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KN dem" -öskSr Spiel ntache. Gestalten See mit, Jlinue t.MfiiintJ eitle recht gute Nacht 51t wünschen.' Damit ll" len
eilte gemeinsame Verbeugung und schritt zur ^Kr Henaus.
„Nun, dann werden Sie uns doch wenigstens sicherlich mir to(n-er (Gesellschalt beehren," wandte sich Holmes all Herrn Ai onl- tvn. Es ist mir jedesmal eine Freude, wemr ich einen Ange^>rtgm des große» freien Staates treffe, der unter seinem Sternen- und Streifenbanner der ganzen Welt auf der Balm der Fr^rchit und des Fortschrittes so herrlich voranleuchtet!
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,Das war einmal ein interessanter Fall," bemerkte Holmes, pls unsere Gäste uns verlassen hatten, „man konnte daran recht deutlich sehen, wie einfach sich oft die Dinge aufklaren, die einem auf den ersten Blick ganz rätselhaft vorkommen, Wie ttar und Natürlich entwickelte sich in der Erzählung der imtgc« Frau em Ereignis ans deut anderen, und lvie verblüffend kam einem dte ganze Angelegenheit vor, wenn man sie zum Beispiel mit den Klugen des Herrn Lcstrade von der Geheimpolizei ans ah!
„So warst du selbst gar nicht auf einer falschen Fährte?"
„Von Anbeginn stand mir zweierlei Kar vor Augen, einmal, daß die Braut der Hochzeit ganz freudig entgegenging und sodann, daß sie wenige Minuten nach der Rückkehr ans der Kirche anderen Sinnes würde. Offenbar Ivar demnach im Laufe des Vormittags etwas vorgefallen, das diese Wirkung hervorbrachte. Was konnte es sein? Gesprochen hatte sie außerhalb des Hauses mit niemand, da sie ihrem Bräutigam nicht von der Seite gegangen war. Hatte sic aber jemand gesehen, so nmßte dies remand au» Amerika gewesen sein, denn während ihres kurzen Aufenthaltes hier zu Lande hatte keiner so viel Einfluß auf sie gewinnen können, daß, fern bloßer Anblick eine völlige Sinnesänderung 6et ihr bewirkte. Du siehst, durch Ausschließung anderwetter Mögltchketten sind wtr bereits zu der lteberzengung gelangt, daß sie wohl jemand au» Amerika werde gesehen haben. Wer konnte Nwhl dieser ^inerikaner sein, der eine solche Macht über sie besaß? Vielleicht ein Liebhaber, möglicherweise aber auch ein Gatte. Daß ste thre^mgend- jahre in wilden Gegenden itnb unter eigentüinltckpn Verhalttttssen verlebt hatte, war mir ja bekannt So weit war tch bererts gelangt, ehe ich das erste Wort aus Lord St. Stmvns, Munde oer- !nahnr. Als dieser dann von dem Zuschauer vont tu der ersten Wank -und von der Beräitderung erzählte, die nachher ^plötzlich mit der Brant vor sich ging, wie sie ihr Botckett vor den fremden hinfallen ließ, zu dein höchst durchttchttgen Zwecke, sich dabet von demselben einen Zettel zustecken zu lassen, rote sie sich dann nut ihrer Vertrauten besprach und dabei dte sehr bezeichnende An- heutnng von „ins Gehege kommen" fallen lieg, 'was tu dem Gold- qräber-Rotwelsch so viel bedeutet, als Besitzchon etwas ergreifen, worauf einem anderen ältere Ansprüche zu stehen • so war die mauze Sachlage völlig klar. Sie mußte mit entern Manne auf Iund davongegangen sein und zwar entweder mit einem Liebhaber oder mit einem Gatten, ivobei übrigens dte größere Wahrscheinlichkeit für letzteres sprach." . „„
„Aber wie in aller Welt hast du die beiden «ufgefunden?
„Das wäre freilich schwierig gewesen, allein Freund Lestrade hielt Anhaltspunkte hierfltr in Händen, von deren Wert er selbst feine Ahnung hatte. Die Anfangsbuchstaben waren natürlich von höchster Wichtigkeit, aber noch viel wertvoller war der Nachweis, daß der Gesuchte im Lauf der letzten Woche sich tit einem her ersten Gasthöfe Londons seine Rechnung hatte ausstellen lassen.
Was brachte dich darauf, daß es einer der ersten Gasthofe sein müsse?"
„Die ausgesucht hohen Preise. Acht Schilling für ein Bett Mb acht Pence für ein Glas Sherry wiesen auf einen bet allcr- feuersten Gasthöfe hin. Es gibt nicht viele hier, dte ihre Preise in so unvernünftigem Maße schrauben. Schon in dem Swetten Gasthof, in der Rorthumberland-Avenue ersah ich aus dem Buch, daß ein Herr Francis H. Moulton aus Amerika erst am Tage vorher ausgezogen war, und bei Durchsicht der auf seinen Namen eingetragenen Posten entdeckte ich wörtlich diejenigen, worüber er Rechnung erhalten hatte. Etwaige stir ihn eiutrestende Briefe sollten ihm nach 226 Gordon-Sqnare nachgesandt werden. So fuhr ich dahin und hatte das Glück, das liebende Paar zu Haufe zu treffen. Ich erlaubte mir, ihnen einige väterliche Ratschläge M erteilen und ihnen klar zu machen, daß sie in jeder Beziehung Vesser tun wurden, sich sowohl vor der Welt als insbesondere gegen Lord St. Simon über das Verhältnis, in dem sie zueinander; stehen, so deutlich wie irgend möglich auszusprechen. Ich machte tonen den Vorschlag, hier mit dem Lord zusammenzutreften, und, wie du gesehen hast, sind sie darauf eingegangeu." ,
„Damit haben sie aber nicht viel erreicht," bemerkte /ich. s/Seilt Verhalten war kein sehr liebenswürdiges."
„Ach, Watson," erwiderte Holmes heiter, „du wärest auch vielleicht nicht gerade besonders liebenswürdig, wenn du , dich wach all ben Mühen und Sorgen des Brautstandes mit einem Schlage um Gattin und Vermögen betrogen sehen müßtest, ßrfj Meine, wir haben allen Grund, Lord St. Simon recht milde zu beurteilen nist» unserem Glücksstern zu danken, daß wir voraussichtlich niemals in eine ähnliche Lage geraten werden. Komm, setze dich hierher zum Feuer und reiche mir meine Violine, wir haben
ja jetzt Nur Noch das eine Problem zu lösen, wie wir uns diese :fnfieren Herbstabende aus möglichst angenehme Weise vertreKÄ wollen." ______
Dertnifcbk».
* Der Wert der Männer schönheit. Endlich ist das Vorurteil, daß nur die Frauenschönheit ihren Wert hat/ beseitigt. Pariser Richter haben entschieden, daß auch für das männliche Geschlecht die Schönheit ein kostbärer Schatz ist. Bei einem Wagenuniall hatte ein Knabe eilte Gsichtsverletznng davon- netragen, deren Folge es sein wird, daß er sein ganzes Leben lang zwei deutlich sichtbare Narben an der Nase tragen muß/ die ihn nicht wenig entstellen werden. Der Anwalt der w klagten Partei wollte zwar Nachweisen, daß für den Mann ixte Schönheit ohne praktischen Wert fei, aber die Richter waren anderer Ansickt, sic gestanden auch dem Manne den Altspruch und das Recht auf die Schönheit zu, und der Knabe erhalt fnv die Entstellung seines Antlitzes einen Schadenersatz von 2000 Frs, Nicht allzuviel, doch immerhin genug, um der Entscheidung prinzipielle Bedeutung zu gewähren. ,
* Rabeneltern. (Eine Ehrenrettung-. Im sogenannte» Jahrhundert des Kindes, das uns sogar einen Verein M Kinderschuh gebracht hat, liest man mehr als sonst das böse Wort „Rabeneltern". Um es gleich zm sagen: das Wort ist für den wirklichen Rabenvater und die echte Rabenmutter eine Verleumdung und Ehrabschneiberei schlimmster Art, und der a-eut>che Sprachverein hofft, sich den Dank des Tierschutzvereins zu ver- dienen, wenn er hier versucht, den Raben weiß zu wa>chen. U». gab eine Zjeit, wo dieser Vogel das höchste Ansehen genoß., Als Tier des Schlachtfeldes gehörte er zur nächsten Umgebung des höchsten Gottes (Wodan, Odin), der zugleich Schlachtengott war. Die Nvrdgermanen dachten sich Odtn mit einem Raben auf jeder Schulter, und so hat er noch heute in linieren Namen (Wolfram, aus Wolfhrabau, Bertram u. a.) einen Ehrenplatz. Natürlich tat ihn nach der Bekehrung der Germaiien zum Ehnsten- tum die Geistlichkeit, weil er zum heidnischen Glauben gehörte- in Acht und Bann, und es ist nicht ausgeschlossen daß damals die Geistlichen jene böse Mär erfunden haben, daß die Ramm, bei allzu reichlichem Kindersegen einen Teil ihrer Sproyltuge kurzerhand aus dein Neste an die Lust beorderte«. Da» emW unter vielen anderen Fabeleien die älteste deutiche Naturgeschlchte Von Kotirad von Megenberg (1350). Rollenhagen m seinem ,ycoW meuseler (1595) berichtet sogar, daß sic ihre Kinder int Rests zerreißen. Ein Unglück kommt selten allein. Da der Rabe in der Nähe des Galgens ständiger Gast war, so 'nannte mau den gemauerten Richtplatz Rabenstein, einen Menschen, den man gern am Galgen baumeln gesehen hätte, Rabenmann, Rabeututwr, Rabenaas, die Weiber Rabenstück, Rabenhaut, Rabenbrateu usw. So wurde schließlich Raben ganz allgemein zur Verwünschung, zu. einer Art Fluch, wie heute noch der Steiermärker rabenfalsth, raben-. sauer, rabenzähe usw. sagt. Neben jener Wen naturwisienlchaft- lichen Meinung begünstigte also auch der Sprachgebrauch das Entstehen der Worte Rabenvater, Rabenmutter, Rabeneltern. Dem gegenüber erzählte vor einigen Jahren tn bet „Straßburger Post ein Forstmann ein Beispiel rührendster Anfopferung einer Rabenmutter für ihre Kleinen uiid wies auf das Unrecht hin, das man beit Rabeneltern tue. Auch in Brehms Tierleben liest man, daß „alle Raben, dem verleumderischen Sprichvore zum Trotze, als die treuesten Eltern bezeichnet werden dürften." Warum vertvendet man nicht lieber, um lieblose Eltern zu bezeichnen, den Kuckuck? Das Kuckncksweibcheit sicht ja ledes remde Nest als Findelhaus an, legt seine Eier hinein und kümmert sich nicht mehr darum,
Artthmogriph.
1 5 3 4 9 8 7 berühmter Badeort.
2 7 1 5 10 7 ein Königreich.
3 5 4 2 9 7 ein Planet.
4 5 7 7 9 ein Baum.
5 2 1 2 3 4 männlicher Vorname.
6 9 7 2 3 eine Göttin.
7 8 5 1 5 10 5 Strom in Nordamerika.
8 10 5 7 asiatisches Hochland.
9 8 3 11 9 8 4 eine Erdperwde.
10 9 8 3 ausländische Getreideart.
8 7 3 4 9 10 Fluß int Norden Deutschlands.
4 8 1 9 10 ein Raubtier.
11 9 8 3 8 1 ein Singvogel.
Die Anfangsbuchstaben der gefuiidenen Wörter ergeben der Reihe nach von oben nach unten gelesen den Namen eines Jugendschriststellers. (Auflösung in der nächsten Nummer).
Auflöfuug des magischen Dreiecks in voriger Nummexr GEORG EULE OLM R E G
Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brübl'icken Universitäts-Buch- und Steiudruckereh R. Lange, Gieße»
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