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— Aus dem Verlage von Stefan ® et bei in Altenburg nennen wir felgende hervorragende Geschenkwerke für die Familie: „B o m F o r st h a u s z u m Grafe n schlv ß". Eine Erzählung für junge Mädchen vom 12. Jahre ab und Erwachsene. Von Pastor Paul Glieder. 236 S. Oft. Mit einem Vollbild und 16 Textbildern von W. Lüttich. Geb. 2.25 Mk. Ein frisches, fröhliches Idyll, durchzogen von der Liebe Freud und Leid zweier Menschenfinder, umwoben vom Tuffe des grünenden Waldes. — Fon t e s M el u s i n a e. Ein Menschheitsmärchen von Karl Ernst Knodt (Waidpfarrer). Mit 6 Voll- und 8 Textbilderu von Gust. Kampmann. 84 S. Quart in zweifarbiger Ausstattung. Geb. 4 Mk. — In diesem Prosawerke bietet der Dichter in teilweise tiefergreifender Sprache einen Sang der Sehnsucht nach reiner Auffassung von Weib und Welt, dessen Wirkung durch die Bilder des kongenialen Karlsruher Künstlers noch bedeutend erhöht wird. — „Trei gute Kameraden". Eine Erzählung für Kinder vom 6. Jahre ab. Von Sophie von Niebel schütz. 142 S. i Oktav. Mit einem farbigen Vollbild und 14 Textbilderu von M. Ruland. Geb. 1.60 Mk. Eine anmutig frische, dabei fesselnde Erzählung für Kinder beiderlei Geschlechts.
— „Herzblättchens Beittiertreib". Begründet von : Thekla von Gumpert. diene Folge 7. Band. Herausgegeben . von Berta Wegner-Zell. Mit 18 Farbendruckbildern, 6 Beilagen und zahlreichen Abbildungen im Text. Als teuer, stets hoch- : willkommener Freund der Kinderwelt hak sich "auch "dies Buch, j das den kleinen vom 4. bis hinauf zum 10.—12. Lebensjahre I Unterhaltung und Belehrung bringt, bewährt. Seit 49 Jahren nun steht es auf dem Wunschzettel, den Kinderhände — oft als erste, selbständige Schreibübung — dem Christkind unter» breiten. Erzählungen und Gedichte aller Art ernsten und heiteren . Inhalts bringen den Kleinen Anregung; namentlich sind die vielen Tiergeschichten hervorzuheben, die den ethischen Zweck an- : streben, den Kindern Liebe und Schonung gegen alles Getier einzuimpfen. Eine wertvolle Beigabe sind ferner die sechs originellen Beschäftigungstafeln, welche in Wort und Bild Anleitung ■ und Antrieb zu eigener schöpferischer Tätigkeit geben. An manchem langen, trüben Wintertage, der den Kleinen nur kurzen | Aufenthalt int Freien erlaubt, dürsten diese Tafeln sich als beste ; Freunde erweisen, die alle Langeweile in die Flucht schlagen.
— Friedrich Spiel Hagen, 91 o in a n e — Neue Folge. ? — Wohlfeile Lieferungsausgabe in 50 Heften ä 35 Pfg. (Verlag : von L. Staackmaun in Leipzig). — Mit dem Roman „Frei ■ gehöre n", der in der zehnten Anflage tiorliegt, ist diese wohl- ] feite Volksausgabe vollständig geworden. Tie 50 Hefte bieten eine Fülle von unterhaltsamem Lesestoff, wie sie einem Zerstreuung suchenden Publikum selten geboten werden. — Ter Dichter schildert nach Tagebuchauszeichnungen den Lebensgang einer stolzen, mit den besten Eigenschaften des Geistes reich ausgestatteten Fran, die als Tochter eines ältadligcu höheren Offiziers nach dein Tode der Eltern in einem vornehmen Erziehungsinstitut unterrichtet wurde und nach dem Austritt aus dieser Anstalt, weil sie die gewöhnlichen Konvenieuzheiraten verachtete, im Hause eines Professors zur Lehrerin sich ausbilden wollte. Durch Verkettung mißlicher Verhältnisse aus diesem Hause vertrieben, fand sie Aufnahme in einer reichen jüdischen Familie, die ihr mit großem Wohlwollen entgegenkam, und gelangte erst hier zur vollen Entfaltung ihres reichen Geistes. Infolge ihrer Verheiratung mit einer der bedeutendsten Finanzgrößen konnte sie sich mit allem äußeren Glanz umgeben, und ihr Salon in der Hauptstadt wurde der Sammelplatz für alle in der Politik, Kunst und Wissenschaft hervorragenden Geister. Trotz allen Glanzes, unausgesetzten Strebens und wiederholter Versuche sah sie sich zum Schluß um ihr Lebensglück betrogen, wozu noch kam, daß sie in ein langes, unheilbares Siechtum verfiel. Als dann noch nach dem schrecklichen Verluste ihres Vermögens und nachdem sie lange Zeit hindurch die Wohltäterin zahlloser Armen gewesen war, sich ihr die traurige Aussicht eröffnete, selbst der Mildtätigkeit anderer anheim zu fallen, ist sie frei, wie sie geboren war, auch gestorben. Der Roman ist eine neue Beglaubigung für das Wahrwort: „Mensch fein, heißt Kämpfer sein".
Musik.
„Mn sik für Alle" nennt sich eine neue musikalische Zeitschrift, die soeben int Berlage von Ullstein u. Co., Berlin erscheint. Wie der Untertitel „Monatshefte zur Pflege volkstümlicher Musik" besagt, wird auf den volkstümlichen Charakter der zum Abdruck gelangenden Notenstücke besonderes Gewicht gelegt. Als Herausgeber zeichnet der bekannte Komponist Tr. Bogumil Zepler. Jedes Heft enthält auf 20 Seiten Noten in großem Notenformat neben einer Auswahl guter, klassischer Stücke 4 bis 5 Kompositionen lebender Tonkünstler, der Text bringt Biographien und Abhandlungen der in jeder Nummer vertretenen Komponisten, Einführung in den musikalischen Charakter der einzelnen Kompositionen. Monatlich erscheint ein Heft zum Preise von 50 Pfennigen. Tie erste uns vorliegende Nummer bringt unter dein Titel „Zwei Ahnen unseres Walzers" das Menuett aus Mozarts heiterer Es-dur-Symphonie und charakteristische Pro
ben aus Schuberts „Balses nobles". An die beiden großen Meister unserer klassischen Kunst schließt sich der gefeierte Komponist von „Hänsel und Gretel", Engelbert Humperdinck, mit zwei der melodiösesten Stücke ans dem Melodrama „Königskinder" an („Liebesszene" und „Rosenringel"). Tie fremdländische Musik ist durch ein ernstes Lied des Russen Tschaikowsky vertreten. Oskar Straus, durch feinen „Lustigen Ehemann" den weitesten Kreisen bekannt, zeigt mit seinem „Pechvogel" aufs neue seine starke Begabung für das Volkslied. Paul Lincke schließt den Reigen mit einer flotten ,Minna-Polka".
An die Sonne. *)
Tn Quelle, der wir alles Wirken danken,
Tu Born des Lichts, der Wärme und der Kraft,
Um die als Kinder die Gestirne wanken, Tu bist's allein, die Lieb' und Leben schasst.
Tein heit'rer Blick verscheucht viel' ird'sche Leiden, sobald mit dir der Morgen bricht herein;
Und gehst im letzten Abendrot bu scheiden, Hüllt sich der Tag in müdes Schweigen ein.
Er schließt die Augen — es beginnt zu dunkeln;
.Nicht schau' ich dieser Erde Wunder mehr.
Nur in dem Herzen hebt's noch an zu funkeln, Drin irrt die Sehnsucht zitternd jetzt umher.
Ihr Zauberbann gönnt mir nicht sanften Schlummer,
Sie drängt hinaus nach einer höh'ren Welt, Tie mit des Tasems Rätseln löst den Kummer, Ter den vernunftbegabten Mensch befällt.
So tret’ ich weltvergessen an das Fenster, Ein töricht' Kind, und schau’ zur Nacht hinaus. Doch sieh! — es flieh'n der Finsternis Gespenster, Ein trautes Bild breitet vor mir sich ans.
Ja, Sonne! was in deinem stolzen Lichte
Tn uns verschließt in ein unendlich Blau, Wodurch du stetes Hoffen machst zu nichte, Seh' schöner ich's, wenn ich die Nacht beschau’.
Bon deiner hehren Macht bin ich geblendet, Tich faßt mein irdisch Auge nimmermehr.
Wenn du daher von uns dich abgetoeubet, Schweift freier hin mein Blick ins Weltemueer.
Ta lächelt mild ans unerreichter Ferne, Umringt von märchenhafter Sterne Gold, Der Mond mich an; wir plaudern lang und gerne . . .
Vergib darum, daß ich der Nacht so hold.
- Adolf Metz.
*) Tiefes Gedicht ist durch ein technisches Versehen in Nr. 181 der „Familienbl." nur zur Hälfte znm Abdruck gekommen.
Rösselsprung.
Nachdruck verboten.
Auflösung in nächster Nummer.
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Auflösung des Bilderrätsels in vor. Nr:. Kein Mensch muß müssen.
Redaktion: 21 uau ft Goetz. — Rotationsdruck und Verlaa der Brühl'schen Universitäts-Buck- und Steindruckerei, R. Lange, Gieße«.


