fidjtig "ach der Tur schreiten, hinter der sich nach dein Ge-> ' rausch bey Teller- und Geschirrklapperns die Küche befinden

mußte, nur dort einen dienstbaren Geist zu erwischen da! stockte sein Fuß 1 1 M

, gerade vor der Tür zuiil Wohnzimmer und!

von dvlc klangen deutlich Stimmen. Nicht, Ivie er im ersten Moment gehofft, Suses silberhelles Orga,, durch das es

~lme Ur?.r*tec^et. ®ac!)cit tönte, sondern eine erregte, harte H-rauenstlmme, die unverkennbar Fran von Brockhaus!

, cp,°" wollte der junge Offizier, den unwürdigen Lau­scherhosten aufgebend, weiterschreiten, als plötzlich Suses ^ch".ou an sein Ohr schlug, in eiuem so höhnischen, ver­ächtlichen -von gesprochen, daß es ihm eine zornige Blnt-

l" ^e." Kopf trieb und er wie festgewurzelt ans vcv Steile ulicb.

"Suse, Suse! Natürlich! Nur aii sie denkst Du, imr* ßn böy, was sie leidet. Ein armes Ding nennst Tu siel sVpU,r^r nach, tröste es doch, das arme Ting,

das sich nicht entblodet hat, mir mit ihrem hübschen Larvi- chen und. ihrem süßen Getue meinen Manu zu stehlen. Als! Dank dafür, daß man sie aus ihrer Misere heranszoa, diese hergelaufene Bettelprinzeß, mit der ich, gottlob, nur sehr ^weitläufig verwandt bin."

die halblaute Erwiderung des Hauptmanns, die unverständlich büeb, und nun wieder die harte, in ihren« verletzten «tolz erbarmungslose Frauenstimme:

Keiil Herz hab' ich? So, meinst Du? Nun, an meinein Herzen wird ihr sehr wenig liegen, sie hat ja das Deine! Änbu ,.2tV4XJlc. erst nicht mehr im Stall zu küssen brauchst, wirst Tu sie jii schnell trösten können. Mir tut diw ^rautendorf leid, der sich anscheinend ernstlich in das kokette Ting vergafft hat. Bon der besten Sorte ist er ra auch nicht, aber sich zuiil Deckmantel für Euer sträf­liches Verhältnis hergeben müssen, dazu war er denn doch zu swade ich wünschte"

Trautendorf hörte nicht mehr weiter. Vor seinen Ohren' begann es zu summen und zu sausen, so kreiste daZ Blut in seinem Kopse. Er fand sich plötzlich draußen au der Treppe. Wie ent Geblendeter hatte er die Hand vor die An geil gelegt und doch war cs in ihm ganz dunkel ge- wordeu. Er dachte noch nichts, sein Gedächtuisfaden schien! wie abgeschnittm. Nahende Schritte brachten ihn zu ich. Ep gab sich einen Ruck. Auf der Treppe vor ihm tauchte d,e Meine Zofe auf, in ihrem einfachen dunklen Straßeiw anzug von keiner Dame zu nnterscheideu.

Ach, Herr Oberleutnant!" sagte sie, ihre Schritte be- Mennlgcnd,es hat wohl wieder niemand geöffnet? Die Köchin ist taub und der Friedrich gewiß noch nicht von der post zurück darf ich Herrn Oberleutnant melden?"

Er ,ah mit eiuem finstereu Blick, den man an ihm nicht gewohnt war, in das kecke Zofeugesicht mit den lauernden, tlerneu Vogelaugen. Die brachten ihn zur Besinnung.

, beeilt, vor diesen illdiskreten Augen durfte er nicht hatte"" füc6e,t ein vernichtender Schlag getroffen

die Fräulein Meridies, ob sie mich erupsangcn

Er wollte sie sehen, er wollte ihr schonungslos seine ganze Verachtung ins Gesicht schleudern.

Das Mädchen verzog die schmalen Lippen zu einem bedauernden Lächeln.

Fräulein Meridies ist soeben nach Hause gereisti ich komme direkt vom Bahnhof."

Ihre Stimmung wurde rührselig und sie begann, nach ihrem Taschentuch zu suchen.

(Fortsetzung folgt.)

Eine PußtenwaudermrgD)

Von R. H. Francs.

Eine Pubtenwaiiderung! Das bedeutet Bilder, so prachtvoll und ode, datz man ihnen in Deutschland nichts an die Seite stellen kann. Ern Glanz der Einsamkeit überall, bis in die fernste perne kein Ruhepunkt, woran sich das im rötlichen Däm-- *) In seiner lichtvollen und so überaus anregenden Dar- Itelluugswerse zeigt uns Hier Francs die ungarische Steppe: wir bieten damit unsern Lesern eine Probe aus seinem prächtigen Werk.Das Leben der Pflanze", welches das Herz eines jeder: Naturfreundes höher schlagen läßt; es erscheint z. Zt. beim Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde", Stuttgart, in Liefer- . ungeik ü 1 Wk,

fallen, bereute er jetzt, den Heimweg mit Suse in törichter Weise vertändelt zu haben, anstatt gleich erristhaft die Konse- guenzeu ihrer heimlichen Verlobung mit ihr zu besprechen. H-rau von Brockhaus hatte von dem alten Meridies einmal als von einemSonderling" gesprochen, ohne sich näher darüber anszulasseu, nun wollte er gern erst von Suse erfahren, wie der Vater sich wohl seiner Werbung gegenüber stellen würde und wie er am besten zu fassen war. Viel­leicht hatte der Alte ganz andere Pläne mit der hübschen -rechter gehabt, als sie an einen saft mittellosen Offizier zu verheiraten mit einem endlosen Brautstand als Zugabe.

Schließlich bekam er ein kurzesNein" zur Antwort, lvenn er die Sache salsch anfing. Er mußte bestimmt erst alles genau mit Suse durchsprechen. Im Moment fiel ihm das Nachdenken über diese Angelegenheit schwer, die schlaf­lose Nacht begann sich an ihm zu rächen, in seinen Schläfen meldete sich ein bohrender Schmerz, seine Augenlider schienen von Blei zu sein. Er zog die Uhr. Erst 20 Minuten nach 10 Uhr. Da konnte er gut noch eine Stunde schlafen denn vor 12 Uhr durfte er sich nach einem Balle bei den Damen doch nicht melden lassen. Also rasch nach, Haus.

Unterwegs trat er noch in einen Blumenladen. Tie niedliche, schwarzäugige Verkäuferin errötete freudig Er! hatte eben überall Glück bei den Frauen. Aber henk fand er kein galantes Scherzwort für die hübsche Blumenfee, er war sehr freundlich, aber sie merkte zum erstenmale die ^chEue, die sie von dem eleganten Offizier trennte. Er bestellte einen flachen Strauß, aus Veilchen und Maiglöckchen, kritzelte rasch seinen Namen auf eins der stets vorrätigen Kärtchen und gab die Adresse an. Nachdem er das Ver- sprecheu erhalten hatte, daß der Strauß sofort hinbesorgt werden sollte, ging er, ein wenig zerstreut grüßend, fort. Mit einem wehmütigen Blick sah das große schlanke Mädchen ihm nach. f '

*

... Zwei Stunden später der Laufbursche mit dem Strauß bereit» seit längerer Zeit fort - klirrte der Säbel de» hübschen Offiziers abermals vor ihrer Tür vorüber. Er war letzt im Helm und sichtlich in großer Eile.

9TP1ert: erschien sein Gesichtsausdruck. Nicht ohne spätet f)ntte ganz gegen seinen Wunsch arg ver- Der Bursche war, wie immer, wenn er am nötigsten gebraucht wurde, nicht dagewesen, als er zu Haus ankam, und der junge -Lffizier hatte oie Seckretärswitive, von der er die beiden Zimmer gemietet hatte, gebeten, ihn nach, t'1" Stunde zu wecken. Totmüde war er sofort fest ein- geschlafen und von der mitleidigen Witwe, die's nicht übers Herz gebracht hatte, ihn deni süßen Schlummer zu ent- reißeu, eine halbe Stunde zu spät geweckt worden. Das' ^"tte ihn schließlich der endlich erschienene « / der, eigentlich mit Recht, ein sehr gekränktes, f®1" Leutnant ihn nach einem Blick dw Uhr Mit den dümmsten Vertretern des Tierreichs

Teiifeln wünschte" bCr Witwe zu allen

.Ehe Trautendorf im Mantel und Helm auf die Straße eVta?e all em Uf)r geworden und gerade, fv, die Fenster, hinter denen er das geliebte Mädchen seinerwartend ivuhte, in Sicht bekam, schlug es vom Turm bumpsdröM-nd Ne

r,1.1 ^eweguug setzenden Lokomotive folgte. Es war der Schnellzug, der von Berlin kommend, die Weiter­reise nach Oberschlesien antrat. Der Offizier hatte den Kopf erhoben, nvie deutlich man jetzt das Rollen des Zuges

Wind mußte von dieser Richtung her wehen und dst?, d?ste herubertragen. Nun, bald würde er hoffentlich "t1<: dwsem Zuge nach L. fahren, um die schöne junge Braut QW* IVvL VLH.

Ter letzte Rest seiner Verstimmung verflog. Er pfiff bw ""s der Fledermaus, als er säbelrasselnd

erbeppe zum ersten Stockwerk hinaufsprang.

Auf sem Klingeln öffnete ihm nieniaud.

^Y\!sOTtcte bsts Weilchen und dann drückte er ein zweites Sh rJi tCsUTÖYla)er Ef den weißen Knopf. Nichts regte ; 'Zm bunte,: Glasscheiben. Dia bemerkte er, daß !

£ S "Nb.kurz entschlossen trat

k . .m dgS matt erleuchtete Entretz. Er wollte, soeben. vor-!