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Hin angmehmes Gröe.
Humoristischer Roman.
Von Victor von Reisner.
(Nachdruck verboten.)
Erich ging unruhig auf unv nieder. Dann blieb' er vor der Mutter sieben und fragte:
„Wissen wir, ob nicht Herr von Szabo mit Vorbedacht Mißtrauen säet? Kestnen wir ihn denn fo genau, um blindlings seinem' Wort zu glauben? War es nicht vielleicht sogar voreilig, nist einem Menschen, der sich! nicht einmal durch Zeugnisse ausweisen konnte, einen dreijährigen Kontrakt zu schließen?!"
Sie sah ihn ganz entsetzt an.
„Du wirst doch nicht etwa glaubens daß wir einem' Schwindler in die Hände gefallen sind?"
„Rein, nein, soweit geht mein Bedenken nicht", beruhigte er sie, „ich, will sogar annehmen, daß er 'dem Vater, dessen Ansmosität er ja bald heraus hatte, NNr Nach dem Munde redet, K aber auch das will mir nicht gefallen, denn Menschen, die sich so aalglatt jeder Meinung anzupassen verstehen, sind Schwächlinge und verdienen schon deshalb kein Vertrauen?
„Aber wir brauchest ihn' doch: so notwendig", hielt ihm die Mutter vor,- „und er hat auch! tatsächlich gleich! so energisch er'ngreifen, daß wir froh sein müssen, ihn gewonnen zu haben! Sieh, mem Kind", fuhr sie dann überredend fort, „Du machst dem Vater wegen seines Mißtrauens eisten Vorwurst verfällst aber' genau in denselben Fehler. Während aber sein Mißtrauen einen realen Hintergrund hat, nämlich, die eindringliche Warnung seines Vetters und die nscht wegzuleugnenden Mißhelligkeiten, die Uns feit der ersten. Stunde unseres' Hierseins verfolgen, läßt Du Dich nur vost unbestimmten Gefühlen, über die S)u Dir selbst nicht Rechenschaft zu geben vermagst, leiten. Das ist nicht nur unrecht, sonderst auch töricht. Und nun gib mir das Versprechen, dest Vater künftig nicht mehr durch Deinen Widerspruch, zu reizen. Du wirst dadurch Dir und Uns das Lebest erleichtern? ,
Erich fand sticht gleich eiste Antwort, Was die Mutter da sagte, hatte zwar Hand' und Fuß und doch konnte er, ihr nicht recht gehen, denst eist ustbestimsntes Mwas ließ ihn ahnen, daß all dieser aufgestapelte, und künstlich, gezüchtete Verdacht an ent ent hoffentlich nicht allzufernen Tage in nichts zerfließen würde.
Seine Aufgabe müßte demnach post NUN an nur darin bestehen, stach Leidest Seiten hin beruhigend zu wirken, UM das HinzukomMest eines' Neuen Zündstoffes nach. Möglichkeit zu verhüten,
Wenn er das verhinderst' wollte, banst war es aber erst recht nötig, mit dem Vater im allerbesten .Einvernehmen zu bleibest, damit er nicht hstr.ch häuslOP Reibereiest ist stoch gereiztere StimstrüM käme.
„Liebe Mama", sagte er daher stach reiflichem Ueber- legeN, „was an mir liegt, soll gewiß zu Deiner Beruhigung! geschehen. Ich sehe ja selbst ein, daß wir ustter den ov- waltenden' Umständen Herrn von Szabo brauchen und werde mich seinen Vorschlägen und Anordnungen — falls siePapas Billigung findest — fügen. Hingegen habe ich aber auch eine Bitte an Dich."
„Und die wäre?"
Mache der gräflichen Familie eiste freundschaftliche Annäherung nicht zu schwer. Wir sind doch gezwungen, hier zu leben, warum sollten wir also nicht in Friedest und Eintracht —"
„Ja, was glaubst Du denst eigentlich von mir" fiel sie ihm ganz entrüstet ins Wort, „Meinst Du etwa, daß ich mit der Absicht yinfayre, sie vor den Kopf zu stoßen?"
„Aber, liebe Mama, wie Werbe ich Denn von Dir so etwas glauben", wies er diesen Gedanken von sich, „ich wollte damit nstr gesagt haben, daß ein herzliches Zusammenwirken von Euch Damen für beide Teile von Segen wäre. Und dann troch eines, liebe Mama, nimm Erna gehörig ins Gebet. Sie hat in der letzten Zeit so viel vost Uebelwollen und Mißtrauen reden gehört, baß. sie sich ist ihrer Dummheit vielleicht veranlaßt fühlest könnte, eine Lanze für ihre Familienehre zu brechen!"-
Na, weißt Du, so dumm ist sie aber doch nicht mehr!"- nahm Frau von Höchstfelb die Kleine in Schutz.
„Bei ihr ist immer das Unwahrscheinlichste das Nächstliegende", beharrte Erich, „zudem sind dort zwei sechzehnjährige Jünglinge auf Lager, denen sie gewiß imponieren wollen wird und deshalb ist eine vorhergehende und zwar ‘ sehr eindringliche Warnung recht wohl am Platze."
Die Mutter wurde durch diese Worte, deren Berechtigung nicht so ohne weiteres von der Hand zu weisen war, ist ihrer Zuversicht über. Ernas geistige Reise doch! etwas schwankend und so versprach, sie denst, der Kleinen auf de- Stelle Verhaltungsmaßregeln gebest zu wollen.
Einstweilen mußte es aber bei der Absicht bleibest, da Erna weder im Haus, noch in den Stallungen, die sie als ihre ureigenste Dontäne betrachtete, zu finden war.
Von dem im Hose spielenden Kindern erfuhr mast endlich, daß sie vor beiläufig einer Stunde mit ihrem Angelzeug gegen die Jlloda gegangen sei.
Ursprünglich, hatte Frau von Höchstfeld diesen gefähr- lichen Sport nicht erlauben wollen, als man ihr aber klav gemacht, daß die Jlloda ein ganz seichtes Nebenflüßchen 5er Save sei, welches sich bei der jetzigen Jahreszeit durchs waten ließe, hatte sie ihre Einwilligung gegeben und dies um so lieber, als das Fischen für Ersta bte schönste Uebung zum Stillsitzen sein müßte. , .
Erna schlug aber den lieben Ihrigen em Schstrppchech Sobald der erste Karpfen an der. Ästgel zappelte, was bei dem großen Fischreichtum schon ist der ersten Viertelstunde der Fall war, ließ sie sischen fischen, setn ustd machte M


