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werden, gewonnen imrb, sehr zu empfehlen. Mit dieser Mischung bestrichen und nach vierundzwanzig Stunden mit einem weichen Lappen abgcrieben, zeigen die Geräte nicht nur eine stählerne Farbe, sondern sind auch auf längere Zett vor den zerfetzenden Einflüssen der atmosphärischen Lust derart geschützt,-daß sie nicht rosten können. „
— Beseitigung von Wasserslecken aus tzolier- t c n Fläche n. Mail bestreut die Stelle mit Kochsalz, tropfet, ans dieses Wasser und trachtet nach einer Weile die Platte mit einem Tuche sauber ab. Durch Reiben mit einem guten, weichen Stott stellt sich der Glanz bald wieder ein.
— O st e r - G e s ch e n k. Bier Puten-Eiet werden oben gleichmässig geösfnet, auSgepustet, um den Raub leicht bomg ab- geschuitteu und mit hellgrüner Bronze bestrichen. Dann bohrt man in jede Eierschale vorsichtig drei kleine Löcher uiid zieht feine Gvldschnürchen hindurch, welche mau in einer gewissen Entfernung zusammenknüpft. Die Goldfäden müssen an den vier L>chaleu von verschiedener Länge sein, damit das Ganze einen reckt gefälligen Eindruck macht. Me Schnüre werden bann unter einer vollen Seidenschleife zu einem Aushänger vereinigt. Man füllt zarte Gräser und Ranken, sowie künstliche Blümchen in die zierlichen Eiervasen und wird erfreut fein über den ivunderhubschen Anblick, den dieser österliche Blumengruß darüietet. (Ans „Fürs Haus", praktisches Wochenblatt für alle Hausfrauen.)
LrterarissÄ>es.
— „Kaincrun. Etwas von Land und Leuten" — so lautet her Titel eines reich illustrierten Aufsatzes von Dr. A. Hcilborn, — den wir in dem 17. Hefte der Zeitschrift „Zur Guten Stunde" (Preis des Vierzehntagsheftes 40 Pf. Deutsches Verlagshaus Bong u. Co. Berlin W. 57) lesen und der gerade im ge- ciiwien Momente die Blicke wieder nach dieser bedeutendsten de scheu Kolonie int fernen Afrika lenkt. Den belletristischen Teil bilden die Fortsetzungen der Romane „Die Everkens" von Hermann Modersohn und „Rätsel der Liebe" von Dietrich Theben. Bon dem illustrativen Schmuck heben wir die Kimstbeilage „Frühling" nach einem Gemälde von F. Müller-Münster, das interessante aktuelle Bild „Eine Sitzung der Marokkokonferenz i n A l g e c i r a s" und A. Oppenheims „Medora" hervor.
— Der „Rosengarten in Worin s". Die besten Entwürfe, die im Wettbewerbe für einen Rosengarten in WormS preisgekrönt wurden, sind im Aprilhest der „Deutschen Künst und Dekoration" abgebildet. Es sind zum größten Teil vortreffliche Leistungen, die das Interesse jedes Gartenfreundes verdienen.
— Im Aprilhest der „Neiten Rundschau" (Berlin, S. Fischer. Verlag) veröffentlicht Carl Jentfth einen großen Essai über "'arteten und Parlamente im Deutschen Reiche", in dem er von einem objektive» Standpunkte die Zitsammensetzung unseres politischen Lebens und die nächsten Aufgaben der Zukunft bespricht. Hermann Bahr, der jetzt Regisseur bei Reinhardt am Deutschen Theater in Berlin wird, statt in München, gibt, wie ein Satyrspiel, dazu seinen politisch- persif fierenden Einakter „Klub der Erlöser", in dem gewisse moderne Regungen dilettantischer ZukiinftÄckuvärmer in geistvoller Weife karikiert werden. Otto Rung beendigt seinen Roman „Der letzte Kampf". Alfred Kerr bespricht die neuesten Dramen von Schnitzler und HosmannRhal. Eine Anzahl Briefe des verstorbenen englischen Zeichners Aubrey Beardsley werden zum erstenmal veröffentlicht. Eine kleine symbolische Erzählung von Jensen schließt das Heft.
— Rudolf von Delius. R o b e s p i e r r e. Eine Revolutions-Groteske. Geheftet 1 Mark. Verlag von Mbert Langen in München. Rudolf von Delius ist ein junger deutscher Dramatiker, dessen Art man wohl am eheste» mit der des Ire» Beruh. Shaw vergleichen kann, obsckvn Delius aus seinen . eigenen Füßen steht und eine persönliche, sehr ausgeprägte Physiognomie besitzt. Die dreiaktige Revolutions-Groteske „Robespierre" schildert in knapper Form und geistvollem Dialoge, wie Robespierre zuerst Danton guillotinieren läßt, um nachher von dem gleichen Schicksal ereilt zu werden, das er dem früheren Freunde bereitet hat. Das Thema ist gewiß nicht neu. Neu aber ist die Art, wie es hier angefaßt wird. Rudolf von Delius hat die Komik herausgefunden, die allen Revolutionshelden und Revolutions- tragödie", mögen sie noch so blutig fein, innewohnt. Und so gut er biete Komik gesehen hat, mit so sicherer Hand hat er sie grotesk zu gestalten verstanden. Delius versteht das Grausige int Groteske» aufzulösen, uns über das Stoffliche hinweg in die Re- givncn überlegenen Lachens zu erheben.
Achsen.
— „Deutschland in einem Bande" heißt eine neuer Baedeker (XVIII und 452 S. Leipzig, Karl Baedeker). Der Band zerfällt in sechs Abteilungen: Berlin und Potsdam; Hamburg, Schleswig-Holstein, Lübeck, Mecklenburg, Pommern, Preußen, Posen: Schlesien, Provinz Sachsen, Königreich Sachsen; Hannover, Bremen, Oldenburg, Westfalen, Braunschweig, Heffen-
Nafsan, Thüringen; Rheinprovinz, Hessen, Baben, Elsaß-Loth- ringen; Württemberg und Bayern. Die Ausstattung mit Pläne» ist sehr reich: 64 zweifarbige Stadtpläue und 19 mehrfarbige Karten enthält dieser Band.
KauswirLjchafL.
— Wie Staue Waschkleider durch reichliche» Zusatz von Blau zum Spülwasser ihre Farbe vertiefen, ebenso gelbliche durch Zusatz von wenig Ocker hübscher und lebhafter werden, so kann man die oft so schnell verblichenen rosa Waschstoffe durch Zusatz von etwas Zinnober auffrischen. Der Zinnober ivtrb, wie das Blau und der Ocker, in ein Läppchen getan und das letzte Spülwasser damit nach "Belieben gerötet.
— Farbige Glacehandschuhe werde» aus folgende Art vorzüglich gereinigt: In ein ziemlich tiefes Schüsselchen gibt man etwas Benzin und knete einen Handschuh fortwährend, bis das Benzin ganz schwarz ist, sodann schütte,man über den Handschuh etwas reines Benzin, drücke ihn kräftig aus und reibe beit Hanbschuh sorgfältig an allen Stelle» mit einem reinen Tuche trocken. Bei beut nächsten Handschuh ist dies Verfahren zu wiederholen. Man braucht ungefähr für 5 Ps. Benzin bei einem Handschnhpaar.
Mrrsik für Alle.
Das' im Verlage von Ullstein u. Co., Berlin, zum Preise von 50 Pfg. erschienene Heft Nr. 19 bringt zwei charakteristische Stücke von Rubinstein: Das Lied „Gelb rollt mir zu Füßen , dessen schwermütige melodiöse Weisen morgenländische Stimmung treffend wiedergeben, und eine kecke Galoppade „Trot de Ca- ballerte". Das Klavierstück von Jadassohn „Preambolo" läßt den Komponisten als erfindungsreichen Melodiker und Meister der Tonkunst erkemten. Karl Weiß entbietet mit seinem tnt Volkston gehaltenen 'Lied „Frühlingsnahen" in aller Schlichtheit dem Frühling seinen Gruß. Unter die leidenschaftlichen Menschen des heißen Südens versetzt uns Rougnon mit seinem spanycyen Tanz. Dann kommt die Operette zu Wort, die ältere Wiener Schule mit dem humorvollen Lied: „Mädel, Madel, guck aus ZellerS „Obersteiger". Die moderne Berliner Operette nut LmckeS Rheinländer „Schenk mir doch ein kleines bißchen Liebe" aus der „Berliner Luft". Dem klassischen Repertoire sind „Die beiden Barbiere" entnommen: Schenks knorrig-derber „Dorfbarvicr und eiue Szene aus Rossinis graziös-elegantem „Barbier von Sevilla". _____________
Zu Worms im Rosengarten.
Zu Worms int Rosengarten, da dickten die Rosen so lind, Da steht in sel'gem Erwarten des Königs blondes Kmd.
Mit dem König ihr Liebster tüt reifen in Feindes Stadt und
Doch nicht in Schien und Eisen, sie ritten in Sammt und Brokai, „Laßt uns den Zwist begraben," so bat der Feind, „veiW, Was wir Euch angetan haben, und feiert mit uns ein Zeftl Da laßt uns ruh'n von Beschwerden, von Krieges Last und Quah Ta laßt uns Brüder werden und trinken aus einem Pokal!
Der König, erfreut ob der Kunden, sprach lächelnd zuin Töchterlein: „Wann ich kehr heim von Lunden soll Deine Hochzeit sein.
Dein Liebster soll mit mir ziehen, der nun Vasall mit und Sohn Wenn rot die Rosen blühen, fei fein mein Kind und mein Thron. Zn Worms im Rosengarten, da duften die Ro!en so lind, Da steht in fel'gein Erwarten des Königs blondes Kind.
Im Herzogsgarlen zu Lunden blüht auch der Garten rot;
Doch blüht et von Blut und Wunden, von Meuchelmora und Tod!
Zu Worms im Rosengarten, da sitzt deS Königs Kind Und weint in bangem Erwarten die schönen Augen blind.
Hugo Philipp.
Homonym, Nachdruck verboten. Wir sind nicht Worte, nur die ersten Töne DeS Kindes, daß es sich an's Wort gewöhne. Den gleichen Namen hat auch einst getragen Ein Saitenspiel in längst vergangenen Tagen. Auslösung in nächster Nummer.
Auflösung bet' Königspromenade in voriger Nummer, Geträumtes Glück scheint unermessen.
Sobald du'S hast, ist oft vergessen, Wie tief im Grund daS Herz dir bebte, Als eS im Traum fein Glück erlebte.
O. v. Leitner.
Rcdcuuon: Trust Hetz. — Rotationsdruck und Vertag bet Brühl'jchsn UiuversttätS-Vuch- und Staubt» cteret, Jl, Lange, GießM»
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