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nationale Frauen-Kongreß" auf den Hals. Seine Vertreterinnen repräsentieren sieben Millionen organisierte Frauen!! Wissen Sie, was uns nun nur uoch fehlt? Ein Internationaler Schwiegermütter-Kongreß! (Die Versammlung schüt­telt sich vor Entsetzen.) Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen auf das Wärmste meineAntischwiegermutter-Pastillen" em­pfehlen! Wenn Sie einer solchen würdigen Dame drei von bett Pastillen beibringen, so" (Zuruf:Js se dodt!?") Das gerade nicht, aber sie wird so heiser, daß sie drei Wochen lang keinen Ton aus dem Halse kriegt!" (Die Versammlung bringt dem Redner begeisterte Ovationen. Von allen Seiten laufen en gros - Bestellungen bei ihm ein.)

Nachdem noch ein in der Versammlung anwesender Rechts­anwalt erklärt hatte, daß er Scheidungsprozesseder guten Sache wegen zu bedeutend herabgesetzten Preisen" führen werde, nahm wieder Herr Oberlehrer Theobald Müller das Wort. Er sagte:

Meine Herren! Ich konstatiere mit großer Befriedigung, daß wir Fühlung gewonnen haben! Das ist der erste Schritt zu dem großen Werk der Befreiung, das wir vollenden müssen! Mir sind deutsche Männer! Wir tagen in denArminhallen". lieber uns kommt der heilige Zorn und die Bärenkraft, mit der einst der blondgelockte Cheruskerfürst das römische Joch a b s ch ü t t e l t e" (blickt auf seine Taschenuhr)um Gottes willen, es ist schon ein Uhr! Meine Frau, die zu einer Gesellschaft gegangen ist, muß schon seit zwanzig Minuten zu Hause fern ich schließe die Versamurlung!" . . .

vermischter

* Von Hochzeit sgeschenken . . . ______

lionen erzählt eine Londoner Wochenschrift: Die liebliche Braut des jetzigen Königs vonJtalien bekam zur Hoch­zeit vom Zaren und der Zarin einen herrlichen Brillant­schmuck, der 2 Millionen Francs gekostet haben soll. Das Hoch­zeitsgeschenk der Prinzessin Henriette von Belgien und chres Gatten, des Duc de Bendöme, bestand aus so vielen Teilen und war so schwer, daß es in 150 Kisten verpackt wurde und 11 Tonnen wog. Ein sehr bemerkenswertes und kostbares könig­liches Geschenk erhielten auch der König und die Königin von Griechenland zur silbernen Hochzeit. Es war das gemein­same Geschenk von acht nahen Verwandten, zu denen auch der König und die Königin von England gehörten, ein massives silbernes, reich mit Gold verziertes Tafelservice, das aus 796 Tellern und 131 Schüsseln bestand. Jedes Stück war mit dem Monogramnt des glücklichen Paares gezeichnet. Aber auch auf diesem Gebiete hat Amerika denRekord" aufgestellt. So erhielt z. B. Miß L o u i s a P i e r p o n t Morgan zu ihrer Hochzeit mit Mr. Satterlee von ihrem Vater eine Mitgift von 4 Millionen Mark, ein prächtiges Haus am Hudson, einen Haar­schmuck, Kollier und Brustschmuck aus Diamanten im Werte von mindestens 7 Millionen Mark. Unter den anderen 400 Ge­schenken befanden sich Truhen mit silbernem und goldenem Geschirr, Juwelen von fabelhaftem Werte, alte Teppiche, kostbare Gemälde und Antiquitäten, nach denen man ganz Europa durchstöbert hatte. .Die Hochzeit selbst kostete 700000 Mark: für die Blumen zur Kirchendekoration wurden 50 000 Mark aus- gegeben. Die Brautausstattung kostete 200 000 Mark, das Hoch­zeitskleid allein 20 000 Mark. .Die 2500 Gäste besaßen zu­sammen ein Vermögen von über 4' Billionen Mark. Zum Empfang und Unterhaltung der Gäste wurde Morgans Haus, Madison Square, in einen wirklichenWunderpalast Alabins" verwandelt. Die Teppiche zum Schmuck der Wände waren allein 2 Millionen Mark wert. Aber selbst die Kleinodien der Miß Morgan müssen dem blendenden Glanze der herrlichen Juwelen weichen, mit denen Mr. D'Arcy seine Braut, Miß Nutting, vor einigen Jahren überschüttete. In dem prächtigen Schmuck- kasten, der wlbst einer orientalischen Königstochter als Braut­gabe genügt hätte, lagen ein Halsband aus 400 Perlen von

* Vom Bau derJungsraubahn. In wenigen Tagen wird die Bohrung des Eigertunnels der Jungfraubahn auf der Höhe von 3000 Meter über dem Meere angelangt sein. Wie man vernimmt, haben sich die Befürchtungen, die man zuerst für die Gesundheit der Arbeiter in solchen Höhen hatte, als grundlos erwiesen. Die Bergkrankheit wird ja, wie man längst weiß, durch die Anpassung an die höheren Luftschichten bald überwunden. Nach Verlauf von sechs Monaten glaubt man, werde der Ausgang des Eigertunnels auf der Südseite oberhalb der Berglihütte erreicht sein. Diese Station wird 3300 Meter über dem Meere liegen. Die Arbeiten an der Jungfraubahn wurden auch während des Winters fortgesetzt. Damit erbringen die Unter­nehmer neuerdings den Beweis, daß sie ernst machen und das Unternehmen zu Ende führen. Man hat zuerst über den Plan der Jungfraubahn vielfach gelacht und der Tob seines Urhebers, Guher-Zellers, hat einmal die Weiterführung sehr gefährdet erscheinen lassen. Die Anziehungskraft der im Vorjahre eröffneten Station Eigerwand hat indes das Unternehmen wieder bedeutend gehoben, sodaß die Wetterführung dieses technischen Wunders kaum mehr in Frage gestellt sein dürfte.

m Werte von Mil -

erlesenster Farbe und Form, eine Kette und Ohrringe aus Brillanten und Türkisen, ein Diamantarmband mit Hcrabhängen- öer, gleichfalls mit Diamanten besetzter Uhr, usw. Nicht minder reich bedacht war Miß Helen Mc Laughlin, die Braut des Dr. Carroll. Sie bekam so viele und so wertvolle Ge­schenke, daß ihr Vater ein großes, einbruchssicheres Gewölbe zur Bewachung derselben errichten ließ. Vier große Wagen wur­den zum Transport gebraucht, und eine Polizeiwache begleitete die Kostbarkeiten durch die Straßen. Unter diesen Hunderten von Geschenken befanden sich: ein Taselservice aus purem Golde, ein Halsband aus fast unvergleichlich schönen Brillanten, von denen jeder 91/2 Karat wog, 400 der seltensten und wertvollsten Vasen, Bilder und Statuen, aus allen Teilen der Welt zusammen- gesuchte Raritäten.

Kleine praktische Ratschläge.

iS Ungesunde Zimmerwärme. Wer die Zimmer­wärme über 15 Gr. R. erhöht, wird bald bemerken, daß sein Wärmebedürfnis sich stets steigert, und werden ihm bald 17, ja 20 Gr. nicht mehr genügen. Der Grund ist folgender: Bei an­dauernd starkem Heizen trocknen die Wände, sowie die im Zimmer befindlichen Gegenstände aus. Je mehr sie die Feuchtigkeit ver­lieren, umsomehr saugt die trockene Luft die Feuchtigkeit da auf, wo sie dieselbe fast nur noch allein findet, nämlich beim Menschen. Die unmerkliche Ausdünstung der Haut und der Lunge wird gesteigert. Da nun die Verdunstung von Feuchtigkeit uns viel Wärme entzieht, so wird durch die gesteigerte Ofenwärme allmählich auch das Wärmebedürfnis gesteigert. Der Ofen er­scheint uns dann als der beste Freund, ist aber in Wirklichkeit unser ärgster Feind, denn in der erhöhten Zimmerwärme dunsten auch alle anderen Gegenstände mehr aus, und die Lust wird verschlechtert. In der warmen Luft atmen wir unser notwendigstes Lebensbedürfnis, den Sauerstoff, weniger ein, der Stoffwechsel wird langsamer und geringer, der Appetit mindert sich, es tritt mürrische Stimmung ein, der Schlaf wird kurz und unruhig, alle Verrichtungen lassen zu wünschen übrig. Da haben wir das be­trübende Bild der meisten Menschen im Winter. Nur diejenigen, welche ihrem Ofen niemals gestatten, die Luft über 15 Gr. zu erwärmen, sind diesem Leiden nicht ausgesetzt.

hr. Die Buttermilch in der Säuglingsernähr­ung. Die Buttermilch ist eine Milch, der das Fett bis auf einen kleinen Rest entzogen und deren Milchzucker zum Teil in Milch­säure übergeführt ist. In Holland ist diese Milch zuerst zur Säuglingsernährung verwendet worden, und neuerdings wird sie auch in Deutschland vielfach ärztlich empfohlen. Um aber den Mangel an Fett auszugleichen, muß ihr Zucker und etwas Mehl zugefetzt werden. Prof. Edlefsen in Hamburg glaubt, daß eine der­artig hergestellte Buttermilch für Säuglinge leichter verdaulich ist, als die mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten verdünnte Voll- oder Fettmilch. Auch bei an Darmkatarrhen leidenden Kindern ist das Präparat vielfach mit Erfolg verwendet worden. Ihres billigen Preises wegen eignet sich die Buttermilch vor­züglich für die Kinder der ärmeren Klassen und kommt ihr daher eine große volkswirtschaftliche Bedeutung zu. Die Buttermilch kann im Haushalt täglich frisch durch kleine Buttermaschinen hergestellt werden. Dr. Rommel in München macht den Vor­schlag, die Buttermilch in der Weise herzustellen, daß man frische Magermilch durch Säuerung zur Gerinnung bringt, dies geschieht durch Milchsäurebakterien in Reinkultur; dieses Präparat zeichnet e durch Sauberkeit aus; bei schwächlichen Kindern kann der hrwert der Buttermilch durch Rahmzusatz erhöht werden. In Holland hat man gefunden, daß bei Kindern nach langer Er­nährung mit Buttermilch manchmal Knochenschwäche auftritt, zur ausschließlichen dauernden Ernährung der Säuglinge dürfte das Präparat daher nicht geeignet fein.

Kitt für Risse in Kachelöfen. Gewöhnlicher Lehm ist für Risse in Oesen nicht geeignet, weil er immer wieder abspringt. Dagegen wird folgendes Gemisch recht fest und dauer­haft, wenn es am erkalteten Ofen in Anwendung kommt., Gute Holzasche und gestoßener Lehm werden durch ein feines Sieb ge­trieben, zu gleichen Teilen gemischt, mit etwas Salz versetzt un» mit Wasser angeknetet.

Gleichung.

Nachdruck verboten.

7s& + b +/2c + 8/4<l x.

a Gesäß, b Musikstücke, c Teil der Menschheit, d Mächtiges Ve» kehrsmittel. x Singvogel.

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung des Zifferblattrütsels in vor. Nr.r

I II III IV V VI VII VIII IX X XI XII.

GELBEILEDANA

Gelb, Elbe, bei, Beil, Ei, Eile, Leda, Dan, an, Nagel.

Redaktion: August Götz. Rotationsdruck und Verlag der Lrühl'jckcn llniversttötk-Buch- und Ctcindruckcrci. R. Lange, Gießen.