Nr. 93.

1903.

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(Nachdruck verboten.)

Die Namensschwestern.

Frei nach dem Englischen von Clara Rheinau.

(Fortsetzung.)

Tann würde ich es aber doch, tun. Ich müßte mich totitbe*'"611' lüe,tlt '^e dankbar und freigebig zeigen v , "d^ehr, als es ihre Großmutter war", versetzte Fräu- Basset mrt einem häßlichen Kräuseln ihrer dünnen Oberlippe.

Ä" bachteHerc Pott,im Testament nicht nach Wunsch bedacht, das ist's, Wo der Schuh drückt!"

Nun", sagte er laut,die beiden Tarnen sind aller- vmgs so Verschieden wie Nord und Süd. Sie hielte,! bei der einen bis zum Ende aus, tuen Sie es auch bei diesetv bis zu einer andern Art von Ende. Ich wette", fügte er nut einem behaglichen Schmunzeln bei,sie wird bald die rechte Leitung finden, die sie zu einer ländlichen Aristo­kratin heranbildet."

, "Tann muß sie aber in ihren Studien entschieden bei dem ABC beginnen", entgegnete Fräulein Basset etwas boshaft, und Herr Pott konnte ihr nicht widersprechen. Er lauschte staunend dem Wortgeplänkel, in das Ellinor sich ^Oberst Mellrn eingelassen hatte, und wobei sie sich m-^Ä^u?^k?olltlsche Hetzereien verrannte und altherge­brachte Gepflogenheiten und Liebhabereien der Landedel­leute ins Lächerliche zog.

Wildern!" endete sie geringschätzig ihre halb scherzhafte, halb ernste Rede.O wie geizig müssen sie hier alle Jem, daß sie den armen Leuten nicht ein paar elende Rotaugen gönnen, oder ioas ihr Flüßchen sonst bietet. Tie Fische rnt Wasser und die Vögel in der Liift sind doch sicher für uns alle erschaffen!"

Warten Sie nur, Fräulein Graham, bis einmal ein paar gewandte Angler Ihre Hechte wegstiebitzeU: dann tvollen tvir sehen, ob Sie noch immer so feurig die Güter­gemeinschaft predigen", bemerkte Tr. Wilson lächelnd.

O, natürlich muß es irgeud eine Grenze geben", ivar dre prompte Entgegnung.Aber ich hasse Gesetze, die Leute wegen solcher Kleinigkeiten zu Verbrechern stempeln und deren ganze Familie an der Schande teiluehmeu lassen. Frauiem Bassett erzählte mir von einer armen alten Frau, Namens Stirling, die die Leute von der Seite ansehen, khr Mann und ihre Söhne manchmal ein wenig zu wildern pflegten. Aus reiner Neugierde besuchte ich sie Euch, es rst eine sehr anständige alte Person, aber traurig und einsam und ach so arm!"

daß unrechtes Gut niemals gedeiht", sagte der Oberst scharf.

be^st", rief Ellinor etwas unlogisch,daß Ihre unchrrstlichen Grairden hier herum die arme Frau in ihrem

n. Sie fing tat» Goldstück schenkte!

Alter die Schuld anderer entgelten lassen. .......

sächlich an zu weinen, als ich ihr ein ___

und ein wenig freundlich mit ihr sprach. Tausendmal segnete sie imch und knixte so lange, daß ich ihr Einhalt tun mußte. Wissen Die auch, daß sie schrecklich an Rheuma- ÄJÄÄ daß ihr Fußboden mit Ziegelsteines findig mach * r' E wollte ihren Hausherrn aus-

r. "Ich glaube, ich bin dies unwürdige Individuums bemerkte Oberst Mellin trocken auf die ihm als Hausherrn gemachten Vorwürfe.

Fräulein Graham fuhr fort:Und ihn bestimmen, Djelen legen zu lassen. Also wollen Sie eS tun?" Der Oberst zuckte die Achseln.

Tiefe Dinge überlasse ich meinem Verwalter, Fräuleist Graham."

,,Natürlich, natürlich!" rief Ellinor erregt.Und Sie wurden natürlich um keinen Preis von dieser Sitte ab­gehen? O wie komisch sind die Leute hier, sie hätschelst ihre alten Gepflogenheiten, daß sie gar keine Gelegenheit haben, ausfindig zu mache», ivie viel angenehiner biet »euett sind. Alles ist abgegrenzt in ihrem, hübschen Länd­chen, und man darf keinen Schritt von der Landstraße! machen, ohne angernfen zu werden, wie es mir heute er» ging , fugte sie herzlich lachend bei,als ich meinen Wea über emlge Felder nehmen wollte. Eiir Mann schrie hinter mir her, als ob ich ein Tieb geweseir wäre."

"Was Sie natürlich nicht übel nehnreil", neckte Dr. Wuson,da sie ja selbst keinen Eindringling dulden."

'Zch Erstehe die Anspielung", versetzte sie lächelnd. Aber", sich mit den andern Tarnen erhebendes ist ein Unterschied zwischen offenen Feldern und der Grenze emes Privatgartens. Ich überlasse Ihnen ineine Verteidig­ung, Herr Morgan."

In fröhlichster Laune verließ sie mit den Anderen das Zimmer, in ihrer frischen Jugend und reichen Toilette wie eine Blume in dem Tamenquartett ausseh end. m ,"x>n Westfields wird nun vermutlich eilt ganz anderes Regiment beginnen", benrerkte der Oberst mit sehr ergötzter Miene, als sich die Türe geschlosseti hatte.Wenn Fräu- lem Bassett die einzige Beschützerin dieser jungen Dame ist, wird ihr Amt kein leichtes sein."

_ "Ich fürchte, sie paßte besser zu Frau als jetzt zn Fräulein Graham", meinte der Toktor. Aber da sie hier mit deut Orte und den Leuten so bekannt ist, hielten wir es für das Beste, daß sie bleibe, um Fräulein Ellinor in ihre neue Stellung einzuführen. Ich gestehe jedoch, daß ich täglich einen Austritt befürchte. Unsere junge Erbin pflegt kein Hehl aus ihren Abneigungen zu macheu. Und doch wüßte ich nicht, wer Frl. Bassetts Stelle ausfüllen sollte."

O, Sie dürfen sie nicht gehen lassen", rief Herr Pott. Ich sagte ihr eben noch, sie solle doch Fräulein Graham darüber aufklären, wir sehr sie ihr verpflichtet sei. Sitz