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Szabo lachte krampfhaft auf.

Das ist zu absurd", ries er,was soll ich denn damit dezweckt habend'

Auch damit hält er uicht hinter deni Berge", ent­gegnete Stepenaz mit derselben Gelassenheit,er ist der Meinung, daß Sie aus der Anlage großen pekuniären, Vorteil zu ziehen verstanden und daß es Ihnen deshalb darauf ankomme,t mußte, deren Rentabilität von vorn­herein außer Zweifel zu stellen."

Herr Major", wandte sich Szabo zähneknirschend an diesen,ich respektiere Herrn Grafen Stepenaz als Ihren Gast, sonst- würde ich mir diese Insulte nicht ruhig ge­fallen lassen, sch muß Sie aber nun um die Erlaubnis bitten, mich zurückziehen zu dürfe,,, denn auch meine Ge­duld hat ihre Grenzen, und meine Ehre könnte mir sonst gebieten . . ."

Ereifern Sie sich nicht unnötigerweise", schnitt ihm Graf Stepenaz mit derselben eisigen Ruhe, die er auch fernerhin bewahrte, das Wort ab,über Ihre Ehre zu diskutieren, fällt mir gar nicht weiter ein ich glaube auch kaum, daß dies einen Zweck hätte es würde dabei nicht viel herauskommeu."

Der Major hatte sich bisher ziemlich Passiv verhalten; nun hielt er sich aber doch, trotz der ihm aufsteigenden Bedenken, für verpflichtet, seinen Untergebenen in Schutz zu nehmen, und mit ernster Stimme sagte er:

Ich möchte Sie bitten, Herr Graf, nicht vergessen zu wollen, daß Herr von Szabo seinen früheren Posten infolge eines persönlichen Zerwürfnisses mit dem jetzigen Besitzer verließ. Dessen Beschuldigungen müßten also erst einer ruhigen Prüfung unterzogen werden) ehe man sie weiter trägt, und soweit ich Herrn von Szabo kenne, glaube ich kaum, daß er eine ehrliche Untersuchung zu fürchten braucht."

Nie nie werde ich Ihnen diese Worte vergessen", dankte ihm Szabo geriihrt,so lange Sie meine Dienste in Anspruch nehmen wollen, werden Sie an mir einen treuen, ergebenen Diener finden!"

Stepenaz wechselte bei dieser schwulstigen Rede mit Erich einen verständnisvollen Blick.

Unsere Unterhaltung hat eine sehr eigentümliche Wen­dung angenommen, die mir für diesen Augenblick fern lag", sagte er dann.

Sich wieder sicherer fühlend, fragte Szabo heraus­fordernd:

Für diesen Augenblick?"

Es scheint fast, als ob Sie in dieser' zufälligen Be­merkung etwas Beunruhigendes finden", entgegnete ihm der Gras mit verächtlichem Spott.

Ich wüßte nicht, wieso", verwahrte sich Szabo.

Das soll mich für Sie freuen", erklärte ihm Stepe- uaz, und einen anderen, mit Zahlen bedeckten Bogen aus der Brusttasche herauslaugend, erkundigte er sich nach, den Preisen der Difsusions-batterie, des Verdampfapparates, der Nutschbatterie, der Filtrierpresse und der sonstigen ge- lieserten Maschinen.

Szabo ftihlte, wie sich die Schlinge immer fester um feinen Hals legte, und wollte, das Geschäftsgeheimnis vor- fchützend, nichts verraten. Da aber Herr von Höchstfeld erklärte, denr Grafen diesen Dienst mit Vergnügen zu leisten, so mußte er, ob er wollte oder nicht, die einzelnen Rechnungen hervorsuchen und die gewünschten Daten liefern.

Erich sah ihm dabei kontrollierend über die Schulter, fo jede falsche Angabe verhindernd.

Gras Stepenaz schrieb die angegebenen Preise unter­einander, addierte sie dapn und richtete wieder einen durchs bohrenden Blick auf Szabo.

Herrn von Höchstfeld wurde die Sache immer un­erklärlicher und rätselhafter.

Fänden Sie es nicht sonderbar", wandte sich der Gras wieder an Szabo,daß Herr von Höchstfeld um nahezu dreitausend Gulden mehr bezahlen mußte, als man von mir verlangt?"

Durch das Borausgegangenc auf diese Frage schon gefaßt, entgegnete Szabo mit spöttisch-überlegenem Lächeln:

Absolut nicht. Es wird sich in Ihrem stalle eben um minderwertige Fabrikate und höchstwahrschemlich auch "Ml kleinere Maschinen handeln."

Stepenaz erklärte kategorischeEs handelt sich, um dieselben Fabrikate und um diesMen Dimensionen ich

habe die genauen Angaben von Erich erhalten Md mir darnach die Aufstellung machen lassen."

Ja, wie ist denn das aber dann möglich?" fragte Herr von Höchstseld starr vor Ueberraschung.

Graf Stepenaz erhob sich, und mit ausgestreckter Hand aus Szabo weisend, sagte er:

Darüber wird Ihnen -dieser Mensch die Aufklärung geben können!"

Szabo verfärbte sich, und sich nur mühsam aufrecht haltend, stotterte er:

Sie Sie sind ein Verleumder!"

Schurke", donnerte ihn Stepenaz an,noch eine solche Bemerkung, und ich zertrümmere Dir den Schädel!"

Herr von Höchstfeld sprang entsetzt dazwischen.

Großer Gott, was soll denn das bedeuten?!"

Das soll bedeuten, daß Sie dieser Lump, dem Sie volles Vertrauen schenkten, bestohlen hat, daß er ein ganz, gemeiner Gauner ist, der sich fünfzehn Prozent Provision bezahlen ließ, die natürlich Sie berappen mußten."

Herr von Höchstfeld zitterte vor Wüt an allen Gliedern'.

Was haben Sie gegen diese Beschuldigung vorzu­bringen?" wandte er sich mit erzwungener Ruhe an Szabo.

Einstweilen nur das eine, daß ich das Opfer einer schamlosen Jntrigue bin", erklärte dieser haßerfüllten Blickes, bis morgen hoffe ich Ihnen die Beweise liefern zu können, und dann werde ich auch mit diesem Herrn Abrechnung halten!"

Er verneigte sich kurz und schritt, beinahe über seine eigenen Beine stolpernd, hinaus.

Nun gab es aber kein langes Ueberlegen hier hieß es rasch handeln, wenn er nicht vollends in des Teufels Küche geraten wollte. Während er also in aller Eile seine Habseligkeiten zusammenschnürte und dieselben aus dm dort bestellten Wagen tragen ließ, paßte er auch scharf auf, ob es niemand bemerke und überlegte gleichzeitig, wi« er sich für diesen unfreiwilligen Abzug rächen könnte.

Für den Moment fiel ihm zu seinem größten Bedauern! leider nichts ein, als er aber keine Viertelstunde tiontl Gutsyof entfernt aus Erna stieß, da hatte er sich sofort einen schlauen Plan zurechtgelegt, auf welchen diese natür­lich auch gleich hereinfiel.

Indessen saß Herr von Höchstseld ganz gebrochen in' feinem Stuhl und starrte die längste Zeit stumm vor sich hin.

Und ich habe diesem Menschpn solch grenzenloses Ver­trauen entgegengebracht", murmelte er dann weiter.

Ja, ja, mein lieber Major, das kommt davon, wenn man nur nach dem Schein urteilt", entgegnete der Graf, aber trösten Sie sich, es existiert niemand auf dieser Welt, der nicht wenigstens einmal in seinem Leben hineingefallen wäre. Ich sehe also gar nicht ein, warum gerade Sie eine Ausnahme machen sollten seien Sie froh, daß Sie kein teureres Lehrgeld bezahlen mußten!"

Ich denke, daß das eben genug ist", ries Höchstfeld' wütend,wenn sich die Verarbeitung unserer Rüben wirk­lich nicht lohnt, verliere ich ja ein Vermögen."

Gegen eine angemessene Entschädigung werden Jhnest die Fabriken die Maschinen schon zurücknehmen", mejnch Stepenaz zuversichtlich (Forts, folgt.) .

Plaudereien aus der Kaissrstadt.

(Nachdruck verboten.)

Heim zur Spree. Alles beim Alten. Beim Hofphotographrn. Der kluge Hans im Apollotheater.

Wenn das Barometer im Herbst vomschönen Wetter"- herunterklettert und Reaumur alsbald gleichfalls in Re-, gioneu gerät, in denen der Mensch sich nicht nur seiner! Weste, sondern auch seines Paletots wieder erinnert, dann! bekommt der Berliner plötzlich Heimweh; so pathetisch er auch im Juli mit Heinrich Heine deklamiert haben mag! Versaß Berlin mit seinem dicken Sande!" Und die Schwär- merei einsamer Gebirgsdörfler für die Großstadt, die ihn bis dahin bloß angenehm gekitzelt hat, fängt an ihn zu rühren; sie steigt ihm in den Kopf und berauscht ihn wie der junge Wein, den sie jetzt anfangest, an Rhein und Main zu verschänken und in dem! darauffolgenden Katzeu­faminer packt er kurz entschlossen seine Koffer und saust reumütig heimwärts, um die geliebte Reichsh auptststdt, deren Fehler längst vergessen, deren Vorzügle sich! in der MantaM