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»I wo werd' ich denn."
Es wurde wirklich viel Sekt getrunken an dem kleinen Tr>che, trotzdem wollte Snses natürlicher Frohsinn nicht so fDiiinteit. Wer sie näher kannte, hätte gemerkt, daß ihr Uebermut forciert war und daß die klcEN' boshaften Ausfälle, die sonst so allerliebst naiv hervorsprudelten, heut einer gewissen Bitterkeit nicht ent-- vehrten. 7
Hätte das heimliche Brautpaar nicht in seiner echten Herzenvheiterkett viel zur ailiniierten Unterhaltung beige- tragen, Suse, wäre nicht imstande gewesen, ihren Rnf als! amüsante Tischdame zu rechtfertigen.
Wie Blei lag es in ihren Gliedern, als sie sich iiach I Beendigung des Estens erhob. Sie hätte laut anfweineu können, psrrtz chrautendorf eilte, mit dem scharfen Blick ,xfr£lSBe ren Hemden, müden Ausdruck in beut süßen Ges^tchen bemerkend, sichtlich besorgt auf sie zu. Er wollte Ee Frage tun, aber wie aus dem Erdboden gewachsen stand plötzlich Hauptmann von Blockhaus neben Silse lind bot ihr den Arm:
„Meta wünscht etwas von Ihnen, Cousine, darf ich Siv zu ihr fuhren?" ' ’
junge Mädchen wagte nicht zu widersprechen. Wlltenlo» liahm sie fernen Arm und ließ sich in den Tauzsaal fuhren. a
. 'M war natürlich nur ein Vorwand, Suse!" sagte er i,n Geheli, „dieser Trautendorf soll mir nicht —"
Sre ließ ihren Arm aus dem seinen gleiten.
„Ich finde meinen Weg allein!"
Ihre verletzte Liebe gab ihr die Haltung einer Fürstin, als sie von ihm fort durch die eben wieder den Tanz beginnenden Paare schritt.
Wenige Augenblicke darauf flog sie au ihm vorüber, der regungslos mit gekreuzten Armen an der Wand lehnte, das bronzefarbene Gesicht so ehern und kalt wie nur je.
Für sie existierte er nicht mehr, er konnte keinen Blick der schonen blauen Kinderaugen mehr erhaschen. Tie treuzten sich nur zuweilen mit denen Trautendorfs, der seinen Aerger darunter langsam verwand. Snse aber befiel ber jedem solchen Blick ein nervöses Zittern. Sie selbst, rhre junge Liebe kam ihr beschmutzt und entweiht vor durch den fündigen Kuß, der noch auf ihren Lippen brannte.
(Fortsetzung folgt.)
"Ach, immer, immer so bei ihm!"
f;*8e' die Wange rötende Scham, da sie sich diese heiße Sehnsucht eingestand--aber dann war der Walzer
Vorüber und andere Tänzer lösten Fritz Trautendorf ab u”b, emer Quadrille fand Suse sich plötzlich ihrem ,,Vetter gegenüber. Er tanzte mit einer der Hauptmanns- frauen, otc am ersten Abend ihres Hierseins Suse so impo- nlert hatten und die in einer tiefausgeschnittenen, mit Flckteru ubersaeten schwarzen Tüllrobe nach Ansicht des hübschen Artilleristen „totchie" aussah.
„Warum hat er sich nicht in die verliebt?" dachte Suse erbittert und ivar krampfhaft bemüht, durch eine recht lebhafte Unterhaltung mit ihrem Prinzen den fordernden! Manneraugen airsznweichen. Ter Hauptmann schien gegen seine Gewohnheit viel getrnilken zil haben, sein Gesicht zeigte sich auffallend gerötet und die Adern an seiner Stirn waren angefchwollen tote von unterdrücktem Zorn
Bewegmigeii Ivaren hastig, seine Sprache mühsam. Suse suhlte instinktiv, daß es ihm äußerste Anstrengung Äa (eme ^lsung zu bewahren, und daß es direkt gefährlich war, ihn durch kalte, verächtliche Behandlung zu
Ae gab also ihre erste Absicht auf uud begann geschickt Komodie zu spielen, indem sie beit alten, necken den tW» den "Vetter" anschlug, der eine geradezu zanber- Wirkung auf ihn ausübte. Er wurde ruhig aleicb- maßrg heiter gestimmt und der Händedruck, der bei euier Tour seine und Snses Rechte vereinte, besagte in seiner banst -Ti” "1Q Clt: öBlllBc 1111 T^ine Liebe nnd ich,
mbn an/6" ^^chenkte. Tie Mäbchen stießen mitein- Sie hatten die Rollen getauscht, denn in Snses sonst so lebensfreudigen Blick stahl sich eine leise Sckümrmnst Nichte" beme”Wn ™ ei* MgendekKigade- diese auch schon leise, wie beschämt:
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"Aih darf Ihnen gratnlieren, Fräulein von Senden?"■ ' Wnf d"k es noch niemand merkt.".
„Ans Zhr Gluck also!"
herunter""E Zuge stürzte Suse den Inhalt ihres Glases ^^uMckkehrenden Herren überraschten sie-noch dabei, Altung, mein gnädiges Fräulein!" lobte der p iercst, den Teller nut der heißgewünschten Hummer- p h.‘£rnL6rf)tolin!3 dor Stlse hin setzend, „und
5!"" ser Dank, ich hatte nämlich bis jetzt in dieser Saison s'^,F^chdamen, die den gauzei, Mend über einem Glase wmN. Tie hat der yerrgott entschieden im Zorn erschaffen.
£ nuch noch hätten trinken lassen, aber bewahre, gezahlt haben sie, wie oft ich mir eingoß."
„Nun, davor sind Sie bei mir sicher, ich habe genug ^tivi, meine Gläser zu zählen — aber ja nicht mit-
^rtte dus empörte Mädchen ihm zornig die ciitiiffcTi/ ober fie bcnteittc ciuf eittinnf hpn t rtftt d'i leicht erstaunt, unanaenehnr befremdet
bei dem nun folgenden Souper,. das an kleinen Tischen wurde Meta so in ihrer Nähe saß, daß fte dhe ganze Zett über sehen konnten. Zuweilen drohten
• sftauen Frauenaugen fast gebieterisch herüber-
mei-ft"11111’1 zusammen. Wehe Dir, wenn jemand etwas el" ™>to
und hilflos wand sie sich unter der entsetzlichen
§^uatton. Wenn nur Fritz Trautendorf sie zu Tisch ge- 9fBer ^ut hatten die lebenden Bilder das
Ttschengagemeni. zum Teil bestimmt und Susts Prinz war a sehr nett nnd hatte nicht übel Lust, ihr auf Tod und
gu £0Ut öU„machen, aber sie hatte so Sehnsucht nach ! etwas. Weichem, zärtlich Schirmendem.
Kövschen^mit nrr 0flT gesprochen, sondern ihr uopfcyen nut all den wirren, «ngstlichen Gedanken aawi ßirt an die Brust des geliebten Mannes lehnen möget? " ich ti’toa dst SWu d?""!' ;neriH gnädiges Fräulein? Trage eiwa ote Schuld?" unterbrach die Stimme ihres t-imL I jetrtt ihren sehnsüchtigen Gedankengang. z ' I
Hoch errötend beruhigte |ie ihn
Er lächelte.
"..fwh doch bloß hungrig. Ich, hole uns jetzt I Klones vom Buffet — hoffentlich haben die I
brhob sich, die Serviette unter dem Arm I "Huben Gnädigste sonst noch Befehle?" ,,^a, was zu trinken, ich verdurste."
n^Yl^OAouuanz, hierher — natürlich Sekt, nnd bald 'ne fint können wir uns allein."
begleitet von dein Hauptmann, der mit dem qlück- ^f.uhwuden Schneewittchen die kleine Tafelrunde vervoll- eilte et w>,
Are Kalisa ze.*)
Unter dem Xiamen Kalisalze wird eine ganze Gruppe mit«’ cm> !B^.,??^anbter Salze zusammeugefaßt. Die mächtigsten untcr ihnen der Carnallit, der, an sich farblos! Rsb wasserhell, durch Beimengungen von Eisenoxyd und anderen etL ''"ju oder gelb gefärbt ist. Carnallit ist
uuf etm: Verbindung von Chlorkalium und Chlormagnesium Mit Wasser Hervorgegangen. Die Stärke der Carnallitregion be- „ *2 Entdeckung von Kalilagern am Süd ost-Abe unvt-'/o^s Vogelsbergs dürste dieser Artikel für viele unseier Leser besonderes Interesse besitzen.


