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dessen Ausstattung rote oder blaue Satinblenden bilden, veranschaulicht Modell 275. Dasselbe zeigt die kleidsame Bolerobluse mit Geishaform und doppelter Schulterpelerine, vereinigt also die Neuheiten der Saison in sich, Der Rock ist mit abzuknöpfendem Volant ausgestattet, sodaß er entweder ganz fußfrei oder in Länge eines Promenadenrockes getragen werden kann. Ten Volantansatz deckt ein breiter durchsteppter Satinstreifen, der nur an seinem oberen Rande dem Rocke aufgesteppt, die Knöpfe verdeckt und beim fußfreien Tragen als Abschlußstreifen wirkt.
Verhältnismäßig wenig Neues bietet die Mode den Radfahrerinnen. Dies mag Wohl daran liegen, daß auf diesem Gebiete mit dein geteilten Rock und der als weite Pluderhose -oder geteilter Rock zu tragenden Rockhose bereits der Höhepunkt der Zweckmäßigkeit erreicht ist. Einigen Anspruch auf Neuheit dürften nur die Reform-Miederröcke machen, die samt einem kurzen Bolerojäckchen dem Radfahrsport dienstbar geinacht worden sind. Zu diesem Zwecke muß den Hinterbahnen die für den Sitz im Sattel erforderliche Weite angeschnitten werden.
Ein einfaches, hübsches Radfahrkostüm stellt Modell dir. 1003 dar. Die beliebte Dreisaltenbluse ist an demselben nur mit Stepperei verziert, während der fußsreie geteilte Rock ganz schlicht gehalten ist und durch Patten hochge- knöpst iverden kann. Eine flotte Sportmütze oder kleiner Strohhut, Leinenkragen und Manschetten, farbige Kravatte
Modell Nr. 275.
Modell
und Ledecgurtel geben dem Anzug etwas chikes, flottes, das durch Helle Leder- oder Tuchgamaschen noch erhöht werden kann. Für kühle Tage läßt sich das Bolerojäckchen mit Herrenfayon oder Schulterkragen seine Rechte nicht schmälern, sieht es doch mit Heller Bluse darunter stets hübsch und jugendlich ans.
Zu den Sportarten, denen die Jugend am liebsten huldigt, gehört unstreitig das Lawn-tennis-Spiel. Dies schnelle Wenden, Dehnen, Biegen der jugendlichen Spieler, deren ganze Elastizität in den raschen Bewegungen beim Spiel zum Ausdruck kommt, wird zum fesselnden Bilde, wenn schlanke Mädchengestalten in Weißen und farbigen Kostümen die Szene beleben. Da sehen wir graue und farbige Leinenkleider reich mit Patten und abstechendem Vorstoß garniert, weiße Piquoanzüge mit buntgestickten Kreuzstichborten, bastfarbene Panamakostüme mit farbigem Stosfbesatz, praktische Blusen aus Packleinen mit Schößchen- und Goldknöpfchen-Ausstattung, die alle jugendlich und reizvoll genannt werden müssen. Typisch für die Tenniskostüme ist die rnehr oder minder lose Blnse, deren Vorderteile öfters kleine aufgesetzte Täschchen zieren und der fußfreie Glockenoder Volantrock. In den Ruhepausen erweisen sich die kurzen ärmellosen Jäckchen mit breitem Kragen als sehr praktisch. Ein jugendlich ansprechendes Tenniskleid zeigt Modell Nr. 288. Gestickter ecru-Batist bildet das Material, mit dem der weiße Spitzenkragen, Latz, und Stehbündchen der Bluft
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Nr. 228. Modell Nr. 1003.
vortrefflich harmonieren. Der dem Rock angesetzte Volant ist durch Stüfchengruppen und Säumchen bereichert, den Volantansatz deckt Spitzeneinsatz und statt des üblichen Ledergürtels umspannt weiches Seidenband die Taille.
Für Sportzwecke scheint Leder überhaupt ein immer beliebteres Material zu werden. Taucht es an einzelnen Wollstoffkostümen vorläufig auch nur als Besatzstreifen auf, so hat es bereits bei Automobilfahrten seine Zweckmäßigkeit als Material für die verschiedenen Hüllen aufs beste bewiesen. Das in den verschiedensten dunklen Tönen gefärbte Wildleder läßt besonders die langen, losen Mäntel der Automobilistinnen in Verbindung mit matten Bronze- knöpfen als höchst aparte Modeschöpfungen erscheinen, in welche Klasse a.uch die in zwei Schattierungen-gehaltenen Bolerokostüme aus dem gleichen Material gehören, die freilich ob ihres Preises nicht allen Kraftfahrerinnen erreichbar sein dürften. Für heiße Tage sind derartige Anzüge allerdings zu warm, da greift man lieber zu den Bastseiden- und Packleinen-Kostümen, deren Blusenausschnitt gewöhnlich ein weicher Stehkragen und Kravatte ans schmiegsamem Ziegenleder füllt.
Die Mode der flotten Matrosenkleider, die die frische Jugend so anmutig kleiden, wird von dem überaus gefunden Ruder- nnd Segelsport besonders begünstigt. Zu der vielfach ringsum überhängenden Bluse mit freibleibendem Halsausschnitt und dem obligaten Matrosenkragen erweisen sich die fußfreien Tollfaltenröcke als besonders hübsch. Die
glatten Glockenröcke werden, um das Monotone zu vermeiden, vielfach mit farbigen Blenden ausgestattet, mit denen dann der Besatz des Kragens zu harmonieren hat. In Bezug auf das Material sind grobe Canevasleinen in weißen oder gelblichen Tönen mit buntgestickten Borten besetzt das Eleganteste, was es für derartige Fahrten gibt, weniger hohen Ansprüchen dürften die getupften oder feingestreiften Flanelle, die einfarbigen Drelle, bunten L-einen- und sonstigen Waschstoffe entsprechen.
Zeit und Geld kann jede Dame sparen, wenn sie, bevor sie zur Anschaffung neuer Garderobe schreitet, das Modenalbum und Schnittmusterbuch der Internationalen Schnittmanufaktur, Dresden-N., zu Rate zieht. In der Mitte August erschienenen neuen Ausgabe findet sie alle Neuheiten auf dem Gebiete der Damenkleidung für die kommende Herbst- und Wintersaison vertreten, sodaß es nur der Wahl eines Modelles und Bestellung des dazu in verschiedenen Größen erhältlichen Schnittes bedarf, um eine zuverlässig^ Grundlage für das neue Kleid oder Zacket rc. zu gewinnen. Tie bei eleganter Fayon äußerst sorgfältige Ausführung bet Schnitte macht das Schneidern geradezu zu einem Vergnügen und gestattet durch den billigen Preis derselben einen öfteren Wechsel in der Garderobe. Zu beziehen ist das Modenalbum zum Preise von 50 Pfg. durch die Internationale Schnittmanusaktur, Tresden-N., oder deren Agenturen.
Redaktion: August Götz. — 9iofalioii?-britd und 9.'erlag der 9?rül;l’fd:ai Univcrf.tät8»8'ndi= und Cteindruderci. R. Lange, Giesten.


