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zösischen Schützenschwärme, während sie den geschlossenen preußischen Endres verderblich zu werden drohten.
Hier oben am Windknollen hielt der Kaiser noch am späten Abend eine Truppenrevue bei Fackelschein und laut schallte das „Bive l'EmPereur!" zu den untätig zuschauenden Preußen herüber; hier oben verbrachte der Kaiser auch die Nacht inmitten seiner Garden, während Tausende seiner Soldaten Jena plündernd durchzogen. Zu seinem Lagerplatz hinauf leuchteten als mächtige Fackeln die brennenden Häuser der alten Musenstadt, und der Nachtwind trug zu ihm das Johlen der betrunkenen Krieger, das Angstgeschrei gequälter Bürger und mißhandelter Frauen empor. Der Mann, dessen Wort Kronen zerbrach und neue Fürsten schuf, rührte feilten Finger, um dem wüsten Treiben disziplinloser Scharen Einhalt zu tun."
Von diesem Punkte des Schlachtfeldes aus nahm das Drama des 14. Oktober seinen Anfang. Noch viele Jahre später wurden beim Pflügen und Graben Waffen, Montierungsstücke nnd menschliche Gebeine gefunden, als traurige Erinnerungen an die mörderischen Kämpfe. Bei Rödigen, wo Sachsen und Preußen gegen Marschall Soult im Feuer standen, erinnert ein schlichtes Denkmal au den hier gefallenen Reiteroffizier von Vissing. Bald nach der Hochzeit mußte er von der Seite seiner jungen Gattin in den Krieg ziehen. Bei Rödigen wurde feilt Pferd 'erschossen; er stürzte und brach das Genick. An der Stelle, wo die Bauern aus Rödigen ihn begraben hatten, fetzte ihm seine Witwe'ein Denkmal. Aber als sie zu dessen Ein-, Weihung im Jahre 1858 selbst nach Jena reisen wollte, ereilte sie unterwegs in Riesa der Tod. Sie ruht nun an der Seite ihres Gatten auf dem Schlachtfelds bei Jena. Auf dem Denkmal sieht man zwei verschlungene Hände Md darunter die Uhlandschen Verse:
„Es zeugt von einer Abschiedsstunde Wo Hand aus Hand sich schmerzlich rang. Von einem Heilgen Seelenbunde,
Von einem himmlischen Empfang."
Bei dem Dorfe Zwätzen hat Freiherr von Berlepsch, der letzte Kontur der Balley Zwätzen des deutschen Ritterordens 47 gefallenen Sachsen einen Denkstein gesetzt. Auch bet Kapellendorf, wo General Rüchel sich Vergebens den siegreichen Franzosen entgegenwarf, waren noch um die Mitte des vorigen Jahrhunderts mehrere gutgepflegte Gräber gefallener Kämpfer. An ihrer Stelle wird demnächst ein schlichtes Denkmal errichtet werden.
Die Spuren der anderen Gefallenen sind verweht. Sie sind nach der Schlacht eilig verscharrt, kein Denkstein kündet ihren letzten Ruheplatz, hin und wieder wird bei Erd- 'arbeiten, eins dieser Gräber aufgedeckt.
Zum Herbst 1808 erschien Napoleon, der nun auf der Höhe seines Ruhmes stand, zum zweiten Male auf dem Schlachtfelde von Jena, an der Seite des russischen Kaisers, umgeben von den deutschen Fürsten, die er zu einer Hasenjagd hierher eingeladen hatte. Der blutige Hohn dieser Veranstaltung hinderte Fürsten und Völker nicht, dem Eroberer mit erniedrigender "Schmeichelei zu nahen. Beim Napoleonstein war ein Tempel erbaut, den folgende, von einem Jenaer Professor verfaßte Inschrift zierte „Prae- septes divos nunc prisca Thuringia junxit, eit uovus attenitos iunget amor populos." (Mächtige Herrscher hat jetzt das alte Thüringen vereint, neue Liebe wird nun einen die staunende Welt).
Da war Deutschland in seiner tiefsten Erniedrigung, da seine geistigen Führer Tyrannen, als Friedensengel begrüßten. G M'.
Drredschelob.
Was mer heit alles kaase muß .Des Flaasch, GemieS, die Eier
Die Klaader un die Schuh tut Schtrimb Js alles schrecklich feier.
Aach die Kartofsle schlage uff
Un Wirschiug, Rettch tut Zwiebel Uit wenn mer erseht au Ebbel denkt, Wahrhast'g, es wird aam iewel.
Un zu em neie Winterkeeb
Schickt scho neit mehr die Kasse Un zu ner Fahrt nach Frankfort not Wenn mer ritscht vierte Klasse.
Ror Ebbes zu em billige Preis
Js ebe noch zu kriege
Des fein die Quedsche, die wie Schtas
Im Schosseegrawe liege.
So'n Quedschesege Hot mer nett
Erlebt seit eich tim denke
Die Bäum, die breche hunnertweis
Weil se zu voll tun henke.
Uit Honig werd der jetzt gekocht
Es schicke nix die Dippe
Wer sich kaa Quedsche kaase will
Ter tut se ebe schwippe.
Wenn mer den ganze Honig wollt
In seiner Miass' vergleiche
Mer kennt alle Häuser in der Schtadt
Bis obenuff aanschtreiche.
Un noch e wahrer Hochgenuß
In unserem Oberhesse
Js, daß mer kann sich rtmberum
Satt Quedschekuche esse.
Uit daß mei Schorsch in letzter Zeit
Nett brumme tut tut fluche —
Eich glaab, daß ihn waich hat geschtimmt
Mei guter Quedschekuche.
Fraa Hannewackel.
Bilderrätsel.
Nachdruck verboten.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Ergänzungsrätsels in voriger Nummert Proben giebt es zwei, darinnen Sich der Mann bewähren muß: Bei der Arbeit recht Beginnen, Beim Genießen rechter Schluß. Geibel.
Auflösung des Preisrätsels in Nr. 142
der Familienblätter:
Sieb, Uhr, Dürft, Elba, Kojen, Magen, Alm, Neid, Nabel, Jammer, Onkel, Mund, Auge, Nebel, Nest, Eber, Sache;
Suber m a n it, „I ohanne s".
Es gingen 3 71 richtige Lösungen ein.
Preise erhielten:
1. Einen großen Prachtglobns: Frau Feldwebel P r e§ ber, neue Kaserne.
2. und 3. Unser Tierarzt, ein großes illustriertes Prachtwerk : Gemeinde-Einnehmer Bender in Langsdorf und Philipp Frey in Lang-Göns.
4. Ter Ratgeber für das praktische Leben. Ludw« Magnus IV. in Großen-Linden.
5. Ki n b e r p a r a d i e s, ein großes Bilderbuch für Deutschlands Kinderwelt: P. Jughardt, Gießen.
6. Die Welt der Kleinen von Eduard Pascal: Lehrer H. Weisel in Garbenteich.
7. Lenau und die Familie L ö w e n t h a l: stud. jur. Klein, hier.
8. Drei Bände „A u s Natur und G e ist es w elt": Lehrer Georg Kling, hier.
9. Aussätze und Vorträge von Max R e i s ch l e: Pfarrer i. P. L. Hofmann, hier.
10. Zwei tuufikwiss. Bücher: Fran H. Schön hier.
11. Zwei Bände „Aus Natur und G eist es w elEi Rentner Theodor Haubach, hier.
12. Rosen und Reben, Gedichte von Georg Brinkmann: Fräulein Sofie S ch l ö r b, hier.
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