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Liedaktton: Ernst Heß, — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'Wen Universitäts-Buch- und Steindruckerel. R. Lange, Gichen.
srud rviften^chaft.
— Dänische Kunst des 19. Jahrhunderts von Emil Hannover. Mit 120 Abbildungen. Verlag von E. A. Seemtznn in Leipzig. Preis in Leinwand kart. Mk. l.'5O. — Obwohl die dänische Kunst 'im 19. Jahrhundert der allgemeinen europäischen Entwickelung parallel verläuft, so finden sich doch bei näherem Ansehen besondere national gefärbte Erscheinungen, hie den eigentümlichen Geist des kleinen Jnscllandes offenbaren. Schon die Namen Carstens und Thorwaldsen bezeichnen die Bedeutung. dieser einen Stimme in dem europäischen Kunstkouzert; aber die Klangfarbe der Bilder von V. Hammershoi, S. Kroyer u. a.
Magisches Quadrat. Nachdruck verboten.
___________ In die Felder nebenstehendeic Quadrates sind I । die Buchstaben A A BB E E E E E LLL L L B R —|------ derart einzutragen, daß die wagerechten und senk-
rechten Reihen gleichlautend Folgendes bedeuten:
—j--l. Fluß in Deutschland.
|______ 2. Person aus einem Shakespeare'schen Drama.
I 8. Ein Spielzeug.
__l.___— 4, Einen Baum.
Auslösung in nächster Nummer.
Auflösung des Bilder-Rätsels in voriger Nummer» Zigarrenabschneider.
längst von den Vorfahren abgeschworenen Katholicismus a»hnw j K Ken Lagen der Romantik, aber als echte Sohne des 19. Jahrhunderts wenden sie sonst alle ihre Veranlagung nunmehr archao- loaisch-historischen Studien zu, kämpfen rn gesanchtlcchcu Dar- i stelluugen mannhaft für ihre protestantischen ideale und ver- i lieren 3and) den derben streitbaren Geist nicht. . Die Plastischen | und bildnerischen Fähigkeiten äußern sich rn zerchnerrschen ux= | lenken und fvenden sich im Jahrhundert der Naturwrssenschasten den | mathematischen und dann auch den Physlkalischen Wrssmschaften | ru Noch immer kreuzen und mrschen srch religiöse und künst- | Eerische Antriebe zu interessanten Persönlichkeiten und durch der | modemen Zeiten neuen Geist leuchtet uralter Vergangenheiten I Vermächtnis. Sie wären so wohl auch einer dichterischen Epopöe | wert, die Soldans, diese Kinder des alten , Türken aus den | Kreuzzügen und zugleich doch immer ihrer eigenen Jeu. j
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Den ersten Schulunterricht bei den Regern von Logo beschreibt K. Fies anschaulich _tn der „Deillschen Koloiiialztg.": Mit der Tafel auf dem Kopfe und dem Gciflel im Wollhaar Marschieren unsere afrikanischen Mifanger zur Schule, wo sie bald an der Sand der Ewefibel mit den Buchstaben des' Alphabets Bekanntschaft Machen. Inden fünfzigeri Jahren wur^ noch ohne Fibel unterrichtet, die Missionare pflegten ihre Schüler tat die Wandtafel zu stellen und ihnen die Buchstabeil der Schreib- und Druckschrift dorzuschreiben bezw. vorzuzeichnen und zu erklären. M war ein großer Fortschritt, als einige Jahre i später die von Missionar Binder ausgearbeitete Ewefibel iii heu Schulen zur Einführung gelangte. Die späteren Au lagen wurden durch die Resultate der fortgesetzten Sprachforschung ergänzt und verbessert. Die letzte neue Ausgabe der Ewefibel, die vor einigen Monaten in einer Auflage von 10 000 Exem- I Mären nach drüben geschickt ivürde, hat Mtssionar, Flothmeier | besorgt. Das Büchlein ist vorzüglich ausgefallen. Die Lesestoffe | sind glücklich gewählt, ebenso die Bilder!. Eine besondere Fremde Werden unsere AW-C-Schützen an den Bildern unseres deutschen Kaiserpäares und des Kronprinzen haben. „Unsere Anfänger I haben es nunmehr leicht, sich die Künst des Lesens anzueignen. Der Anschauungsunterricht, welcher iiN ersten Schuljahr als ib esoltderes Fach au stritt, dient den Uebungen tut Sprechen Es werden Beobachtungen aiigestellt von Gegeiiständen 'n Schul:, Haus und Umgebung, voll Tieren und Wanzen, über Beschasti- mmgeit der Menschen usw. Nun folgt eine Wiedergabe dessen, was beobachtet ivurde, in korrekten Sätzen, die erst von einzelnen und dann im Chor gesprochen werden. .Da wir in Astika noch feilten Schulzwang haben, und viele heidnische Eltern von der Nützlichkeit einer Schulbildung ihrer Kinder noch nicht überzeugt sind, so liegt es auf der Hand, daß wir nicht nur zu Beginn | des Schuljahves neue Schüler ansnehmen können, sondern solche iäufnehMeN müssen, wann und wie sie kommen. Daher metet gerade die Klasse des ersten Schuljahres ein recht buntes Bild. Um diese Spätlinge, die tut Laufe des Jahres eintreten, wirksam zu fördern, ohne daß der Unterricht in der Klasse darunter leidet, werden fleißige Mitschüler als Monitoren„benutzt. .Es sieht drollig ans, wenn draußen aus dem Schulhof unter einer Palme oder einem Mangobaum solch ein achiMriger kleiner Knirps einem 18- oder 16jährigen strammen Jüngling int strengen Schulmeisterton die Kenntnisse der Buchstaben und die Kunst des Buchstabierens' beizubringen sucht. Manch einer springt natürlich ab, da es ihnen zu schwer wird, sich dem Zwang und der Pünkm jichkeit zii fügen. Ändere werden auch vdn den Eltern zurück-, gehalten und Mit Plantagenarbeit beschäftigt: denn der heidnische Neger versteht es vorzüglich, seine Kinder zu seinem! eigenen Vorteil auszunützen. Ws ich einmal einen.Heiden nach dem Grund fragte, weshalb er seinem 'Sohne die Erlaubnis zum Schulbesuch verweigere, gab er mir die Antwort: „Jetzt, da ich inei,nen Sohn groß erzogen habe, so daß er für mich arbeiten kann, jetzt soll ich ihn dir in die Schule geben und ihn auch Noch füttern? Nein, das geht nicht." Wer manch einer, der aus irgend einem Grunde aus der Schule weg- geblieben, ist später, als er sah, wie seine Kameraden es doch zu etivas gebracht hatten, wiedergekommen und hat sich wieder äuf die Schulbank gesetzt, ohne freilich das früher Versäumte sm vollen Umfang nachholen zu föimett.
wird man in änderest Ländern Vergeblich suchest. Jedoch Nicht nur in der Malerei, auch in der Skulptur und Baukunst hat die kleine, aber künstlerisch mächtige dänische Nation eigne Arten aufzuweisen. Das treffliche, reich mit guten Abbildungen versehene Werk des Direktors des Kvpenhagener Kunstgewerbe^ Museums, Emil Hannover, gibt darüber eine sehr angenehm lesbare Belehrung. Die Ausstattung des Werkchens ist lobensst wett, und das Buch Verdient Beachtung aller Freunde der modernen Künst. , , _
— Die Orchideenzncht gewinnt nun auch in Deutsch-, land immer mehr Interessenten, nachdem man lange Zeit. in dev, irrigen Auffassung gelebt, daß die Orchideeifliebhäberei ein sehr kostbarer Sport für sehr reiche Leute sei, Es ist aber wirklich nicht nötig, als erste Bedingung zur Unterbringung und Unter-! Haltung der Sammlung an den Ban eines Glashauses zu denken< Es gibt genug Sorten, die ganz gut auch im 3immer gedeihen, die bei liebevoller und sachverständiger Pflege rede ausgewen-i dete Mühe durch bett jährlichen Flor ganz unerwartet großartig', belohnen. Man tut am besten, sich für den Anfang eine kleine Anzahl solcher Arten anznschafseu, die aus höheren Trope»-, regionen stammen und in sofern hohe künstliche Warme nicht er fordern. Speziell bei uns tu Deutschland lassen sich die selteumti und kostbarsten Arten züchten, und es ist bekanut, daß der König von England, der ein großer Orchideeiifreund ist, .fahrlich für viele tausend Mark Volt einer Berliner Firma bezieht, . . trotzdem die Orchideenkultiir in England viel verbreiteter ist als bei uns in Deutschland. Bei den jährlich dort ftattsiudeu-. den Versteigerungen kommen oft Neuheiten mit Preisen heraus, die man kaum glauben möchte, zumal wenu mau Erlegt, daß es' eilte Pflanze ist, für die Summen bis -zu u000 Mart gezahlt mcrbeit. ^„Welt und Haus", das für praktische Neuerungen immer stark interessierte moderne deutsche Familienblatt, seinen Lesern, die Lust und Geduld haben, zunächst einen Versuch, mit der Zucht von Orchideen int Zimmer zu machen.
Der blinde König.
In der „N. Fr. Pr." veröffentlicht OSkar ©ottgetreu Erimier- uimen an die Königin Marie von Hannover und ihren Gemahl, ! den blinden König Georg V.- Wie ehr dieser an keiner © - i tnaWin hing, geht au? einem von dem König selbst versaßren Ge dicht hervor, in dem er erst sein Schicksal, blind zn sein, bitter beklagt und sich dann tröstet, eine alte, tapfere und treue lebens gesährtin zii haben. Der Schlnß des Gedichts lantet.
Vielleicht, vielleicht und immer nur vermuten Und immer nur ein ewiges Vielleicht.
Vielleicht erlöschen jetzt der, Sonne Gluten, Indes die Nacht die Erde uberschleicht.
Es glänzt vielleicht der Sterne mild Geinnkel, Ein Lampenmeer, vom Schöpfer cuigesacht. Vielleicht, vielleicht ich starre in em Dunkel Und starre ewig, ewig in die Nacht.
Und nur ein Bild aus jenen schönen Zeiten Hat sorglich sich der Seele eingepragt. . Es lächelt mild und will nicht von nur welchen, Seitdem der Flor sich um die Augen schlägt.
Die andern fliehen fluchtig wie die Wellen, Kein Bitten und kein Flehen halt sie fest, Nur eines bleibt ans meines Kerkers Schwellen. Ein Engel, der mich nicht verzweiseln laßt.
Ich hielt eS treu, weil niiv’S nicht zu ersetzen, Ich grub eS tief in meinem Herzen em, Arm ist die Welt mit ihren Schätzen, , Ann, bettelarm! Ich nenn' Marie meml Ein jeder liebt, sein höchstes Gut zu zeigen, Und prahlt mit dem, was ihm der Himmel gibt. Blind bin ich wohl, doch such ich meines Gleichen, So lange mich Marie nur noch liebt.


