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Gemeinnütziges.
Er verlangte nur einen Tribut von der Stadt für die
Der erbärmliche indische Kaiser zog seinem furchtbaren Besucher bis vor die Mauer,l Delhis entgegen, um ihn willkommen zu heißen. Durch eine sorgfältig ins Werk gesetzte Verschwörung unter seinen Adeligen wurde ein Mißverständnis zustande gebracht, eine Schlacht geliefert und der Kaiser vollständig besiegt. Da er sich lieber der Großmut seines Siegers als der Treue seiner Untertanen anvertraute, unterwarf er sich dem Eiudringling auf Gnade
Unterstützung seiner Armee.
Die Beute, die von Nadir Schah aus Indien svrt- aeschafft wurde, ist verschieden geschätzt worden. Ein Bericht giebt sie an zu Lstr. 90000 000, ausschließlich des Psauenthvones und des Koh—i—noor.
Was den Koh—i—„vor betrisst, der einer der Hauptzwecke seines räuberischen Einfalles war, so stellten sich ihm Schwierigkeiten entgegen, denselben in seinen Besitz । zu bringen. Er war so wertvoll, daß er für „die Hälfte dertäglichenAusgabederganzenWelt" geschätzt wurde. Der Herrscher von Delhi trug ihn deswegen immer auf seiner Person, in diesem Falle in seinem Turban. Da nun Nadir Schah offen als Gast gekommen war und Freundschaft für den ohnmächtigen indischen Kaiser bekannte, so stellte er sich, als wenn er Gewissensbisse hätte, dessen Person zu berauben. .
Wie sollte er denn den Juwel, den Hauptterl fernes unersättlichen Verlangens, in seinen Besitz bringen? Mit großer Schlauheit schlug er als letzten Abschied ein Zu- sammentrefsen vor den Mauern Delhis vor. Es war ein großartiger Auszug von Glanz und Pracht, gegen den das „Feld d es goldenen Tuches" wie eine flimmernde Straßenlampe gegen die Mittagssonne war. Die Fürsten trafen sich zwischen ihren Heeren, umarmten sich wie geliebte Brüder und schwuren sich ewige Freundschaft. Dann schlug Nadir Schah als Unterpfand ihrer Liebe einen Austausch der Turbane vor, wie die Ritter vor alten Zeiten die Schwerter zum Zeichen der Kameradschaft vertauschten. Der unglückliche Kaiser erkannte nun die List, war aber machtlos, sie zu vereiteln. Mit großer Seelenstärke gab er nach und entsagte für immer den letzten Zeichen der höchsten Gewalt.
Redaktion: Curt Plat..- Rotationsdruck und ln!oa der krübl'ülen llmversEs-Swct. und Eteindruckkrei (Putsch Crbrnf in Gießen,
Ergänzungsrätsel.
(Nachdruck verboten.)
-fer, — id. G-d, Vu-, 8-, Mie-, SB—b, Fe—, Sch—.
Man such« ein Sprichwort, dessen einzelne Silben an Stelle dec Striche gesetzt, die vorstehend angegebenen Wortteile zn bekannten Hauptwörtern ergänzen.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung des Bilderrätsels in vor, Nr.r Jedem das Seine.
gefaßt. Aber selbst der Trost war ihm versagt; auf Anstiftung seiner Feinde erhob Morad die Fahne der Empörung gegen seinen Vater. Als Aurengzeyb dies hörte, erhob er sich von seinem Krankenlager, schwur einen furchtbaren Eid und machte eine letzte Anstrengung, die seiner besseren Tage würdig gewesen wäre; wenn er das Verlorene nicht wieder gewinnen könne, so wolle er sich mit furchtbarer Grausamkeit rächen. Dann sank Aurengzeyb von diesem Schlage erschöpft nieder, um sich nicht wieder 5,1t erheben.
Das Schicksal seiner Nachfolger war dein seinigen sehr ähnlich. Die nächsten 30 Jahre kamen Herrscher auf den Thron, die einen Tag regierten und durch die Hand eines Meuchelmörders fielen. Nadir Schah, der Herrscher Persiens, hatte von dem Reichtum Indiens gehört. Ferdouse, ein Dichter seines Landes, hatte die Taten Mahmuds, des ersten Plünderers voll Indien, besnngeu. Der Einfall Tannolans, der Indien verwüstet hatte, lvar mit barbarischen Verschönerungen von persischen Historikern uieder- geschrieben worden. Und Nadir Schah hatte von dem Pfauenthron von Delhi, dem Koh—i—noor, dem unschätz- bareil Edelsteine der schwache,l indischen Kaiser, und von einem Lande gehört, in dem Milch und Honig fließe. Er kan, mit einem mächtigen Heere, dem eine wilde Horde folgte, die nur auf Plünderung und Mutvergießen bedacht war. , „
Literarisches.
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Aber obgleich Nadir Schah ein großer Eroberer war, so fiel er doch dem verhängnisvollen Fluch zum Opfer, der dem Juwel noch wie ein verborgenes Gift anhaftete. Nachdem er ihn nur wenige Jahre im Besitz gehabt hatte, wurde er in seinem Zelte von seinen aufrührerischen Soldaten ermordet. Der Koh—i—noor ging mit seinem Throne auf seinen Enkel.Schah Rukh über, der selbst von einem seiner Vasallen verhaftet und in enger Gefangenschaft gehalten wurde. Sein Besieger folterte ihn wiederholt, den Edelstein von ihm zu erpressen, aber ohne Erfolg. Zuletzt
kani Achmed Schah, ein früherer Offizier Nadirs, der sich nun zum unabhängigen Herrscher in Afghanistan gemacht hatte, dem Schah Rukh zu Hilfe, setzte ihn wieder auf seinen Thron und nahm den Edelstein als den Preis seines Beistandes.
Dieser ging durch Erbschaft auf seinen Enkel Schah Zamau» über, der ihn jedoch trotz seines Traumes an einen glorreichen Einfall in Indien nur kurze Zeit behielt. In • der Schlacht von seinem aufrührerischen Bruder Mohammed Schah besiegt, floh er mit dem Koh—i—noor, um sich das Leben zu retten. Von Ort zu Ort verfolgt, gänzlich erschöpft und völlig mutlos, nahm er das Anerbieten seines Vasallen, des Mullah Auschick, an und kam in seine Festung int Jellalabad-Tal. Aber der Mullah war ein Verräter. Er behielt seinen Fürsten in deut Kerker des Schlosses und sandte dem Mohammed Schah eine geheime Botschaft, der sogleich eine Wache absandte, um ihn nach Kabul zu bringen. Schah Zamaun, der die Gefahr ahnte, brachte es fertig, gerade ehe er fortgesüyrt wurde, in einer dunkeln Ecke des Kerkers ein kleines Loch zwischen zwei Steine zu scharren und den kostbaren Edelstein darin zu verbergen. Während er noch auf seinem Wege nach Kabul war, hörte Mohamnted, daß der Juwel nicht zu finden sei; in großer Wut sandte er einen Arzt nach, der seinen Bruder blenden sollte. Der Arzt traf Schah Zamaun auf dem Wege nach Kabul, warf ihn zugleich zu. Boden und durchbohrte ihm die Augen mit einer Lanzette.
(Schluß folgt.)
Als et« vortreffliches Borbeugu«gs- und Lindc- ruusSttrittel der Zahnschmerzen wird die Kalmuswurzel
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gossen. Nachdem diese Mischung verkorkt 2 bis 3 Tage gestanden, wird so viel reines Wasser zugegossen, daß die Mischung dem Zahnfleisch nur noch etn letchtet, Brennen verursacht. Wenn man mit dieser Flusttgterr morgens und mittags naa> dem Essen und abeuos vor dem'Schlafengehen sich den Mund ausspült, wird man seine gesunden Zähne bis ins Alter konservieren. Bet Zahn- chmerz ist es gut, den Mund je öfter, desto besser damit zn reinigen. Diese Behandlung konserviert namentlich schadhafte Zähne ganz vorzüglich.


