Ausgabe 
12.12.1903
 
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einigen

Liebe.

deutschen

den

ömerden Wegju neuen

Fluten des Tiber. In der lernen yeimar aoer rraueru vrn sie die Lieben, denen gellend noch der freche Romer- ruf in den Ohren klingt:Wehe den Besre gten!- Jahrhunderte sind über unser Vaterland dahingegangen. Ein anderer Cäsar wirbt um die Herrschaft über die trotzigen Germanenherzen; seine Feldherren und Bannen- träqer aber wüten in Deutschlands Gauen Nicht mit Mord- brand und Gewaffen; sie ziehen einher rm Gewände der Demut und erringen Siege mit den Waffen opferfreudiger

Merkrätsel.

(Nachdruck verboten.)

Wiesel Gemeindehaus Kopfschmuck

Von iedem Wort sind drei nebenenmnderstehmde Buchstaben zu merken, die alsdann im Zusammenhang einen Vogel bezeichnen. Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Gleichklangs in vor. Nr.:

Rmg.

die kleinen, siechenden Augen, schwarz das Bärtchen unter der scharf geschwungenen Nase. Weißlichgelb dagegen die Farbe der Haut, Heller glänzend die sichtlich wvhigepfleg- ?en Zähne, die er zeigte, indem er zu selbstbewußtem Lächeln die Lippen öffnete. Tas Auffallendste an semer Erscheinung aber war, daß er sich über das,®nfemMe von schwarz eine der buntseidenen, breitgestreisten, rta- lieniichen Decken in rot, blau und gelb gebreitet fyatte, die von seinen Schultern herabwallte, und deren er sich erst mit nachlässiger Bewegung entledigte, als er dw Halste des Saales durflfschritten hatte. Dort ließ er sie auf einen kleinen, ruiiden Tische niedergleiten, ging weiter an der einen Langseite der Hufeisentafel entlang und setztesich an ihrem Ende nieder. So saß er Rauchmann fast direkt gegenüber, freilich durch die ganze Lange des Tisches von ihm getrennt. Der Platz zu ferner Linken war leer, gU seine'- Reckten saß eine blasse, magere, leidenschaftlich aussehende Blondine, deren graue Augen aufleuchteten, al^> er nck ihr näherte. Sie zeigte den ^chpus ors verbluhen- den" Mädchens, das zu lange auf einen Mann warten muß und sich verzehrt in ungestilltem Sehnen.

(Fortsetzung folgt.)

Man schreibt uns: -niet dem TitelAus H essens Kornett" erscheint im Verlage von Emil Roth in i Gießen aus jer Feder Albert Kleinschmidts eine | Reihe von Erzählungen, die im besten ©tmte oes Wortes i eäite Volks- und Jugendschriften genannt werden können. I Verfasser und Verleger haben es sich zur Aufgabe gemacht, I mit diesem Unternehmen an ihrem Teil dazu beizutragen, daß in den Herzen der Jugend imb damit unseres Volles erhalten bleibt der Sinn für Heimat und Vaterland und die Fülle des Segens, die beide uns bieten. Ter aufrichtige Freund unseres Volkes, der mit banger Besorgnis sieht, wie krasser Egoismus und Materialismus immer erfolg- | reicher daran arbeiten, alle gemütvollen Regungen tm 1 Menschenherzen uiederzuhalten und zu ersticken, der fas tagtäglich die Beobachtung machen muß, daß gar vielen Heimatgefühl und Stammeszugehörigkeit kernen Mifftrlmg | aiit, wenn auch noch so geringe materielle Voiuecke iN der , Fremde winkeil, kann ein solches Unternehmen nur mit ! Freuden begrüßen; und mit doppelter Freude kann er es begrüßen, wenn es wie das vorliegende m so vollendeter - Weise geeignet erscheint, seinem edlen Zweck in ersprieß- | licher Weise zu dienen. Ter Verfasstr hat den Stoff zu den bis jetzt erschienenen vier Erzählungen (Preis rn Leinenband ä Mkst aus zwei der solgereichsten Epochen der deut­schen Geschichte geschöpft, und zwar aus zwei Epochen, m j denen gerade die Stellung und Anteilnahme unserer chatti- schen Vorfahren von schwerwiegender Bedeutung war. Schwer lastete zu der Zeit, als unser Heiland tm fernen Moraenlande zur Erde niederstieg, der Druck der römischen Herrschaft aus den deutschen Gauen., Wer in blutigem Ringen werden die fremden Eindringlinge niedergeworsen. UndB r i n n o der C h a t t e n f ü r st" ist es, der an der Spitze seines getreuen Volkes, im Bunde mit Armin dem Cherusker, die Fremdherrschaft brechen hilft. Eine Steg- stiedsgestalt, ohne Furcht und Tadel, etit leuchtendes Vor­bild seinen guten Chatten, springt er in den , starrend en Speerbag der römischen Legionen; und der in todverachten- dem Ringen dem Fremdling entrissene Adler wird tn feiner Hand zum Zeichen der FreilM des germanischen Volkes. Doch Brinno selbst, der Herrliche, soll die Fruchte semes Ringens nicht genießen. Noch gilt es, dm heißgeliebten jüngeren Bruder zu befreien, den hispanische Reiter., dem Rheine und damit schmachvoller Knecht,chaft zufuhren wollen. Wohl gelingt dem Helden Brinno das Befreiungs­werk, ihn felbst aber, dem das breite Römerschwert kies in die Brust gedrungen, trägt die Walküre im Sonnen­glanz hinauf gen Walhall. Der herrlicyste Steg ist errungen; deutscher Einheit vermochten auch die Waffen starrenden kriegskundigen Legio­nen desweltenbeherrschenden Cäsar nicht zu widerstehen. AberEisersucht, Un eiui g kei t und nörgelnde Mißgunst unter den deutschen Stämmen ebnen dem Romer den Weg zu neuen

Der üble Mundgeruch Wenn der üble Mund­geruch seine Ursache auch vorwiegend in der Erkrankung der Zähne unb des Zahnfleisches bat, so wird er doch außerordentlich häufig auch durch andere krankhafte Affek- tionen hervorgerufen. Dahin gehören Munderkrankungen, wie Erkrankungen der Mandeln und der Zunge, ferner Störungen in der Funktion der obersten Luftwege, der Nase und deren Nebenhöhlen. Erkrankungen der Luftröhre und der Lunge, die mit einem übelriechenden Auswurf verbunden sind, weisen ebenfalls einen üblen Mundgeruch auf, von Allgemeinkrankheiten gehören die Tuberkulose, die Blutarmut und die Zuckerkrankheit hierher. Dre sozialen und gesellschaftlichen Folgen des Nebels sind bekanntlich oft sehr verhängnisvoll; manches Verlöbnis ist in dessen Folge gelöst worden, mancher hat seine Stellung verloren, viele haben sich durch den widerlichen, m geradezu ekel­erregenden Geruch gesellschaftlich unmöglichgemacht. Di Träger des fatalen Geruchs mochten ihn natürlich lvsstm und sparen nichts im Gebrauch von Zahn- und Mund­wässern, doch können diese nicht helfen, solange nicht die Ursache des Nebels behandelt ist. Da muß vor allein der Zahnarzt aufgesucht und gründliche Ordnung an den Zähnen geschafft werden; schlechte ^ahne find ^beseitigen oder zu plombieren, eiternde Fisteln sind zur tzeilung zu bringen und der Zahnstein ist zu entfernen. Ist die Ursache des Uebels in fonstigen krankhaften Affektionen zu suchen, so ist ärztliche Behandlung unumgänglich notwendig.

* Zur Haarpflege. Oft wird das Waschen des Kopfes als bestes Mittel gegen frühzeitigen Haarausfall I empfohlen, und es ist auch tatsächlich von Nutzen aber nur dann, wenn warmes Wasser, eine milde ©ctfe ba&u verwendet wird und die ganze Prozedur im warmen Zimmer am Abend vorgenommen oder doch, bevor bre Haare nicht vollständig trocken sind, der Kopf der freien Luft nicht cn s- gesetzt wird. Schlimme rheumatische Kopsschmerzen und ganz bedeutender Haarausfcckl könnenmitstehen, wenn man diese Vorsichtsmaßregel außer acht ,laßt. An, besten ver wendet man an Stelle der Seife einen Eidotter,.der, auf den Haarboden gerieben, alle Schuppen Umungkeiteu entfernt, wenn nach einigen Minuten der Kos^ 1 u tvarmem Wasser abgewaschen wird Bei reichlichem Haar ausfall ist das Haar kurz Zu ^neiden und bei Frauen dun Trocknen ganz besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Redaktion: August Götz. - Rotationsdruck und Verlag der Viüd.'scknt Nuiverflläts-Buch- und St-wdrucker-i. R. Lange, Gießen

Erfolgen. Einige Jahre schon nach jener glorreichen Hermannsschlacht bricht des Jmperatois Neffe Germaniens mit frischen Scharen in das Gebiet der Germanen ein; ihre Uneinigkeit verdammt diese zur Ohnmacht, und zähne­knirschend müssen es die tapferen Chatten über sich .er­gehen lassen, daß ihnen trotz mutiger Gegenwehr Weih und Kind verstrickt hinweggesührt werden, um des Romers Triumphzug verherrlichen zu helfen. Aber die edlen, »rauen aus dem Chattenstamm, die wissen, daß sie nie mehr die geliebte Heimat Wiedersehen werden mit allem, was ihnen dort lieb und wert war, wählen lieber den Tod als die Knechtschaft. In dem Augenblick, da sie getrennt werden sollen, um ihren Sklavendienst anzutreten, ver- sie si'ch noch enger zum' Tode in den wogenden des Tiber. In der fernen Heimat aber trauern