Ausgabe 
9.5.1903
 
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Schwein erhalten müsse, erhalte die Wurstsuppe eine so Frage .lilablaue Färbung, daß ihr Genuß nicht angängig erscheine. 1 Da wird sich wohl der in!" r 4"

Wurstsuppenverein ins Mittel legen müssen.

Redaktion: Anaust Götz. - Rotationsdruck und Verlaa der Brübl'Mn UniversiMs-Buch. und Steindruüerei (Pietsch Erben) in Gießen.

LrLevavisches.

Die Tatsache, daß sich der Stuttgarter Buchhandel von der bevorstehenden Weltausstellung in St. Louis fernhalten wird, finden wir im Anschlüsse an die bekannte Reich s- tagsverhandlung in dem 18. Hefte der illustrierteil Zert- schriftZur Guten Stunde" (Preis des Bierzehntag- hestes 40 Pf., Deutsches Verlagshaus B.ong u. Co., Berlin W. 57) gewürdigt und besprochen. Erinnerungen an einen Osterspaziergang durch die schönen Täler des Taunusgebirges faßt Edward Stilgebauer rn einem prächtigen AufsatzeAus Krontal und Kronberg zusammen, über Blumensymbolik plaudert Willy Lauge tn einem reich illustrierten Artikel. Die Fortsetzung von Adolf Otts HochgebirgsrvmanIn den Abgrund" und Hell­muth Willes ErzählungDie höchste Instanz" bilden neben

Charade.

(Nachdruck verboten.)

Die schöne Pauline treibt fleißig Musik

Und hat heut das Erste zum Zweiten;

Drum bat sie den Bruder, ein neues Stuck

Ihr aus dem Klavier zu begleiten.

Der aber gab ihr mürrisch zurück:

Ich muß auf dem Pegasus reiten; ,

Ich schreib an dem Ganzen, das wird em Stück, Das macht mich unsterblich beizeiten,

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung des Wortspiels in vor. Nr.: Lende, Negus, Stall, Pless, Aguti.

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Ende gut, alles gut.

b ihn weniger wie andere Nationen auf I khe seiner Muttersprache die zu suchen überlaßt man bedacht sein läßt, sowie sein aller Prahlerei I jedem Einzelnen! Wer wieviel Menschen sind imstande, -- ' p--------r ich in dem Gestrüpp und Unkraut zurechtzuftnden, das

LiU J»h. ..... »»ssprirßt im deutschen Sprachgarten? Es bedarf eines kundigen und sichern Führers,, und das

nnnnrn btante riet ihm ein Freund davon ad und spracht I dem Schlüsse von PH. WengerhofssNovelle,,Nemesis" den ^Mdenke^ was Du beginnen "willst. Hast Du denn noch I belletristischen Teil des Heftes. Kunstblätter und Nlu- Moenre, was ^u g i ' irtmaY {n ein so I strationen treten ergänzend zu dem literarischen Inhalt

Nnternebmen einlässest? Nimm Dich in acht, I hinzu. In der illustrierten Gratisbeilage:Klassischer Hu- Ä U b« »mX werden perlen der »W«, «US

boa « 3 ei SckMm fein, wenn ich ««»teile", »er« der den,scheu Reformation geb»ten.

setzte"Obertraut. . I Allerhand Sprachdummheiten. Kleme deutsche

Du hättest wenigstens dazusetzen sollen: So Gott will", I Grammatik des Zweifelhaften, des Falschen und des Haß­warf" der besorgte Freund ein. I lichen von Gustav Wustmann. Dritte, vermehrt und

Das weiß ich schon", entgegnete der alte Haudegen, verbesserte Auflage mit einem ausführlichen Register In mein Herrgott läßt mich nicht zum Schelm werden." Leinwand gebunden 21/2 Mark. Verlag von Fr. Wil^ Zn einem Treffen in der Nähe von Hannover wurde Grünow in Leipzig.. Diese neue Auflage tritt tn Obert'-aut im Jahre 1625 schwer verwundet. Man setzte bem Augenblick auf den Markt, wo die Einführung einer ihn in eine Kutsche und brachte ihn vor Tilly. Dieser einheitlichen Rechtschreibung weite Kreise veranlaßt hat, sagte höflich zu ihm:Euer Zustand tut mir leid. Wie sich mit Sprachdingen zu beschäftigen. So dankenswert es seid Ihr nur in dieses Unglück gekommen?" | aber ist, daß endlich auf diesem Gebiet eme feste Ordnung

iierr General", sagte der alte Krieger ganz gelassen, angestrebt wird, so handelt es sich dabei doch nur um das" sind Unqlücksblumen. In solchen Gärten, in welchen I eine Aeußerlichkeit; viel wichtiger, als orthographisch richtig, wir' umberirren, pflückt man keine andern." | zu schreiben, ist es, seine Gedanken richtig auszudrucken.

Das war der Mann, welcher zuerst der deutsche Michel feine Muttersprache klar und verständig zu handhabenund

genannt wurde. Er hat diesen Namen zu Ehren gebracht; ein Gefühl dafür zu haben, was schpn und was häßlich ist,

denn er ivar tapfer, einfach!, gottvertrauend und doch gemut- was lebendig und was papieren. Aber darüber find bie ifjch wie dies aus seiner Antwort an Tilly hervorgeht, und I Leute vielfach im Unklaren; in allen Stilfragen herrscht

diese Eigenschaften sind Tugenden des deutschen Chcktak- I große Unsicherheit und Verwirrung hier hat der Staat

terch airf die der Deutsche mit Recht stolz sein kann. DieÜC[} nicht mit väterlicher Hand emgegriffen; in den ruhige Beschaulichkeit, das poetischie Innenleben, welches Schulen lernt man vieles und alles, nur rncht die Ge ibn erfüllt und ihn weniger wie andere Nationen auf » 11 r kinben uberlastt mar

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und ieglichem Schein abgeneigtes Wesen gereichen ihm zur I < ... ----- - , ,, .

Zierde Darum gebrauchen auch heute ftemde Volker den jedes Jahr neu aufsstrießt int

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mütiqkeit "des Deutschen zu bezeichnen, die ihm früher I will dieses kleine Buch sein. Es ist auch^in dieser drittem oft zum Schaden gereichte, oder um seine schläfrige Gleich- I Auflage wieder vielfach verbe,sert und vermehrt worden, ailtiakeit in allen Dingen zu verspotten, die ihm Nicht zu I Einzelne sprachgeschichtliche Irrtümer sind besentgt, em nahe an den Lech gehen. Die Gestalt des Generals Ober- ^lne Regeln richtiger gefaßt worden Einige W chnitte traut ist die Verkörperung des Begriffes, wie er heute vom I sind neu hinzugekommen, m den bisherigen hier und

DermilcbtCS« I ungen, wie sie manche andere geben: m, das laßt sich

. Der »eriÄ-it». ** gttÜSf'S überschätzt, daß barmt ente ^rmehrung des Haares ein- I ^werfen mit solchen unftchern, ängstlichen, achsel- hergeht, ist sicher nicht der Fall, wohl aber verstärkt I I Auskünften ist Leuten, die Belehrung in Sprach^ es das einzelne Haar. Auch die Ansicht, daß das Haar- ^ben Auskunft n st,^t ihnen solche Weisheit

schneiden das Ausfallen der Haare hmtanhalte, ist, nach I S l w r. m nicht streiten und nicht uM

demPraktischen Wegweiser", Würzburg, nicht bewiesen, würden \ jstz

eher läßt sich das Gegenteil behaupten, und auch damit Scheidung bitten ^u weder handelt lichs um!

begründen, daß Glatzen bei Frauen nicht oder doch nur n cht dmnit gwnt entscheidet einfach die Sprach- in ganz seltenen Ausnahmen zu finden sind Der Haar- ossenbare stestier 0 Dber & handelt sich

ausfall ist nach! den heutigen Anschauungen der meoizmi- Sesckstckfte un der^^PA^x^b^Falle, dann kommt zur scheu Wissenschaft, wie so viele andere, wahrscheinlich auf um^ öweiftlhafte unv M Sprachgebrauch ein drittes Ent- etnen übertragbaren Erreger zurnckzufnhren. Em kahl ge- I der gute Geschmack. Und er allein, weder!

Morener Kopf dürfte schon aus- dem Grunde nicht be- ML""Z^sckstchte nL der sonst so gern zu Hilfe gerufne sonders zu empfehlen fern, weil das Haar den «taub I ,mus SprachgebraM,! hat zu entscheiden, wenn, sichs von der sehr empfindlichen Kopfhaut fernhalt thrannus «P a)g o i ö f bdt, um bte eigent-

* Die blaue Wurstsuppe In Koburg führt em um asthetische, uin ^nr §raä/bumm(ett(;t^ sind teilt Hausschlächter bittere Klage über die neue Fleischbeschau- Uch^ Sprast>mn,p jede grammatische oder stilistische durch die 13 Stempels^e^edes geschlachtete | AAV mÄnsV Äntwort bereit' hat, sondern em

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