Ausgabe 
16.2.1907
 
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«edaltion- Ernst v-b.- Rotationsdruck unh Verlas der Brübl'tchen UnwersitätS-Buck. »»» St-tndruckeret. R. Lange. <M*.

Literatur.

Von der Erdatmosphäre zu in H i mm e (sra u m von Pros. Dr. Wilhelm Fv er st er (Hermann Hilger Verlag, Berlin W. 9). Der Verfasser, früherer Direktor der Berliner Sternwarte, berichtet eingehend in leicht fasslicher Weise über die höchsten Wolkengebilde, über die Sternschnuppen und Meteore, über die Polarlichter und das Zodiakallicht, sowie über die Ein­wirkung der Sonnenstrahlungen und der stofflichen Erfüllung des Himmelsraumes auf die Uebergangszustande derAtmosphare in den Himmelsranm, dmrch welchen die Erde Mit so großer Ee- Geschwindigke.it hindurchwaudert. Von den Polarliusterii werden einige bet' neuesten und eindrucksvollsten Abbildungen gegeben, welche der Verfasser einem der verdientesten Forscher auf diel em Gebiete, Professor Paulsen in Kopenhagen, verdankt. Es ist wohl das erste Mal, dass sich ein so bekannter Gelehrter über dle,e Materie an das große Publikum wendet und dadurch ziir -W klärung wesentlich beitrügt.

LWuigspromettade.

(Nachdruck verboten.)

Mau darf die einzelnen Wörter und Silben mir in der^ Weise mit einander verbinden, daß man wie der König aru dem Schach» tzrelt stets von einen» Feld aus nut ein benachbartes übergeht.

scheinbar und undankbar die Aufgabe des Redakteurs der Ladaker Neuigkeiten ist, sie leistet eine wichtige Hilfe zur Volksrrziehung in ^Amerikanisches. Wir such noch weit von amerika- uischeu Verhältnissen entfernt. Ein Land derunbegrenzten Möglichkeiten" ist Deutschlands noch Nicht Hie und da aber mehren sich die Anzeichen, die einen Vergleich unseres Vaterlandes mit Amerika nicht unbegründet erscheinen lassen. Am sinn- fälligsten tritt uns das bei Betrachtung unserer Preße und un­serer periodischen Literatur entgegen. Schlagt Frankreich mm auch in der Produktion auf dem Büchermarkt im letzten ^ahre wurden jenseits der Vogesen zum Beispiel nicht weniger a.s 4090 neue Dramen gedruckt oder aufgeführt so smo wir, wohl allen unseren Nachbarn, höchstens England ausgenommen, m der Tagespreise und den Wochen- und Monatsschriften über.. Hier regt sich amerikanischer Geist. Vor uns liegtArena , die von Rudolf Presber herausgegeben wird, und man erstaunt beim Durchblättern des Heftes immer wieder, wie für deii geringen Preis so viel qeboten werden kann. Der Verlag rechnete offenbar damit, daß allmählich auch für das deutsche Publikum die Zeit gekommen sei, sich für diese reichhaltigen Magazme, wie sie Englaiid und Amerika schon lange bevorzirgen, zu interessieren. Wir erwähnen aus dem Inhalt des J-ebrnarheftes nur das Hervorstechendste. Die kulturhistorische Bildersene:Der Tanz dura) die Jahr­hunderte", Felix Poppenberg's ArtikelFestes galantes , der die intime Kunst der Miniaturen behandelt, Dr Magnus Hirschfelds sehr interessante Darstellung sexueller Zwischenstufen, die er als .männliche Francn" bezeichnet und du» Meeresphotogra- phien, zu denen Adolf Heilborn einen Text m Poettsc^r Prosa geschrieben hat. Georg-Busse-Palma gibt eine Nachdlchmng chine- sisckMr Poesien und Georg Ruselcr, ein Oloenburger Poet, zeigt durch sein Baueril-Märchen, daß er durch barocken Humor die Erinnerung an Hans Sachsens Schwänke heranfzube,chivoren ver­mag Literarischen Kreisen iuerben die intimen Errnuerungen an seinen Vater, die der Sohu Berthold Auerbach's in dem Hefte ver­öffentlicht, willkvnnnen sein.

In neuerer Zett wurde nun durch die Versuche der Firma j Krupp, Dauerbrandlampeu dtadnrch herzustellen, daß man die | Kvhleii mit Natriumwolsramat tränkte, die Aufmerksamkeit der Ingenieure und Erfinder dirauj gelenkt, überhaupt einmal nicht reine, sondern mit allen möglichen Stoffen vermischte Kvylen zu versuchen. Besonderes Glück hierin hatte der Ingenieur Bremer. Die nach ihm beiiannten Bremerlampen haben Kohlen, die mit Fluvrealeium getränkt sind. Das Licht der beim Durchgang bes Stromes entwickelten Salzdämpfe addiert sich hierbei rn sehr ! merkbarem Maße zu dem Leuchten der Kvhlenspitzen Dazu kommt noch, daß darüber ein Reflektor befestigt ist, auf dem sich aus den Dämpfen Calciumoxyd niederschlägt, das rni Gluhstaiide ein außerordentlich Helles weißes Licht aus strahlt.. Em weiterer I Vorteil der Bremerlampen besteht darin,, daß die Kohlenstabe, ! um keinen Schatten zu wcrfeu, nicht wie gewöhnlich smtrecht j übereinander, sondern wie die Stäbe einer römischen V an- I gebracht sind. Ein kleiner Elektromagnet zieht den Lichtbogen U°C1)UnttCTfarbige Lampen, sog. Flammenbogen- oder, Jntensiv- lamven zu erhalten, verwendet Bremer Effektwhlen, die mit, den verschiedenen Fluorsalzen, auch wohl mit Bariumoxyd, Strontium- oxyd u. s. w. getränkt sind, die Zusammensetzung ist im einzelnen I Fabrikgeheimnis; doch ist ja aus der Spertralanalyse bekannt, | wohl auch vielfach bei bengalischen Flammen und anderen H-euer- j werkskörpern angewandt, daß Stwntiumfalze eine, Flamme rot ! färben, Barium bewirkt grün u. s. w. Unter Auge ist erklärlicher- ! weise an die Farbe des Sonnenlichtes gewöhnt, die als angenehm empfunden wird. Das Licht der gewöhnlichen Bogenlampen ent# | hält nun wenig rot und gelb, aber viel biau, und erscyemt uns | dahertot" undkält".Lebendig" undwarm" nennen wir da­gegen ein Licht, das viel rote und gelbe Spektrallmien enthalt. I Dies macht das Bremer-Licht so angenehm.

Die Helligkeit der Flanimenbogen-Lampen ist nicht ganz so I groß, a'ls es unserm Auge scheint. Tie Fabriranten wendeii nämlich mit gutem Erfolge den Kunstgriff an, recht kleine Glocken | zu wählen. Dadurch machen die Lampen uns den Eindruck einer | viel qrößeren Helligkeit, als sie in Wirklichkeit besitzen Denn I augenscheinlich wird, je kleiner die, Glocken sind, die Flächen­einheit des Glases um so mehr Licht empfangen und dadurch I gegenüber den zum Vergleich dienenden gewöhnlichen Bogen- I Ifirv-cn im Vorteil erscheinen. ,. . .. . , .

neueste Erscheinung auf diesem Gebiete und die von der General Elektric Cvmpagny in den Handel , gebrachten,^ von Fleming erfundenen Magnetit-Lampen, die sich besonders für i Straßenbeleuchtung eignen. Die Kohlen sind hierbei überhaupt I fortgefallen, und durch eine eigenartige Masse ersetzt, die in der Hauptsache aus schwarzem Eisenoyydnloxyd nut, ein wenig Mag­nesium u-nd außerdem einigen Chrom- und Titansalzen besteht. I Das Gemisch wird gepreßt und in ganz dünne El,enrohrcheii e»n- geschlossen, die direkt an die Stelle der Kohlenstlfte tretem Der Stromverbrauch der Lampe ist der gewöhnliche von ,etwa 0,a Watt pro Normalkerze. Die Lebensoauer der Brennstabe »,t eme ziemlich | hohe, nämlich etwa 1.50200 Stunden. Der einzige Uebelstand der neuen Lampe, die allerdings noch sehr wenig iu der Praxis erprobt wurde, soll darin bestehen, daß sich die Brennstabe mißer Betrieb nicht berühren dürfen, weshalb natürlich besondere Vortichtsmaß- regeln erforderlich sind. Dr. Felix Jentzsch.

* Eine tibetische Zeitungs wird von den Brüder- missiouaren am Himalaya herausgegeben, über die Missionar | Francke in Calatse allerhand Jntereslantes berichtet. Das Matt erscheint 1904 monatlich einmal, in einer Auflage, die zwischen 60 n nd 150 Eremvlaren schwankt und von den Missionaren auf einer Handpresse selbst hergestellt wird. Verbreitet wird es meist auf dem Basar, wo einer -das Blatt kauft, um es, nac-chem er es von Anfang bis zu Ende durchgelesen, an einen andern weiter zu verkaufen u. s. f. Der erste Teil des Blattes ent­hält politische Nachrichten,, je mehr aus Tibet, um so besser; und je größer Tibet dabei in dem Konzert der Weltmächte fort kommt, um so lieber wird die Nummer gekauft. Als man kürzlich eine Beschreibung vom Besuch eines Lamas un Regierungspalast zu Kalkutta bieten und erzählen konnte, daß den Europaeni manche der tibetischen Kvpfbedeckungen wie ,VvgelnejAr aus­gesehen hätten, war die betreffende Nummer im Umsehen aus- verläust! Eigentümliche Schwierigkeiten erwachsen dem Redakteur dadurch, daß die Welt außerhalb Tibets den Lesern völlig unoe- kannt ist, bei den Berichten über den russisch-rapamscheu Krieg es z. B. fast w.tmvgM war, von den Seeschlachten zu erzählen, weil die Tibetaner das Meer nie gesehen haben. Der Begriff großer See" war dem ttbettschen Schreiber so unklar, daß er ihn durch das Wort Fluß, das größte ihm bekannte Gewässer, er jetten wollte und damit unzweifelhaft die Vorstellung erweckt hätte, jene Kämpfe hätten sich auf dem Indus abgespielt. Den zweiten Teil des Blattes nimmt; eine Erzählung ein, etwa em tibetisches Märchen oder dergl. und den Schluß ein erbaulicher Abschnitt, der gern an ein Sprichwort angelehnt wird. So nn-

Auflösung in nächster Nummer. ,»

Auflösung des Arithmogriphs in voriger Nummer: Pappet Koppe Inn Navarra - Zar CiHi AU« Kenner Haiti Eva Verne Alpen Hanse, Prinz Karneval.

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