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natürlich zuerst gegen Beaumont Verdacht fassen, der bei ihm wohnte, er besaß in der Diplomatenwelt einen zweifelhaften Ruf und hatte viel häßliche Geschichten hinter sich. In dieser Voraussicht und wohl wissend, daß die Liga ein paar gewalttätige Mitglieder besaß, versuchte Robert Beaumont gar nicht, Rußland in der Richtung nach Westen zu verlassen. Er entschloß sich wahrscheinlich über Nischni- Nowgorod, die Wolga entlang und über das kaspische Meer weiter nach Persien und Indien zu reisen . . . Sie folgen mir doch?"

Vollkommen", antwortete Chauxville kalt.

Ich bin seit einer Woche hier, um Erkundigungen einzuziehen", fuhr der Spiou fort.Die ganze Angelegen­heit liegt nun Glied für Glied vor mir bis zu dem Abend, an dem Mann und Frau sich trennten. Sie fuhr mit den Papieren nach Paris. Wohin wandte er sich?"

Sgerr von Chauxville hob die Zigarette auf, betrachtete sie einen Augenblick aufmerksarn wie eine Reliquie die Reliquie der stärksteu Erregung, die er je empfunden hatte und warf sie dann in die Aschenschale, um sich eine neue anzuzünden.

(Fortsetzung folgt.)

Sportpflege auf amerikanischen Universitäten.

Man hat das sieghafte Vorgehen und die Erfolge, die Bruder Jonathan auf fast allen Gebieten erzielt, auf welchen sich die United States betätigen, einer Reihe von Ursachen zugeschrieben. Man hat die Vereinigten Staaten als den Sammelplatz der von Europa innerhalb des letzten Säku- lums der von Europa exportierten Energie bezeichnet, hat klimatische Einflüsse in den Vordergrund gestellt. Welchen Ursachen der eminente Erfolg in Sonderheit zuzuschreiben ist, lassen wir dahingestellt; sicher ist es, daß die Liebe zum Sport und die Pflege desselben an der Erziehung der Nation wesentlichen Anteil haben. Was Deutschlands Studenten im Pauk- und Duellwesen erblicken, erblicken ihre Kollegen jenseits des Atlantic im Sport. Von frühester Jugend an zum Sportsmann und Kraftmenschen erzogen, übt dieses Training seinen Einfluß auf den heranreifenden Jüngling, dem es als Mann nicht an den Eigenschaften gebricht, die jenes gefördert, an Promptheit, Mut und Entschlossenheit.

Der Schreiber dieses war selbst als aktiver Amateur am Kontinent sportlich tätig und siegte im Wettschwimmen bei den Olympischen Spielen in Athen im Jahre 1896.

An den amerikanischen Hochschulen überwiegt das In­teresse am Sport zu Zeiten jenes am ernsten Studium. An den Tagen, an welchen die großen Fußballwettkämpfe stattfindcn, entfallen die Vorlesungen. Die ganze Stadt (Philadelphia) bespricht durch Wochen die bevorstehenden events, den Match Havard-Pennsylvania. In allen Schau­fenstern befinden sich die Bilder der Teilnehmer. Wo immer sich einer derselben zeigt, wird er mit enthusiastischem Jubel empfangen. Jung und Alt ist am Sport inter­essiert, . und es ist nicht nur die Jugend, der es als höchstes Ideal vorschchebt, dereinst Kapitän einer Fußballmannschaft zu werden. Dem Europäer kommen die Einrichtungen der anrerikanischen Hochschulen anfangs merkwürdig vor. Nimmt er die Hochschule in Augenschein, so wird ihm in dem Häuser­reihen umfassenden Komplex weder Bibliothek noch Archiv gezeigt. Zuerst und in allererster Linie das Fußballfeld, die Laufbahnen, die Turnhallen, Billardzimmer, Kegel­bahnen und die Schwimmschule. Nur in einem gesunden Körper kann eine gesunde Seele wohnen. Die Amerikaner betrachten den ersteren als des letzteren wichtigste; Vor­bedingung und weisen mit Stolz auf ihre sportlichen Ein­richtungen hin, mit weit mehr Stolz, als sie sich über die Pracht der Prunkgemächer, die auf keiner Hochschule fehlen, verbreiten könnetn.

Fußball ist wie in England das Hauptspiel der aka­demischen Jugend; doch wird allen Gebieten des Sports große Aufmerksamkeit gewidmet. Eine siegreiche Fußball­mannschaft bildet für die betreffende Hochschule die beste Attraktion, um neue Studenten (Freshmen) anzuziehen. Das Gebiet der leichten Athletik wird durch Wettkämpfe zwischen zwei Hochschulen, nach dem Muster Oxford-Cam­bridge, gefördert, sowie durch die am letzten Samstag im Mai stattfindenden Universitätsmeisterschaften. Dasselbe gilt von der Pflege der Gymnastik, welche jedoch, oftmals in Akrobatik ausartet. Im Rudern haben die amerikanischen Studenten noch nicht bewiesen, was sie zu leisten vermögen.

Zwar haben Ed. Ten Eyk und F. Howell die Diamand Sculls bei der Henley Regatta gewonnen und die Mannschaft der University of Pennsilvania hat in Irland gesiegt, doch leidet der Rudersport zu sehr unter klimatischen Einflüssen wie unter der Unkenntnis der Lokalität. Den Einfluß des Klimas beleuchtet der Umstand zur Genüge, daß in jedem Match Thale-Howard kontra Oxford-Cambridge jenes team Sieger blieb, in dessen Lande die Konkurrenz abgehalten wurde. Neben Baseball als Hauptsport, werden Wettschießen, Kegelschieben, Billard-, Schach- und Damenbrett-Spiel eifrig betrieben. Als Wintersport erfreut sich Schwimmeu und Waterpolo der größten Beliebtheit. Während der kurzen der bloß einige Tage währendenSportsmenshow" werden in großen Gebäuden riesige Bassins errichtet. Im Jahre 1899 wies der Madison-Square-Garten in Newyork eine Besucherzahl von 26 372 zahlenden Personen auf, welche der Entscheidung der zehn Tage währenden Kämpfe bei­wohnten.

Die Leiter der amerikanischen Hochschulen verlieren die Direktive nie aus den Augen, daß das positive Können, welches ihre Universitäten den Schülern zu erwerben Ge­legenheit geben, bloß ein Teil des für das praktische Leben notwendigen Rüstzeuges ist, bloß die Substanz, die, so wichtig sie auch sein mag, erst in der Handhabung ihren reellen Wert findet. Zum erfolgreichen Wettbewerb in den Jahren, die auf das Studium folgen, bringt der ameri­kanische Student nicht nur seinen Schulsack mit, sondern einen durch Sport und Training gestählten Körper, einen klaren Blick, Entschlossenheit und Beharrlichkeit, und diesem Training haben es die States zu danken, wenn ihre Sölme Sieg auf Sieg erringen.

Unser Garten im August.

Neben der Ernte, die im August schon immer mehr Zeit in Anspruch nimmt, neben der Bereitung von Obst­weinen aus Johannisbeeren, Stachelbeeren, neben der Be­reitung von alkoholfreien Säften und neben der Herstellung, von Gelees und Janis müssen wir nicht vergessen, die leer­werdenden Beete des Gemüsegartens sofort wieder zn be­pflanzen.

Es wird .achsgesät: Spinat, Feldsalat, Schwarzwurzel, Herbstrübe, Kerbelrübe, Teltower Rübe, auch noch Radies. Es werden ferner die Erdbeerbeete angelegt; Nobel, Kaisers Sämling, König Albert, Lucida perfecta, Kerrs Prolific sind Sorten, die in erster Linie in Betracht kommen. Da, wo man das Beet nicht mehr mit Gemüsen besäen oder mit Grünkohl und Endivien bepflanzen will, soll man wenigstens durch Aussaat von Gründüngungspflauzen und durch vor­herige Düngung mit künstlichen Düngern die Vorbereitung des Beetes für das nächste Jahr beginnen. Als Gründüng­ungspflanzen lassen sich aussüen: Senf, Phazelie, Zottel­wicke, Erbse und Pferdebohne.

Aus den Himbeersträuchern müssen wir die abge­tragenen Ruten herausschneiden, von den neuen Schossen nur fünf bis sechD stehen lassen. Auch die Triebe der Jo­hannis- und Stachelbeeren sind etwas zu entspitzen.

Eine Hauptarbeit nimmt bu3 Okulieren der Rosen in Anspruch, ebenso von Birnen, Aepfeln. Wer auf Weißdorn Birnen setzen möchte, muh jetzt daran gehen. Wvr seine Linden, Flieder, Ahorn, Liguster veredeln will, hat jetzt noch Zeit dazu. Auf Liguster läßt sich bekanntlich der Flieder veredeln.

Wir können Kirschen kopulieren und jetzt durch Ver- edelu bei denjenigen Formbüumen Fruchtholz einsetzen, die an den Aesten kahle Stellen haben. Der Grünschnitt ist bei allen Formobstbäumen noch durchzuführen und ist dabei das kleine Werk von A. Pekrun, welches I Mk. kostet und in jeder Buchhandlung käuflich ist, unentbehrlich.

Der August ist die Hauptzeit, Stauden zu teilen und Stecklinge zu machen.

Im August soll schon die nächstjährige Bepflanzung der Blumenbeete ins Auge gefaßt werden, damit wir Mutter­pflanzen von Begonien, Pelargonien, Gnaphalien, Helio­trops und Fuchsien in genügender Menge heranziebcn. Das Verpflanzen von Lilien, Narzissen, Tazetten ist vorzunehmeu. Auf den Blumenbeeten, deren Blumen verblüht sind, pflanzen wir Tagetes, Begonien, Astern.

Den Raupen des Kohlweißlings ist durch Zerdrücken der Eier auf der Unterseite der Blätter vorzubeugen. So lange die Raupen noch klein sind, kann man durch Spritzen mit einer Mischung aus 5 Gr. Schivefelkalium, 100 Gr.