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kranken bewahren, uuti ut
erkannt wurde, kann cs schon ..... uutiC|ltul
Mben, und um gesunde Kinder vor der Berührung mit keuch- hustenkranken zu bewahren, müßte man sie von jedem überhaupt hustenden Kinde entfernt halten, ohne schließlich auch hierdurch die absolute Sicherheit vor der Ansteckung zu haben, denn vielleicht kann auch angetrockneter Schleim, der von einem keuchhusten- iranken Kinde ausgehustet wurde, an irgend einem Gerät, welches nnem gesunden Kind in die Hände fällt, dieses infizieren. ^rr^Sand der Spielplätze, wenn er nicht intensiver Sonne ausgesetzt ist, dürste als Ansteckungsmöglichkeit eine größere Rolle !?«» als man bis jetzt ihni zutraut. Dazu kommt noch, daß frische Luft das beste Mittel ist, die Keuchhustenanfällc au Ljahl, zu vermindern, also sind die lleiuen Patienten nach Möglichkeit m die freie Statur zu bringen, eben dorthin, wo sich auch Gesunde ergehen.
t . kann doch durch strengste Vermeidung einer
^Znfertlonsmoglichkeit eine Erkrankung vermieden werden, und dringend ist jede Berührung mit keuchhustenkranken Kindern anzuraten, wenn es sich um Säuglinge und Kinder unter drei Jahren, sowie um mit Tuberkulose behaftete Kiuder handelt. Weit die Ueoertraguug nicht ans heitere Entfernung erfolgt, aua) nicht durch gesunde Personen, die sich vor Berührung und Beschmutzung durch keuchhustenkranke frei hielten, so kann auch «t1 Jc?en ^ause durch strenge Abschließung der Gesunden eine Ansteckung derselben verhindert werden.
■ Zer Keuchhusten.
Wie bei allen Infektionskrankheiten wechseln auch beim Keuchhusten Jahre mit wenigen Krankheitsfällen und Jahre mit gehäuftem Auftreten, auf mehrere Jahre der Riihe folgt ein Epidemiejahr. Wie die Mafern verhält sich auch der Keuchhusten: ist eine erhebliche Zahl von Kindern durchseucht, so erlischt scheinbar die Krankheit, um nach gewisser Pause sehr erheblich wieder aufzutreten.
Keuchhusten ist ausnehmend ansteckend und, da die meisten Menscheil für das Keuchhustengift empfänglich sind, gehört er zu den häufigsten Kinderkrankheiten, aber auch Erwachsene und selbst alte Leute können an Keuchhusten erkranken, wenn sie die Krankheit noch nicht überstanden haben. Weil die meisten Menschen eben schon als Kinder den Keuchhusten durchgemacht habe», erkranken so wenige Erwachsene daran, denn ein einmaliges Ueberstehen schützt vor erneuter Ansteckung.
Wohl über keine Erkrankung bestehen so viele irrtümliche Ansichten wie über den Keuchhusten und wirken sehr häufig schädlich. Erne Reihe von Umständen wirken zusammen, die Ansteckung zu erleichtern, andererseits einen Schutz vor der Ansteckung zuweilen illusorisch zu machen. Der Kenchhusteii ist wahrscheinlich schon ansteckend in dem Stadiuni der Erkrankung, wo er noch gar nicht erkannt werden kann. Ein Kind, das mit ans- gesprochenen Keuchhustenanfällen behaftet ist, kann man von andern fernhalten, und gesunde Kinder von der Berührung mit diesen “*i- aber bis dieses Kind als kcuchhustenkrank cs schon eine Menge Spielgefährten angesteckt
Bei Schulkindern erfolgt meistens die Ansteckung bevor der Keuchhusten als solcher erkannt ist, selbstverständlich darf ein öN^itenkrankes Kind nicht in die Schule, aber in den meisten galten wird es vorher schon einige seiner Kameraden infiziert haben.
,, —kr Keuchhusten tritt bei verschiedenen Epidemien verschieden stark auf, bei der>elben Epidemie gibt es gleichfalls leichte und schwere Salle. Im allgememcn wird der Keuchhusten meh- als CI*tG I?n9toicnge imi) unangenehme Krankheit denn als eine gefährliche anzesch.n aber, die Erf. Yrung betätigt diese Ansicht «'Zt, den jüngsten Lebensjahren ist der Kcuchhusten am meisten s» d@ ,dLenyti° Kmdern mit. schwerer Rachitis. Gefährlich ist der Keuchhusten auch durch Hmzutreten anderer Krankheiten spe- » f db^^rigen- Eine sorgfältige Ucberwachung keuchhusten- kran.kcr Kinder ist durchaus notwendig, Fieber verlangt stets Zuziehung , des Arztes, denn es zeigt an, daß der Verlauf ein
®obc!lb ^er charakteristische Husten da ist, und damit auch der Laie die Diagnose Keuchhusten mit Sicherheit M1,6" kann, wird huusig der Keuchhusten ohne Befragen eines Arztes auf eigene Hand kuriert, eine Menge unfehlbarer Mittel S“"6» ra m den Zeitungen angepriesen und alle guten Bekannten beeilen sich mit ihren Erfahrungen und Mittelchen zu Solange es sich um einfache Hausmittel handelt läß! mUte? «ftpbf^..man um schweres Geld die Reklarne- befraaeil '^Etn E "ch deren Wert beim Arzte
auk^ hm wm eine wirklich heilende Einwirkung
,^!^,den.Keuchhusten hat, gibt es Nicht, sondern nur solche Mittel be??abkü»en"' Sna'r06”' Astn Falle die Dauer der Krank- in ^n' ??c1 verschiedene sein und im gegebenen
Falle ist einmal dieses, das andere Mal jenes zn verordnen re nach den begleitenden Umständen. Auch die DiätetU die Lebensweise, Lustgcnich, Spazieren gehen und dergl. läßt' sich Mnsr*1 Bogen ein für allemal festlegcn, da sprechen
Stände^s^^»"""^e',WittWung, Jahreszeit und andere Um- stande. oft em gewichtiges Wort mit. Aber eines ist doch m
Luftwechsel soll den Keuchhusten heilen ^und SdiW k \ Fehler begangen. Der Luft-
wechsel ist durch bloßen Ortswechsel meist nicht erreicht. Auch mt cm Keuchhusten doch zum Ausbruch, wenn auch sofort
^?^^^llen der Diagnose ein Luftwechsel vorgenommen wurde. Ein Ortswechsel aus entern rauhen Klima in ein mildes gleichmäßiges, wird stets wohltuende Folgen haben, aber nur wenn eben die Kinder stunden- und tagelang im Freien zubringen können und die Wohnungsverhältnisse derart sind, daß auch hier jede Erkältungsgefahr vermieden wird. Ein mildes südliches Klima wird nichts nützen, wenn mit demselben der Aufenthalt in I kalten, lange unbewohnt gewesenen, nicht heizbaren Hotelzimmern I verbunden, ist. . Niemals aber soll man reisen, ohne vorher genaue Sicherheit über die Unterkunst eingcholt zu haben, dazu gehört, daß man dem Wirt mitteilt: es kommen Keuchhusten- I n ‘eL sonst kann es sich ereignen, daß nach der Ankunft beim ersten Hnsteuanfall der weitere Aufenthalt versagt wird. Unsere I « ^erfrischen und Bäder betonen in ihren Prospekten, daß I ^ubukrankc Kinder nicht aufgenommen toerben und ihre Ruckreye höflich aber bestimmt verlangt wird; und man kann ihnen nicht Unrecht geben Es ist also stets das Beste, zunächst I den Verlauf des Keuchhustens zu Hause in den geordneten Verhältnissen abzuwarten und erst später zur Erholung des Kranken ! le ", der Jahreszeit und den Verhältnissen einen entsprechen- den Aufenthalt im Süden oder an der See folgen zu lassen I Man kann m Bezug auf die Schonung der Kinder nach Keuchhusten lieber etwas ängstlicher sein, als nach dem Aufhörcn der charakteristischen Hustcnanfälle die Kinder schon als gesund zu betrachten. Die Eigenart dcr Keuchhnstcncrkraukuiig bringt cs nut sich, daß die widersprechendsten Ansichten bestehen. Beim gewöhnlichen. Keuchhusten ist das Kind nur während der Anfalle krank, rn der Zwischenzeit ist es gesund; diese Beobachtung I wag zu der Auffassung geführt haben, daß der Keuchhusten eine I ijnjirtigc Augewohiihcit fei, die durch die Rute kuriert wird.
Allerdings gelingt es nicht selten, Keuchhustenanfälle durch Droh- | imgen, durch Slbleukung der Aufmerksamkeit dcr Kinder nicht zum Ausbruch kommen zu lassen, und manche Kinder verfallen von selbst auf . allerlei Mittel, durch welche sic einen drohenden Anfall unterdrücken. Andererseits kann die Umgebung durch ihr I verhalten dazu beitragen, die Anfälle hervorzurufen ober zu vermehren, wenn sie die Kinder darauf aufmerksam macht: jetzt kommt ein Anfall! ängstlich den Kopf hält ober sonst Avwehr- maßrcgcln irgend welcher Art ergreift. Daraus ergibt sich die schwere Aufgabe für die Pfleger keuchhustenkranker Kinder: auf der ernen Seite sorgfältige Ausschaltung aller Schädlichkeiten, also eine gewisse Aeugstlichkeit, andererseits dem Kranken gegenüber cme gewisse Sorglosigkeit und zuversichtliche Ruhe: also ä; B. Sorge für reichlich frische Luft und Bewegung im Freien emerfeit8 und andererseits Vermeidung jeder Erkältungsgefahr; reichliche kräftige Kost, aber keine llcberfiitternng; Spielen im tyreicn, aber ilicht Tollen; Abhärtung, aber keine übertriebene. Schonen aber kein Verzärteln. Den rechten Mittelweg zu siiidcn, I darin liegt häufig die Kunst; und in vielen Fällen gelingt dres eben doch nur durch die ärztliche lkeberwachung, durch welche rechtzeitig nach der einen oder anderen Richtung eingreifende Verhaltungsmaßregeln gegeben werden.
Die deutsche Pompadour.
Unter dem etwas protzigen Titel „A German Pompa- dour' hat die englische Schriftstellerin Marie Hay ein Buch erscheinen lassen. Die „deutsche Pompadour", die Frau Hat, uns vorstellt, ist Wilhelmine v. Graevenitz, Lnnd- hofmeisterm von Württemberg. Diese Frau, deren Lebensgeschichte bis jetzt wenig bekannt war, war die Geliebte des Herzogs Eberhard Ludwig von Württemberg (um 1720), und hatte aus das Leben des Herzogs wie auf die Ge- schichte des Herzogtums einen bedeutenden Einfluß. Die junge Wilhelmine war eine sehr hübsche, sehr romantische und sehr abenteuerliche kleine Mecklenburgerin. Als ganz junges Mädchen entfloh sie mit Herrn Gabriel, ihrem Musiklehrer, aus dem väterlichen Schlosse. Ihr Weg führte sie nach Stuttgart, und sie hatte die Ehre, vor dem Hofe in La Fontaines Komödie „La Coupe cnchantee" zu spielen. Herzog Eberhard verliebte sich sofort in die Kleine und beschloß, ihr noch am selben Abend seine Liebe zu erklären. Er forderte das junge Mädchen auf, mit ihm „beim Schein des Mondes zu promenieren". Sie nahm die Einladung an und spielte als gewitzte Abenteuerin, die sie war, dem verliebten Fürsten gegenüber die Kokotte. Eberhard Ludwig war so verliebt, daß er nichts Vernünftiges sprechen konnte, was immer ein Zeichen übergroßer Liebe ist. Als er die Geliebte verließ, sagte er nur: „Auf Wiedersehen, Philo- mele!" Und Wilhelmine wurde kühner und antwortete: „Aus Wiedersehen, mein Dichter!" . . . Tas zweite Zusammen- treffen der beiden jungen Leute ist noch viel romantischer. Eines Tages hatte sich Wilhelmine mit kluger Absicht im Walde verirrt und sang in ihrer Slot eine damals sehr beliebte Arie von Lulli, in welcher ein Verliebter sein Liebchen also anschmachtet:
„Dichter Wald, wehr ab der Sonne Schein, Für mich kannst niemals du zu dunkel sein.


