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Auflösung des Distichons in vor. Nr.r Fast Nacht Fastnacht.

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Dan der steuersuchende Staat sich die Gelegenheit nicht entgehen läßt, eine so allgemeine Volksleidenschaft wre der Tabakverbrauch nach besten Kräften auszunutzeu, erscheint selbstverständlich. Nach Abzug der Erlasse ergab dwdeutsche Tabaksteuer, die aus dem inländischen Tabak lastet, pro 1901 das nette Sümmchen von 13,1 Millionen Mark. Dazu kominen noch ca. 54 Millionen Zolleinnahmen vom aus­ländischen Tabak, sodaß aus den Kopf der Bevölkerung, Weib und Kind eingeschlossen, eine Tabakbeste,terung von 1,16 Mk. entfällt, ein bischen Viel

Es gab einmal eine Zeit, in welcher der heunrsche Tabakverbrauch zurückging; dies war m den 70er: unb 1BOer der Kall. In der Gegenwart ist der Tabakgenust wieder im Steigen begriffen, was u. a. auch die Eisenbahn-! statistik beweist.

Gemeirrnützrses.

Mittel, den übel» Gernch beim Sieden mancher' Seefische zu beseitigen. Manche Seefische verbreiten be­kanntlich nicht allein in rohem, bereits m einem gelinden Grade der Zersetzung begriffenen Zustande, sondern auch während des Kochens und selbst m gekochtem Zustande einen eigentümlich widerwärtigen Geruch, der oft das ganze Haus durchdringt und nicht jedermanns Geruchnerven an­genehm ist. Es gibt aber ein einfaches Mittel denselben zu verhindern. Man darf nämlich m den Kessel, worin die Fische sieden, nur einige glühende Kohlen hineinwerfen. Man kann diese Kohlen gerade vom Herde selbst wegnehmen, nur muß man sie alsdann zuerst durch Abblasen von de. Asche reinigen und darauf sehen, daß sie nicht mehr in Flammen stehen, sondern bloß noch glühen. Diese Kohlen ziehen von den Fischen allen üblen Geruch an sich. Eh« man anrichtet, schöpft man die Kohlen, die mt Wasser oben­auf schwimmen, mit einem Schaumlöffel ab.

achtendes Kraut.

Eins der besten deutschen Tabakjahre war 1881; es ergab über iy4 Millionen Zentner Tabakblätter. Damals tpurden im deutschen Zollgebiet 246 639 Tabakpflanzer ge­zählt. Seit der Zeit ging der deutsche Tabakbau infolge der Zoll- und Steuerpolitik einerseits, andererseits wegen der Konkurrenz neuer ausländischer Gebiete, wie z. B. Ost­indiens, andauernd zurück. 1891 gab es nur noch 162 738 und im Jahre 1902 sogar kaum 118000 Pflanzer. Ent­sprechend ist auch die bebaute Bodenfläche zurückgegangen, von 27 248 Hektar im Jahr 1881 auf 17 357 Hektar pro 1902.

Nach der Anbaufläche berechnet, muß das Großherzog­tum Baden als das deutsche Haupttabafland bezeichnet werden; hier waren im vorigen Jahre 7059 Hektar reines

In Amerika, das uns die Kartoffel lieferte, ist auch das würzige Tabaklraut zu Hause. Es besitzt aber eine ganz ungemeine Akklimatisattonsfähigkeit. Mit Erfolg wird es selbst noch in solchen Regionen angebaut, wo die Winterkornfrucht erst sehr spät reif wird. ?lber wenn auch die edlen Sorten, die fast mit Geld ausgewogen wer­den, nur im glühenden Tropenklima gedeihen, so giebt es doch auch in deutschen Landen Gebiete, die ein hervor­ragend würziges und duftiges Kraut liefern. Der beste deutsche Tabak kommt vom mittleren Rheiu und aus Franken;Pfälzer",Hanauer" undNürnberger" haben einen nicht zu verachtenden Ruf und werden weit teurer bezahlt, als z. B. der gewöhnliche Kentucky. So kostete in den 90 er Jahren die Tonne ordinärer Kentucky in Bremen, neben Hamburg der deutsche Hauptmarkt für überseeischen Tabak, 460 Mark, dagegen Pfälzer ltmblatt 1410 Mark, und Pfälzer Einlage 1270 Mark, nach der Notierung von Mannheim, bekanntlich dein Hauptplatz für einheimischen Tabak. In Deutschland wird eben nicht nur grober Bauerntabak gebaut; neuerdings hat mau sogar feine Sorten, tote Connecticut und White Burley bei Mannheim, in der bayrischen Pfalz und int Elsaß an ge­pflanzt. Allerdings ein böses Kraut kann in sonnenarmen Jahren der Tabak in Schlesien, Ostpreußen, der Altmark, der Uckermark, Sachsen, Türingen und Westfalen werden. Die MarkeErlkönig" (erreicht den Hof mit Mühe und Not") mag speziell in der Uckermark ihre Heimstätte haben, wo oft schaudervolle Sorten gezogen werden. Einige Striche ergeben aber auch dort ein nicht zu ver-

liches Eigentum anzuseheu pflegte. Das deutsche Volk war so tief gesunken, daß ihm jedes Empfinden für diese rechtlichen Veränderungen abging. Nur der Freiherr vom Stein erhob seine warnende Stimme. Gewiß ist für uns Nachlebende die gewalttätige Aufhebung der Vielstaaterei und die Einziehung der geistlichen Staaten, die em Sieben­tel des Reichsgebietes tnnehatten, von allergrößter Be­deutung. Aber anders wird in dieser Frage der praktische Politiker als der Philosoph der wohlerworbenen Rechte ur- ' Emil Behre.

Tabaklanb vorhanden. Dann folgt Bayern mit 2623, Brandenburg mit 2358, Elsaß-Hothringen mit 1361, Pom­mern mit 1215 Hektar Boden zählt auch die meisten Tabak­pflanzer, ein Drittel der gesamten deutschen, nämlich 37 431. Meerkwürdigerweise hat ein Landesgebiet, das mit seinen 112,7 Hektar Tabakland kaum in Betracht kommt, annähernd soviel Pflanzer, 31656: nämlich Ostpreußen. Die vstpreußischenTabakpflanzer" scheinen demnach das edle Kraut meistens nur für den eigenenHausbedarf" zu kulti­vieren. Bayern zählte 1902 gegen 9800 Pflanzer, das Reichs­land 8817, Brandenburg 4767, Hannover 4475, Württem­berg 4604, Schlesien 3970, Pommern 3350. Ans diesen hohen Pflanzerzahlen läßt sich ein Schluß aus den Umfang der Betriebe ziehen; mit nur ganz wenigen Ausnahmen (z. B. des

| nicht nur bei uns in Hessen bekannten Wormser Reichstags- I abgeordneten Freiherrn Hehl von Herrnsheim) ruht der deutsche Tabakbau fast ganz in den Händen der Klem-

I bauern. Für diese war er um deswillen trotz aller Be­steuerung noch einigermaßen lohnend, weil deren Kinder, Frauen, Großväter ihre schwachen und sonst fast wertlosen Arbeitskräfte beim Sortieren, Anreihen, Bündeln rc. gut

I verwerten und in bare Münze umsetzen konnten.

Und doch diese auffaflende Erscheinung des Rückgangs im deutschen Tabakbau, wenigstens der Quantität nach! Die Qualität befindet sich ja in stetigem Steigern Der Anbau sowohl, wie auch die weitere Bearbeitung der Blätter wird immer sorgfältiger und rationeller betrieben. Die | Güte des heimischen Tabaks läßt sich unzweifelhaft durch I Einführung zweckmäßigerer Sorten, durch Verwendung allerbesten Landes und durch besondere Düngemittel be­deutend heben. Dazu kommt in neuerer Zeit der Zusammen­schluß der Tabakbauer» zur Wahrung ihrer gemeinsamen Interessen und zur genossenschaftlichen Verwertung der ge­ernteten Blätter. Daß hierdurch auch die Anbau- und ®et> edelungsersahrungen zu einem segensreichen Austausch | kommen, ist naheliegend. Es liegt daher im Interesse jedes

Rauckers, der nicht über Havanna oder Cuba ohne weiteres I verfügen kann, diese genossenschaftlichen Bestrebungen zu

(Nachdruck verboten.)

Immer aber, ob er im Walde war oder zu Hause, suchte er seine Pfeife. Er schtuärmte für östreichische Vicrkreuzerpäckle", rauchte aber auchKreller". Ja, wenn alle Stränge rissen, stopfte er seine Pfeife mit Kartoffel­kraut. Tas gab wenigstens einen rechtschaffenen Dampf. Diese schlichten Worte aus einer Dorfgeschichte geben so recht, mehr wie alles andere, einen Enblick in die größere oder geringere Leidenschaft des Tabakgenusses, dem die Kulturmenschheit, vom Kühlungen bis zum millionarsteu Kommerzienrat huldigt, jeder nach seiner Fasson.We­nigstens einen rechtschaffenen Dampf" muß es geben! Ha­vanna ist nicht jedem ein erreichbares Land. Für alle öko­nomisch unzureichend Veranlagten ist es ein wahres Glück, daß im eigenen Vaterlande eine so umfangreiche Kultur des Tabakkrautes feldmäßig betrieben wird, wie es nur wenige ahnen. Und 80 Prozent jener Tabakraucher, die für das Hundert nicht mehr als neun oder zehn Mark anwenden, können es sich gesagt sein lassen, daß ihre duftendeFlor de Habana" an den Gefilden des Main gewachsen ist. Nur das zart umhüllende Deckblatt stammt aus einerbesseren Welt".