fbtefen, kovbÄ sie bett gtWierr Unfhtn schwatzte, allein ihr Lachen Stang unnatürlich und ihre Lebhaftigkeit hatte etwas fieberisch Erregtes. Kaum war sie jedoch in ihrem Zimmer an gelangt, so trat sofort ein sonderbarer Rückschlag ein. Nita wurde schweigsam, zerstreut und öffnete, wahrend Mau-, reen ihr die Haare Mrstete, nicht ein, einziges Mal die Wppen.
(Fortsetzung folgt.)
Aus Edisons Leben. Non Fred Hoob.
(Nachdruck verboten.)
Obwohl die Presse sich sehr häufig mit den Erfindungen Edison's, sowie seinen grandiosen Unternehmungen beschäftigt, haben wir doch verhältnismäßig wenig über sein Leben ersahren. Doch ist es im höchsten Grade interessant und lehrreich, die Laufbahn dieses Mannes zu verfolgen, welcher dre größten Hindernisse überwinden lernte und vom Geschick seinem Ziele zugeführt wurde.
Edison ist heute 54 Jahre alt; seine Arbeitsjahre als Erfinder umfassen vielleicht drei Jahrzehnte, aber wenn wir uns vergegenwärtigen, welch eine ungeheure Fülle von Arbeit dieser aus oen dürftigsten Verhältnissen hervorgegangene Mann in der kurzen Spanne Zeit geleistet hat, so vermögen wir kaum zu begreifen, daß dies alles vas Werk eines einzelnen gewesen sein soll. Dabei hat Edison nur eine ganz ungenügende Schulbildung genossen, auch mußte er schon sehr früh beginnen, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen, sodaß für Studien irgendwelcher Art nicht viel Zeit übrig blieb.
Edison wurde im Jahre 1848 von armen Eltern in dem kleinen Dorfe Port Huron im Staate Ohio geboren. Seine ersten Groschen verdiente er sich durch den Verkauf von Zeitungen, Früchten und bergt Er lebte in den dürftigsten Verhältnissen, und es ist nicht ganz Rar, wie er schon damals daraus verfiel, mit verschiedenen chemischen Stoffen zu experimentieren. Man kann nur annehmen, daß er die ersten Anregungen aus Zeitungen empfangen hat, mit denen er seinen Keinen § anbei betrieb. Auf dem Zuge, welcher zwischen Port Huron und Detroit (Michigan) verkehrte, und welchen er häufig zu benutzen pflegte, um unterwegs seine Zeitungen an die Reisenden zu verkaufen, räumte ihm ein Schaffner den leeren Teil eines Gepäckwagens ein. Hier machte er seine ersteir chemischen Ex- perimente, ohne daß er barem gehindert worden wäre. Man ahnte vermutlich nicht die damit verknüpften Gefahren. Alles ging gut, bis eines Tages ein wenig Phos- phor zufällig auf den Fußboden tropfte und sich in ber Atmosphäre sofort entzündete. Obgleich das Unglück noch rechtzeitig verhütet wurde, ber Wagen also nicht in Brand geriet, kam der Schaffner in große Wut, warf alle seine Flaschen und Krüge aus dem Wagen und riß den Jungen dermaßen an beiden Ohren, daß die Trommelfelle derselben verletzt wurden. Die Folge war, daß Edison lebenslänglich schwerhörig wurde.
Das Unglück vermochte den Knaben von seiner Leidenschaft für chemische Experimente nicht zu heilen. Er verlegte sein Domizll nach der nächsten Bahnstation. Jetzt hatte er auch bereits eine unklare Vorstellung von dem Wesen der Elektrizität, doch fielen seine ersten naiven Versuche sehr kläglich aus.
Ms Mison 14 Jahre alt war, befand er sich eines Tages zufällig in Mount Clement Station, einem Keinen Orte in Ohio, wo er den Stationsbeamten Kenzie kannte. Während er mit diesem plauderte, lief ber Keine Sohn des Beamten über bas Bahngeleise. In diesem Moment kamen infolge des Rangierens ber Züge plötzlich zwei Eisenbahnwagen angerollt. Ebison sprang hinzu unb rettete bas Kind in dem Moment, als es gerade von dem Wagen gefaßt werben sollte. Der Beamte hätte den Jungen gern belohnt. Da er jedoch selbst wenig bemittelt war, und Edisons Leidenschaft für die Elektrizität kannte, so erbot er sich, ihn zum Telegraphisten auszubilben, ein Anerbieten, welches freudig aeceptiert würbe. Dieses Studium mußte nach Erledigung der ermüdenden Tagesarbeit betrieben tverden, denn damals verkaufte Edison seine Zeitungen in den Zügen einer Eisenbähnstrecke, welche Mount Element Station berührte.
Seine Einnahmen verbesserten sich etwas zur Zeit
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des amerikanischen Bürgerkrieges. In allen vom Schauplatz der Unruhen entfernten Städten verlangte man Berichte über die Schlachten und darauf gründete ber junge Edison seine Pläne. Er traf mit den Besitzern der „Free Preß" von Detroit die Vereinbarung, daß ihm von jeder Nummer 1000 Exemplare ä Kondition geliefert wurden. Nun wußte er sich an bestimmten Orten mit den Telegraphisten der Bahnstation zu verständigen, die zunächst telegraphisch eine kurze Inhaltsangabe der Zeitungen erhielten, die auf den Bahnhöfen bekannt gegeben wurde. Wenn Edison nun auf seiner Route bei den verschiedenen Stationen anlangte, so fand er schon die ganze Volksmenge versammelt, welche die Zeitungen erwartete. Bei diesem Handel konnte Edison einige Ersparnisse machen, ja es ging ihm so gut, daß er sogar täglich einen Dollar seiner Mutter senden konnte.
Gleichzeitig machte er unter Leitung seines Freundes Kenzie sehr gute Fortschritte und bereits nach Verlaus von sechs Monaten wurde er als Signalwärter mit einem Monatsgehalt von 100 Mark bei der Grand Trunk Rail- way an gestellt. Hier soll er seine erste Erfindung gemacht haben, die ihm aber wenig Anerkennung brachte. Es gehörte zu seinen Pflichten, alle halbe Stunde die Zahl „Sechs" nach einer Stachbarstation zu melden, und da Edison es sehr albern fand, alle halbe Stunde an die eilte Sechs denken zu müssen, so kam er auf den Einfall, eine automatische Einrichtung zu schaffen, welche diese Arbeit an seiner Stelle ausführen sollte. Das gelang auch ganz vortrefflich, doch fiel es aus dem Haupttelegra- phenamt auf, daß man jedesmal, wenn das Wort „Sechs" erschienen war, die Stummer auf ber Leitung für einige Zeit nicht mehr erhalten konnte. Man beauftragte nun einen Detektiv mit der Erforschung des mysteriösen Falles und bas Resultat war, bau Edison sofort entlassen würbe. Man schenkte seiner Erfindung nicht die geringste Beachtung, Da er sehr tüchtig war, fand er bald wieder bei einer anderen Eisenbahngesellschaft Stellung, vernachlässigte aber aufs neue seine Pflichten, da sein erfinderischer Geist sich stets mit anderen Dingen beschäftigte. Eines Abends ließ er seine Station einen Zug passieren, obwohl unmittelbar zuvor ein anderer Zug abgegangen war. Er hatte vergessen, ein wichtiges Signal zu geben. Edisolt lief die Bahnstrecke hinunter und rief Mrzte und andere hilfsbereite Personen zusammen, damit sie den vermutlich Verletzten Beistand leisten sollten. Er war überzeugt, daß ein schreckliches Unglück geschehen sein müßte. Glücklicherweise waren die Züge nicht zusammengestoßen; die Lokomotivführer ber beiden Züge hatten bie gegenseitigen Signale rechtzeitig gehört, um bas Unglück noch verhindern zu können. Wegen dieses Vergehens wurde Ebison vor den Direktor ber Bahnlinie gerufen. Man sagte ihm, daß es für die Sicherheit der Bahn nötig' sei, ihm eine Se Strafe aufzuerlegen. Während man noch über sein sal beratschlagte, gelang es Edison, da er mindestens ein Jahr Gefängnis zu erwarten hatte, in aller Stille zu entwischen und nach einem anderen Staate zu gehen.
Edison legte den Weg von Memphis (Tenessee) nach Nashville in demselben Staate, eine Entfernung von mehr als 150 Kilometern, zu Fuß zurück. Er wollle nach Süd- Amerika gehen. In New-Orleans (Louisiana) besann er sich jedoch eines Besseren, da ihm dort jemand kein sehr günstiges Bild von dm Verhältnissen in Süd- Amerika entwarf. Nachdem er in verschiedenen Städten, überall fein Glück versuchend, tätig gewesen, ging er, 21 Jahre alt, wieder völlig mittellos nach Boston. Den Weg legte er teils zu Fuß, teils als blinder Passagier auf den Eisenbahnzügen zurück. Er sah sehr reduziert, ja nicht besser als ein gewöhnlicher Landstreicher aus, und als er beim Direktor des FranKiu-TelegraPhenamts um Beschäftigung nachf lchte, beschloß dieser den merkwürdigen Telegraphisten einer sehr energifajen Prüfung zu unterwerfen. Die Telegraphenstation Newyork wurde beauftragt, bie Telegramme so schnell zu fenben als dies irgend möglich wäre. Edison sollte die Telegramme aus- nehmeu. Sein zerlumptes Aussehen, fein wirres Haar, überhaupt sein ganzes merkwürdiges Wesen bildeten eine Quelle ber Belustigung für bie Telegraphisten. Da aber Ebison schwerhörig war, so vernahm er nicht viel von bem Spott und machte sich an die Arbeit. — Der Telegraphist in Newyork begann seine Telegramme zu fenben. Edison war bei den Eisenbahnen, bei denen er an gestellt


