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Musik.
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In Dämmerstunden denk ich oft den Tag, Der ganz iu Sonnenflatun gebettet lag. So zart der Ferne hauchverklärler Tust,
Der Sonnenstrom der weichen Blüleulufk. cecv Rhein so grün, fo tief geheimnisklar, Wie mir dein Auge noch Geheimnis war. Rings Sonulagsfrieden auf beu Rebeuhugeln, Hub langsam rauscht auf abeubbuufteu Fliigeln Ein Aveläuten burch bas heitre Laub. Das Ufer säumt ein buntes Hauserband, Gin langes Dorf mit menschenregem Treiben, Unb Perleiikelieit blanker Feiisterscheibe». „ Ruf Burggestumps unb bröckelnbent Gemäuer «firfielt die Sonne, unb es huscht ein scheuer, Vermorschter Liebreiz um bie Irotz'geii Brauen, ^ie milben Stirnen, gleich wie wenn die rauhen Soldaten ihre kleinen Enkel Herzen , Unb ihre starren Stimmen rubrenb scherzen. Durch leere Fenster jagt bas Schivalbenlieb, In bämmertiefen Mauernifchen glüht Mauch Lämpchen vor beit Aiuttergoltesbtldein, Unb Gärten, brüt die Rosen heiß verwildern, Seh ich geheimniSslill vorübergleiten, Und weiße Stufen, die ins Master schreiten. Am Hang der blatte Weinbergschiefer brennt, Und Fedetwolkchen stehn am Firmameut;
Den braunen Grund ducchtvühlt der Eiseupflug, Und donnernd durch die Felsen rast der Zug . . . Wir beide standen an des Schiffes Rand, # Und leise, leise fand sich Hand zu Hand ...
wie die Sage erzählt, in ihrem Schoße ruhenden Nibelutigeuhort :: MZMWWLp«
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nn etei Zeit: die großen Dampfer dnrchfurcpen iu^stoUer Sicherheit die Wogen des Rheines, umringt von gröberen unb kleineren Boten und Kähnen, und die Eisenhahnen lagen j Ufern rheinauf- und rheinabwärts nnd in da»
Land hinein. Unser dluge findet beständige Nahrung, unser Gemüt uiiaufhörliche Anregung und Bereicherung..
Der Rochusberg, der wegen der vielen ans ,einem Boden gedeihenden Haselsträucher früher Hajselberg^Lenamtt wurde, v.r dankt seinen jetzigen Namen der Rochuskapelle, zu der bi Binger, den Heiligen nm Rettung bitteub, zur Zeit der M den Rheinlanden herrschenden furchtbaren Pest un >zahre 1666 den Grundstein legten, und die im folgenden Iah« emgeweih wurde. Im Jahre 1766 wurde ihr hutldertiahnges >iub>laum durch ein achttägiges Fasten gefeiert. Nachdem die Kapelle un Fahre 1795 durch die Kanonenkugeln der aus dem rechten ufer lagernden Oestreicher schwer gelitten hatte, wurde sie von den Franzosen, die in ihrer Nähe eine schanze "Melegt hatten, vollends zerstört Im Jahre 1814 wurde sie wieder heigestellt und int Jahre 1866 ihr zweihundertjähriges Gründungsfest be- oanaen Aber bald traf sie wieder em neues Unheil, am 12 Juli 1889 brannte sie, von einem Blitzstrahl getroffen, bis auf die Grundmauern nieder, worauf sie rasch m größerem Maßstab in edlem gotischen Stile wieder aufgebaut wurde. >ietzt praugt sie auf dem Berge als herrliches Denkmal deulscher Bau^nst. au? bem östlichen Teile des Rochusberges 261 | Meter über dem Meer erhebende Aussichtsturm, der im ^ah« 1888 erbaut wurde, gelvahrt , eine prachtvchle Ausu ht nach > allen Seiten hin. Er wurde bisher Kaiser Frseduch-Turm ge- uaiiitt, soll aber zur Erinnerung an das denkwürdige Kaiseriahr der deutschen Geschichte den Namen Drei Kaiser-Turm schalten. Wandert man einige Schritte weitem so gelangt man zur äußersten westlichen und zugleich höchsten «spitze des Berges, zum Scharlachkopf, auf dessen südlichem Abhang der treffliche scharlach- beraer Wein wächst, der in seinen Auslesen durch Gehalt und Blume mit den edlen Rheingauer Weinen wetteifern kann. .
Der auf der Höhe schön bewaldete Berg erquickt durch seine reine, frische Luft und bietet Gelegenheit zu den anmutigsten Spaziergängen auf immer bequemen Wegen. Unterhalb semer Waldungen ist er von allen Seiten mit Reben bepflanzt, die den würzigen, höchst angenehmen Rochusberger Wem liefern, je nach der Lage in verschiedenen Sorten. ,
In dem in jeder Art vorzüglich eingerichteten und ebenso geleiteten Hotel kann man in stiller Abgeschiedenheit und doch dem Treiben des Verkehrs nicht fern, Ruhe und Erholung suchen und sich in allem Behagen an einem ber schönsten Panoramen
Die zahlreichen Verkehrsmittel zu Wasser unb zu Lande laben zu den mannigfaltigsten Ausflügen in die herrliche Umgebung cm. ®lcr die Natur liebt und vor allem den Rheni, bem rufen mir zu.
Hier auf des Rochusberges Höhn, Wo einstens Goethe stand und schaute, Sich an der Gegend Pracht erbaute. Mein Freund, ist es ganz wnnderschon. Kein Dichter in den kühnsten Bildern Vermag genügend es zu schildern. Laß Plag' und Arbeit, die du hast Und komm hierher zu froher Rast! Hier hörst du nur der Freude Laut, Hier stört dich nicht die böse Welt, Kein Mißton in den Hallen gellt, Die nicht ein kluger Mann erbaut. Komm zu des Rochusberges Höhn, Hier oben ist cs wunderschöii!
Nachdruck verboten.
Man darf die einzelnen Wörter und Silben nur in der Weise einander verbinden, daß man — wie der König auf dem Schach brett __ stets von einem Feld aus auf ein benachbarte» übergeht.
— Das im Verlage von Ullstein u. Co., Berlin, zum Preise h... rn mfiT erichienene Heft 22 der M u s i k f u r .l l l e gelaugt al^ besonderes I e r i e n - b e z w. S o m m e r h e f t zur Ausgabe. Das Heft führt uns mit dem größten Teil der gebotenen -Musikstücke "in das Hochland, aus die Schweizer und Tirolei. Berge. In einer Phantasie „Tluf der Alm" sind die schönsten unb markantesten Lieder zu einem Strauß von Tanzen, Landlern und Schuhplattlern vereinigt, die fast alle in dem jauchzen bti c$obler© auskliugen. Der kernige Humor der schweizer kommt in der Suite „Heiteres aus dem Hochlande" treffend zum Aus- benck Die' frische Lust der Berge atmet auch die Piere au» Mordonas Fedora: mit kräftigen Strichen ist da. die ganze Stimmung des Berglandes mit simen Aelpler-Gesangen und Kubreiaen getroffen In die Gegend des Rheins und de» Neckars verletz uns das allm-liebste Lied von Bohm „In der Rosm- laube". Ein sonnig-froher Tag, wie geschaffen znm Traumeii
’m Sieben ruht über Gillets „Geständnis . In die modernste ber Schlußmarsch von Zepler, der seiner Bperctte „pm Pocket" entnommen ist.
•) An? „Iris" von Ilse Franke (Berlin, Egon Fleischel u. Go.)._________________________________________________________
Redaktion: Ernst Heß. — Rotattonsdruck unb Vertag der Brühl'schen Universitäts-Vuch- und Stetndruckeret, R. Lange,
Auflösung in nächster Nummer,
Auflösung des Citatenrätsels in voriger Nummer: Wenn Gnade Mörder schont, verübt sie Mord.


