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glauben wir zu wissen, der Zwischenfall des „Meteor", und dazu spannte sich über ihren Häuptern der sternenbesäte Himmel vom Schlosse bis zum Taunusgebirge. Auch Exzellenz Dernburg hielt einen Teil seiner Beratungen mit dem Fürsten Bülow, der fast ben ganzen Tag mit ihm zusammen verbrachte, im Freien, im Gehen ab. Die kommenden Tage werden auch noch manchen anderen wichtigen Besuch bringen, und mit Zuverlässigkeit verlautet, daß Mitte Oktober der Kaiser, wenn er zur Hochzeit seines Vetters, des Prinzen Albert zu Holstein-Glücksburg mit der Gräfin Gertrud Isenburg nach dem nahen Jsenburgschen Schlosse Meerholz reist, auf der Hinfahrt oder Rückfahrt den obersten Beamten des Reiches in Homburg aufsuchen- wird. Wie lange Fürst Bülow noch unser Gast sein wird, das entzieht sich vorläufig der Kenntnis. Doch heißt es aus guter Quelle, daß er sich so völlig wicderhergestellt und der ihn erwartenden vermehrten Last der Geschäfte gerüstet fühlt, daß er früher, als anfangs beabsichtigt war, in Berlin wieder eintreffen will.
Die Lebensweise des Fürsten ist auch hier die gewohnte, streng regelmäßige, begünstigt durch die Stille des Aufenthaltes. Bormittags, nach dem ersten Frühstück, ein kurzer Morgenfpaziergang, und dann die Arbeit, mittags Empfänge, und wenn nun wiederum die Eingänge erledigt, Unterschriften usw. vollzogen sind, ein Ausflug in die Umgebung. Geschieht das zu Fuß, so begleitet den Kanzler einer der Herren seiner Umgebung, meist auch seine Ge-- mahlin und seine Schwiegermutter, deren lebhafte Konversation auf italienisch geführt wird, und fast nie fehlt der getreue Reichspudel, der wohlerzogen genug ist, um ohne Zeichen der Langeweile geduldig auszuharren, wenn vor den Schaufenstern der Altstadt Homburgs hier und dort plaudernd verweilt wird. Auch nach der letzten Mahlzeit des Tages unternimmt der Fürst fast täglich eine kurze Wanderung. Kehrt er dann heim zum Schlosse, so ist schon nur noch der rechte, von ihm bewohnte Flügel des Schlosses erleuchtet. Das nach altertümlichem Muster eisenbeschlagene Tor schließt sich knarrend hinter ihm, und bald legt sich die tiefeStille der Nacht über das ehrwürdige Gebäude. Aber das Fenster des Schreibzimmers des Reichskanzlers bleibt oft noch lange hell, wenn im Städtchen Homburg alles bereits in sorgenlosen Schlaf versank.
Der Heidbauer.
Von Hermann L ö » s.
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Die Wiesen sind vom Nachttan naß, Der Ziegenmelker schnurrt sein Lied, Die Grillen schlafen in dem Gras.
Da schanzt er schon im braunen Feld, Macht Platz dem Korn im Oedeland, Mit seinen harten Händen hält Den Hackenstiel er fest umspannt.
Blank blitzt die Hacke durch die Lust, Die Plagge reißt sie knirschend fort, Der Heideerde.saurer Dull Steigt aus von dem geschälten Ort.
Ein jeder Ruck, ein jeder Schlag
Ein Stückchen Land, ein Stückchen Brot, Ein Schritt mehr hin zu Licht und Tag, Ein Schritt mehr sort von Nacht und Not,
*
Die Sonne steigt, die Lust wird heiß. Kein Lüftchen um die Birken bebt;
Des Mannes Blondhaar näßt der Schweiß, Am Rücken zäh das Hemd ihm klebt.
Die Sonne sticht, die Lerche schweigt, Aus blauer Lust der Bussard schreit Und rundherum und weit und breit Die Grille ihren Singsang geigt.
Die Sonne brennt, die Sonne sengt, . Es kocht und loht das ganze Land;
Zum Schatten er die Schritte lenkt, Die Hacke legt er aus der Hand.
Ein Rangen Brot, ein dünner Trank, Des Maserkopfes blauer Rauch;
Dann macht er seinen Rücken lang Am krüppligen Wachhoiderstrauch.
Der Maserkopf hak ausgcschwelt, Die Unterstünde ist vorbei, Des Mannes Arm ist frisch gestählh Voik Müdigkeit sein Rücken frei.
Den Mücken krumm, die Beine breit, So scharwerkt stramm er weiter weg. Reißt in da§ braune'Heidekleid Aufs neue wieder Fleck um Fleck.
Und jeder Fleck ein Stückchen ßctnb,. Ein Stückchen Feld, ein Stückchen Grünx Hellgrüner Saaten lichtes Band Sieht er aus braunem Umland blüh'w Buchweizen bollwerkt später hier Und süßer Klee, so rot wie Blut, Goldner Lupinen schwere Zier Und grünen Leines blakie Flut.
Obstbälliue trägt des Baches Rand Uikd Weiden, bunt von buntem Vieh; Drum allf und ab mit harter Hand Und krumnrem Rücken, krummem Knie.
Drkim Plagg' auf Plagge fest heraus, Mit jedenr Schlag, mit jedem Riß Verläßt die Schuldenlast das Haus, Verblaßt der Sorgen Finsternis.
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Am Wege staubt es gelb und dicht, Der Schäfer treibt die Schnucken ein; Der Mann im Heidfeld achtet'» nicht, Sein Arbeitstag muß länger sein.
Der Ziegenmelker wieder singt, Der Regenpfeifer ruit im Moor Und aus dem Torfstich quarrend klingt Der Frösche breiter Abendchor.
Die Sanne sinkt, die Lust geht kühl, Der heiße Tag ist bald vorbei, . Schon treibt die Fledermaus ihr Spiel, Schon gellt der Eule Jammerschrei. Daheinr wohl ivartet schoik sein Weib; Er legt die Hacke aus der Hand Und knöpft um feinen nassen Leib Den schlechten Rock aus Beiderwand. Sein Blick noch einmal überfliegt Die Rodung, die er heut' geschafft, Und was noch brach und öde liegt Und wartet seiner Fäkiste Kraft.
Dann schreitet still er durch den Sand, Durch Moor und Heide, schwarz rmd tot; £n» AvriälÄ «M.H'ÄNElttft Ihm leuchtet es rote Morgenrot.
Für die Küche.
— Makkaronieauflauf (sehr entfach). Sind die Makkaroni in Salzwasser abgekocht und so gar, rote man sie wünscht, so zerschlage man 3-4 Eier mit etwas Zucker, beliebigem Gewürz (Vanille ist vorzttziehen), rühre die Makkaroni tüchtig darin durch, gebe die Masse in eine mit Butter bestrichene Auflauiform und lasse sie eine Stunde backen. Man kann noch ewige Butterstucke obenauslegen oder geschmolzene Butter darüber gießen. Der Aw- laus kann ohne (Sauce gegessen werden. Jede Fruchtsauce schmeckt indessen sehr gut dazu. Es müßen „Röhremnakkarom" {em, damit die Eimasse sich in die Röhren setzen kann.
Logogriph.
Ich bin aus altem Geschlechte Und hatte der Brüder viel. Meiik Vater inußte einst fliehen; Er trieb ein lasches Spiel.
Statt „e" füg' ein anderes Zeichen
In meineit Namen hinein.
Sogleich hast dii geformt dir Einen schönen Edelstein.
Auflösung in nächster Nummer.
Atiflösung des Diamanträtsels in voriger Nummer: w
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Wilna
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Kreis
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Redaktion: Ernst Heß. — Rolationsdruck und Verlag der Brübl'fchen Universitäts-Buch- und Steindruckeret. R. Lanae. Dietz««.


