Ausgabe 
26.8.1903
 
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Die Veränderungen, die in detz letzten Jahren im Be­rechtigungswesen der höheren Schulen erfolgt sind ,beiien Mfolge jetzt in ganz Deutschland nicht nur das Gynmasium, sondern auch das. Realgymnasium zuni Studium der Medi­zin berechtigt, und außerdem in Preußen das Realgym­nasium zu allen Studien Zulaß gewährt mit Ausnahme der Theologie, sind nicht ohne Einfluß auf die Mädchen- Gymnasialkurse geblieben. Dieselben wurden alsbald oder neuestens, d, h. von Ostern d. I. ab, fast sämtlich in Realghmnasialkurse verwandelt, so die in Berlin, Leipzig, Baden-Baden, Hannover, Breslau, Frankfurt a. M. ititb Hamburg, sodaß als gymnasial außer den eigentlichen Bläd- chengymnasien in Karlsruhe und Stuttgart nur noch r.e Kurse in Königsberg und München übrig bleiben. In Preußen hat die Unterrichtsverwaltung in jüngster Zeit versuchsweise" die Einführung sechsjähriger Gymnasial- kurse mit einem Eintrittsalter von mindestens 12 Jahren für Anstalten in Schöneberg, Charlottenburg und Köln genehmigt, aber unter Verweigerung ihrer Bezeichnung als Untertertia re. bis Oberprima. Die Kurse haben vielmehr du Bezeichnung sechste bis erste Realgymnasialklasse zu fuhren. Es ist wohl anzunehmen, daß sich diese Organisation

der Türe lasteteinbem er "ach der Klinke Führern sondern sahen sich nach ihren

(Fortsetzung folgt.)

Setzt euch ihr Narren!" schrie er.Setzt euch und Mrt tntr zu. Ihr wagt es ja nicht, mich anzurühren, das wrßt rhr selbst ganz gut."

Er schien recht zu haben, denn sie blieben stehen und starrten ihn mit blöden Augen müßig an.

Wollt ihr inich anhören, den ihr seit Jahren kennt, oder diesen Schwätzer? Ihr habt jetzt die Wahl. Ich habe jahrelang mrt euch Geduld gehabt, aber jetzt habe ich es satt. Leid rhr Schafe, daß ihr euch von den Worten eines ^ußrgen ^hwatzers, der alles verspricht und nichts hält, vlenoen laßt?

Obiges Schweigen folgte, und Paul wußte, daß Machjt Uber sre verloren hatte; aber er verlor obwohl er sah, in welcher Gesahr er sich befand, da dre unwissenden Leute vom Brannt- wern unb den aufreizenden Reden des Agitators berauscht ♦v ll 1 v i L

-"genommen werden. Von dieser Einrichtung wurde im <;ahre 1902 rn Baden rn drei Städten, in Mannheim, Pforz- herm und Konstanz, und in Württemberg gar in 13 meist Heineren Orten Gebrauch gemacht.

Tie Reformbestrebungen, die sich im letzten Jahrzehnt auf dem Gebrete des höheren Schulwesens überhaupt gel­tend machten, haben es mit such gebracht, daß auch den Madchengymnasien die einheitliche Form fehlt. Die älteste Karlsruher Mädchengymnasium, stellt ein lechsklassrges Reformgymnasium Frankfurter Systems dar, £afLuf dre ersten sechs Schuljahre (6.12. Lebensjahr) der badischen höheren Mädchenschule aufgebaut ist. Sie zählt zurzert 86 Schülerinnen. Eine ähnliche Anstalt wie die Karlsruher wurde erst im Frühjahr 1899 wieder ge- grunbet: bas Mäbchengymnasium zu Stuttgart. Auch hier rst, ber Lehrgang im wesentlichen der bes Frankfurter Gym- nasrums. Die Stuttgarter Anstalt weist jetzt 38 Schülerinnen auf. Während man so in Sübdeutschland von 'Anfang an aus einen mindestens sechsjährigen Gymnasialunterricht I ausging, konnte man sich, wie Herberich ausführt, inPreußen mcht dazu entschließen, derartige Anstalten zu genehmigen. Man hielt vielmehr prinzipiell daran fest, baß bie Mädchen I erst dre neunklassige höhere Mäbchenschule absolvieren soll- I fen, um bann erst, also nach zurückgelegtem 15. Lebens- lahr, ihre Gymnasialstudien zu beginnen. Auf dieser Basis I wurden im Jahre 1893, also gleichzeitig mit dem Karls­ruher Mabchengymnasium, dieGymnasialkurse von grauen" ui Berlin unter Leitung von Fräulein Helene Lange er­öffnet. Sie führten ihre Schülerinnen anfangs in 3-, später I m 4< und jetzt in 41/zjährigem Kursus zum Abiturienten- ! examen. Sie zählen jetzt 94 Schülerinnen. Den Berliner

Kursen folgten die Leipziger Gymnasialkurse im Jahre 1894 unter Leitung von Fräulein Dr. K. Windscheid. Sie wurden vomAllgemeinen Deutschen Frauenverein" gegründet und bisher unterhalten. Auch sie haben einen 4i/zjährigen Un­terrichtsgang und nehmen ihre Schülerinnen gar erst nach zurückgelegtem 16. Lebensjahr auf. Die Zahl ihrer Schü­lerinnen betrug im Jahre 1901: 37, nachdem sie im Jahre 1898 bis auf 52 gestiegen war. Die Berliner und die Leipziger Kurse blieben zunächst ohne Nachfolge. Erst vont Jahre 1898 ab wagte man sich wieder an die Gründung neuer Anstalten. So entstanden int Jahre 1898 Gymnasial­kurse in Königsberg mit 4jährigem Kursus, 1899 in Han­nover mit fünfjährigem, 1900 in Breslau mit vierjährigem, 1900 in München mit dreijähigem, 1901 in Frankfurt a. M. mit fünfjährigem, 1901 in Hamburg mit viereinhalb- bis fünfjährigem Kursus. In Baden-Baden wurde von 1897 ab an der höheren Mädchenschule eine Art Reform-Progym- nasinm errichtet, in dem den sich hierfür meldenden Schü­lerinnen der drei obersten Klassen ber Atädchenschnle im Auf­trag ber Schule Privatunterricht in Latein unb Mathematik erteilt würbe unter gleichzeitiger Entbinbung von anberen Unterrichtsfächern. Diese progymnasiale Abteilung zählte im Jahre 1902 11 Schülerinnen. In Mannheim würbe bie stäbtische höhere Mädchenschule im Jahre 1901 in einen Mädcheuschulzweig unb einen Realschulzweig gegliedert, welch letzterer genau nach dem Lehrplan ber badischen Kua- ben-Realschulen arbeitet unb späterhin zu einer vollständigen Oberrealschule für Mäbchen ausgebaut werden soll.

Frauenstudium in Deutschland.

die Augen vor offenkundigen Tatsachen ver- U Ä'eS HKöfi A K sSffi Lk eS*ÄViW?ia bi ür da"s af^^^Eerscheiden die Vorbereitung der Frauen ' iubiunt s/lbü Studium und das akademische Frauem WZMMWß S«--?w"lch"°L" ^7- B Me Swk%£ I

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