einen guten Historiker itttb besonderen Liebhaber der Anti­quitäten kannte, so führte er ihn spazieren auf das Schloß Bolanden, am Donnersberg, Monis Jovis, gelegen, und in die umgelegen en; Klösterle, die gleichwohl jetzt auch mehrteils verschluckt, und durch sind. Er nahm ihn dann mit gen Simmern und geleitete ihn über den Huudsrück hinab an die Mosel, damit er die beiden Grafschaften Sponheim sehe und an den Schlössern und mächtigen Gebäuden die Herrlichkeit dieser vornehmen Grafen erkennen könne. Sie t mit en auch nach Trier, um die An tiquitäten mt Gebäuden und anderem zu besichtigen, wie den» fürwahr Trier eine «tnbt ist, dergleichen an Alter und ältesten BandeulMalcn in ganz Europa keine gefunden wird. Uttb ist manchem schimpflich zn hören, daß wir Deutsche die fremden Gebäude und S-b te loben, auch ob ihrem Alter und ihren Sehenswurbig- Ti'iten uns verwundern und wissen von den unfern, die doch die andern weit übertreffen, nichts zu sagen, haben sie nie gcfehcni- Itnb achten auch ihrer nicht. Dieser Herzog war dem Grafen besonders' gnädig, und wenn er es noch erlebt hätte, daN die Kurwürde an ihn gefallen, wie sie dann später sein ältester wohn, Herzog Friedrich, erhielt, so würde er ihm ohne Zweiiel in allen Gnaden gewogen gewesen fein..