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sein, die ihr Kind gut erziehen

.Mißbrauchte

ihrem Buche:

derart hin, daß sie sagt, der

ringsten dem Ideal einer gemütstiefen charaktervollen .Per­sönlichkeit, wie die Erziehungsaufgabe sie verlangt. Sie L .. ,r vs rv> r*v ' .Z. i 1. . zv4-r\v*4-11 m Tt>14" ^-c HY* o 1ttt

Da ist viel Schönes

Und hier Kirschen!

Selbstlosigkeit zu weit gehen! schasst nicht Segen, sondern ist bum w. v7

edelste Gefühl kann verderblich wirken, wenn mcht Erkennt-

Wie soll eine Mutter will?

Warum laßt Ihr mich nicht spielen, wie ich will, so lange ich doch artig bin?"

Ja! Warum nicht? c

Ob diese Mutter sich ihres Erzieheramtes bewußt war? Für sie war dieses hübsche Kind nur ein Spielzeug, das ihrer Eitelkeit schmeichelte. Nach Verlauf von einer halben Stunde, in der fast jedes Wort an Bubi gerichtet war, erhielt das Fräulein die Weisung, mit ihm in den Wald zu gehen. Bald fing nun die Angst um Bubi bei den Eltern an; wo er so lange bleibe; ob ihm wohl ein Unfall zugestoßen sei. Und als er vergnügt mit seinem Fräulein und einem großen Waldblumenstrauß erschien, hörte ich die vorwurfs- vollen Worte, der Mutter:

Aber, Fräulein, wie verknittert ist Bubis Anzug! Das ist unglaublich! Sie werden ihn morgen über­plätten müssen!" rr

Und doch war das Benehmen dieser oberflächlichen Frau noch wohltuend im Vergleich zu einem anderen Vorkommnis, dessen Zeuge ick am nächsten Morgen war.

Bubi, jetzt will ich Dir etwas Bubi!"

!"

Aber Bubi, sieh' diese Düte!

drin. Komm' und sieh !"

Nein!"

Bubi, sieh' doch! Erdbeeren! Willst Du nicht?"

Nein!"

Ellen Key stellt in , ....

Frauenkraft" die Aufgabe der beiden Geschlechter bei der Entwickelung der Kultur derart hin, daß sie sagt, der Mann sei der Träger der Intelligenz, die Frau die Trä­gerin der Humanität, des Gemütslebens. Sie tritt für die volle, selbständige Entwickelung der Persönlichkeit der Frau ein, damit diese umso trefflicher ihrer Aufgabe nachkommen könne. Diese große Ausgabe sei die Erziehung des Menschengeschlechtes zu allem Edlen und Guten und Reinen.Je entwickelter Gedanken und Phantasie sind", sagt Ellen Key,um so reicher wird auch der Gefühls­inhalt, und je reicher der Inhalt ist, um so tiefer und frischer wird das Gefühl selber."

Die reichen Gemütsanlagen der Frau, deren edelste sich in den Begriff der allen Frauen eigentümlichen Müt­terlichkeit zusammenfassen lassen, können erst zu ihrer rechten Entfaltung kommen, wenn ein klarer Blick, Ver­ständnis des Lebens, Verständnis des eigenen und fremden Charakters ihr Tun regeln. Jede ernste Mutter weiß, wie oft sie überlegt und nachgedacht hat, wie oft sie dem Instinkt nicht die Führung überlassen hat, sondern im Gegenteil ihn erst von dem Verstände zu zielbewußtem Handeln und zu richtigem Fühlen hat erziehen müssen. Nur dieses Bewußtsein hat sie auch in schweren Stunden der Sorge um ihre Kinder ruhig vorwärts schauen lassen, das Bewußtsein, daß sie sich! allzeit bemüht hatte, nach bestem Wissen ihre Pflicht zu tun.

Nein

Das Kind pflückte nämlich einige Schritte weiter solche Mumeu und sprang herzensvergnügt im Grase umher. " -........-' " zeigen, komm' her,

weist, wenn sie keine Zeit hat, die es mit schönen Kleidern putzt und ein anderes Mal unordentlich! und unsauber gekleidet gehen läßt, je nachdem ihre augenblickliche Stimmung sie beeinflußt. Das Tier ist unverantwortlich für sein Tun, der Mensch aber, im Besitz seiner geistigen Kräfte, ist dafür verantwortlich das ist der große Unterschied! (Sine Mutter hat die volle Verantwortlich­keit für die Erziehung, die sie ihrem Kinde angedeihen läßt; es ist daher von ihr zu verlangen, daß sie sich der hohen Bedeutung ihrer Pflicht bewußt ist, und daß sie sich mit allen Kräften bemüht, derselben gerecht zu werden.

fühlen keine Pflichten, keine Verantwortlichkeit. Ihr Tun ist Laune, ihr Einfluß auf das Kind reicht nur so wert wie ihre Körperkraft die seine noch bezwingt. Für ihres Kindes Seele, für die Erziehung seines, Gemüts- und Geisteslebens, feines Charakters find sie nichts!

Noch eine dritte Mutter möchte ich erwähnen, deren unendliche Liebe keine Schranken kannte, und dre daher in der Selbstlosigkeit ihrer Mutterliebe zu weit ging Ja, so seltsam es klingen mag, man kann auch rn der Selbstlosigkeit zu weit gehen!! - Und jedesZu viel schäf t nicht Segen, sondern ist vom Uebel; selbst das

In unser Haus waren neue Sommergäste eingezogen. Lautes Weinen eines Kindes und die immer wiederholten Worte:Wirst Du jetzt gehen!" riesen mich an das Fenster. Man denke sich folgenden Anblick: Wieder ein kleiner Jnnge, wieder eine elegante, junge Frau. Aber in der Hand hat fie des Kindes Peitsche, und schlägt mit der­selben jedesmal bei ihren Worten:Wirst Du jetzt gehen!" auf ihr Kind. Wie auf einen Hund! Der Knabe soll rn die Küche gehen, um Milch zu holen. Er will etwas sagen, die Mutter läßt ihn nicht zu Wort kommen, sondern schlagt ihn, er läuft ab, sie schlägt ihn doppelt, denn er hat den falschen Weg eingeschlagen; auf der anderen Serie liegt die Küche. Endlich verschwindet das geängstigte Krrrd na^'Ist r^Jnstinkt? - Ist das Mutterliebe? - die,in ihrem Zorne sich so wenig beherrschen kann, daß sre nicht an das Kind, nicht an die vielen Einwohner des Hause-, denkt, die die Szene alle mit ansehen! Mit welchen Ge­fühlen wird dieser Knabe, wenn sein Bewußtsein, erwacht, sich seiner Kindheit, seiner Mutter erinnern! Und doch soll die Liebe zu den Eltern die Wurzel der Tugenden und die Grundlage jeder Erziehung sein!

Es giebt leider reckt viele solche Frauen, wie die beiden soeben geschilderten; sie entsprechen nicht imge- liwi'nltervolleii Ber­

nis es leitet. . , ,, , .

Diese Mutter hat es ihrem einzigen Sohne verheim­licht, wie kümmerlich ihre Vermögensverhältnisse waren; sie hatte viele Jahre gedarbt und gehungert, um ihm zu einem sorgenfreien Leben das nötige Geld schicken zu können. Er hatte sich daran gefreut, sich kerne Gedanken darüber geinacht, ob es ihr leicht oder schwer wurde, ihm das Geld zu schicken, und hatte schließlich das vergnügte Leben in der Großstadt viel interessanter gefunden, als die einfache Stille daheim bei der Mutter. So war er voil ihr fern geblieben längere Zeit. Da rief der Arzt ihn an ihr Sterbebett. Und hier, dem kleinen, blassen, vom Tode gezeichneten Gesicht der Mutter gegenüber schlug Lu das Gewissen. Die Frau starb an Entkräftung; es stellte sich heraus, daß ihre Verpflegung seit Zähren ganz X.lS »Ml da- Bild Mej«

dritten Frau Jede zärtlich liebende Mutter wird sicher das Gefühl>8 hätte ich auch für mein Kind tun können'" Und doch wird der Inhalt dieser kleinen G-M» th- lagen, b'-ß fie M »i-malS M* #» halte denn jene Mutier in ihrer selblofen Liebe ihrem Sohne getan? Sie hatte ihm einige kurze ^ahre

Sollte es denn aber wirklich noch Mütter geben, die sich dieser hohen Aufgabe nicht bewußt sind?

Es ist leider nicht schwer, zur Beantwortung dieser Frage Erfahrungen aus dem täglichen Leben anzusühren, Beispiele, die typisch zu nennen sind für viele Mütter.

Während eines Sommeraufenthaltes in einem Luft­kurorte hatte ich mir ein stilles Plätzchen in den Tannen gesucht, wo ich manche Stunde den Zauber der Natur in ihrer Einsamkeit genoß. Eines Tages ließ sich! in, der Nähe eine Familie nieder, die aus dem Elternpaar, einem niedlichen, etwa vierjährigen Knaben und' dessenFräu­lein" bestand. Die Behandlung dieses Kindes war sür meine Auffassung unerträglich. Die ganze Aufmerksam­keit der'Erwachsenen war auf das Kind gelenkt, und un- abläsfig folgte Frage auf Frage.

Bubi, wo steckst Du? Bubi, komm' einmal her!" Das Kind antwortete:Nein!"

Bubi, geh' nicht zu weit! Bubi horst Du?"

Nein!"

",Bubi,' steh' diese Blümchen! Willst Du sie nicht pflücken?"

Und hier Torte! Nun, Bubi?"

Endlich ließ Bubi sich erweichen, etwas Torte anzu- uehrnen.

Nun möchte ich wissen, was aus solchem Bubi werden soll. Das Kind war so niedlich und gut, und hätte es leine Gefühle aussprechen können, so hätte es wohl gesagt: