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ffteM&m: Ernst Setz. - Rotationsdruck und Verlaa d-r Brühl'fchen UntverlttStL-BuL, und Stetndrucksrei. R. Lana«. Metz«-
Röfielspeuug.
Nachdruck verboten.
Der hat au? Sand gebaut, Stets, ivas der Manu verhieß, Ein Lüstchen leicht zerblies.
Er sei verpönt hinfort — DerSpruch: „EinMann, einWort/
Der Sang von Frauentreu Alt bleibt er ewig neu.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: Wo Worte selten, haben sie Gewicht.
tcfnCuClt wtuiiliCX-, u uuivuyv,
in Scherz und Leid Ihr bleibet wandelbar, ' t Wer Mannesworten traut,
Ein ebenso witzig wie kunstreich ersonnener Spruch aus ret> ganqener Zett ist auibcwahrt worden, der, er mag von oben nach unten, von unten nach oben, beide Strophen ineinander und in beliebiger Reihenfolge, oder, zur Abwechselung, mit verschlungenen Reimen gelesen werden, stets einen tri tilgen Sinn gilt. Er ist beut Kätzlein vergleichbar, das, in die Lust geworden, unnter wieder aus seine vier Füße richtig zu stehen kommt. Derlei po che Spielereien waren in alter Zelt eine sehr beliebte Unterhaltung, aber nur wenige lassen über der Anmut ihrer mannigfachen Ber- tauschung die Mühseligkeit der künstlichen Mache vergeßen, wie In euch ist Festigkeit . . Ihr Manner, o fürwahr, Ihr Frau'n, in Scheig ... Der hat sich gut bewehrt Wer Frauenivort verehrt, Als felsenfest ist kilnd Die Red aus Frauenmund,
ür Deutschland — heute noch viele, die, sich auf die allein MgmÄe Wirksamkeit des Staates stützend. Von mdividue len Ersuchen die Wege zur künstlerischen Erziehung des Volkes *“ SS'S’S.'Ä.II. i» die Sinfätaw
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ich würde nicht daran denken, Methoden Vvrznschrelben, die m iedem eitt$elnen Falle auf unüberwindliche Schwierigkeiten stoßen Ä S ick aber zu befürworten wünsche, ist die Aus- x-LSMiWWff-B eine kameradschaftliche Zusammenarbeit mit ihm finden, ß. in&rer.
WusiK,
— Das zum Preise von 50 Pfg. im, Verlage von Ullstein und Co., Berlin, erschienene Faschings he ft der Musik für Alle" beginnt nach enter TejchEmlemmg von Ernst von.Wvlzvgen mit einem flotten Marsch, wie er am Rl^m den Umzug der Bütten begleitet. Daran schließt flH gewissermaßen als Vertreter höher entwickelter, dabei aber echt volkstümlicher Kunst Verdi mit einer rauschenden Festmusik. Pierrots Werben um die Gunst der flatterhaften Colombine fändet in dem italienischen Chanson „Carneval" vollendeten Ausdnick. Die folgende Komposition Audran bietet einen tn echt sranzösischem Esprit gehaltenen Lancier. A. Grunfeld smgt m emern Walzerlied An mein Wien" von „Weaner Gemüt und „Weaner Lustigkeit . Münchens vielgerühmtes Redoutenleben schildert ein von L von Wolzogen verfaßtes, von Bognmil Zepler in Musik gebrach^ Lied ,A fescher Domino". Mit dem übermütigen, tn kölnischer Mundart gehaltenen Marsch-Kuplet „Et hüt noch immer, immer got gegange" klingt das Heft aus.
Ein hübscher Spruch von der Weibertreue und der Miinnertreue.
Vsrmisehtes. _ I
* Ais Heine einmal, als Götti nger Student, cm rrfitinnä le'-cßenfiiMbdien „Lottcheu vott der Landwehr", in der | Stammkneipe der Landsmannschaft „Guestphalia" umfaßte, um I
m to ten war er an die Unrechte geraten. Er mußte, sich von der durch seine Zudringlichkeit beleidigten Hebe eine form- | t'icüe Strafpredigt gefallen lassen und schlich ganz verlegen von | damien Unen vollen Monat blieb Heine von der,,Landweg iüea. Als er, mit dem festen Entschluß, die hübsche Scyenk- I mamsell völlig zu ignorieren, endlich das Lokal toieber betrat, I fmib er das Mädchen wie njngewandelt. Unbefangen trat ihni I die Schöne entgegen und sagte in Gegenwart seiner Kommilitonen. | °Mit Ihnen ist's etwas ganz anderes, als nnt den übrigen I 'ö,erretl Studiosen Sie sind ja schon so berühmt wie unsere j PZchoren; ich "habe Jljre Gedichte gelesen .Ach, wie herzlich schön! Und das Gedicht vom Kirchhof weiß ich fast auswendig, j itnb jetzt, Herr Heine, könneii Sie mich küssen vor allen diesen | Herren Seien Sie aber auch recht fleißig und schrecken Sie j norfj mehr so schöne Gedichte/' Als Herne tn spateren Jahren | sich dieser Episode aus seiner Studentenzeit erinnerte, sagte er I wehmütig: „Dies Reine Honorar hat mir mete reine Freude I verursacht, als späterhin all die blinkenden Goldstücke von I
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schwundenl Daß ein Raubmörder in Berlin spurlos per- 1 ickwinden kann, haben wir ja eben wieder einmal erlebt. Daß 1 ab« der reichste Mann der Welt, der „Petrolenmkönig John D Rockefeller, dessen Bild mit seinen charakteristischen Zügen tn unzähligen Zeitungen und Zeitschriften immer Meder gebracht worden ist und so jedem Kinde in Amerika bekannt fern dürste, plötzlich den Augen aller seiner Mitbürger entschwindet und Wochenlang verborgen bleiben kann, das dürfte denn doch überraschend sein. Ueber diese merkwürdige Geschichte wird englischen Blättern aus Ncwyork gemeldet: Rockefeller ist,seit Dezember verschwunden, und die amerikanischen Reporter,, die ihre Müdigkeit schon so oft bewiesen haben, machen die unglaublichsten Anstrengungen, um die ©pur des Milliardärs zu entdecken. Es paßte Rockefeller augenscheinlich nicht, einer Vorladung unter Strafandrohung Folge zu leisten, uni m der Nage des Staates Missouri gegen die „Standard Oil Company fern Zeugnis ab-
. zulegen. Kein Mensch weiß nun, wo er sich gegenwärtig aufhalt. Aus allen Gegenden des Landes laufen Berichte, ein, daß man ihn gesehen haben El: so soll er in Westindien kreuzen, er soll sich in seinem Landhaus in Laeawoad versteckt halten, er soll als Matrose verkleidet in Savannah weilen, und was dergleichen abenteuerliche Gerüchte mehr sind. Seme Hauser m Newyork und in Pocantioo-Hills werden ständig sorgfältig bewacht Natürlich haben sich die Zeitungen dieses dankbaren Stoffes mit Fenereiser bemächtigt, und man sieht nun überall seine Bilder in allen möglichen und unmöglichen Verkleidungen, die er angenommen haben soll, um der Entdeckung zu entgehen. Die „World" macht sich den Spast, eine Belohnung von 800 Mk. auszusetzen für jeden, Mann, Frau oder Kind,, der den Hermi Rockefeller lebendig sängt und ihn im Redaktionsbureau int elften Stock des Pulitzer-Wolkenkratzers abliefert. Erheblich ernster sehen die „Daily News" die Sache an, indem lie erklären, der Staat Missouri suche einen Beweis dafür, daß die „Standard Oil Company" mit Rockefeller an der Spitze die Gesetze verletze, dadurch, daß sie die Konkurrenz erdrossele und den Handel beschränke, und Jiockefeller fürchte sich, Zeugnis m dieser saHe abzulegen. Seine Flucht bedeute in der Tat das Eingeständnis der Schuld. , , . . ,
** Vom „Sauherdenton" Es ist einigermaßen auffallend, daß das Wort „Sauherdenton" in jüngstvergangener Zeit so oft in den Spalten wohl sämtlicher deutschen Blatter Herumgekommen ist, ohne daß jemand an diesem Wort Anstoß nahm. Nicht etwa nach der ästhetischen Seite, denn nach der ist es einwandfrei; aber vermißt man nicht eigentlich den Srnn des Ausdrucks? Ein Sauherdenton muß notwendig ein,Ton sein, den eine Sauherde von sich gibt. Mer gibt denn eine Sauherde überhaupt einen Ton von sich? Ganz und gar nicht! Denn wenn
man in einer Sauherde etwa ein Grunzen oder Schreien hören kann, so hat das mit hier Herde an sich nichts zu tun, sondern es stammt immer nur von den einzAnen Tieren und man müßte dann wohl von „Sauton" reden, -somit mußte man das Work als sinnlos verwerfen. Anders aber hört sich die Sache an, wenn man den Ausdruck mundartlich nimmt. In der Pfalz kann man eine grobe, ungewählte Sprache namentlich von alteren Leuten auf dem Lande sehr häufig als „Sauherteton bezeichnen hören; damit ist der Ton eines Sauhirten gemeint, den wohl jeder als nicht gerade zimperlich kennt, und der Fall ist völlig klar! Damit nicht der Mindeste Zweifel ajifkommen kann, sei bemerkt, daß auch die Redensart sehr häufig tn- bet Pfalz vorkvmmt: „Der is so grob tote n Sauhert. .Bwlleicht ist der „Sanherdenton" gerade durch die pfälzische Mundart- literatur entstanden, denn manche Mundartfchrecker begehen den Fehler, überall statt des harten „t" ein „d zu, setzen, weil der Pfälzer angeblich ein solches spricht; als ob tn ber Hoche deutschen Sprache das „t" immer hart gesprochen würde, Mwa in „Stadt" oder „Geist". Hat also jemand wälztsch „Sauherdeton" geschrieben, so konnte der mit der Pfälzer Mundart Vertraute im Zwei el fein, wer gemeint war, em „Sauherto oder eine „Sauherd", während für den Nichtvertrauten bet „Hirte" nicht leicht zu erkennen war und et aus dem „Sauherde- wn" den jetzt überall angewandten „Sauherdenton" machte.
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