Ausgabe 
12.10.1906
 
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Auflösung des Gitterrätsels in voriger Nuuuner:

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Magisches Zahlenqnadrat.

'Nachdruck verboten.

In die Felder nebenstehenden Quadrats

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viermal derart eingetragen werden, das, die Summe der Zahlen tu lebet der senkrechten, magerechten und Diagonalrethen ftetv ve trägt.

Auflösung in nächster Nummer.

stark von sogenannten Umwandlungsprodukten abhängen, nach höheren Temperaturen zu verschieben.

Wie dem auch sei: Heuslersche Legierungen haben für unsere Erkenntnis von: Wesen den Magnetismus die größte Bedeutung und sind auf diesem Gebiete nach ^rof. Rieckes Ausspruch die wichtigste Entdeckung seit Farad Felix Jentzsch.

LLtsNarrsches.

Leben und Lehre des Buddha. Bon Professor Richard Pischel. Mit einer Tafel. (Aus Natur:und GMes- welt". Sammlung wissenschaftlich-gemeinverständlicher Darstell­ungen aus allen Gebieten des Wissens. 109. Händchen.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. (VI u. 127 S.) 8. Preis geb. 1.25 Ml. Keine Religion ist öfter, mit dem Christentum ver­glichen worden als der Buddhismus, und kerne hat deshalb ein verschiedenere Beurteilung erfahren als diese. Die emen suchen auf seine Kosten das Christentum zu verherrlichen, andere dies durch ihn herabzudrücketr. So wird allen, die sich em ob­jektives Bild der jedenfalls nach dem Christentum am höchsten stehenden Religion machen wollen, die Darstellung willkommen sein, die Professor Pischel, auf Grund der neuesten Quellen ver­öffentlicht. Das Bändchen gibt nach einer Uebersrcht über die Zustände Indiens zur Zeit des Buddha eme Darstellung von dessen Leben, wobei besonders die Aehnlichkeitcn Mit den Evan­gelien und die Frage der Möglichkeit der liebeltragung budihiul- scher Erzählungen auf Jesus erörtert werden. Danach erfahrt Buddhas Stellung zu Staat und Kirche zu den Kasten, den philosophischen Systemen, den Gottern des Volkes, Buddhas Lehrweise, die sich vielfach tu Gleichnissen, Fabeln

und Märchen bewegte, sowie Buddhas Lehre eme

eingehende Darstellung. Bei dieser werden dievier edlen Wahrheiten", dieFormel vom Kausalnexus und der popu­lärste Begrisf desNirvaua" erörtert.. Eine Darstellung der Ethik des Buddhismus stellt fest, daß dieser wie Christentum die Liebe als Kardinaltugend aufstellt und daß seine Gebote vielfach sich mit denen des Christentums berühren Schließlich werden Gemeinde und Kultus, die Konzile, das Monchs.vesen und der Reliquiendienst geschildert. ebenso mhaltretche wie inter­essante Bändchen kann so auf das beste empfohlen werden.

König Friedrich Wilhelm II. und dem schonen Hoffraulein Ama­lie Elisabeth von Boß abstammen: undda ist, au i seinem Schlosse Domanze in Schlesien lebend, der 86 tahrlge Graf Gustav von Brandenburg, früher deutscher Gesandter m Brüssel, der letzte Cmkel des Königs FnedrichWilhelm H. und 1 der Gräfin Sofie Juliane Dönhoff, die der Monarch sich nach dem Tode der Gräfin Jugenheim, dem Beispiele des Landgrafen Philipp von Hessen folgend, neben seiner rechtmäßigen Gemahlin, der.Königin, antrauen ließ. Der morganatischen Che des Prmzen Adalbert von Preußen mit der lieblichen Tanzertn Therese ElSler entsprang nur ein Sohn, der wie seine Mutter den frei- , herrlichen Namenvon Barnim" trug, und am 12. ^uh 1860 unverheiratet starb. Die Grafen von H o Y e n a u tzr i alter r Graf Wilhelm Hohenau, als General a la suite des Kaisers emer der elegantesten Kavaliere des Berliner Hofes ist, sind söhne des Prinzen Albrecht-Vater von Prcugen, ans der zweiten (standes- ungleichen) Ehe die dieser jüngste Bruder Kaiser Wilhelms11. mit dem Fräulein Rosalie von Ranch schloß. Nahe Verwandt- schaft^verbindet die Familien von B r illw itz und von W alden- bnrg den Herren von Wildenbruch. Die Prillwitz spielten am Hofe des Kaisers Wilhelm I. eme beträchtliche Rolle, - tftmt Georgine von Prillwitz war eine der durch ihr gestlMaitliches Auftreten berühmtendrei Schwestern", geborenen Gräfinnen Moltke, stand aber der Gräfin Danckelmann und der Gräfin Perponcher an Reiz der äußeren Erscheinung naa). ^hr Gatte, der Kammerherr und frühere Gardekürassier-Offizicr Ludwig von Prillwitz war ein Sohn des Prinzen August von Preußen, Bruders des Prinzen Louis Ferdinand. Und vom Prinzen August stammen auch die in Schlesien begüterten Herren bon Waldenburg aM Die Familie von Iägersfeld, von der cm Zweig m Arkans«. in Amerika lebt, haben zum Ahnherrn einen svhn des Mark­grafen Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Schwcdr, Georg Wil­helm Jägersfeld, der 1786 den preußischen Adel ermelt. Die in Preußen, Bayern und Oesterreich zahlreich bestehenden Frei­herren von F al ck en ha ns en sehen ihren Stammvater m dem 1757 verstorbenen Markgrafen Karl Friedrich Wilhelm zu Bran­denburg-Ansbach. Die Freiherren von Stoltzenberg stnd Ab­kömmlinge des Markgrafen Heinrich von Brandenburg-Schwedt, und die Freiherren von Kotz au verdanken iyren Ursprung dem Bunde des Markgrafen Georg Albert von Brandenburg-Culm- bach mit Regina Lutz, deK Töchterlein des Amtmanns Johann Peter Lutz: sie sind jetzt meist in Bayern zu Hanse. Erloschen im Mannesstamme ist die Nachkommenschaft der Grafen Lich­ten au, der Favoritin Friedrich Wilhelms II.; das Grabmal ihres im Kindesalter verstorbenen Sohnes, des Grasen Alexander von der Marck in der Dorotheenstädtstchen Kirche zu Berlin ist eins der vollendetsten Werke von Johann Gottsried Schadows Meisterhand; in weiblicher Linie sind indesien noch Nachkommen der Gräfin Lichtenau vorhanden und mit den oben erwähnten Grasen Jngenheim verschmolzen. Früh erlosch auch, tote zum Schluß erwähnt sein mag, in männlicher Folge eine Familie ,v Carlo Witz", die der Markgraf Karl zu Brandenburg- Schwedt und eine Regina Wilke begründeten. Der 1744 von Friedrich dem Großen nobilitierte Sohn starb kinderlos, seine einzige Schwester vermählte sich einem Grasen Schonburg, dem Adjutanten ihres markgräflichen Vaters. Das sind, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die lebenden, und die verichwun- denen Seitenzweige des preußischen Königsstammes.

Magnetische Legierungen.

Nachdruck perboten.

Schon seit den ältesten Zeiten ist Eisen als magnetisch be­kannt, Sagen und Erzählungen von Magnetbergen und geheimnis­vollen magnetischen Krästen sinden sich bei allen Völiern. , Daß es auch andere, wenn auch nur wenige, Stoi,e gibt, die m be­trächtlichem Grade magnetisch sind, ist wenig bekannt geworden Seit der Entdeckung des Elektromagnetismus durch Oerstedt (1820\ d. h. des engen Zusammenhanges zwischen Elektrizität und Magnetismus, hat man natürlich alle Elemente bez. ihrer magnetischen Eigenschaften einer ganz genauen Untersuchung un­terzogen, aber größere Magnetisierbarkeit außer bei Elsen nur noch bei Nickel und Kobalt gesunden. ,

Wenn die Elemente selbst nicht magnetisch sind, war bei irgend welchen Legierungen erst recht, keine Magnetisierbarkeit zu erwarten. Doch überraschender Weise fand vor Ws Jahren Heusler Legierungen, die an Magnetisierbarkeit durchaus nut Nickel und Kobalt rivalisieren können und zwar aus an sich ganz unmagnctischen Metallen, nämlich Kupfer, Aluminium und Mangan. , . . _ ,,L

Nach dem Franzosen H. Guillaume, der m der Zeitichrift L'industrie Electrique bereits eine Theorie dieser Erscheinung auf­gestellt hat, soll das Kupfer darin nur eine ganz nebensächliche Bedeutung haben. Der eigentlich magnetisch wirksame Bestandteil soll danach das Mangan sein, dessen eigener Magnetismus aber nur bei tiefen Temperaturen in Erscheinung treten soll. Alu­minium hat nun nach Guillaume die Eigenschaft, die Schmelz­temperatur einer Legierung in die Höhe zu treiben und damit auch das Wirkungsgebiet der magnetischen Eigenschaften, die

VermLsMe».

* Professoren der Grazie. Ein neuer Frauenberuf, der Kraft, Gesundheit, Schönheit verleiht und em jährliches Ein­kommen von 5000 Mark sichert, ist in London entstanden. Es ist der Beruf eines weiblichen Lehrers, der durch Gymnastik und Ausbildung des Körpers Anmut und Eeleganz verleiht, der Berus einesProfessors der Grazie". Die Damen der Gesellschaft wisten, daß nur Sport und Turnen jene Elastizität, irische und Leichtig­keit verschafft, die der Engländer vor allem an der Frau, liebr. Darum besteht eine große Nachfrage nach solchen Lehrerinnen, und es hat sich ein eigenes Institut gebildet, das Damen , rn dieser Wissenschaft der Körperkultur ansbildet. Zwei Jahre smo mindestens nötig, um in Theorie und Praxis recht ordentlich aus­gebildet zu werden. Die jungen Damen, die alle Prusungen be­standen und durch alle Lehrstunden mit Erfolg hindnrw gegangen sind, erscheinen nun als so reizende und anmutige Wesen, daß sie selbst zum Preise ihres Unterrichts den besten Anlaß bieten und die schönste Empfehlung der neuen Grazienlehre darste.llen.

* Zweideutig. Herr:Aber, Fräulein Anm, Sie ignorieren mich konsequent; Sie halten mich wohl für einen rechten Dumm- kopf?" Fräulein:Ach nein, ich beurteile niemand nach seinem Aenßerell!"

Redaktion: Ernst Heß. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gieße«.