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tiotoereitett. Die Chibchas fasteten, ehe sie die Gottheit uni etwas baten, ehe sie zum Kriege ausmarschierten oder an dre Feldarbeit gingen. Bei den Indianern am Urahali muh der Priester vor einem Kiiegszuge ein schweres Fasten in der Em- samkeit durchmachen. Bei manchen -Stämmen Gilianas unterziehen sich die Eltern vor der Geburt eines Kmoes einem strengen Fasten und. Wie schon bei den Griechen das Fasten zur Er- zeugnug prophetischer Träume imd Visionen ut Gebrauch War, so zeigen während des Fastens bedeutungsvolle Tranme dem inngen Znoianer, der mannbar erklärt wird, das Tier, /.nas sem ferneres Schicksal bestimmt, und den Ort, Wo er das meiste Wild antrifft.
Soll marr zum Essen trinken?
Von Dr. Hans Fröhlich.
* Faulpelz e in der Tierw elt schildert Th. . beut' 4. Hefte der illustrierten Zeitschrift „Ueber Land und.....
(Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt). Merkwürdig viel Faulpelze — so lesen Wir da unter anderem — gibt es in der Vogel- Welt. Es ist z. B. eine bekannte Tatsache, daß der blitzschnelle Wanderfalk nicht nur sich selbst, sondern eine ganze Reihe anderer Raubvögel, namentlich die Gabelweihen, mit ernähren Muß. Ueberhaupt überrascht es, daß alle Edelfalken, Wenn sie sich angegriffen sehen, die eben gewonnene Beute wieder Weg- Werfen. Dies wissen die Bettler unter den Raubvögeln sehr genau. „Da sitzeir die trägen und ungeschickten Gesellen", schildert Naumann, „auf den Grenzsteinen oder Feldhügeln, geben genau auf den -Falken acht, und sobald sie sehen, daß er etwas gefangen hat, fliegen sie eiligst herbei und nehmen ihm ohne Umstände seine Beute weg. Der sonst so mutige, kühne Falk läßt, wenn er den ungebetenen Gast ankommen sieht, seine
(Nachdruck verboten.)
Schon Horaz singt: „Nunc est bibendunt", aber vom ©iTeit sagt er nichts. Freilich ist es.nicht nur zuträglich, sondern durchaus uötig, zum Trinken immer mal etwas zu essen, zum Nektar gehört auch Ambrosia. Umgekehrt ist es sehr bekömmlich, wenn mail zum Essen etwas trinkt. Dies, braucht Natürlich durchaus nicht Akohol zu sein. Schon Plinius sagt, daß es mager macht, Wenn man lange durstet und nie wahrend einer Mahlzeit trinkt. Gleich mit der Ouvertnre zur Mittagsmahlzeit, der Suppe, nimmt man ziemlich viel Flüssigkeit ent. Die Konsistenz und der Nährwert unserer meisten -suppen ist so gering, daß sie ohne weiteres als Getränk gerechnet werden können, ja inbezug auf ihren Gehalt an Nährstoffen hinter dem gleichen Quantum vieler eigentlichen Getränke zuruckbleiben.
In der Regel sind Bielesser auch Vieltrinker. Wird beit starken Essern das Triiikeir verboten, so ist Gnen auch ent gut Teil des Genusses nm Essen verleidet. Darin liegt mit das Geheimnis der Erfolge des „SchWeningerus" bei den Fetten, die den Freuden der Tafel zu stark gehuldigt und sich auf diese Weise ihr Fett augemästet haben.
Ein Schluck immer mal zwischen dem Esten latzt die spenen besser „rutschen". Und wenn der Appetit aus irgend einem Grunde schwach ist. Wobei nicht stets gerade der Magen, sondern sehr häufig die Nerven und das Gehirn die Attentäter sind, so regt ihn die Flüssigkeit wieder an. •
Allerdings müssen die Magendrüsen um so mehr salzsaure absondern, je mehr Flüssigkeit dem Magen zugeführt wird, denn der Prozentgehalt der verdünnten Salzsäure muß stets ungefähr zwei bis drei Zehntel bettagen, um die nötige Verdauungskraft zu besitzen. Aber unser Magen ist darin sehr leistungsfähig. Derselbe Magen, der heute ein einfaches bürgerliches Mittagsbrot und morgen ein großes Diner anstandslos bewältigt, wird auch mit sehr verschiedenen Flüssigkeitsmengen fertig. Außerdem Werben, wie durch Untersuchungen festgestellt ist, die Flüssigkeiten schnell aus dem Magen in den Darm abgeführt, während die sesteren Massen länger darin -verbleiben.
Früher behauptete man auch ,bisweilen, daß der Alkohol die Verdauung verlangsame. Das ist nach den neuesten wissenschaftlichen Versuchen keineswegs der Fall. Ja, kleine Alkohol- Wengen, bis zu 3 Prozent, können imstande sein, sogar eine Steigerung der Verdauung hervorzurnfen.
So lange also beim Trinken gewisse dnrch die Erfahrung 'gegebene und individuell etwas verschiedene Grenzen innegehalten Werden, schadet das Trinken zum Essen nicht nur nichts,, solidem es erleichtert, Wenn es dessen bedürfen sollte, diesen wichtigen Akt. Dies gilt jedoch nur für gesunde Menschen und solange das Trinken zum Essen innerhalb vernünftiger Grenzen bleibt. Es gibt Leute genug, die jahraus jahrein ihr Liter Bier oder ihre Flasche Wein zu Tisch genießen, ohne den mindesten Schaden für ihre Verdauung davon zu spüren.
Schließlich endet der Mensch doch, wie er altgefangen hat, Wit „Trinken" und nicht mit Essen; und wenn die trockenen Lippen und die belegte Zunge schon längst alles Essen Weisen, schlürfen sie noch begierig das flüssige Labsal!
Beute liegest, schwingt sich mit wiederholt nusgestoßenen „Kja Hak" in die Höhe und eilt davon. Ja sogar ' tut feigen Gabelweih, den eine beherzte Gluckhenne von ihren Küchlein abzuhalten imstande ist, überläßt er seine Beute." Aber nicht nutz der Falk, sondern auch der stolze Adler füttert andere Vögeh durch, namentlich Milane und Krähen. Allerdings gibt es eine Adlerart, den Seeadler, der ein geborener Faulpelz ist. Wh er mit seinem kleineren Vetter, dem Fischadler, zusammentrifft, nimmt er ihm ohne weiteres die Bente ab. Das war schon dest alten Griechen ausgefallen, die um so bessere Gelegenheit zu diesen Beobachtung hatten, weil dort im Süden der Fischadler fast überall mit seinem stärkeren Verwandten zusanimentrifst. .Bei uns hält sich jener Wohlweislich fern von der Küste, um mit seinem Peiniger nicht zusammenzutrefsen. Uebrigens beraubt der Seeadler auch' andere Fischfänger, so zum Beispiel den gutmütigen Pelikan. In Südamerika sind zwei Geierbussarde als Schmarotzer sehr bekannt, der Chimango und der Carancho. Die Reisenden berichten übereinstimmend, daß sie auf Kosten anderer Tiere vortrefflich zu leben verstehen. So heißt es von den Caranchos: Sie verfolgen die großen Störche, welche ein Stück Fleisch verschlungen habest, und quälen sie so lange, bis jene dieses wieder von sich und ihnen zur Beute geben. Ebenso behandeln sie den Rabengeier.- Berüchtigt als Künstler auf diesem Gebiete sind namentlich die Raubmöwen. Sie beobachten andere Möwen, Seeschwalben, Tölpel und ähnliche Seevögel bei ihrer Jagd, eilen, wenn es jenen' gelang, Beute zu gewinnen, herbei und zwicken und plagen den glücklichen Besitzer so lange, bis er ihnen angsterfüllt die bereits verschlungene Nahrung wieher vorwürgt und ausspeit, worauf sie mit unfehlbarer Sicherheit bett Bissen auffangen, bevor er fallend noch den Wasserspiegel erreicht hat.
* Die Herstellung von Diamanten auf künstlich e m W e g e, die ziOst dem französischen Physiker MoissaN gelang, und eine ganze Reihe anderer wichtiger und interessanter Entdeckungen ober Erfindungen sind mit Hilfe des elektrischen Ofens zustande gekommen, in dem man Temperaturen von 3500, bis 4000 Grad Wärme zu erzeugen vermag. Ueber diese Experimente belehrt der Physiker Dr. A. Neuburger in dem Kapitel „Erforschung und Verwertung der Naturkräfte", das den Hauptteil der Lieferungen 95—98 des wissenschaftlichen PrachtwerkeK „Weltall und Menschheit" bildet. Dieses von Hans Kraemer ist Verbindung mit ersten Fachmännern herausgegebene Werk (es erscheint in 100 Lieferungen ä 60 Pfg. beim Deutschen Verlags- Bong u. Co. Berlin W. 57) vermag den Werdegang unserer Kültur, unseres Wissens und Erkennens, soweit er sich auf die Erforschung der Naturkräfte aufbaut, klar darzustelletw Bost den Zeiten des Kienspanes, der Postkutsche, des Wickingerschiffes, des handbeschriebenen Paphros, der Pfahlbauten, bis herauf ist unsere Tage, in die Zeit der elekttischen Sonnen, der Schnellbahnen, der Dampfschiffe, der drahtlosen Telegraphie, der Schnellpressen und elektrisch erleuchteten und erwärmten Riesenbauten, führt uns an der Hand vorzüglicher Abbildungen der Autor, immer hervorhebend, wie eben nur durch das Studium der Natur, durch Anwendung der Nattirkräfte all jene Errungenschaften möglich waren. Auch der Abschnitt „Verwertung der Naturkräfte in Haus und Familie", von Dr. M. von Unruh behandelt, zeigt, wie schließlich bis ins Detail hinein, auch ist Küche und Keller, die Naturwissenschaft und ihre Schwester, die Technik, allen Fortschritt bringen: Heizung, Lüftung, Speisen- Zubereitung und -Aufbewahrung und tausend andere Dmge hängen von den Fortschriften dieser Wissenschaften ab.....-
Auch die neuen Lieferungen enthalten wieder eine Anzahl farbige Tafeln. ___________
Bilderrätsel.
Nachdruck verboten.
Auflösung in nächster Nnminer.
Auflösung des Magischen Dreiecks in voriger Nunnnerr GEORG EULE OLM R E G
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Redaktion: Ernst beb. — Rotationsdruck und Verlaa der Brübl'Icben Untversttäts-Buck- und Steindruckeret. 8L Lanae. Gießen.


