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Einfluß
Auflösung des Magischen
L I N A
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Dieb Dhr Wurst Alba Hose» Wagen lUm Leid Tadel
Dreiecks in voriger Nummer:
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Preisrätsel.*)
(Tauschrätscl.)
Nachdruck verboten.
Die Anfangsbuchstaben nebenstehender Wörter sind mit anderen Buchstaben derart zu vertauschen, daß man ebensoviele neue Wörter erhält, deren Ania gsbuchstaben einen modernen Dichter und den Titel eines seiner Trancen bezeichnen.
Hammer Enkel Bund Fuge Hebel Rest Ober- Wache
Redaknon: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlaa der Brübl'fcken Nnwersitäts-Buch- und Steindruckerei. N. Lange. Gieße«.
Kunst.
— Bon Dr. Paul Ernst, dem bekannten Dramatiker und früheren Dramaturgen des Neuen Düsseldorfer Schauspielhauses (nicht zu verwechseln mit dem „Flachsmann" Otto Ernst) brachte die mit gründlicher Theatersachkenntnis geleitete Berliner Wocaen- schrist „Schaubühne" einen recht lesenswerten Artikel über „Die Stadtthenter und das Drama". Ernst kommt zu recht bitteren Schlußfolgerungen. Nachdem er, einige schwer durchführbare Reformen vorgeschlagen hat, fällt er,ein sehr scharfes Urteil über Stadtverwaltungen und Stadttheaterdirektoren: „Für ein neues Schlachthaus werden Magistrat, Stadtverordnete und Aufsichtsbehörde sofort einen Mehrzuschlag von zehn Prozent bewilligen, aber nicht ein Prozent für die Aussicht, die Vürger durch die Kunst zu edleren Menschen zu erziehen. Nun wird aber bei dem heutigen System ganz unverantwortlich mit dem Geld; gewirtschaftet: man kann in der Regel anuehmen, daß in einer Stadt, deren Oberbürgermeister vielleicht 1.2 000 Mark Gehalt hat, der Stadttheaterdirektor 50 000 Mark verdient. Da der heutige Durchschnittsdirektor geringere Fähigkeiten, Bildung und Arbeitslast hat als ein Obcrbiirgermeister, so ist eine solche Generosität tvirklich nicht am Platze. Die Ersparnisse, welche durch
eine einfache, vernünftige Regelung dieser Zustande gemacht wurden, machen mehr aus, als die geforderten Reformen kosten. Werd die Stellung eines Direktors an einem Stadttheater frei, so entsteht bei den gänzlich unerfahrenen städt. Behörden eine große 93erlcGcnI)eit/ ivofret Titcttt einen neuen 9jlnnii ucljmcu foil, weil frier feine regelmäßige Laufbahn mit der notwendigen nachzu- weisenden Vorbildung und de» erforderlichen Kenntnis,en vor- bandeir ist Man denke sich nur, was der Manu alle» tonnen oll' Oper und Schauspiel leiten, musik-und literaturverstaudlg feht und ein Urteil über Sänger und Schauspieler haben; den Fundus verwalten und Regie führen, geschäftlich berechnen und ein sehr großes Personal von Künstlern, Handwerkern und Ar- beiterir beherrschen. Zu dieser Stellung, welche übermenschliche Fähigkeiten und Kenntnisse beansprucht, melden sich dann cm, Anzahl Schauspieler oder Regi,seure, der Zufall der persönlichen Beziehung oder des gänzlich sachuukundlgen Urteil _> der Verwaltung entscheiden, welcher dieser Bewerber angenommen wird." Paul Ernst meint schließlich, daß gerade durch die --taot- toeater. die aufblüheuden Talente gefördert werden mußten.. Es geschehe aber nicht, da die Bühnenleiter meist nicht die richtigen Männer dafür seien. _ ~ w ~
•—• Die Galerien Europas. Verlag von E. Al. Seemann, Leipzig. Lieferung 7-9 Preis im Abonnement te 3 Mk„ Einzelpreis je 4 Mk. — Das Andenken Rembrandts hat auch in diesem Werke eine Würdigung gesunden, bei der zugleich die künstlerische Leistungsfähigkeit des Dreifarbendruckes cme schwere Probe zu bestehen hatte. Denn so viel steht fest: Eine Technik, die dem Farbenzauber Rembrandts nahe kommt und den vollen Eindruck seiner erhabensten malerifcyen Symphonien nngeichwacht auf den Beschauer zurückstrahlt, darf Mi rühmen, nicht nur die beste Stütze der Kunstwisienschast, sondern auch das vor- uehmste Mittel zur Erziehung, des malerischen Gefühls zu seiu. Das 8. Hest der „Galerien" ist ein L>vnderhest zum Jubiläum Rembrandts. Es wird eingeleitet mit der wundervoll gelungenen
। Reproduktion der „Staalmeesters". Es folgen dann die Äaupt- stücke Rembrandt'scher Kunst aus den Galerien zu Petersburg, Amsterdam und Kassel, unter dcuen als die kostlichsten bie „^udei- braut" des Rijksmuseums, die kleine Landschaft ebenda und die entzückende Familie der Kasseler Galerie genannt. seien. — Nicht nur an Rembrandt selbst, sonderii auch an den übrigen Meistern der holländischen Kunst muß sich vornehmlich die Leistungsfähigkeit des farbigen Reproduttionsverfalwens erproben, weil diese Kunst in erster Linie rein malerisch ist. Man betrachte daraufhm
I das Nikolausfest von Jan Steen in Heft 7, die „Werde mit Biel/ | von Paulus Potter, eins der schönsten Stucke des RiiksmuseumS
in Heft 9 oder das kulturhistorisch interessante Bild de- ^an I Dan der Heyden „Der Dostr zu Amsterdam , defseu Reproduttion: I gleich tonig lüie das Original ist. Eine besondere Berücksichtigung
hat in diesen Lieferungen auch das holländischeSittenbild ge- l funden, zu dem der Wiener Kunstgelehrte Dr. Gustao Gluck einen | literarischen Beitrag gibt. Zu diesem Theuia finden wir außer
dem schon genannten Bild von Steen Reproduktionen von L-et.r I Uertszen und dieBauernkirmeß des Pieter Breughel m der
Wiener Galerie. — Aber auch die italienische Kunst ist reich vertrete,-: Der Johannes des Andrea del Sarto cn der Pitti-Galerce, Piero di Cosimos „Ferucci" m London, Dosso Dossis „Circe der Galleria Borghese, Moronis „Schneider', Costas "Verkündigung, und Tizians „Aguaviva" seien u. a. hervorgehoben. Al^eckst. D - rers „Kirschenmadonna" endlich repräsentiert m diesem Kreifevon Süd- und Nordländern die Kraft deustchcr Kunstweife, obwohl m
I gerade dieses Bild Dürers mit zu denen gehört, die deutlich den | Einfluß Italiens erkennen lassen.
Geistes- und Seelenarztes, der den müden, gehetzten, modernen I Menschen Schritt um Schritt der Gesuildimg entgegenfuh-t. | "Ä - Universität der Modc". Aus Newhork wird von einem "groß angelegten Plan berichtet,, dessen Ausnihrung bei der jährlichen Versammlung der amerikaniscyen Schneider I beschlossen worden ist. Es handelt sich um cme „Universität der | Mode , ein großes BildungSinstitut zur Erziehung des Ge- | schmacks und zur Verfeinerung der Torlettrnkunst. Ae^stePrai- U.,f,n hiefer Universität wird Elizabeth A. C. A5l)ite ]em, em- i iunne Dame von künstlerischem Geschmack, die einen der vorirehm- I HSw in der fünften Avenue lettet Sie ha berMs in iUelbesuckiten Vorlesungen über Mode und Kleivi.ng ihre -m- i aabu a a s künstia Profe sorin bewiesen. Die Gründung geht von "den ^bedeutendsten Nkodefirmcii Newyorks aus und wird von den leitenden Modedamen der Gesellschaft untersetzt. Mfaug svnhntn'hcr bereits werden die BOrr.esun.gen der neuen. ITittocxfit(it | Linnen und zwar werden au die Hörer und Studenten nicht ncrinae Anforderungen gestellt. Wer zugelassen werden will, | ntufe ^bereits über die Anfaugsstadien der Ausbildung hinaus fein. | Er bat durch ein glaubwürdiges Zeugnis zu erhärten, oder - durch ein Examen zu beweisen, daß er bereits cme gewisse Ge- | waudtheit und Erfahrung in Praxis und Theorie der Schneider- 1 ftmft besitzt Die Professoren führen dann ihre Schuler m du. | Ben Mysterien der Toilettenkunde ein und machen ihnen die wissenschaftlichen und künstlerischen Unterschiede klar, durch die j fiif> das bloße Kleider machen von den „vollendeten Schöpfungen j Ler Modenkunst unterscheidet. Der Modenstudent must einer Kursus in Anatomie durchmachcn, denn für den Schneiderilt bte Kcniitnis des menschlichen Körpers mindestens ebenso wichtig wu | für den bildenden Künstler. Weitere Vorlesungen, behandeln ! so wichtige Themen wie Harmonie und Zusammenstimmen der | Farbenwerte, künstlerische Beurteilung des Stoffmaterials, f^ c- Komponieren von Toiletten, Zeichnen, Zuschneidm usw. C ne Reihe von 22 Vorlesungen führt in die Geschrchte der Mode n, andere Vorträge behandeln das Leben berühmter Dandys und Modedamen oder führender Dsilettenkunuler Die technischen Kurse werden in den Ateliers der großen Newhorker Modesalons stattfinden. Berühmte europäische Autoritäten aus dem Gebiete der Mode sollen eingeladen iverben, an der neuen Universität zu lelyren und zu wirken. „Newhork ist schon setzt die bestgekleid^te Stadt der Welt", so erklärte stolz die Präsidentin. Die Gründung unseres Instituts wird nun Newhork m Sachen der Mode zmn Mittelpunkt der Welt macheir, zu dem, alle,nach Höherem streuen- I den Studenten der Schneiderkunst hinströmerr werden, wie die jungen Maler nach Paris und bte Gesangschuler nach Mailand.
* Eine, d er's ein bis l a n d en N er v en fehlt. Eme Herrschaft in Augsburg sollte ein Dienstmädchen vom Lande erhalten Statt dessen kam aber, wie die „Augsb. Abendztg. schreibt, folgender Brief: „Geehrte Frau B.! , Sie werden schon verzeihen, daß ich nicht einstehe. Ich war« ,a doch gleich wieder ausgestandn, und warum wäre ich ausgestaud, weil Sie mich hiiltergangn habn, und habil mir nur 2 Kruder zugestanden, derweil hab» Sie aber 5 Kinder, lauter kleine, daß waren also,^ch, der Herr, die Frau und 5 Kinder das wären al>o 8 Ltuck Kopie. Nein, das kann ich nicht mach». Es habn auch g,agt, daß so viel z Wascheii gibt, und alles ohne Waschmaschine rcq bm so Nicht recht feit, da kannich das viele Herumpritscheln uberhaubts nicht brauchen. Ich kann nur in einen ruhigen Blaz enistehn, der so viel wie nröglich Kinderlos ist tve-l Ich auch aufs kochen drallste, daß ich in der Küche was lernen und was sehen tonn und das kann mau in den Kinderbläzeii niemals, weil man andere Arbeit genug hat. Und tvenn die Kinder recht eikensinnig smd, muß man sich auch recht ärgern und das darf ich alles nicht vom Doktor aus weils mir ein bisl an den Nerveil fehlt und im Kopf, andern ich meinen Brief schließe, bin ich ihre liebe ergebene Lisette e>ci) . .
*) Lösungen sind mit Aufschrift „Preisrätsel-Lösung" versehen, innerhalb acht Tagen an die Redattion der „Gießener F a m t lie u b lät t er" eiiizusendem


