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Der Gefoppte wehrte lachend ab.
.Laßt mich doch aus mit dem Quatsch. Wenn Ihr denkt, ich hätte nicht gern geküßt, so täuscht Ihr Euch gewaltig. Aber Trautendorf paßte hinter den Knüffen auf rote ein Schießhund." „ ,,
Ja, er legt sich wieder mal höllisch ms 3eil9-
„Kann er sie denn heiraten?" fragte der frischgebackene
Zum Vogelschutz.
Keder Naturfreund macht zu seinem dauern die Wahrnehmung, daß die Zahl,der nützlichen Singvogel immer mehr int Wnehmen begriffen ist: immer t""ter werden denn auch d Klagen über das Ueberhandnehmm des lästigen, schädlichen Um geziesers, von dem gerade unsere Ne,neu, munteren -sanier sch ernähren. Von neuem erheben sich immer kräftiger die Stufe nach einem internationalen Vogelschutzgesetz: besonders che Ti - schntzvereine erheben laut ihre 'Stimme gegen den Masienv^elfang in Italien, sowie gegen das Tragen von Vogelfedern auf Damem hüten: manche übereifrige Vogelschutzfreunde Mollen pch sogar verpflichten, keine Dame mit einem Federhtit zur Frau L» nehmen, auch gegen den Vogelfang und das Halten der Singvogel im Käfig wird lebhaft agitiert. Es gibt aber noch ganz andere!-Nittel des Vogelschutzes, die tn ihren Wirkungen durchaus geeigmt sind, dem Abnehmen der lieblichen sanger entgegen zu treten, Mittel, die allenthalben bei unsl angewandt, bald dazu fuhren müßten, Flur und Feld, Garten und Aue zu beleven nut ganzen Scharen der nützlichsten Singvögel. . „
Es ist ja richtig, daß die Italiener im Herbste unsere Singvögel massenhaft wegfangen, aber das war schon so vor
Leutnant naw.^jli^ Kleiner!" wurde ihm erwidert, „ich schmeck auch noch nicht die Verlobungsbowle." „Vorsicht, Kinder! Still! Da ist sie.
(Fortsetzung folgt.)
so daß nur noch Schwarzamseln, Spähen und B-uchsistkenin den städtischen Anlagen zu sehen und zu hören sind. Der Buchfink ist stärker und widerstandsfähiger als viele andere, der freche Spatz baut sein Nest sicherer, und ein Unkraut vergeht Nickt. Die Schwarzamsel gehört in den Wald, woher sie auch gekommen ist,' und wenn ihrer weiteren Verbreitung nicht bald Einhalt geboten wird, so wird das für die kleinen Sänger, die mcht Höhlenbrüter sind, sowie für dm Obst- und Gartenbau von großem Schaden sein. Es werden ja auch die «patzen dort, wo sie "allzu zahlreich sind, weggeschossen, von Zeit zn Zett aus Kvsten der Gemeinden dezimiert, eine Maßregel, die der Aier* schntzvcreiuler, der nm grünen Tische vom praktischen Leben oft recht wenig versteht, wahrscheinlich auch verwirft, die aber unser Nutzen gebieterisch fordert. .
Im Interesse des erforderlichen Vogelschutzes hegt e» ferner, daß die Jäger eifrig dafür besorgt sind, die Zahl der gefährlichen Würger o de r N eun tö t e r zn vermmderu, die tu manchen Gegenden, wo auswärtige Nimrode die Jagd gepach.et haoen, ohne sie in der richtigen Weise anshiubm, stark nberhand- nefonen; ebenso darf der Jäger in seinem Revier ouch hüt Elster- ober Rabeimest aufkommen lassen, wie er auch die verwilderten Katzen und alles sonstige Raubzeug wegschiesten sollte. Es wäre deshalb empfehlenswert, wenn die Gemeinden die ^agd nur an Ortseingesessene verpachten würden.
Daneben darf keineswegs aber die S chn l e ihre Pflickt unb Schuldigkeit versäumen; denn sie kann durch Belehrung und Ermahnung wesentlich znm Vogel- und Tierschutz beitragen. Zu unserer Jugendzeit bestand in Rheinhessen m vielenDörfern der strenge Gebrauch, dast im sommer au Sonntagen kerne Kinoer alleiii vvrs Dorf gehen durften, und das Ware auch heute nock, besonders int Interesse der kleinen Vogelwelt, em sehr empfehlenswertes Mittel. Der Gegner solcher strenge sehe heb nur einmal Montags die Verwüstungm an, die die liebe .•öugeuhmt einem Sonntag nachmittag beim «pielen m einem seinen, Wald et)en angericktet hat, vielleicht weniger ans Bosheit und Zer- flörungslnst, als aus Unwissenheit, Leichtsinn mck Mntwillen.
I Zum Schliisfe will ich noch! em wichtiges Mittel zur Er-
ausgedehnte Kultur des Bodens fast gänzlich verschwinden laßt I bieten. Dies wurde schon oft angeregt, aber selten lM matt Ein ickwunaliafter Vogelkaug und -Handel feit Heinnck des I damit einen wirklichen Erfolg erhielt. Nun hat tu erfreuiicner Winklers Ketten könnte den Bestand der Vogelwelt in Dentichland I Weise die Königliche Eisenbahn-Bauabteilung m Wiesbaden m nickt^vermindern ^st das E Verschwinden der, sichren einem Ausschreiben' den Anfang gemacht, indemtze »r die Be- Brnfftntfen führte’ rapide zur Wnahme der Zahl der Singvogel. I Pflanzung der Böschungen am neuen Hauptbahnhose zu ^>es
8 Hecken und Rainern der Gemarkung £’ben nm Angebote ersucht für »/yfeS verschwenden, weil der Boden durch dm gesteigerten Fleiß der Weidensetzlinge und anderer geeigneter Baume Was m Wtes- Menschen bis auf den kleinsten Winkel kultiviert und bebaut buben möglich ist, kann nirgends ausge chloi m s/m fs b wird- fein Eckchen mehr verbleibt ungestört den Singvögeln, I daher immer eine dankenswerte Aufgabe der TierschNtzverem, alle Nist- und Brutstätten werden ihnen entzogen. , , sowie der landwirtschaftlichen und Obst- "«d Gartenbauveieine,
In unserer Jugendzeit hatten wir oft Gelegenheit, an entern sjH in diesem Punkte mit dm Eismbahnbehordm M 5&neMett einzigen Hause L0--30 Schwalbennester zu zähleim heute aber | iU fefeen, Anregung zu geben und mit Daad anzNlegm zur all. ist^ein einziges Schwalbennest am Hanse eine Seltenheit im gemeinen Bepflanzung der Eisenbahndämme und BoMngen m Tmrfp • im Entsteben begriffen, werden sie herimtergestoßen, I ber Nähe der Städte und Dörfer, wo sich Wasser findet, vas Q? SfeinT SSreinigungbe" Hauses und seiner Um- U Vögeln zugänglich ist. An solche.iStellenwerderisichdie aebiina stattfindet- was seit des alten Tobias Zeiten Nicht ge- I Vögel gerne ansiedeln, und wenn dann dn Jager das A mi z g, scheut wurde, das wM man heute nickt mehr dulden. Marder-, Wiesel, die verwilderte Kätze, Würger K. tvegsch-eßt,
E Eine große Gefahr für unsere befiederten Sauger liegt in I da werden sie dauernd bleiben unb bald für ben Dbfh-unb ®art . ber sta'keu Vermehrung, in dem Ueberhandnehmen der Haus- | hau von größtem Nutzen fein durch die Vertilgung von sch k a tz e Die kleiiien Vögel, denen die Natur alle Waffen versagt lWert Infekten und deren Larven und Eier; s^ w rden aber hat die nur in raschen Davonflieaen Sckntz und Rettung finden auch zur Freude jedes Naturfreundes die ganze Gegmd belebest vor ihren Feinden müssen sorgsam geschützt werden vor dm durch ihr fröhliches Konzert im grünen Laubdache ■3iuetge. Katzen wie nicht minder auch vor ihren Feinden aus dem eigenen So müssen alle Faktoren zusammenhelfen, da m werde ba b Vogelgeschleckt Der Garten- und Vogclfrmnb futtert tm Winter | die vielen Magen über die Abnahme der Singvögel- vermummen, tone tiiebHnge, damit sie nicht Not leiden in der bitteren Kälte; ltnb hierzu fei durch diesen kleinen Beitrag aufs neue Anregung im Frühjahre aber bietet er ihnen, samt den ans dem Süden gegeben! ------------
heimgekehrten Sängern, soweit sie Höhlenbrüter siiid, in den |
Nistkästen sichere Brutstätten: bald aber smd die Voglem mit Ehescheidung.
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will, lasse sie nicht in fremde Gärten laufen, er beUlte sie daheim , I Wukungen Men, bene katholischen Kirche entbehrt.
den städtischen Anlagen fast so zahlreich zu sehen ist, wie die I ber^ir«tete, f J Richtschnur des Lebens bient, hat auch Spatzen auf dem Lande, sie ist ein gefährlicher Räuber, bei I Sittengesetz, das wn j Mio ton genügt Aber ihre Tochter Iwwwsä Äwssft I m&rtWSSJÄ?d°->-


