Ausgabe 
21.9.1907
 
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Auf-der eigenen Spur.

Kriminalroman von Otto Hoecker-

(Nachdruck verboten.)

(Fortsetzung.)

3- Kapitel.

Kaum feine Stunde spater befand sich Rat Hansemann in Be­gleitung seiner beiden Detektivs und des Schutzmanns Rokohl, welcher in der verflossenen Nacht Wachtdienst auf dem Potsdamer Platz verrichtete, wieder unterwegs. Diesmal galt die Droschken­fahrt dem fernen Norden von Berlin-

Ter von dem Rat an die Reviere gesandte Sammelruf hatte seine Wirkung nicht verfehlt- Rokohl hatte die von ihm gemachten Wahrnehmungen gemeldet und war unverzüglich nach dem Poli­zeipräsidium beschieden und dort von dem Rat eingehend ver­nommen worden- Daraufhin hatte der letztere die sofortige Fahrt nach der Wohnung des Fnhrhcrrn Gottlieb Knake angcordnet-

Unterwegs ließ sich Hansemann von dem Schutzmann noch­mals eingehend Bericht erstatten; dabei wurden seine beweglichen Mienen zusehends vergnüglicher-Würden Sie den Betrunkenen von heute nacht wiedererkennen?" fragte er gespannt-

Zuversichtlich, Herr Rat," versetzte Rokohl-Ich habe ihm genau genug ins Gesicht sehen müssen- Es war ein unangenehmes Stück Arbeit- Ter Mann roch entsetzlich nach Alkohol, sozusagen nach Schnaps, Herr Rat- Das wunderte mich, zumal er so fein an- gezogen war- Solche Herten trinken doch lieber Champagner oder sonst was... ist denn eigentlich was nick; richtig?" erkundigte er sich respektvoll.Ich hatte heute nacht schon so'n Gefühl, als ob die Sache nich ganz stimmte."

Inwiefern denn?" erkundigte sich Hansemann-

Na, mit dem Begleiter- Tas ging kurios zu, Herr Rat. Unsereiner erlebt doch viel- Aber ich wurde aus der Geschichte nicht recht klug."

Vorhin im Bureau sagten Sic mir doch, der Begleiter habe ebenfalls einen sehr respektablen Eindruck gemacht? Er war ebenfalls im Gesellschaftsanzug, nicht wahr?"

Gewiß, Herr Rat, aber," der Schutzmann stockte; er schien verlegen und nicht recht zu wissen, wie er fortfahren sollte- Ich weiß nicht, ob's auch beidemal derselbe war."

Nanu?" Hansemann schaute kopfschüttelnd auf-Was sagen Sie dazu, Walden?"

Ter ihm gegenübcrsitzende Detektiv, welcher bisher zerstreut durch das Wagenfenster auf die Straße geschaut hatte, fuhr nervös auf.Ich?" Er lächelte matt.Ter Schutzmann täuscht sich wohl," gab er leiser, als es sonst in seiner Art lag, zurück- Er machte mir gegenüber vorhin schon solch eine Andeutung. Er fragte mich nämlich, ob ich heute morgen nicht auf dem Pots­damer Platz gewesen sei, weil ich einen modefarbenen Ueberrock trage-"

Hansemann stimmte in sein kurzes Auflachen ein-Na, seien Sie so gut, Rokohl, Sie wollen mir doch nicht meinen zuver­lässigsten Detektiv in die Tinte reiten?" scherzte er-

Ter Schutzmann war rot geworden.Ich das h^ißt stotterte er und schaute verwirrt auf den neben ihm Sitzenden-

Der Herr hier 'sicht wirklich ähnlich aus - . . bis auf den Bart, der fehlt freilich - . . und er spricht auch nicht so geziert. Mer mit dem Paletot, das stimmt allemal-"

Ja, cs ist ein Kreuz mit diesen hellen Ueberröcken^ jeder­mann trägt sie. Ich habe selbst so'n Instrument im Schrank hängen-" Tcr Rat wurde wieder ernst.Mit anderen Worten also, sstokohl Sie haben sich den Mann ziemlich genau betrachtet, er hat ein schneidiges Aeußere, etwa wie 'n Offizier in Zivil?"

Genau so," bestätigte der Schutzmann nachdenklich.Nur schien er mir das zweitemal kleiner zu sein - . . und dann mit dem Bart, das stimmte auch nicht. Es fiel mir gleich auf, aber ich dachte mir nichts dabei- Erst später bei ruhigem Nachdenken Hütte ich darauf schwören mögen, daß der Begleiter das erstemal einen Schnurrbart getragen hat und dann plötzlich einen Vollbart."

Ich glaube. Sie täuschen sich," warf Walden ein-Sie sagen selbst, der Mann hat den Paletotkragen aufgeschlagen ge­habt; vielleicht trug er darunter ein Tuch, das sich im Tnnkel wie ein Bart ausnahm-"

wird es auch sein," meinte Hansemann, der sich in­zwischen aus dem Wagenschlag gebeugt und dem Kutscher die Wei­sung erteilt hatte, zunächst nach dem Leichenschauhaus zu fahren.Es kam Ihnen so vor, als sei der Begleiter nüchtern gewesen, Rokohl?" fragte er weiter-

Vollständig nüchtern, Herr Rat- Ich schaute ihm nach, wie er fortlief, da ging er schnurgerade. Ich sah ihn noch bei der Bahnhofsrampe, da stand er still - . . mit noch einem anderen. Gerade unter einer Laterne standen sie- Mir gings ganz dumm durch den Sinn, als sei's zweimal derselbe Mensch."

Tas macht die Dunkelheit," warf Hansemann ein-Wie er nun zurückkehrte, wußten Sie nicht recht, was von ihm halten-; Kam er denn gleich wieder zurück?"

Darüber mögen zehn Minuten vergangen sein, eher noch mehr- Es war eine Schandarbeit mit dem Betrunkenen. Er schlug tote wütend um sich- Ich bin gewiß ein kräftiger Mensch, doch ich konnte mit ihm nicht allein fertig werden- Auch als der Kutscher mir schließlich auf mein Geheiß beisprang, hatten wir noch einige Minuten zu schieben, bis wir den Mann endlich in der Droschke hatten-"

Und dann kam der Begleiter wieder?"

Wenn cr's wirklich war, Hwr Rat. Er wußte freilich gut Bescheid, was vorher sich begeben hatte, jedoch "

Tie Sache erschien Ihnen hinterher nicht ganz koscher, fiel Hansemann ein-Wie lange hatten L>ie denn diesen mysteriösen Begleiter zuerst gesehen?"

Tas spielte sich sehr rasch ab- Vielleicht kaum eine Mr- "ENun, dann dürften Sie zu eingehender Beobachtung kaunk Zeit gefunden haben,, zumal Sie Ihre Aufmerksamkeit dem Trunkene« zuwenden mußten," warf Walden mit spöttischer Be­tonung ein-Wo in aller Welt sollte auch im Handumdrehen ein Doppelgänger auftauchen- Das bilden Sie sich wohl nur ein."

Es ist jedenfalls im höchsten Grade unwahrscheinlich," be­stätigte auch der Rat- Er achtete nicht auf die hartnäckige Miene